CH155409A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Cellulosederivaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Cellulosederivaten.

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CH155409A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung     künstlieher    Gebilde aus     Cellulosederivaten.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung künstlicher  Gebilde aus     Cellulosederivaten.     



  Es wurde gefunden, dass man aus     Cellu-          losederivaten,    beispielsweise aus     Cellulose-          estern    und     Celluloseäthern    künstliche Gebilde,  wie Fäden, Filme, Folien mit hervorragenden  mechanischen Eigenschaften herstellen kann,  wenn man Lösungen der     Cellulosederivate          Kondensationsprodukte    aus     Polyvinylalkoho-          len    und Aldehyden zusetzt und dann aus  diesen Lösungen die künstlichen Gebilde her  stellt.

   Diese Kondensationsprodukte können  dadurch hergestellt werden, dass man     Poly-          vinylalkohole    mit einem Aldehyd, beispiels  weise - in Gegenwart -einer starken Mineral  säure behandelt. Man kann diese Kondensa  tionsprodukte beispielsweise den zur     Verspin-          nung    nach dem     Trockenspinnverfahren    gelan  genden Spinnlösungen zusetzen.  



  Die nach dem Verfahren erhaltenen Kunst  fäden zeichnen sich durch eine hohe Streck-         barkeit    während des Spinnprozesses aus. Die  Fäden besitzen gegenüber solchen aus reinen       Cellulosederivaten    eine wesentlich höhere  Reissfestigkeit, ein bedeutend erhöhte Knitter  festigkeit und eine wesentlich höhere     Nass-          festigkeit.     



       .Man    kann die     Cellulosederivatlösungen,     welche     Kondensationsprodukte    aus     Polyvinyl-          alkohol    mit Aldehyden als Zusatz enthalten,  auch zur Herstellung von Folien und andern  Gebilden aus     Cellulosederivaten    verwenden.

    Hierbei wird durch die Zugabe der Konden  sationsprodukte aus     Polyvinylalkohol    mit  Aldehyden beispielsweise neben einer Erhö  hung der Reissfestigkeit, eine wesentliche       Verbesserung    der Knitterfestigkeit und eine  erhebliche Verminderung der     Wasserlängung,     das ist die prozentuale Längenzunahme eines  Filmstreifens beim Aufbewahren in Wasser  von 20   C während einer bestimmten Zeit,  erzielt.

   Eine derartige     Verbesserung        derEigen-          schaften    der aus     Cellulosederivaten    herge-      stellten Gebilde ist besonders für die Film  technik von grosser Bedeutung, da gerade  Filme bei ihrer Verarbeitung und Verwen  dung grosser mechanischer Beanspruchung  ausgesetzt sind.  



  Die Verwendung der Zusatzstoffe ist  mengenmässig nicht auf bestimmte Verhält  nisse beschränkt, vielmehr richtet sich     Wabl     und Menge der anzuwendenden Kondensa  tionsprodukte oder auch ihrer Gemische nach  den Eigenschaften und Löslichkeitsverhält  nissen der     Cellulosederivate    einerseits und  dem     Verwendungszweck    der herzustellenden  Gebilde andererseits.

   In den meisten Fällen  wird ein Zusatz an Kondensationsprodukt       ausreichend        sein,        welcher        etwa        5-30%        an     Gewicht des in der Lösung enthaltenen     Cel-          lulosederivates    beträgt.  



  <I>Beispiele:</I>       1.        100        Teile        einer        18-19        %igen        Spinn-          lösung    von     Celluloseacetat    in einer Mischung  von     Methylenchlorid    und Sprit werden mit       10        Teilen        einer        18        %igen        Lösung        eines        Kon-          densationsproduktes    von  <RTI  

   ID="0002.0031">   Polyvinylalkohol    mit  Formaldehyd in demselben     Lösungsmittelge-          misch    homogen vermischt und die Mischung  nach der Filtration dem     Trockenspinnverfah-          ren    unterworfen. Es lassen sich Fäden spin  nen von einem     Einzeltiter    von etwa 2 den.  mit einer Reissfestigkeit von 150-160     gr     pro 100 den., während die reine     Cellulose-          acetatlösung    ohne Zusatz des angegebenen  Kondensationsproduktes nur Fäden gibt von  einem     Einzeltiter    von 3,5-4 den. und einer  Reissfestigkeit von 130-135     gr    pro 100 den.  



