CH155456A - Verfahren zur Trennung von Gemischen isomerer Küpenfarbstoffe. - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Gemischen isomerer Küpenfarbstoffe.

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CH155456A
CH155456A CH155456DA CH155456A CH 155456 A CH155456 A CH 155456A CH 155456D A CH155456D A CH 155456DA CH 155456 A CH155456 A CH 155456A
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  Verfahren     zur    Trennung von     Gremisehen        isomerer        kiipenfarbstoffe.       In den Schweiz.     PatentschriftenNr.    148495  und 152612 ist beschrieben, dass man die nach  dem Verfahren der Schweiz. Patentschrift  Nr.     1173.5$    und deren Zusätzen im Gemisch       enstehenden        isomeren    1 .4. 5 .     8-Naphtoylen-          diarylimida.zole    durch Behandeln mit starker  Schwefelsäure voneinander trennen kann.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich diese  Trennung auch gut durchführen lässt, und  zwar ohne     Farbstoffverlust,    wenn man die  durch Kondensation der     1.4.5.8-Naph-          talintetrakarbonsäure    oder deren     Anhydrid     mit aromatischen     o-Diamirioverbindungen    als  Gemische erhältlichen     isomeren    1..4.5.8  Naphtoylendiarylimidazole in geeigneten or  ganischen     Lösungsmitteln    in ihre Salze über  führt, diese auf Grund ihrer verschiedenen  Löslichkeit voneinander trennt und     Uydroly-          siert.    Als Salze kommen beispielsweise in       Fra;

  e    die salzsauren,     bromwasserstoffsauren,     schwefelsauren Salze und andere.         Beispiele:     1.     1(l    Gewichtsteile des Farbstoffe,  wie er gemäss der Schweiz. Patentschrift  Nr. 1173:58 durch Kondensation der 1. 4.<B>-5.</B> R  Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem     Anhy-          drid    mit 1 . 2 -     Diaminobenzol    erhältlich ist,  werden bei etwa 70 bis 80   C in 2()11     Cxe-          wichtsteile    geschmolzene Chloressigsäure ein  getragen.

   Ein Teil des Farbstoffes geht mit  roter Farbe in     LÖsullg.    Nach einiger Zeit  wird die zur Bildung des Chlorhydrates  nötige Menge konzentrierte     Chlorwasserstoff-          säure    langsam hinzugegeben. Die Farbe     dci-          Schmelze    hellt sich dabei etwas auf und     al,-          bald    beginnt die     Abscheidung    des schwerer  löslichen Chlorhydrates in kristalliner Form.

    Sobald diese beendet ist, wird über Filter  stein abgesaugt, mit geschmolzener Chlor  essigsäure nachgewaschen und sowohl der       Filterrückstand,    als auch das Filtrat zur Ge  winnung der getrennten Farbstoffe mit Was  ser in der Wärme behandelt. Aus dem gelb-      lieh braunen Filterrückstand entsteht dabei  ein oranger und aus dem leicht löslichen, im  Filtrat enthaltenen Anteil ein roter Farb  stoff, die in ihren Eigenschaften mit den  jenigen der Farbstoffe gemäss dem Bei  spiel der Schweiz. Patentschrift     Nr.148495     übereinstimmen. Schon durch Behandlung  mit Chloressigsäure allein kann eine, wenn  auch unvollkommene Trennung herbeigeführt       werden.     



  Ersetzt man bei dem oben     geschilderten     Trennungsverfahren die     Chlorwasserstoff-          säure    durch die äquivalente Menge Schwefel  säure, so verläuft unter Bildung der Sulfate  die Trennung in ganz ähnlicher Weise, auch  mit Hilfe der Bromhydrate, welche durch  Einwirkung von konzentrierter Bromwasser  stoffsäure auf die Lösung des oben verwende  ten Farbstoffes in     Monochloressigsäure    erhal  ten werden, lässt sich in ganz ähnlicher Weise  eine Trennung in die beiden Komponenten  bewerkstelligen.  



  2. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge  wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus  1.4.5.8 -     Naphtalintetrakarbonsäure    oder  ihrem     Anhydrid    und     4-Methyl-1    .     2-diamino-          benzol    in etwa 150 Gewichtsteilen geschmol  zener     Monochloressigsäure    werden bei einer  Temperatur von 70 bis<B>100'</B> C langsam 4,3  Gewichtsteile konzentrierter Schwefelsäure  oder die äquivalente Menge     Chlorwasserstoff-          säure    hinzugegeben.

