Verfahren zur Trennung von Gremisehen isomerer kiipenfarbstoffe. In den Schweiz. PatentschriftenNr. 148495 und 152612 ist beschrieben, dass man die nach dem Verfahren der Schweiz. Patentschrift Nr. 1173.5$ und deren Zusätzen im Gemisch enstehenden isomeren 1 .4. 5 . 8-Naphtoylen- diarylimida.zole durch Behandeln mit starker Schwefelsäure voneinander trennen kann.
Es wurde nun gefunden, dass sich diese Trennung auch gut durchführen lässt, und zwar ohne Farbstoffverlust, wenn man die durch Kondensation der 1.4.5.8-Naph- talintetrakarbonsäure oder deren Anhydrid mit aromatischen o-Diamirioverbindungen als Gemische erhältlichen isomeren 1..4.5.8 Naphtoylendiarylimidazole in geeigneten or ganischen Lösungsmitteln in ihre Salze über führt, diese auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeit voneinander trennt und Uydroly- siert. Als Salze kommen beispielsweise in Fra;
e die salzsauren, bromwasserstoffsauren, schwefelsauren Salze und andere. Beispiele: 1. 1(l Gewichtsteile des Farbstoffe, wie er gemäss der Schweiz. Patentschrift Nr. 1173:58 durch Kondensation der 1. 4.<B>-5.</B> R Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhy- drid mit 1 . 2 - Diaminobenzol erhältlich ist, werden bei etwa 70 bis 80 C in 2()11 Cxe- wichtsteile geschmolzene Chloressigsäure ein getragen.
Ein Teil des Farbstoffes geht mit roter Farbe in LÖsullg. Nach einiger Zeit wird die zur Bildung des Chlorhydrates nötige Menge konzentrierte Chlorwasserstoff- säure langsam hinzugegeben. Die Farbe dci- Schmelze hellt sich dabei etwas auf und al,- bald beginnt die Abscheidung des schwerer löslichen Chlorhydrates in kristalliner Form.
Sobald diese beendet ist, wird über Filter stein abgesaugt, mit geschmolzener Chlor essigsäure nachgewaschen und sowohl der Filterrückstand, als auch das Filtrat zur Ge winnung der getrennten Farbstoffe mit Was ser in der Wärme behandelt. Aus dem gelb- lieh braunen Filterrückstand entsteht dabei ein oranger und aus dem leicht löslichen, im Filtrat enthaltenen Anteil ein roter Farb stoff, die in ihren Eigenschaften mit den jenigen der Farbstoffe gemäss dem Bei spiel der Schweiz. Patentschrift Nr.148495 übereinstimmen. Schon durch Behandlung mit Chloressigsäure allein kann eine, wenn auch unvollkommene Trennung herbeigeführt werden.
Ersetzt man bei dem oben geschilderten Trennungsverfahren die Chlorwasserstoff- säure durch die äquivalente Menge Schwefel säure, so verläuft unter Bildung der Sulfate die Trennung in ganz ähnlicher Weise, auch mit Hilfe der Bromhydrate, welche durch Einwirkung von konzentrierter Bromwasser stoffsäure auf die Lösung des oben verwende ten Farbstoffes in Monochloressigsäure erhal ten werden, lässt sich in ganz ähnlicher Weise eine Trennung in die beiden Komponenten bewerkstelligen.
2. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus 1.4.5.8 - Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhydrid und 4-Methyl-1 . 2-diamino- benzol in etwa 150 Gewichtsteilen geschmol zener Monochloressigsäure werden bei einer Temperatur von 70 bis<B>100'</B> C langsam 4,3 Gewichtsteile konzentrierter Schwefelsäure oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff- säure hinzugegeben.
Nach etwa einstündigem Rühren der Schmelze wird das abgeschiedene schwer lösliche Sulfat bezw. Chlorid ab gesaugt und mit etwas geschmolzener Chlor essigsäure nachgewaschen. Das auf dem Filter befindliche schwerer lösliche Sulfat ergibt dabei nach dem Zersetzen mit Wasser einen orangeroten Farbstoff, von welchem Baumwolle auf grüner Hydrosulfitküpe in klarem, orangerotem Farbton angefärbt wird, während der aus dem Filtrat gewonnene Farbstoff, der an Menge den andern Teil. überwiegt, die Baumwollfaser in etwas stumpfen, rötlichbraunen Tönen färbt.
3. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus 1.4.5.8 - Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhydrid und 4.5-Dimethyl-1.2- diaminobenzol in etwa 150 Gewichtsteilen geschmolzener Monochloressigsäure werden bei einer Temperatur von 70 bis 10.0 C lang sam 4,3 Gewichtsteile konzentrierte Schwe felsäure oder die äquivalente Menge Chlor wasserstoffsäure hinzugegeben. Nach etwa einstündigem Rühren der Schmelze wird das abgeschiedene schwer lösliche Sulfat bezw. Chlorid abgesaugt und mit etwas geschmol zener Chloressigsäure nachgewaschen.
