CH155405A - Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Gefässen, insbesondere Flaschen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Gefässen, insbesondere Flaschen.

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CH155405A
CH155405A CH155405DA CH155405A CH 155405 A CH155405 A CH 155405A CH 155405D A CH155405D A CH 155405DA CH 155405 A CH155405 A CH 155405A
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capsule
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Faltlhauser Willy
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Faltlhauser Willy
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      Verfahren    und     Vorrichtung        zum        Verschliessen        von    Gefässen, insbesondere Flaschen.         Bekannte    Maschinen     bsszw.        Vorrichtungen     zum Verschliessen von Flaschen oder ähnli  chen Gefässen mit Spreizkapseln und Siegel  ringen     bezw.    Sicherungsringen arbeiten meist  dergestalt, dass das Öffnen der Kapsel (Sprei  zen), Aufsetzen auf die Flasche,

   Schliessen  der Kapsel und Aufziehen des Ringes durch  mehrere Arbeitsgänge und mehrere Werk  zeuge in verhältnismässig grossem zeitlichen  Abstand stattfindet und demgemäss auch der       Zulauf    der Kapseln     bezw.        Ringe,    falls über  haupt einer vorhanden ist, zu den einzelnen  Werkzeugen getrennt     stattfinden    muss.  



  Der Nachteil dieser Vorrichtungen ist nun  der, dass die Kapseln während der einzelnen  Arbeitsvorgänge wieder     abspringen        können     und durch die verschiedenen     Arbeitsvorgänge          und        verschiedenen    Werkzeuge auch entspre  chend viele Störungsmöglichkeiten vorhan  den     sind.     



  Die     Erfindung        betrifft    nun ein Verfahren  und eine Vorrichtung zum Verschliessen von  Gefässen, insbesondere Flaschen, bei der die    Kapseln und Sicherungsringe einem das Ge  genstück für den Gefässkopf bildenden Halte  organ in zwei Ebenen übereinander zugeführt  und in einer .Bohrung desselben     übereinand-          derliegend    in Vorbereitungsstellung für das       Aufbringen    festgehalten werden. Hierbei  kann der Zulauf der Kapseln und Sicherungs  ringe von einer oder verschiedenen Seiten er  folgen.

   Ist ein selbsttätiger Zulauf der Kap  seln und Sicherungsringe zu einem das     Ar-          beits-    und Halteorgan bildenden Stempel  vorgesehen, so wird der Einlauf zweckmässig  in ein     Stempelführungsstück    verlegt, so dass  dem sich in diesem     Stück    bewegenden Stem  pel am besten in seiner höchsten Stellung,  in welcher derselbe zweckmässig kurze Zeit  stillsteht, immer eine Kapsel und ein Siche  rungsring zuläuft. Beim     Abwärtsgang    des  Stempels wird der Zulauf dann selbsttätig  gesperrt. Die Speisung der Zuläufe erfolgt  zweckmässig aus Behältern mit Sortierrädern  bekannter Art, die auf einer gemeinsamen  Welle angeordnet sein können.      .

   Bei Vorrichtungen für geringe Leistun  gen kommt eine     selbsttätige    Zuführung meist  nicht in Frage; dann kann das Einschieben  der Kapseln und Sicherungsringe von Hand  aus in die übereinander angeordneten Auf  nahmestellen des Stempels     bezw.    des Gegen  stückes erfolgen. In letzterem Fall kann  auch das Öffnen der Kapsel während des       Einschiebens    durch Fingerdruck erfolgen, so  dass die     Vorrichtung    zum Öffnen der     Spreiz-          finger    der Kapsel in der Ausführung in Fort  fall kommt und die gesamte Vorrichtung da  durch einfacher     wird.     



  Um die in dem Halteorgan eingeführten  oder eingelaufenen Kapseln und Sicherungs  ringe in Vorbereitungsstellung für das Auf  bringen festzuhalten, sind zweckmässig Hal  teglieder vorgesehen, die federnd ausgebildet  sind oder gesteuert werden.  



  Zweckmässig weist die     Pressfläche    des  Gegenstückes die Oberflächenform der ge  schlossenen Kapsel auf, um bei zu starkem  Druck des Stempels ein Deformieren der  Kapsel und damit ein Erlahmen der Feder  kraft der Spreizfinger derselben zu verhin  dern.  



