CH155127A - Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen nach dem Spritzgussverfahren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen nach dem Spritzgussverfahren.

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CH155127A
CH155127A CH155127DA CH155127A CH 155127 A CH155127 A CH 155127A CH 155127D A CH155127D A CH 155127DA CH 155127 A CH155127 A CH 155127A
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      Verfabren    zur Herstellung von Formstücken aus     Polyvinylharzen    nach     deni          Spritzgussverfalwen.       Bekanntlich ist es vor einigen Jahren<B>ge-</B>  lungen, das     Spritzgussverfahren,    wie dasselbe  bisher nur mit leicht schmelzenden     Met.allpn     ausgeübt worden ist, auch auf plastische  Massen aus     Zellulosederivaten    zu übertragen.  



  Nach den<B>D.</B> R. P.     Nr.   <B>395</B> 0,84,     4410,23,     452<B>910</B> werden     Zelluloseester,    insbesondere  in Mischungen mit geringen Mengen von       Plastifizierungsmitteln    und grösseren Mengen  von pulverförmigen Füllmaterialien in einen       sehmelzflüssigen    Zustand versetzt und unter       Druch    bei Temperaturen über<B>100'</B> durch  Düsen oder Kanäle, in geschlossene Hohl  formen     eingepritzt,    in welchen sie zu Form  stücken erkalten.  



  Dieses Verfahren hat sich in der Praxis,  insbesondere zur Herstellung von     Apparaten-          teilen,    für die Elektrotechnik, ausgezeichnet  bewährt,     ist    aber bisher auf plastischen     Mas-          #sen    aus     Zellulosedürivaten    beschränkt ge  blieben. Es ist bisher nicht gelungen, andere  organische Produkte, selbst solche,     wBlclie       sieh in     Pressformen    leicht verarbeiten lassen,  nach dem     Spritzgussverfahren    weiter zu ver  arbeiten.

   Insbesondere gilt dieses von     deil     bekannten, in der     Pressterlinik    viel ver  wandten Kondensationsprodukten aus     Pheno-          len    und Formaldehyd,: beispielsweise dem  Bakelit, oder den aus Harnstoff und Form  aldehyd erhaltenen Kunstharzen.  



  Um so     überraschend#er    ist die von     -,Liis     gemachte Feststellung,     dass    solche     Kun-,t-          harze,    welche entstanden sind durch     Laly-          merisat#ion    von     Vinylprodukten,    sieh für das       Spritzgussverfa.hren    ausgezeichnet eignen.

    Diese polymerisierten     Vinylprodukte    ent  stehen aus     a.lipha.tischen    oder     a-romati-          schen    Substanzen, welche die     Vinylgruppe          CH,        ==   <B>CH-</B> enthalten, oder aber     Substi-          tutionsprodukte    derselben.

   Derartige Ver  bindungen, wie zum Beispiel     Polyvin,#,l-'          acetat,        Polyvinylbenzol        (Polystx        rol),    pol     y-          mere        Methylenketone,        wie,        Mietliyleilaceiton,          Polya,krylsäureest,er,    sind ohne     weitere.s    ge  n      eignet, die     Zellulosederivate    im     Spritzverfah-          ren    zu ersetzen, sofern sie     thermoplasstische     Eigenschaften besitzen.

   Wenn diese letzteren  Eigenschaften zu gross sind, das heisst wenn  diese     Polymerisationsprodukte    einen zu gro  ssen     Weichheitscrad    oder einen zu niedrigen  Schmelzpunkt besitzen, so     lässt    sieh dieser  Fehler im allgemeinen dadurch beheben,     dass     man die Produkte längere Zeit bei Tempe  raturen oberhalb<B>100 '</B> erhitzt und sie auf  diese Weise- härtet, was gegebenenfalls in  Anwesenheit von katalytisch wirkenden Kon  densationsmitteln geschehen kann.  



  Sind umgekehrt die     Polymerisatio>nspro-          dukte    zu hart und zu wenig plastisch  t'  (zum Beispiel infolge zu weit vorgeschrittener       Po,lymerisatioil),    so können sie     zweekmä-ssig     unter Zusatz von     Weichmachungsmitteln,        ge-          g,ebenenfalls    unter Beimischung von     Füll-          ma-terialien,    verspritzt werden.

   Besonders  günstig hat sieh zur Einstellung auf gewisse       Olewünschte    Eigenschaften (zum Beispiel Er  höhung der Elastizität, Verminderung der  Sprödigkeit, Aufhebung des     Haftens    an den       Ivleia-Ilteilen        usw.)    eine Vermischung ver  schiedener     Polyvinylprodukte    miteinander  oder aber auch eine Mischung der     monomeren          Vinylprodukten,    wie     Vinylacetat,    mit<B>poly-</B>  meren Produkten der gleichen oder anderer  Art, oder auch die Mischung verschiedener       Polymerisationsstufen    miteinander bewährt.

    Hierbei hat sich gezeigt,     dass    man durch solche       31ischungen    auch die Transparenz, der Form  stücke beeinflussen und ohne Zusatz -von     un-          lösliehen    Füllmaterialien lediglich durch  Verarbeitung von Gemischen aus     verschi(3-          denen        Polymerisat.ionsproduktün,    zum Bei  spiel     p-Styrol    und     p-Vinylaoetat,    undurch  sichtige, weisse oder opalisierende, perl  mutterartige Formstücke erzeugen kann.

   Im  allgemeinen zeichnen sich die nach dem       Spritzgussverfahren    aus     Polyvinylen    her  gestellten     Artike1    durch hohe     Transparenz,     hohen Glanz, grosse     Oherflächenhärte,    grosse,  Wasserfestigkeit und hohes     Iselatio-iisvermd-          gen    aus. Das neue Spritzmaterial ist infolge  dessen geeignet, in sehr vielen Fällen nicht  <B>C</B>    nur die Spritzmassen aus Zellulose,     soil-          dern    auch andere Materialien, wie Zelluloid,       Ha,rtgummi,    Bakelit und vor allem     Pollopas,     zu ersetzen.  