Aus dem Filterrückstand erhält man durch Zer setzen mit Wasser einen roten Farbstoff, wel cher Baumwolle aus grüner Hydrosulfitküpe rot anfärbt. Aus dem tiefroten Filtrat wird durch Zugabe von Wasser ein dunkler, braunvioletter Niederschlag gefällt; er stellt nach Absaugen und Trocknen ein dunkel braunes Farbstoffpulver dar, von dem Baum wolle aus der Hydrosulfitküpe in Bordeaux tönen gefärbt wird.
4. 100 Gewichtsteile des durch Konden sation von 1.4.5.8-Naphta.lintetrakarbon- säure oder ihrem Anhydrid mit 1. 2-Diamino- naphtalin erhältlichen Farbstoffes werden in etwa der 15 bis 20fachen Menge geschmol zener Chloressigsäure bei zirka 70 C gelöst, durch Zusatz von 40 Gewichtsteilen konzen trierter Schwefelsäure in das Sulfat über geführt und bei einer Temperatur von 70 bis 80 C verrührt, bis die Abscheidung des schwerer löslichen Anteils beendet ist. Es wird über Filterstein oder Asbest abgesaugt.
Der Rückstand ergibt einen violetten Farb stoff, der die Baumwollfaser aus der Hydro- sulfitküpe in violetten Tönen von guten Echt heitseigenschaften anfärbt. Aus dem Filtrat wird ein Farbstoff erhalten, welcher aus der Hydrosulfitküpe Baumwolle korinth anfärbt.
Die Trennung kann auch mit Halogen wasserstoffsäuren ausgeführt werden.
5. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus 1.4.5.8 - Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhydrid und 4-Chlor-1.2-diamino- benzol in etwa 150 Gewichtsteilen geschmol zener Monochloressigsäure werden bei einer Temperatur von 70 bis<B>100'</B> C langsam 4,3 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff säure hinzugegeben.
Nach etwa einstündigem Rühren der Schmelze wird das abgeschiedene schwer lösliche Sulfat bezw. Chlorid ab gesaugt und mit etwas geschmolzener Chlor essigsäure nachgewaschen. Aus dem Filter rückstand erhält man durch Zersetzen mit Wasser einen Farbstoff, der aus olivgrüner Hydrosulfitküpe Baumwolle in Scharlach tönen mit guten Echtheitseigenschaften an färbt. Das Chloressigsäure-Filtrat enthält einen Farbstoff, welcher aus olivgrüner Küpe die Baumwollfaser braun anfärbt.
6. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus 1. 4. 5. 8 - Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhydrid und 4-Brom-1.2-diamino- benzol in etwa 1.50 Gewichtsteilen geschmol zener Monoehloressigsäure werden bei einer Temperatur von 70 bis 100 C langsam 4,3 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff säure hinzugegeben.
Nach etwa einstündigem Rühren der .Schmelze wird das abgeschiedene schwer lösliche Sulfat bezw. Chlorid ab- gesa.lxgt und mit etwas geschmolzener Chlor essigsäure nachgewaschen. Aus dem Filter rückstand erhält man durch Zersetzen mit Wasser einen Farbstoff, der aus olivgrüner Hydrosulfitküpe Baumwolle in kupferroten Tönen mit sehr guten Echtheitseigenschaften < Lrtfärbt. Der leichter lösliche, aus dem Fil trat gewonnene Anteil färbt Baumwolle in braunen Tönen an. Die Hydrosulfitküpe des letzteren ist ebenfalls olivgrün.
7. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus 1 . 4. 5. 8 - Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhydrid und 4-Nitro-l.2-diamino- benzol in etwa 150 Gewichtsteilen geschmol zener Monochloressigsäure werden bei einer Temperatur von 70 bis 100 C langsam 4,3 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff-" säure hinzugegeben. Nach etwa einstündigem Rühren der Schmelze wird das abgeschiedene schwer lösliche Sulfat bezw. Chlorid ab gesaugt und mit etwas geschmolzener Chlor essigsäure nachgewaschen.
Aus dem Filter rückstand erhält man durch Zersetzen mit Wasser einen Farbstoff, der aus olivgrüner Hydrosulfitküpe Baumwolle in blaugrauen Tönen anfärbt, während der im Chloressig säurefiltrat enthaltene Anteil Baumwolle grau färbt. Seine alkalische Hydrosulfitküpe ist oliv.