  Vorrichtungen zur Ausführung des Ver  fahrens nach der Erfindung sind in der an  liegenden Zeichnung beispielsweise veran  schaulicht, und es stellt dar:       Fig.    1 einen Längsschnitt durch einen  Teil einer einfachen Vorrichtung,       Fig.    2 einen Längsschnitt durch densel  ben senkrecht zu dem Schnitt nach     Fig.    1,       Fig.    3 eine     Seitenansicht        dieser    gesamten  Vorrichtung in     kleinerem    Massstab,       Fig.    4 eine Vorderansicht einer andern  Vorrichtung,       Fig.    5 eine Seitenansicht derselben, gröss  tenteils im     Längsschnitt,

      die       Fig.    6 bis 12     Schnitte    durch Einzelhei  ten     verschiedener        Ausführungsformen    die  ser letzteren Vorrichtung in grösserem Mass  stab,       Fig.    13 eine schaubildliche Ansicht- einer  Einzelheit     in    grösserem Massstab,         Fig.    14 einen Schnitt durch diese Einzel  heit ebenfalls in grösserem Massstab.  



  In den     Fig.    1, 2 und 3 bedeutet a eine  Zuführung für die Kapseln<I>A, b</I> eine darüber  angeordnete Zuführung für die Sicherungs  ringe B, c eine die Oberflächenform der Kap  seln aufweisende     Pressfläche    eines Wider  lagers<I>c', d</I> federnde     Klauen    als Halteglieder,  die die Kapseln und Sicherungsringe über  einanderliegend festhalten, und zwar in  Vorbereitungsstellung für das Aufbringen,  e einen Druckbolzen mit Hebel, um das Ge  fäss mit dem     aufgebrachten    Verschluss nach  unten herausstossen zu können,

   f eine von  unten auf das Gefäss C wirkende     Anpressvor-          richtung.    Bei<I>d'</I> und<I>d"</I> als     Auflagerstellen     für die Elemente der Sicherung sind Schräg  flächen angedeutet, welche ermöglichen, dass  das Gefäss nach dem     Aufpressen    des Ver  schlusses unter Zurückfedern der Klauen  nach unten herausgenommen werden kann.  Durch Hochheben der Flasche wird zunächst  die Kapsel, dann der Sicherungsring aufge  drückt.    Bei der Ausführungsform nach den       Fig.    4 und 5 kann die Vorrichtung zur Be  tätigung durch einen Fusshebel eingerichtet  sein, oder sie kann ein Kurbelgetriebe für  mechanischen Antrieb haben, wie dies aus  der Zeichnung hervorgeht.

   Bei ununterbro  chenem Lauf des Getriebes ist es erforder  lich, dass eine besondere     Einrichtung    ge  troffen wird, damit der     Pressstempel    in sei  ner     höchsten    Stellung, also in der     Einlauf-          stellung    für die Kapseln und Sicherungs  ringe, kurze Zeit stillsteht.

   Es bedeutet g  ein mechanisch bewegtes Kurbelgetriebe,     h.     dessen Pleuelstange,     i    eine den     Pleuelstan-          genbolzen    tragende Hülse,     1c    eine     Pressfeder,          l    eine Hubstange,     in    einen an der Hubstange  vorgesehenen Bund,     n    einen Anschlag für den  Bund, o einen     Pressstempel,    der mit der Hub  stange durch eine Traverse verbunden ist,  p einen mit einer nachgiebigen Unterlage,  zum Beispiel     Gummiplatte,    versehenen Fla  schentisch.

        Der Stillstand des     Pressstempels    in der       Einlaufstellung    für die Kapseln und Siche  rungsringe wird bei dieser Ausführungsform  dadurch bewirkt, dass die Pleuelstange h des  Kurbelgetriebes<I>g</I> mit der     Hubstange        l    des       Pressstempels    o nicht fest verbunden ist, son  dern der Zapfen der Pleuelstange sich an der  verschiebbaren Hülse i befindet. Auf dieser  Hülse befindet sich eine Feder; welche ihr       Widerlager    an der Hubstange findet. Das       Widerlager    ist hier in Gestalt eines Bundes  ausgeführt.