       2.        Eine        18-20        %ige        Spinnlösung        eines          Celluloseäthers,    z.

   B.     Äthylcellulose    in einem  Gemisch aus     Methylenchlorid    und Sprit wird       mit        einer        15        %igen        Lösung        eines        Kondensa-          tionsproduktes    von     Polyvinylalkohol    mit For  maldehyd in demselben Lösungsmittel derart  vermischt, dass auf den     angewandten        Cellu-          loseäther    etwa ION an Kondensationspro  dukt vorhanden sind. Die Lösung wird ver  sponnen.

   Die erhaltenen Fäden haben einen       Einzeltiter    von 2,5 den., eine Festigkeit von  130-140     gr    pro 100 den., während ein rei-         ner        Celluloseäther    unter denselben Bedingun  gen versponnen nur Einzelfäden von etwa  3,5-4 den. mit einer Reissfestigkeit von  100-110     gr    pro 100 den. ergibt.  



       3.        In        100        Teilen        einer        20        %igen        Lösung     von     Celluloseacetat    in     Methylenchlorid-Alko-          hol    80:20 werden 2 Teile eines Kondensa  tionsproduktes aus     Polyvinylalkohol    und For  maldehyd gelöst und die Lösung in bekann  ter Weise auf einen Film verarbeitet.

   Der  Film zeigt gegenüber einem gewöhnlichen       Celluloseacetatfilm        eine        um        etwa        10-15        %     höhere Festigkeit.  



       4.        100        Teile        einer        20        %igen        Lösung        von          hydrolysiertem        Celluloseacetat    mit einem       Essigsäuregehalt        von        64,5%        in        Acetonalko-          hol    85:

   15     werdet)    mit 15 Teilen einer       20        %igen        Lösung        eines        Kondensationsproduk-          tes    aus     Polyvinylalkohol    und     Acetaldehyd     in     Acetonalkohol    85<B>:15</B> homogen vermischt.  Die aus dieser Lösung gesponnenen Fäden  haben eine Reissfestigkeit von etwa 150-155     gr     pro 100 den.  



       5.        100        Teile        einer        20        %igen        Äthylcellulo-          selösung        (Äthylcellulose        =        48-49        %        OC2Hs)     in Alkoholbenzol 20:

   80 werden mit 7,5     Tei-          len        einer        20        %igen        Lösung        des        Kondensa-          tionsproduktes    aus     Polyvinylalkohol    und Benz  aldehyd homogen vermischt und die Lösung  unter gleichzeitiger Streckung auf Kunstfäden  versponnen. Die entstandenen Fäden zeichnen  sich durch absolute Wasserechtheit aus.    6.

   In 100 Teilen einer 20 0%igen     Cellu-          loseacetatlösung        (Celluloseacetat    = 54,5 0/0  Essigsäure) in     Acetorralkohol    85: 15 werden  3 Teile eines     Kondensationsproduktes    aus       Polyvinylalkohol    und     Acetaldehyd    gelöst.  Man kann auch das Kondensationsprodukt  zunächst in der erforderlichen Menge Lösungs  mittel auflösen und in dieser Lösung das       Celluloseacetat    lösen. Die Endlösung wird  in einem Film verarbeitet, der eine hervor  ragende     Weichbeit    besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Cellrrlosederivaten, dadurch ge- kennzeichnet, dass man einer Lösung eines Cellulosederivates ein Kondensationsprodukt aus Polyvinylalkohol mit einem Aldehyd zu setzt und dann aus der Lösung die künst lichen Gebilde herstellt. Die so erhaltenen künstlichen Gebilde zeichnen sich durch eire hohe Reissfestigkeit, Knitterfestigkeit und Nassfestigkeit aus.
CH155409D 1930-06-17 1931-06-12 Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Cellulosederivaten. CH155409A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT384628B (de) * 1982-05-17 1987-12-10 Chemiefaser Lenzing Ag Cellulosefasern, insbesondere fuer die herstellung von vliesen und verfahren zur herstellung der fasern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT384628B (de) * 1982-05-17 1987-12-10 Chemiefaser Lenzing Ag Cellulosefasern, insbesondere fuer die herstellung von vliesen und verfahren zur herstellung der fasern

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