   Nach etwa     einstündigem     Rühren der Schmelze wird das abgeschiedene  schwer lösliche Sulfat     bezw.    Chlorid ab  gesaugt und mit etwas geschmolzener Chlor  essigsäure nachgewaschen. Das auf dem  Filter befindliche schwerer lösliche Sulfat  ergibt dabei nach dem Zersetzen mit Wasser  einen orangeroten Farbstoff, von welchem  Baumwolle auf grüner     Hydrosulfitküpe    in  klarem, orangerotem Farbton angefärbt wird,  während der aus dem Filtrat gewonnene  Farbstoff, der an Menge den andern Teil.  überwiegt, die Baumwollfaser in etwas  stumpfen,     rötlichbraunen    Tönen färbt.  



  3. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge  wichtsteilen des     Kondensationsproduktes    aus  1.4.5.8 -     Naphtalintetrakarbonsäure    oder    ihrem     Anhydrid    und     4.5-Dimethyl-1.2-          diaminobenzol    in etwa 150 Gewichtsteilen  geschmolzener     Monochloressigsäure    werden  bei einer Temperatur von 70 bis 10.0   C lang  sam 4,3 Gewichtsteile konzentrierte Schwe  felsäure oder die äquivalente Menge Chlor  wasserstoffsäure hinzugegeben. Nach etwa  einstündigem Rühren der Schmelze wird das  abgeschiedene schwer lösliche Sulfat     bezw.     Chlorid abgesaugt     und    mit etwas geschmol  zener Chloressigsäure nachgewaschen.

   Aus  dem Filterrückstand erhält man durch Zer  setzen mit Wasser einen roten Farbstoff, wel  cher Baumwolle aus grüner     Hydrosulfitküpe     rot anfärbt. Aus dem tiefroten Filtrat wird  durch Zugabe von Wasser ein dunkler,  braunvioletter Niederschlag gefällt; er stellt  nach Absaugen und Trocknen ein dunkel  braunes     Farbstoffpulver    dar, von dem Baum  wolle aus der     Hydrosulfitküpe    in Bordeaux  tönen gefärbt wird.  



  4. 100 Gewichtsteile des durch Konden  sation von     1.4.5.8-Naphta.lintetrakarbon-          säure    oder ihrem     Anhydrid    mit 1.     2-Diamino-          naphtalin    erhältlichen Farbstoffes werden in  etwa der 15 bis     20fachen    Menge geschmol  zener Chloressigsäure bei zirka 70   C gelöst,  durch Zusatz von 40 Gewichtsteilen konzen  trierter Schwefelsäure in das Sulfat über  geführt und bei einer Temperatur von 70 bis  80   C     verrührt,    bis die     Abscheidung    des  schwerer löslichen Anteils beendet ist. Es  wird über Filterstein oder Asbest abgesaugt.

    Der Rückstand ergibt einen violetten Farb  stoff, der die Baumwollfaser aus der     Hydro-          sulfitküpe    in violetten Tönen von guten Echt  heitseigenschaften anfärbt. Aus dem Filtrat  wird ein Farbstoff erhalten, welcher aus der       Hydrosulfitküpe    Baumwolle     korinth    anfärbt.  



  Die Trennung kann auch mit Halogen  wasserstoffsäuren ausgeführt werden.  



  5. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge  wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus  1.4.5.8 -     Naphtalintetrakarbonsäure    oder  ihrem     Anhydrid    und     4-Chlor-1.2-diamino-          benzol    in etwa 150 Gewichtsteilen geschmol  zener     Monochloressigsäure    werden bei einer      Temperatur von 70 bis<B>100'</B> C langsam  4,3 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure  oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff  säure hinzugegeben.

   Nach     etwa    einstündigem  Rühren der Schmelze wird das     abgeschiedene     schwer lösliche Sulfat     bezw.        Chlorid    ab  gesaugt und mit     etwas    geschmolzener Chlor  essigsäure nachgewaschen. Aus dem Filter  rückstand erhält man durch Zersetzen mit  Wasser einen Farbstoff, der aus olivgrüner       Hydrosulfitküpe    Baumwolle in Scharlach  tönen mit guten Echtheitseigenschaften an  färbt. Das     Chloressigsäure-Filtrat    enthält  einen Farbstoff, welcher aus olivgrüner     Küpe     die Baumwollfaser braun anfärbt.  