   Beim Hochgehen der Hubstange  und somit des     Pressstempels    durch Übertra  gung der     Kurbelbewegung    kann die Hub  stange nur so lange hochgehen, bis sie an den  Anschlag     7a        mittelst    des Bundes anstösst. Bei  der Weiterdrehung der Kurbel gleitet dann  die Hülse unter Zusammenpressen der Feder  an der Hubstange hoch, um nach Überwin  dung der     Totpunktlage    durch     Abwärtsglei-          ten    ein     Entspannen    der Feder herbeizufüh  ren, und nun erst nach Entspannen der Fe  der setzt die Abwärtsbewegung der Hub  stange mit dem     Pressstempel,    wie nachfolgend  noch näher erläutert, ein.

      Bewegt sich nun der Stempel mit der  Hubstange abwärts (bei     Abwärtsbewegung     des Kurbelgetriebes), so trifft derselbe auf  das auf dem Tisch p stehende zu verschlie  ssende Gefäss C auf und drückt die im Stem  pel befindliche Kapsel und den Sicherungs  ring durch sein Eigengewicht und das Ge  wicht der Hubstange, gegebenenfalls unter  stützt durch ein Belastungsgewicht, auf.    Der Stempel empfängt die Kapseln und  Sicherungsringe aus in einem     Führungsstück     vorgesehenen Zuläufen, ebenfalls erfindungs  gemäss     übereinanderliegend.    Die Zuläufe  werden durch Rinnen, welche an die     Sortier-          räder    der Vorratsbehälter angeschlossen sind,  versorgt.

   Das     Stempelführungsstück    ist am       Maschinengestell    in der Höhe verstellbar, so  dass bei Abnutzung des Anschlages     n    die  Führung wieder gut passend zum Stem  pel eingestellt werden kann, und somit ein  einwandfreier Zulauf der Kapseln und Si  cherungsringe gewährleistet. wird.

      Es bedeutet:     qu    das die Einläufe tra  gende Führungsstück, welches auf dem     DZa-          schinengestell   <I>r</I> verschiebbar ist, s und<I>s'</I>  sind die Einläufe für die Kapseln und Si  cherungsringe,<I>t</I> und<I>t'</I> die Zuleitungsrinnen  für dieselben,     u    die     Sortierräder,    17 die ge  meinsame Antriebswelle, w der oder die Be  hälter für Kapseln und Sicherungsringe. x  ein bekanntes     Stossstangenschneppergetriebe     zur Betätigung der Welle v.

      Durch das Aufsetzen der Kapseln und  Sicherungsringe auf die Gefässe     mittelst    des  Stempels und den     vorbeschriebenen    Gewichts  druck wird ein stetiger gleichmässiger Druck  erzeugt, ganz gleichgültig, ob ein hohes oder  niedriges Gefäss verschlossen werden soll, da  beim Aufsetzen des Stempels auf das mit  dem Verschluss zu versehende Gefäss die  Hülse<I>i</I> an der Hubstange<I>1,</I> ohne den Druck  auf das Gefäss zu steigern, leer abwärts glei  tet, was nicht der Fall wäre, wenn die Hülse  i den Stempel     zwangläufig    nach abwärts  drücken würde und im Flaschentisch ein  Federpolster vorgesehen wäre.  



  Hierdurch erübrigt sich auch bei entspre  chender Hublänge ein Verstellen der Vorrich  tung für die verschiedenen Gefässgrössen, da  der Hub des     Pressstempels    durch die Fla  schenhöhe selbst begrenzt wird.  



  In den     Fig.    G bis 112 ist ein für grössere  Leistungen bestimmtes Ausführungsbeispiel  des eigentlichen, beim Verschliessen arbeiten  den Teils mit einer Variante, dargestellt. Die  Arbeitsweise desselben ist wie folgt:  Der     Pressstempel    o, welcher mit der Hub  stange<I>1</I> durch eine Traverse<I>y</I> verbunden ist,  gleitet im Führungsstück     qu,    an welchem  sich die Zuläufe s und s' befinden, auf und  ab.