  Die Tatsache,     dass    sieh die     Polyvinyl-          produkte    verspritzen lassen, das heisst     (lass          #sle   <B>-</B> Ohne zu erstarren<B>-</B> durch die     Spritz-          kanäle    hindurch     gepresst    werden können, in  den     Hohlformen    aber sofort erstarren und  als     fertio,    geformte Gegenstände kontinuier  lich aus der Form ausgestossen werden     hön-          neni    ist durchaus erstaunlich,

   denn man hat  diese Körper bisher lediglich in Lösungen  für     Laekzwecke    benutzen können. war aber  nicht einmal imstande, aus denselben ein  wandfreie     Pressstücke    herzustellen, während  dies bei andern Kunstharzen, wie bei Ba  kelit, mit Leichtigkeit möglich ist.

   Die     Poly-          vinylprodukte    haben sieh also genau um  gekehrt wie die bekannten Kunstharze     vpr-          halten.    Sie können gegebenenfalls mit diesen  letzteren, sowie auch mit Naturharzen, fer  ner mit Farbstoffen, Füllmaterialien aller  Art, bearbeitet werden, vor allem aber mit       Erweichun-,smitteln,    durch welche ihre me  chanischen Eigenschaften     beeinflusst    werden  können und als welche sich beispielsweise  weniger hochpolymerisierte oder abgebaute,  das heisst-, partiell verseifte     Poly-vinylprodukte     eignen.  



  Natürlich ist es auch möglich,     Vinyl-          produkte    zu benutzen, welche in irgend  welcher Weise chemisch, zum Beispiel     dur--h          Chlerierung    oder     Bromierung,    durch die  Einwirkung     von    Aldehyden, durch     ka-ta-ly-          tische    Prozesse, durch ein     Härtungsverfahren     oder durch irgendwelche andern     physikali-          sehen,    chemischen oder     physikalisch-ch-emi-          sehen    Prozesse     naehbehundelt    worden sind.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>100</B> Teile     Polyvinylacetat    werden     in          30#O    Teilen     Methylenchlorid    gelöst, der Lö  sung 40 Teil.-. Zinkweiss und 20 Teile     Bar-it     hinzugefügt und dann die Mischung in  <B>C</B>  .einem Knetapparat bis zur -Homogenität ver  arbeitet. Hierauf wird das Lösungsmittel      abgetrieben, die Masse in einem     Walzenstulil     zu einer dünnen Platte ausgewalzt und bei  etwa<B>100,</B> getrocknet, bis das Lösungsmittel  vollkommen verdunstet ist.

   Nach     dem    Er  kalten wird die Masse mechanisch zerkleinert,  so     dass    sie ein grobkörniges Pulver bildet  und dieses wird in einen zylinderförmigen,  heizbaren Druckapparat eingefüllt, dessen  Kolben und gegebenenfalls auch dessen  Wände teilweise mit Wasserkühlung     ver-          ssehen    sind, um auf diese Weise durch<B>Ab-</B>  kühlen das Haften der geschmolzenen     Mai3se     am     Mefall    aufheben zu können. Die letztere  wird dann durch die Düsen, welche, sich am  Boden des. Zylinders befinden, in Hohl  formen eingespritzt, welche durch     entpre-          chende    Kanäle mit den Zylinderdüsen in Ver  bindung stehen.

   In diesen Formen erhärtet  die Masse durch Abkühlung, welche ebenfalls  durch die Wasserkühlung der     Forinenwändt     bewirkt werden kann, und wird dann aus       den    Farmen ausgestossen.  



  Es ist naturgemäss nicht notwendig, die       Polyvinylverbindungen    aufzulösen und dann  erst mit etwaigen     Zusatzprodulden    zu be  arbeiten, sondern die Verarbeitung kann auch  ohne die Verwendung von Lösungsmitteln.  mit Hilfe. von heissen Walzen oder durch  jede andere Art der     Plastifizierung,    durch  Wärme,     Quellungsmittel,    Behandlung mit  Dämpfen, mechanische Zerkleinerung     usw.     geschehen.

   In der Hauptsache dürfte die  Verwendung des     Polyvinylproduktes    in rei  ner Form, das -heisst ohne Zufügung von    Füllmaterialien     etc.,        e#rfolgen;    in diesem Falle  bleiben die Produkte lediglich zerkleinert  und werden als     grebkörniges    Pulver in den       Presszylinder    eingefüllt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Form stücken, dadurch gekennzeichnet, dass man ein thermoplastisches Polyvinylharz erwärmt und in heissplastischem Zustande unter ,tar- kein Druck durch enge Kanäle in Hohlformen einspritzt. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> -Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Herstel lung von Fermstücken durch Anwendung von Hitze in Gegenwart von Katalysatö- ren gehärtete Polymerisationsprodukte be nutzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Herstel lung der Formstüeke Gemische von Vinyl- verbindungen mit verschieden hohem Po- lymerisationsgrad benutzt.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die für die Her- ,Stellung der Formstücke benutzt"n Poly- merisationsprodukte mit Weichmacliungs- mitteln, Füllstoffen und Fai-bplgn-ieliten vermischt.
CH155127D 1930-12-16 1931-06-15 Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen nach dem Spritzgussverfahren. CH155127A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE883645C (de) * 1944-08-06 1953-07-20 Basf Ag Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von Polystyrol

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE883645C (de) * 1944-08-06 1953-07-20 Basf Ag Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von Polystyrol

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