CH155578A - Anordnung für die Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-Umformern. - Google Patents

Anordnung für die Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-Umformern.

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CH155578A
CH155578A CH155578DA CH155578A CH 155578 A CH155578 A CH 155578A CH 155578D A CH155578D A CH 155578DA CH 155578 A CH155578 A CH 155578A
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synchronous
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Anordnung für die     Leistungssteuerung    von Synchronmaschinen  und     Synchron-Syncla-on-Umformern.       Die Leistung einer     Synchronmassshin-e    ist  bekanntlich annähernd dem Winkel zwischen  dem Vektor ihres fiktiven Erregerfeldes und  dem Vektor ihres fiktiven     Netzfaldes    propor  tional.  



  Bei     Syneäron-Synchron-Umformern,    die  zur Kupplung zweier Netze dienen, gilt dies  <B>-</B> wenn man von den Verlusten     des    Umfor  mers absieht<B>-</B> sowohl für die eine wie für  die andere Maschine. Die von     Synohron-Syn-          chron-Umformern    übertragene Leistung ist  daher der Summe oder der Differenz aus dem  Winkel zwischen     *den    beiden Vektoren der  fiktiven Netzfelder und dem Winkel zwi  schen den beiden Vektoren der fiktiven Er  regerfelder annähernd proportional.  



  Um bei festliegenden Netzvektoren einen       Einfluss    auf die Leistungsübertragung von       Sync'hron-Syne,hron-Umformern    zu haben,       muss    man daher bekanntlich entweder den    Winkel zwischen den beiden fiktiven Netz  feldern oder den Winkel zwischen den beiden  fiktiven Erregerfeldern oder beide ändern  können,     muss    also mit andern Worten Vor  richtungen zur Verdrehung eines oder  beider Netzfelder oder eines oder beiden  Erregerfelder haben.

   Mittel zu diesem  Zweck sind beispielsweise     Ständerdrehvor-          richtungen,        Drelitransformatoren    zwischen       Ständerwicklung    und Netz, verstellbare  Kupplungen oder Getriebe zwischen den bei  den Läufern, mehrphasige Erregerwicklun  gen, bei denen die Stromverteilung auf die  einzelnen Phasen so geändert werden kann,       dass    sich das fiktive     ErregerfeJd    gegen die  Erregerwicklung verschiebt     usw.    Als Son  derfall der     melirphasigen    Erregerwicklung  gelten auch geschlossene oder aufgeschnit  tene Gleichstromwicklungen, bei denen die  verschiedenen Erregerspannungen an ver  schiedenen Punkten zugeführt werden.

        Derartige Vorrichtungen zur Beeinflus  sung der Leistungsübertragung von     Syn-          ehron-Synchron-Umformern    sind beispiels  weise zum Synchronisieren eines     Synchron-          Synchron-Umformers    mit bereits belasteten       Synchron-Synchron-Umformern    erforderlich,  da die     Synchronisierung    ohne Stoss, das heisst  mit der Leistung Null erfolgen soll. Ferner  sind sie dann notwendig, wenn man bei  parallel arbeitenden     Synchron-Synchron-Um-          formern    die Last     auf    die parallel arbeiten  den Aggregate nach einem bestimmten Ver  hältnis verteilen soll.

   Sofern die parallel ar  beitenden     Synchron-Synchron-Umformer    auf  die gleichen Sammelschienen geschaltet sind,       lässt    sich die Leistungsverteilung auf diese  Weise eindeutig beherrschen, da für alle Ma  schinen die Netzvektoren praktisch     iden-          tisel-i    sind. Anders liegt die Sache aber, wenn  die     Synchron-Synchron-Umformer    über Im  pedanzen parallel arbeiten, wenn sie also bei  spielsweise durch längere Leitungen, Trans  formatoren, Schutzdrosseln, Widerstände  oder dergleichen miteinander verbunden sind.

    In diesem Falle hängt die     Lastverteilung     auf die     Synchron-Synchron-Umformer    auch  von den Belastungszuständen der beiden  Netze ab, insofern als dann die Netzvektoren  an den einzelnen Umformern nicht mehr  gleichgerichtet sind. Solange solche Verdre  hungen konstant bleiben, kann ihr     Einfluss     leicht ein für allemal durch Vorrichtungen  zur Verdrehung der Ständer- oder Läufer  felder beseitigt werden.

   Dagegen können  Schwankungen der gegenseitigen Lage der  Netzvektoren bei den verschiedenen parallel  arbeitenden     Synchron-Synchron-Umformern,     die von den wechselnden Belastungen der  beiden Netze herrühren, einen ungünstigen       Einfluss    auf die Leistungsverteilung und den  Parallelbetrieb, sowie im Zusammenhang  damit die     Ausnützung    und den Wirkungs  grad der     Synchron-Synchron-Umformer     haben.

   Es ist nämlich möglich,     dass    dann  die Vektoren der beiden Netze bei einem oder  mehreren der     Synchron-Synchron-Umformer     so weit     auseinanderlaufen,        dass    die Leistung  dieses     Synchron-Synchron-Umformers    über    das zulässige     Mass    hinaus steigt, so     dass    er  zum Schutz vor Überlastung abgeschaltet  werden     muss    oder bei Erreichung der Kipp  grenze ausser Tritt<B>fällt.</B> Ein solches Vor  kommnis beeinträchtigt die     Betriebssicher-          Ileit,    da die Gefahr besteht,

       dass    der Ausfall  eines oder mehrerer     Synchron-Synchron-Um-          former    auch Überlastung     -bezw.    Abschaltung  oder     Aussertrittfall#en    der übrigen parallel  arbeitenden     Synchron-Synchron-Umformer     nach sieh zieht, so     dass    das Netz spannungs  los wird und eine längere Betriebsstörung  entsteht.