   Im Innern des Stempels o befindet sich  eine Druckstange z, welche durch einen He  bel z' und einen Anschlag z" mit Hilfe eines  Höckers auf der Traverse y gesteuert wird,  und zwar dergestalt,     bass    beim Hochgehen der  Hubstange 1 mit dem Stempel o der Hebel       z'    an den feststehenden Anschlag z" an  schlägt und somit die Druckstange z unter      Zusammenpressen einer Feder z"' hochzieht.  Hierdurch können Kapseln und Sicherungs  ringe, wenn der Stempel die höchste Stellung  erreicht hat, aus den Zuläufen einlaufen, und  zwar     in    die Bohrung des     Pressstempels    o.  In diese Bohrung greifen beweglich gelagerte  Klauen D ein, in welchen Kapsel und Si  cherungsring sich übereinander einlagern.

    Damit die Kapseln und Sicherungsringe in  der Bohrung des Stempels, die     grösser    als der  Durchmesser der Kapsel ist, zentriert liegen  bleibt, sind die Klauen D an der Aufnahme  stelle für Kapseln und Sicherungsringe der  art geformt, dass die Kapseln in der     Mitte     der Bohrung festgehalten werden,     wie    dies  aus     Fig.    12 deutlich hervorgeht.  



  Bei Vorrichtungen für grössere Leistun  gen werden nun zweckmässig die Auflage  flächen der Klauen     wagrecht    ausgeführt, wie  bei D' angedeutet, da     hierdurch    bei dem       schnellen    Einlauf der Kapseln und Siche  rungsringe ein     einwandfreies    Liegenbleiben  derselben gesichert wird.

   Dies bedingt je  doch, dass die Klauen beim oder nach dem  Rufpressen des Verschlusses auf die Gefässe       zwangläufig    gespreizt werden, da sonst die       wagrechten    Flächen der Klauen den Ver  schluss von dem Gefäss beim Hochgehen des  Stempels wieder     herunterreissen    würden       bezw.    das Gefäss mit dem Verschluss durch  den Stempel hochgezogen würde.  



  Die Spreizung der Klauen D geschieht  am einfachsten dadurch, dass beim Rufpres  sen des Verschlusses der Sicherungsring un  mittelbar auf schräge Flächen E, welche an  den Klauen vorhanden sind, drückt und somit  ein Spreizen der Klauen bewirkt. Um ein  gleichmässiges Spreizen zu erreichen und ein  schiefes Aufsetzen des Sicherungsringes zu  vermeiden, werden die Klauen D zweckmässig       mit    Hebeln F, Zahnsegmenten oder derglei  chen, welche jeweils ineinander eingreifen,  versehen.

   Da aber die Klauen beim Hoch  gehen des Stempels durch ihr Eigengewicht  sofort wieder schliessen würden, nachdem der  Druck auf die Flächen E aufgehört hat, und  damit     wieder    ein Abreissen des Verschlusses    vom Gefäss bewirken würden, so müssen die  Klauen in der gespreizten Stellung festge  halten werden, bis das verschlossene Gefäss  mit dem Verschluss sich ausserhalb des Berei  ches der Klauen befindet. Zu diesem Zweck  werden die Klauen D zweckmässig durch Fe  dern G am Zurückfallen durch Reibung ver  hindert.

   Erst kurz vor der höchsten Stel  lung des Stempels werden die Klauen mit  Hilfe schräger Flächen     H,    welche an der  Führung anschlagen und abgleiten, wieder  geschlossen, so dass die in der höchsten Stel  lung des Stempels einlaufenden Verschluss  kapseln und Sicherungsringe wieder gehalten  werden können.  



       Statt    der unmittelbaren Steuerung der  Klauen durch den     Sicherungsring    beim Ruf  pressen können diese auch indirekt dadurch  gesteuert werden, dass in dem Stempel o noch  mals ein kleiner Stempel J vorgesehen ist,  welcher nun seinerseits beim Zurückweichen  den empfangenen     Pressdruck    auf die Klauen  überträgt, an welchen für diesen Zweck zum  Beispiel Schrägflächen D" vorgesehen sind,  wie dies aus     Fig.    11 einwandfrei     hervorgeht.     Bei der Abwärtsbewegung des     Pressstempels     o wird der Hebel     f'    freigegeben und die  Druckstange z durch die Feder .

   z"' nach  abwärts bewegt, durch den Sicherungsring       hindurch    bis über die Kapsel, welche in den  Klauen liegt.  



