CH155343A - Selektivrelais zum Schutz elektrischer Leitungen. - Google Patents

Selektivrelais zum Schutz elektrischer Leitungen.

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CH155343A
CH155343A CH155343DA CH155343A CH 155343 A CH155343 A CH 155343A CH 155343D A CH155343D A CH 155343DA CH 155343 A CH155343 A CH 155343A
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selective relay
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Selektivrelals    zum Schutz     elekti-ischer    Leitungen.    Gegenstand des Hauptpatentes ist ein       Selektivrelais    zum Schutz elektrischer Lei  tungen, dessen     Auslösezeit    durch die Einstel  lung eines Zeigergliedes bestimmt wird,     ge-          ,gen    das ein Zeitorgan sieh bewegt, das bei       D     Berührung mit dem Zeigerglied einen     Aus-          lösestromkreis    schliesst.  



  Ein solches     Selektivrelais   <B>-</B>     lässt    sich  wesentlich verbessern, wenn gemäss der Er  findung bei einem Distanzrelais, das     Ener-          olierichtungsorgan    und das Zeitorgan derart       ,-ebaut    werden,     dass    ein unerwünschtes     Schlie-          2          ssen,    des     Auslösestromkreises    nicht dadurch       berbeigeführt    werden kann,     dass    das Dreh  system des     Energierichtungsorganes    seine  Drehrichtung während des Relaisarbeitens  ändert.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel der Erfindung.     Fig.   <B>1</B>  zeigt das     Selektivrelais    in der Ruhelage,       Fig.    2 nach seinem Ansprechen, nämlich bei  Kontaktgabe;     Fig.   <B>3</B> und 4 zeigen einen  etwas vergrösserten Einzelteil in zwei An-    sichten, und     Fig.   <B>5</B> zeigt eine von der Aus  führung nach     Fig.   <B>1</B> und<B><U>9</U></B> etwas abwei  chende Gestaltung eines weiteren Einzelteils.  



  Übereinstimmend mit dem Gegenstand des  Hauptpatentes dient auch hier als     Energie-          richtungselement    ein     Kreuzspuleninstrument,     das in bekannter Weise entweder mit gegen  über der     Richtspule    a drehbaren Kreuzspulen  <B>b,</B> oder mit feststehenden Kreuzspulen und  einer darin drehbaren     Richtspule    versehen  ist. Auf der Achse des Instrumentes sitzt die.       ]Kurvenselieibe    c. Das Zeitorgan besteht aus  dem Schwinghebel<B>d,</B> der durch das Zahn  segment<B>f</B> mit dem Zeitelement<B>g</B> gekuppelt  und um den Zapfen     li,    während eines Teils  seines Weges drehbar ist.

   Dieser Zapfen h  greift durch ein Langloch i des Schwing  hebels<B>d</B> hindurch. Der     Schwinghebel    steuert  die federnden Kontakte<B>k</B> des     Auslösestrom-          kreises    des nicht dargestellten, zu steuernden       Auslösemagnetes    oder Schalters. Auf der  Achse des     Kreuzspuleninstrumentes   <B>b</B> sitzt  ausser der Kurvenscheibe c noch ein Schub--           kurvenstück        vb,    das sieh gegen einen Stift. n       (Fig.   <B>1</B> bis 4), eine Schneide oder einen an  dern     Anschlagteil    des Schwinghebels<B>d</B> an  legen kann.

   Die Drehbewegung des     Schub-          kurvenstückes    in ist in einer Richtung be  grenzt durch den Anschlag o. Ausserdem hat  dieses Kurvenstück m vorne eine Nase<B>p,</B> mit  welcher es sich gegen den Schwinghebel<B>d</B> in  der Ruhelage stützen kann.  



  In dieser Lage     (Fig.   <B>1),</B> das heisst bei  Normalbetrieb des Netzes, wird die abhängig  von der Impedanz des zu schützenden Lei  tungsabschnittes einstellbare Kurvenscheibe     c     vom Schwinghebel<B>d</B> festgehalten. Diese  Scheibe     c    ist so angeordnet und ausgebildet,       dass    bei geringer Drehung derselben im     Uhr-          zeigersinn    der Stift n des     Schwing-hebels   <B>d</B>  am untern Rand der Kurvenscheibe     c    vorbei  laufen     kann(vergleiche    gestrichelte Lage in       Fig.   <B>1).</B>  



  Tritt nun in der zu schützenden Leitungs  anlage eine Störung ein, so sprechen die  Relais an. Bei einem Relais, das mit ab  fliessender Energie gespeist wird, gleitet dann  zunächst infolge Freigabe des Zeitelementes  <B>g</B> der Schwinghebel<B>d</B> von der Nase<B>p</B> ab,  und das     Schubkurvenstück    m legt sich gegen  den Schwinghebel<B>d</B> an.

   Das     Kreuzspulen-          instrument    a,     b    bewegt die Kurvenscheibe<B>e.</B>  Letztere wird vom     Schwino-hebel   <B>d</B> geführt,  wobei dessen Fussende sich im     Uhrzeigersinn#     vorerst um den Zapfen<B>h</B> dreht, während der       Anschlagstift    n dem     Sch-abkurvenstüek    m       entlanggleitet.    Hat die Kurvenscheibe     c    die  der Impedanz des     Kurzschlussfalles    entspre  chende     Lace    erreicht, so bleibt sie stehen,

         tD     und der Stift n     verlässt    zunächst das     Schub-          kurvenstück        m    und bewegt sich solange frei  im     sichelförmigen,    zwischen den Kurven  stücken     c    und m liegenden Schlitz weiter, bis  der Stift n auf den Rand der Kurvenscheibe     c     schlägt     (Fig.    2).