  6. Zu der teilweisen Lösung von 10 Ge  wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus  1. 4. 5. 8 -     Naphtalintetrakarbonsäure    oder  ihrem     Anhydrid    und     4-Brom-1.2-diamino-          benzol    in etwa 1.50 Gewichtsteilen geschmol  zener     Monoehloressigsäure    werden bei einer  Temperatur von 70 bis 100   C langsam 4,3       Gewichtsteile    konzentrierte Schwefelsäure  oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff  säure hinzugegeben.

   Nach etwa einstündigem  Rühren der     .Schmelze    wird das abgeschiedene  schwer lösliche Sulfat     bezw.    Chlorid     ab-          gesa.lxgt    und mit etwas geschmolzener Chlor  essigsäure nachgewaschen. Aus dem Filter  rückstand erhält man durch Zersetzen mit  Wasser einen Farbstoff, der aus olivgrüner       Hydrosulfitküpe    Baumwolle in kupferroten  Tönen mit sehr guten     Echtheitseigenschaften           < Lrtfärbt.    Der leichter lösliche, aus dem Fil  trat gewonnene Anteil färbt Baumwolle in  braunen Tönen an. Die     Hydrosulfitküpe    des  letzteren ist ebenfalls olivgrün.  



  7. Zu der     teilweisen        Lösung    von 10 Ge  wichtsteilen des Kondensationsproduktes aus  1 . 4. 5. 8 -     Naphtalintetrakarbonsäure    oder  ihrem     Anhydrid    und     4-Nitro-l.2-diamino-          benzol    in etwa 150 Gewichtsteilen geschmol  zener     Monochloressigsäure    werden bei einer  Temperatur von 70 bis 100   C langsam 4,3  Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure  oder die äquivalente Menge Chlorwasserstoff-"  säure hinzugegeben. Nach etwa einstündigem    Rühren der Schmelze wird das abgeschiedene  schwer lösliche Sulfat     bezw.    Chlorid ab  gesaugt und mit etwas geschmolzener Chlor  essigsäure nachgewaschen.

   Aus dem Filter  rückstand erhält man durch Zersetzen mit  Wasser     einen    Farbstoff, der aus olivgrüner       Hydrosulfitküpe    Baumwolle in blaugrauen  Tönen anfärbt, während der im Chloressig  säurefiltrat enthaltene Anteil Baumwolle  grau färbt. Seine alkalische     Hydrosulfitküpe     ist oliv.  



       ,8-.    10 Gewichtsteile des aus 1     .4.5.8-          Naphtalintetrakarbonsäure        bezw.    ihrem     Di-          anhydrid    und     4-Methogy-1    .

       2-diaminobenzol     erhältlichen Farbstoffes werden in der     1.0    bis       12-fachen    Menge geschmolzener Chloressig  säure bei 70 bis 80   C eingetragen und einige  Zeit     verrührt.    Dann lässt man 4,5 Gewichts  teile Schwefelsäure<B>66'</B>     Be        zutropfen,    kurze  Zeit     nachrühren    und saugt bei 70 bis<B>80'</B> das  abgeschiedene schwer lösliche Sulfat ab.  Durch Zersetzen mit Wasser erhält man hier  aus     einen    rotbraunen Farbstoff, der Baum  wolle aus olivgrüner alkalischer     Hydrosulfit-          küpe    in rotbraunen Tönen anfärbt.

   Das       Chloressigsäurefiltrat    liefert einen violett  braunen Farbstoff. Seine     Hydrosulfitküpe     ist     olivgrün,    die Färbung auf Baumwolle       violettbraun.    Die Echtheitseigenschaften sind  gut. Die     Trennung    kann auch mit Halogen  wasserstoffsäure ausgeführt werden.  



  9. 10 Gewichtsteile des aus 1 .4. 5 .     8-          Naplitalintetrakarbonsäure    oder ihrem     Anhy-          drid    und     4-Äthogy-1    .     2-diaminobenzol    erhält  lichen Farbstoffes werden in der 10 bis  12fachen Menge geschmolzener Chloressig  säure bei 70 bis<B>80'</B> C eingetragen und einige  Zeit verrührt. Dann lässt man 4,5 Gewichts  teile .Schwefelsäure<B>H</B>      BA        zutropfen,    kurze  Zeit     nachrühren    und saugt bei 70 bis 80   das  abgeschiedene     schwerlösliche    Sulfat ab.