  Schiebt sich nun der     Pressstempel    o gegen       bezw.    über ein Gefässmundstück, so kommt  die Kapsel auf das Gefäss zu liegen, stösst  gegen die Druckstange, wird hierdurch ge  spreizt und auf das Mundstück aufgesetzt.  Bei der Weiterbewegung' des Stempels o  setzt sich der in den Klauen liegende.Siche  rungsring auf die Kapsel     unter    Spreizen  der Klauen D, bis er an die     Pressfläche     c anstösst und ein     Schliessen    der Kapsel  bewirkend über diese gedrückt wird. Wäh  rend dieses Vorganges weicht die Druck  stange, auf der Kapsel aufliegend, federnd  zurück.  



  Der Federdruck der     Druckstange    z muss  so bemessen sein, dass das Durchfedern der           Wölbung    der Kapsel beim     Schliessen    nicht  verhindert wird. Nach dem Aufziehen des  Sicherungsringes liegen Kapsel und Ring an  der     Pressfläche    c an, welche die Form der  geschlossenen Kapsel aufweist. Beim Hoch  gehen des Stempels o drückt die Druckstange  z noch kurze Zeit auf die Kapsel und ver  anlasst so das verschlossene Gefäss zu einem  ruhigen Verlassen der Stempelbohrung. Kurz  vor Erreichung der höchsten Stempelstelle  wird dann die Druckstange z,     wie    bereits  beschrieben,     zwangläufig    zurückgezogen.

    Wird der Stempel abwärts bewegt, ohne dass  sich ein Gefäss unter ihm befindet, so bleiben  die Klauen D in ihrer Ruhestellung; denn  die Kapsel und der     Sicherungsring    werden  nicht angehoben, wodurch ein Spreizen der  Klauen bewirkt würde. Kapsel und Siche  rungsring werden also wieder mit nach oben  geführt.  



  Da beim Herabgehen des Stempels o die  aus den Zuläufen nachdrängenden Kapseln  und     Sicherungsringe    erst ein wenig zurück  geschoben werden müssen, wie dies aus       Fig.    8 und 10 deutlich ersichtlich ist, um       einen        ungehinderten    Durchgang des Stempels  zu ermöglichen, so sind besondere Rück  weiser     K    angebracht. Eine gewöhnliche  schräge Fläche würde aber insbesondere die  Kapsel nicht zum Zurückweichen     bringen    kön  nen, da die     Schneidkante    direkt auf die Kap  sel auftreffen würde.

   Die zweite Kapsel, wenn       man,    die sich bereits in den Klauen befind  liche als erste bezeichnet, reicht nämlich  noch ein Stück in die Bohrung     hinein,    weil  die Kapseln im Durchmesser kleiner als die  Stempelbohrung sind. Die Rückweiser wer  den deshalb zweckmässig in einer Form, wie  sie die     Fig.    18 und 14 zeigen, ausgeführt.

    In der Schrägfläche     K'        des        Rückweisers        ist     in diesem Falle ein kegelförmiger     Ausschnitt          K"    vorgesehen, so dass nicht die     Sehneidkante     direkt zur Wirkung kommt, sondern der  Angriffspunkt des     Rückweisers    mehr nach  der Seite verlegt wird; wie dies     die-    Punkte       L    in     Fig.    13 zeigen.

   Die Rückweiser könnten  natürlich auch in einer etwas andern Form  ausgeführt werden, doch ist es immer Bedin-         gung,    dass die Kapseln     bezw.    Ringe min  destens ungefähr an jenen Stellen angegriffen  werden, die in     Fig.    13 durch die Buchstaben  L kenntlich gemacht sind.

   Würde der Stem  pel o vollkommen rund ausgeführt, so     müss-          tsn    Kapseln und Ringe, die nicht in den  Stempel einlaufen konnten, um mehr als die  Hälfte ihres Durchmessers zurückgeschoben  werden, was nicht durchführbar wäre, da bei  der Abwärtsbewegung auch der grösste Teil  ihrer jeweiligen Auflagefläche mit herab  gehen würde und somit Kapseln und Ringe  unweigerlich kippen     müssten,    was natürlich  zu     Klemmungen    Anlass geben würde.