   Von jetzt ab wird dieser  Anschlagpunkt zum Drehpunkt für den  Schwinghebel<B>d.</B> Da das Zeitelement<B>g</B> noch  weiter arbeitet, wandert nunmehr der bis  herige     Fusspunkt    des     Se,hwinghebels   <B>d</B> im       Gegenuhrzeigersinn,    und zwar in eine Lage,  in der die federnden Kontakte<B>k</B> eines nicht    gezeichneten     Auslösestromkreises    aneinander  gedrückt werden, wobei das     Langloeh    i des  Schwinghebels<B>d</B> auf dem Zapfen h gleitet.  Der zu steuernde, ebenfalls nicht gezeich  nete Schalter wird also ansprechen und die  kranke Netzleitung abschalten.  



  <B>.</B> Bis jetzt ist angenommen worden,     dass     sieh die Bewegung der Kurvenscheibe     c    wäh  rend der     Laufdauer    des     Selektivrelais    nicht  umkehrt. Ist dies jedoch der Fall, zum Bei  spiel bei Umkehr der Energierichtung, wobei  unter     Ener--ierichtun-    die     Richtun-    der       t'    t> 2n  Wirk- oder     Scheinleistuno-    verstanden sein  kann, so würde die Kurvenscheibe     c    ihre  bisherige Drehung im     Gegenuhrzeigersinn     vorzeitig abbrechen und sich entgegengesetzt  also im     Uhrzeioersinn,    drehen.

   Der Stift n  würde kurz darauf an den Rand der Kurven  scheibe     c    schlagen, und der Schwinghebel<B>d</B>  würde sich in die in     Fig.   <B>2</B> dargestellte Lage  drehen und unerwünscht die Kontakte<B>k</B>  schliessen, das heisst eine     Fehlsehaltung     machen.  



  <B>Um</B> dies zu verhüten, sitzt der Anschlag  stift n nicht starr, sondern beweglich am  Schwinghebel<B>d,</B> und zwar derart,     dass    die  im     Uhrzeigersinn    sich drehende Kurven  scheibe     c    den Stift     n    nach vorne abdrücken  oder     wegkla,Ppen    kann, so     dass    dieser 64 an  der Vorderfläche der Kurvenscheibe     c        ent-          langstreift,    ohne sie an ihrer Drehung     zuhin-          dern.    Wie besonders die     Fig.   <B>3</B> und 4 erken  nen lassen,

   sitzt der Stift n schwenkbar am  Kopf des     Sehwinghebels   <B>d,</B> und zwar derart,       dass    er nach dem     Hinweggleiten    über die  Kurvenscheibe<B>c</B>     (Fig.   <B>1</B> und 2) selbsttätig  in die in     Fig.   <B>3</B> dargestellte Ursprungslage  zurückkehrt, was sich zum Beispiel durch  entsprechende Massenverteilung erreichen       lässt.    Somit ist die Kurvenscheibe     c    während  der ganzen Laufdauer des     Selektivrelais    zur  Sperrung oder Freigabe des zu steuernden  Schalters befähigt, selbst wenn sich ihre Be  wegung in der Zwischenzeit umkehren sollte.  



  Nun kann auch noch zum Beispiel der  Fall eintreten,     dass    während der Arbeitsdauer  des     Selektivrelais    eine weitere Störung im  Netz auftritt, so     dass    ein sofortiges Auslösen      erwünscht wird, und zwar selbst dann, -wenn  gerade der Stift n auf der Breitseite der Kur  venscheibe     c    streift. Zu diesem Zweck kann  die     Kurvenscheibe        c    mit     Durchbrechungen,     zum Beispiel Schlitzen     q        (Fig.   <B>5)</B> oder Vor  sprüngen versehen sein, die den Stift n auf  fangen können.

   Damit letzterer bequem in  die Schlitze     q    eingreifen kann, empfiehlt es  sich, ihn vorne entsprechend zuzuspitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Selektivrelais zum Schutz elektriseher Leitungen, nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeiel-inet, dass bei einem Distanzrelais das Energierichtungs- organ <B>(e)</B> und das Zeitorgan<B>(d)</B> derart ge baut sind, dass ein unerwünschtes Schliessen des Auslösestromkreises nicht dadurch her beigeführt werden kann,
    dass das Drehsystem des U4 nergierichtungsorganes seine Drehriell- tun- während des Relaisarbeitens ändert. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Selektivrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das als Schwinghebel ausgebildete Zeitorgan einen beweglichen Anschlagteil trägt.
    2,. Selektivrelais nach Unteranspruch,<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass der Anschlag- teil derart für sieh beweglich ist, dass er bei Umkehr der Bewegung des als Kurven- selieibe ausgebildeten Zeigergliedes, min destens teilweise, ungestört über die Scheibe hinweggleiten kann. <B>3.</B> Selektivrelais nael-i Unteralispruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Anschlag teil schwenkbar am Schwingliebel sitzt und nach dem Hinweggleiten über die Kurvenscheibe selbsttätig in seine Ur sprungslage zurückkehrt.
    4. Selektivrelais nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Kurven scheibe Durchbrechungen zur Aufnahme des für sich beweglichen Anschlagteils hat. <B>5.</B> Selektivrelais nach Unteranspruch 2, da durch. gekennzeichnet, dass die Kurven scheibe mit Vorsprüngen zum Festhalten des beweglichen Anschlagteils versehen ist. <B>6.</B> Selektivrelais nach Unteransprucb 4, da durch gekennzeichnet, dass der Anschlag teil vorne zugespitzt ist, um bequem in die Durchbrechungen der Kurvenscheibe eingreifen zu können.
CH155343D 1929-12-02 1930-11-24 Selektivrelais zum Schutz elektrischer Leitungen. CH155343A (de)

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