    Durch Zersetzen mit Wasser erhält man hier  aus einen rotbraun färbenden und einen     vio-          lettbraun    färbenden Anteil. Die     Küpen    der  beiden     Komponenten    sind wie die des Aus  gangsproduktes olivgrün. Die Trennung  kann auch mit     Halogenwasserstoffsäure    aus  geführt werden.      10.

   In 150 Gewichtsteile geschmolzener  Chloressigsäure werden bei zirka<B>70"</B> C  10 Gewichtsteile des aus 1 .4. 5 .     8-Naph-          talintetrakarbonsäure    oder ihrem     Anhydrid     und 8 .     5-Dimethyl    - 1 . 2 -     diaminobenzol    er  hältlichen Farbstoffes eingetragen, verrührt  und durch Zugabe der berechneten Menge  Schwefelsäure in das Sulfat übergeführt.  Durch Zersetzen mit Wasser erhält man hier  aus zwei Farbstoffe, von denen der eine die  Baumwollfaser aus olivgrüner     Hydrosulfit-          küpe        rotviolett,    der andere aus ebenfalls oliv  grüner     Küpe    Bordeaux anfärbt.

   Die Trennung  kann auch     mit        Halogenwasserstoffsäure    aus  geführt werden.  



  11. 10 Gewichtsteile des aus 1. .4. 5.     8-          Naphtalintetrakarbonsäure    oder ihrem     Anhy-          drid    und     4-Chlor-5-brom-1.2-diaminobenzol     erhältlichen Farbstoffes werden nach Ver  teilen in zirka der 10fachen Menge Chlor  essigsäure bei 70 bis<B>80'</B> durch Zusatz von  4 Gewichtsteilen Schwefelsäure in das Sulfat  übergeführt. Nach einiger Zeit wird der un  lösliche Anteil abgesaugt und mit Wasser  zersetzt. Er liefert einen rotbraunen Farb  stoff, dessen aus alkalischer olivgrüner       Hydrosulfitküpe    auf Baumwolle entstehende  Färbungen rotbraun sind.

   Aus dem     Chlor-          essigsäurefiltrat    erhält man durch     Zersetzen     mit Wasser einen Farbstoff, der aus oliv  grüner     Hydrosulfitküpe    die Baumwollfaser  in braunen Tönen färbt. Die Trennung kann  auch mit     Halogenwasserstoffsäüre    ausgeführt  werden.  



  12. Kondensiert man 1 . 4. 5 .     8-Naphta-          lintetrakarbonsäure        bezw.    ihr     Dianhydrid     mit     4.5-Dichlor-1.2-diaminobenzol,    so er  hält man einen rotbraunen Farbstoff, der sich  durch     Behandlung        mit    Schwefelsäure in ein  als     überwiegender    Anteil anfallendes, schwer  lösliches Sulfat und einen geringeren in Lö  sung gehenden Anteil zerlegen     lässt.    Durch    Zersetzen der beiden Sulfate mit Wasser er  hält man einerseits einen Farbstoff, der die  Baumwollfaser in Scharlachtönen von sehr  guten Echtheitseigenschaften anfärbt, ander  seits ein Produkt,

   das auf Baumwolle braune  Färbungen liefert. Die alkalische     Hydrosul-          fitküpe    beider Farbstoffe ist olivgrün. Die  Trennung kann auch mit     Halogenwasser-          stoffsäure    ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung von Gemischen isomerer 1.4.5.8 - Naphtoylendiarylimi(l- azole, die durch Kondensation der 1. 4. 5. 8- Naphtalintetrakarbonsäure oder ihrem Anhy- drid mit aromatischen o-Diaminoverbinduii- gen erhältlich sind, dadurch gekennzeichnet.
    dass man die isomeren 1. 4. 5. 8-Naphtoylen- diarylimidazole in Gegenwart eines organi- sehen Lösungsmittels in ihre Salze verwan delt, diese voneinander trennt und hydroly- siert. UNTERANSPRtCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmit tel Monochloressigsäure verwendet.
    \_?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isomeren in ihre halogenwasserstoffsauren Salze über führt. ä. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isomeren in ihre bromwasserstoffsauren Salze über führt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isomeren in ihre Sulfate überführt.
CH155456D 1929-05-10 1930-04-15 Verfahren zur Trennung von Gemischen isomerer Küpenfarbstoffe. CH155456A (de)

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