   Es ist  deshalb beim Einlauf in den Stempel ein  bezüglich der Bohrung im Führungsstück  sehnenförmiger Vorsprung an letzterem ge  bildet, der es ermöglicht, dass auf einer ver  grösserten Auflagefläche Kapsel und Ring  liegen bleiben können, während nur ein klei  nerer Teil der Auflagefläche mit dem Stem  pel nach unten geführt wird.

   Dieser     sehnen-          förmige    Vorsprung bedingt natürlich ein  Abflachen des Stempels an den     Seiten    des  Zulaufes, und es ist zweckmässig, das diesen  Vorsprung besitzende Auflagestück an dem  Führungsstück besonders zu befestigen,  damit bei irgendwelchen Störungen oder       Klemmungen    nach Herabgehen des Stempels  oder mit     Herabgehen    des Stempels gleich  zeitig dieses Stück     heruntergeführt    werden  kann. In den Figuren ist. das diesen Vor  sprung aufweisende Stück mit M bezeichnet       (Fig.    8 und 10).

   Ein weiterer Vorteil des  abgeflachten Stempels ist. eine gute Führung  in dem Auflagestück M; hierdurch wird der  Stempel am Drehen gehindert. Der Stempel  kann daher lose     bezw.    elastisch gelagert in  der Traverse     y    ausgeführt werden.     Haken     N dienen nach Umlegen dazu, ein weiteres       Nachgleiten    von Kapseln und Ringen zu ver  hindern. Der Flaschentisch p in     Fig.    5 kann  bei entsprechender Vergrösserung mit einem  Schaltstern der üblichen Ausführung ausge  rüstet werden, welcher am besten von dem  Antrieb mitbewegt werden kann. Auch ein  Zu- und     Abführungstransportband    könnte  angeschlossen werden.

   Da derartige Teile als      allgemein bekannt anzusehen sind, wurden  dieselben in den Zeichnungen fortgelassen.  