,8-. 10 Gewichtsteile des aus 1 .4.5.8- Naphtalintetrakarbonsäure bezw. ihrem Di- anhydrid und 4-Methogy-1 .
2-diaminobenzol erhältlichen Farbstoffes werden in der 1.0 bis 12-fachen Menge geschmolzener Chloressig säure bei 70 bis 80 C eingetragen und einige Zeit verrührt. Dann lässt man 4,5 Gewichts teile Schwefelsäure<B>66'</B> Be zutropfen, kurze Zeit nachrühren und saugt bei 70 bis<B>80'</B> das abgeschiedene schwer lösliche Sulfat ab. Durch Zersetzen mit Wasser erhält man hier aus einen rotbraunen Farbstoff, der Baum wolle aus olivgrüner alkalischer Hydrosulfit- küpe in rotbraunen Tönen anfärbt.
Das Chloressigsäurefiltrat liefert einen violett braunen Farbstoff. Seine Hydrosulfitküpe ist olivgrün, die Färbung auf Baumwolle violettbraun. Die Echtheitseigenschaften sind gut. Die Trennung kann auch mit Halogen wasserstoffsäure ausgeführt werden.
9. 10 Gewichtsteile des aus 1 .4. 5 . 8- Naplitalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhy- drid und 4-Äthogy-1 . 2-diaminobenzol erhält lichen Farbstoffes werden in der 10 bis 12fachen Menge geschmolzener Chloressig säure bei 70 bis<B>80'</B> C eingetragen und einige Zeit verrührt. Dann lässt man 4,5 Gewichts teile .Schwefelsäure<B>H</B> BA zutropfen, kurze Zeit nachrühren und saugt bei 70 bis 80 das abgeschiedene schwerlösliche Sulfat ab.
Durch Zersetzen mit Wasser erhält man hier aus einen rotbraun färbenden und einen vio- lettbraun färbenden Anteil. Die Küpen der beiden Komponenten sind wie die des Aus gangsproduktes olivgrün. Die Trennung kann auch mit Halogenwasserstoffsäure aus geführt werden. 10.
In 150 Gewichtsteile geschmolzener Chloressigsäure werden bei zirka<B>70"</B> C 10 Gewichtsteile des aus 1 .4. 5 . 8-Naph- talintetrakarbonsäure oder ihrem Anhydrid und 8 . 5-Dimethyl - 1 . 2 - diaminobenzol er hältlichen Farbstoffes eingetragen, verrührt und durch Zugabe der berechneten Menge Schwefelsäure in das Sulfat übergeführt. Durch Zersetzen mit Wasser erhält man hier aus zwei Farbstoffe, von denen der eine die Baumwollfaser aus olivgrüner Hydrosulfit- küpe rotviolett, der andere aus ebenfalls oliv grüner Küpe Bordeaux anfärbt.
Die Trennung kann auch mit Halogenwasserstoffsäure aus geführt werden.
11. 10 Gewichtsteile des aus 1. .4. 5. 8- Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhy- drid und 4-Chlor-5-brom-1.2-diaminobenzol erhältlichen Farbstoffes werden nach Ver teilen in zirka der 10fachen Menge Chlor essigsäure bei 70 bis<B>80'</B> durch Zusatz von 4 Gewichtsteilen Schwefelsäure in das Sulfat übergeführt. Nach einiger Zeit wird der un lösliche Anteil abgesaugt und mit Wasser zersetzt. Er liefert einen rotbraunen Farb stoff, dessen aus alkalischer olivgrüner Hydrosulfitküpe auf Baumwolle entstehende Färbungen rotbraun sind.
Aus dem Chlor- essigsäurefiltrat erhält man durch Zersetzen mit Wasser einen Farbstoff, der aus oliv grüner Hydrosulfitküpe die Baumwollfaser in braunen Tönen färbt. Die Trennung kann auch mit Halogenwasserstoffsäüre ausgeführt werden.
12. Kondensiert man 1 . 4. 5 . 8-Naphta- lintetrakarbonsäure bezw. ihr Dianhydrid mit 4.5-Dichlor-1.2-diaminobenzol, so er hält man einen rotbraunen Farbstoff, der sich durch Behandlung mit Schwefelsäure in ein als überwiegender Anteil anfallendes, schwer lösliches Sulfat und einen geringeren in Lö sung gehenden Anteil zerlegen lässt. Durch Zersetzen der beiden Sulfate mit Wasser er hält man einerseits einen Farbstoff, der die Baumwollfaser in Scharlachtönen von sehr guten Echtheitseigenschaften anfärbt, ander seits ein Produkt,
das auf Baumwolle braune Färbungen liefert. Die alkalische Hydrosul- fitküpe beider Farbstoffe ist olivgrün. Die Trennung kann auch mit Halogenwasser- stoffsäure ausgeführt werden.