CH155117A - Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes für Farbstoffe der Benzanthronreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes für Farbstoffe der Benzanthronreihe.

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CH155117A
CH155117A CH155117DA CH155117A CH 155117 A CH155117 A CH 155117A CH 155117D A CH155117D A CH 155117DA CH 155117 A CH155117 A CH 155117A
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selenium
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bromobenzanthrone
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E I Du Pont De Nemours And Co
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Du Pont
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  Verfahren     zur        Herstellung    eines     Zwischenproduktes    für     Farbstoffe-          der        Benzanthronreihe.       In der deutschen Patentschrift Nr. 264941  ist ein Verfahren zur Herstellung von     Di-          seleniden    der     Anthrachinonreihe,    in der deut  schen Patentschrift     Nr.441748    ein solches  zur Behandlung von     Benzanthron    mit     Schwe-          felhalogeniden    und in der deutschen Patent-         schrift    Nr.

   462154 ein Verfahren zur Her  stellung von     Benzanthronylsulfiden    beschrie  ben.  



  Gemäss vorliegender Erfindung wird eine  Verbindung von wahrscheinlich folgender  Formel erhalten  
EMI0001.0016     
    Diese Verbindung     (Dibenzanthronylselenid)     kann hergestellt werden durch Erhitzen von       Bz-1-Brombenzanthron    mit     Selenpulver    in  einem hochsiedenden Lösungsmittel mit oder  ohne Zusatz eines leicht mit Brom, Brom-         wasserstoffsäure    oder beiden     reagierenden          Stoffes.    Die neue Verbindung kristallisiert aus  geeigneten Lösungsmitteln in dicken, spitzen  Nadeln von goldgelber Farbe.

   Die Reaktion  verläuft hierbei vermutlich wie folgt:  
EMI0001.0023     
      <I>Beispiel 1:</I>  100 Gewichtsteile     Bz-1-Brombenzanthron,     14 Gewichtsteile feingepulvertes Selen und  20 Gewichtsteile gepulverter Kalk werden  unter starkem Rühren in 500 Gewichtsteilen  hochsiedendem Petroleum 8 Stunden auf  220 0 C erhitzt oder bis das feste Reaktions  produkt, wenn in konzentrierter Schwefel  säure gelöst, eine kräftige grünblaue Färbung  ergibt. Da     Bz-1-Brombenzanthron    sich in  Schwefelsäure mit roter Farbe löst, so gibt  diese Farbenprobe einen guten Hinweis für  die Beurteilung des Verlaufes der Reaktion.

    Nach beendeter Reaktion wird die Mischung  auf 50 0 C abgekühlt, filtriert, der Filter  rückstand gründlich mit heissem Wasser ge  waschen, getrocknet und schliesslich mit Salz  säure vom Kalk befreit.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Eitle Lösung von 100 Gewichtsteilen Bz  1-Brombenzarithron in 300 Gewichtsteilen       Trichlorbenzol    wird mit 200 Gewichtsteilen  hochsiedendem Petroleum und 14 Gewichts  teilen Selen versetzt und das Ganze darin  auf 210-220 0 C erhitzt, bis das Reaktions  produkt in konzentrierter Schwefelsäure eine  grünblaue Lösung ergibt. Die Lösung wird  alsdann abgekühlt, das Reaktionsprodukt ab  filtriert und getrocknet. Das so erhaltene  Produkt gleicht dem nach Beispiel 1 er  haltenen, ist aber frei von Kalk oder an  organischen Salzen.  



  Es stellt ein körniges, gelbbraunes Pulver  dar, das wenig löslich in kalten organischen  Lösungsmitteln, aber ziemlich gut löslich in  heissem Nitrobenzol oder     Orthodichlorbenzol     ist, aus denen es in dicken, spitzen Nadeln  von goldgelber Farbe auskristallisiert. In  konzentrierter Schwefelsäure löst es sich mit  kräftiger, reiner grünblauer .Farbe. Es ist  praktisch unlöslich in alkalischem Natrium  hyposulfit.

   Nach erfolgtem Auslaugen mit  einer     Schwefelnatriumlösung    zur Entfernung  überschüssigen Selens und     Umkristallisieren     in Nitrobenzol zeigt das Produkt einen  Schmelzpunkt von<B>336-3370</B> C und einen       Selengehalt        von        14,97        %.        Der        theoretische            Selengehalt    des     Bz-1-Bz-li-Dibenzarithronyl-          selenides    beträgt 14,740o.  



  Art Stelle von Kalk können auch andere       Stoffe,    die mit Brom oder Bromwasserstoff  säure zu reagieren vermögen, Verwendung  finden, so zum Beispiel     Natriumacetat,    Na  triumsulfit,     Natriumbisulfit,    Natriumkarbonat  oder     Natriumbenzoat.    An Stelle der genann  ter.     Natriumsalze    können auch die entspre  chenden Ammonium- oder     Kaliumsalze    ver  wendet werden. Des weiteren kann matt auch       Ammoniakgas    über die kochende     Mischung     leiten, um ein gleiches Resultat zu erzielen.

    Zwar können alle     hochsiedenden.    Lösungs  mittel (ebenso auch     niedrigsiedende    unter  entsprechendere Druck) bei diesem Verfahren  benutzt werden, indessen empfiehlt es sich  doch mehr, ein leicht     halogenierbares    oder  ein Lösungsmittel mit hohem     Wasserstoff-          gehalt    zu verwenden, wie zum Beispiel hoch  siedende Petroleumöle, hydrierte     Naphtaline,     wie     Di-,    Tetra-,     Hexa-    oder     Dekahydronaph-          talin,        Kerosen,

      Paraffinöl oder     Trichlorbenzol     in Mischung mit einem oder mehreren der  sogenannten Lösungsmittel.  



  Die neue     Selenverbindung    der -     Benzan-          throni-eihe    ist ein wertvolles     Zwischenprodrikt     für die Herstellung von     Benzanthronküpen-          farbstoffen.    Durch Behandeln dieses Zwischen  produktes entweder für sich allein oder in  Verbindung mit     Benzanthron    mit Hilfe alka  lischer     .Kondensationsmittel    erhält man     Iso-          violanthron    von hoher Reinheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Hertellung eines Zwischen produktes für Farbstoffe der Benzanthron- reihe, dadurch gekennzeichnet, dass man Selen auf Brombenzanthron zur Einwirkung bringt. Das Produkt stellt ein körniges, gelbbraunes Pulver dar, das ein wenig löslich in kalten organischen Lösungsmitteln, aber ziemlich gut löslich in heissem Nitrobenzol oder Ortlio- dichlorbenzol ist, aus denen es in dicken, spitzen Nadeln von goldgelber Farbe aus kristallisiert. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich mit kräftiger, reiner grünblauer Farbe.
    Es ist praktisch unlöslich in alkali- schem Natriumhyposulfit. Nach erfolgtem Auslaugen mit einer Schwefelnatriumlösung zur Entfernung überschüssigen Selens und Umkristallisieren in Nitrobenzol zeigt das Produkt einen Schmelzpunkt von 336-337 C und einen Selengehalt von 14,97 /o. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Einwirkung von Selen auf Brombenzanthron in Gegen wart eines Lösungsmittels stattfindet. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel ein leicht halogenierbares ist. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lösungsmittel mit hohem Wasserstoffgehalt angewendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart eines leicht mit Brom oder Bromwasserstoffsäure reagierenden Stoffes durchführt.
CH155117D 1930-02-11 1931-02-06 Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes für Farbstoffe der Benzanthronreihe. CH155117A (de)

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