  Die Erfindung ist natürlich nicht auf  die angegebenen Ausführungsbeispiele be  schränkt, und es ist durchaus möglich, Form  änderungen bei den einzelnen Ausführungs  beispielen vorzunehmen, ohne jedoch von dem  Zweck und dem Umfang der Erfindung ab  zuweichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Verschliessen von Ge fässen, insbesondere Flaschen, mit Spreiz- kapseln und Sicherungsringen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizkapseln und die Sicherungsringe einem das Ge genstück für den Gefässkopf bildenden Halteorgan in zwei Ebenen übereinander zugeführt und in einer Bohrung dessel ben übereinanderliegend in Vorberei tungsstellung für das Aufbringen fest gehalten werden.
    II. Vorrichtung 'zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zum Halten der Verschlussteile in Vorbereitungsstellung für das Aufbringen bewegbare Halte glieder vorgesehen sind, derart, dass ein Herausnehmen des verschlossenen Kopfes des Gefässes aus der Schliessvorrichtung ohne Beschädigung des Verschlusses möglich ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Klauen bildenden Halteglieder an den Lagerstel len wagrechte Auflageflächen - für die Spreizkapsel und den Sicherungsring aufweisen, welche Halteglieder zwecks Lösens des Gefässes mit dem aufgesetzten Verschluss aus der Schliessvorrichtung durch Steuermittel auseinanderbewegt und in der Offenstellung gehalten wer den. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass das Öffnen der Halteglieder nur bei Vorhandensein eines zu verschliessen den Gefässes durch Übertragung des Pressdruckes mindestens zum Teil über die Verschlussteile auf die Halteglieder bewirkt wird. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass für das gleichmässige Offnen der Halteglieder und zur Ermöglichung des Lösens des Verschlusses aus der Schliessvorrichtung die einzelnen Halte glieder unter sich zwangläufig verbunden sind. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei der ein selbsttätiges Nachlaufen der Ver- schlussteile erfolgt, dadurch gekennzeich net, dass der Zulauf für die Kapseln und Sicherungsringe in einem Stempelfüh- rungsstück (qu) vorgesehen ist, so dass während des Pressvorganges durch den Stempel selbst der Zulauf nach der Stem pelbohrung gesperrt ist und somit eine Behinderung durch nachdrängende Kap seln oder Sicherungsringe beim Wieder hochgehen nicht eintreten kann.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die gespreizten Klauen erst kurz vor der höchsten, dem Nichtarbeits- zustand entsprechenden Stellung des Stempels zwangläufig durch Schräg flächen an ihnen wieder geschlossen werden. 6. Torrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Klauen für die Aufnahme der Kapseln so ausgebildet sind, dass sie die Kapseln in der Bohrung des Stem pels, welche grösser als der Kapseldurch messer ist, zentrieren.
    ?. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass in einem das Aufspringen des Verschlusses bewirken den Stempel eine federnd abgestützte Druckstange gelagert ist, welche in der höchsten Stellung des Stempels soweit zwangläufig hochgezogen ist, dass sie den Einlauf von Sicherungsriegen und -Kap seln nicht hindert, bei Abwärtsbewegung des Stempels sich aber schneller als diese abwärts bewegt bis nahe über die in den Klauen liegende Kapsel, derart, dass beim Anheben der Kapsel durch das zu ver schliessende Gefäss beim Senken des Stem pels ein Druck auf die Mitte der Kapsel ausgeübt wird,
    wodurch sich die Kapsel öffnet und über den Gefässmund gestülpt wird. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass die Spannkraft der Feder der Druckstange nur so gross ist, dass sie zum Aufsetzen der Kapsel auf das Gefäss ausreicht, beim Aufpressen des Siche rungsringes auf die Kapsel und dem hierdurch bewirkten Schliessen derselben dagegen das Durchfedern der Wölbung der Spreizkapsel durch ein Zurückwei chen der Druckstange zulässt. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine Aufpress- fläche in der Bohrung eines, das Halte organ und Gegenstück bildenden Stem pels der Oberflächenform der geschlos senen Spreizkapsel entspricht, um ein Deformieren der Kapsel und die dadurch bedingte Erlahmung der Federkraft der selben zu verhindern. 10, Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Auflage-, das heisst Ruheflächen der Kapseln und Sicherungsringe beim Einlauf in einem Stempel in eine Bohrung des letzteren hineinreichen und sehnenförmig zum Durchmesser der Bohrung abgeschnitten sind,
    wodurch die Kapseln und Ringe beim Zurückschieben durch den herabge henden Stempel am Kippen verhindert werden und ferner gleichzeitig eine Si cherung gegen Verdrehen des Stempels gebildet wird. 11, Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass der Stempel an den Seiten der Zuläufe abgeflacht ist und an den ab geflachten Seiten Rückweiser (K) vor gesehen sind, die mittelst Schrägflächen die aus den Zuläufen nachdringenden Kapseln und Sicherungsringe beim Nie dergang des Stempels dadurch zurück schieben, dass die Kapseln und Siche rungsringe zuerst seitlich gefasst werden, um so ein Kanten dieser Teile und ein Klemmen zu verhindern.
    12, Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass bei ununter brochenem Umlauf eines Flubgetriebes in der obersten Stellung eines Pressstem- pels letzterer einen Augenblick stillsteht, wodurch die Kapseln und Sicherungs ringe Zeit haben, einlaufen zu können. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass das Stempelführungsstück mit den daran befindlichen Einläufen für Kapseln und Sicherungsringe am Ge triebegestell in der Höhe verstellbar ist, so dass ein leichtes Einstellen zur Stem pelstellung möglich wird. 14.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass der Stempel lediglich durch Gewichtspressung die Kapseln und Si cherungsringe aufpresst und aus diesem Grunde mit dem Hubgetriebe gleitend verbunden ist. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass der Hub des Stempels so gross gewählt ist, dass ein Verstellen der Vorrichtung für verschiedene Ge fässhöhen nicht erforderlich ist. 16.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwei in einem Vorratsbehälter für die Kapseln und Si cherungsringe eingebaute Sortierräder durch eine gemeinsame Welle angetrie ben werden. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Halteglie der selbst federnd ausgebildet sind und an den Lagerstellen für die Spreizkap- seln und Sicherungsringe Schrägflächen aufweisen, welche bei Bewegung des Ge fässes zum Verschliessen die Halteglieder auseinandertreiben und so die Freigabe der Verschlussteile,
    sowie die Lösung des verschlossenen Gefässkopfes aus der Schliessvorrichtung ermöglichen.
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