   Es ist sogar der Fall denkbar,     dass     bei einer starken Belastungsänderung in  einem Netz der Leistungsausgleich nicht nur  über dieses Netz, sondern auf dem Wege  durch die     Synchron-Synchron-Umformer     auch über das andere Netz erfolgt, so     dass    die  Gefahr der Überlastung der     Synchron-Syn-          ehron-Umformer    und der geschilderten Fol  gen für den Betrieb besonders gross wird.  



  Gegen diese Übelstände wurde bisher das  zwar einfache, aber recht kostspielige Mittel  angewendet, einen genügend grossen oder     so-          ZD     viele kleinere     Synchron-Synchron-Umformer     parallel arbeiten zu lassen,     dass    die Gefahr  der Überlastung des     bezw.    der Umformer       gunz    unwahrscheinlich wird. Die Nachteile  dieses Verfahrens bestehen darin,     dass    man  sehr viele oder sehr grosse Maschinen mit  hohen Anlagekosten braucht, und     daZ    diese  Maschinen im Mittel schlecht belastet sind  und also mit schlechtem Wirkungsgrad ar  beiten.  



  Man kann nun, um diese Nachteile<B>zu</B>  umgehen, die     Synchron-Synchron-Umformer     elastischer machen und ihren Parallelbetrieb  verbessern, indem man erfindungsgemäss eine  oder beide der zu den     Synchron-Synehron-          Umformern    gehörenden Synchronmaschinen  mit einer mehrphasigen Erregeranordnung  -v ersieht und die Steuerung der     Erreegerströme     durch Regulierorgane in den Erreger- oder       Hilfserregerkreisen    betriebsmässig einem oder  mehreren selbsttätigen Reglern überträgt.

    Der eine dieser Regler (der gegebenenfalls  eine aus mehreren Reglern bestehende Reg-           lergruppe    sein kann) ändert das Verhältnis  der Erregerströme in den einzelnen Phasen  und ihre     Stromrielitung    in Abhängigkeit von  irgendeiner Betriebsgrösse so,     dass    das fiktive  Erregerfeld seine Lage zur Erregerwicklung  verschiebt und sich damit gegen das Netzfeld  verdreht,     wodurcli    vorzugsweise die Wirk  leistung der Maschine gesteuert wird.

   Da  gegen kann durch gleichmässige Vergrösse  rung oder Verkleinerung     sämtlieller    Erreger  ströme ohne Änderung ihres Verhältnisses,  also durch Vergrösserung oder Verkleinerung  des Erregerfeldes bei gleichbleibender rela  tiver Lage zur Erregerwicklung und damit  zum Netzfeld vorzugsweise die Spannung  oder die Blindleistung der     Synchronmaschine     von Hand oder durch einen zweiten Regler  gesteuert werden.  



  In     Abb.   <B>1</B> ist beispielsweise eine Anord  nung dieser Art dargestellt; eine der beiden  zum     Synchron-Synchron-Umformer    gehören  den Synchronmaschinen, und zwar beispiels  weise eine     Drehstrommaschine   <B>1</B> besitzt eine  als zweiphasig angenommene Erregerwick  lung mit den elektrisch aufeinander senkrecht  stehenden Wicklungen 2 und<B>3,</B> die über  zwei Regulierorgane, beispielsweise zwei       Vorschalt-Regulier-Widerständen    4 und<B>5,</B>  von einer Erregermaschine<B>6</B> gespeist werden.

    Die beiden Gleitkontakte der Regulierwider  stände sind     zwangläufig    miteinander verbun  den und werden von einem Regler<B>7</B> derart  verstellt,     dass    bei Zunahme des Erregerstro  mes in der einen     Feldwicklung    der Erreger  strom in der andern Feldwicklung so ab  nimmt,     dass    das Erregerfeld gedreht wird,  ohne seine Grösse nennenswert zu ändern.

   Die       Zwangläufigkeit    der Verbindung zwischen  den beiden Regulierorganen ist zwar nicht       unbedinut    erforderlich, da eine Verdrehung  des Erregerfeldes auch schon durch eine Ver  änderung an einem der beiden Regulierorgane       (Vorschaltwiderstände)    4 oder<B>5</B>     erreielit    wer  den kann; sie ist aber zweckmässig, um den       Verdrehungsbereich    vergrössern und um  Wirkleistung und Blindleistung möglichst  unabhängig von einander regeln zu können.

    Bei gleichbleibender Stellung des Reglers<B>7,</B>    also bei gleichbleibendem Verhältnis der Er  regerströme in den Phasen, kann nämlich  ihre Grösse und damit die Grösse des fiktiven  Erregerfeldes dadurch geändert werden,     dass     die Spannung an der Feldwicklung<B>8</B> der  Erregermaschine vergrössert oder verkleinert  wird.

   In dem in     Abb.   <B>1</B> dargestellten Bei  spiel erfolgt dies durch einen veränderlichen       Vorschaltwiderstand   <B>9</B> vor dieser Feldwick  lung<B>8,</B> also im Ankerkreis der     Hilfserreger-          maseliine   <B>10</B> entweder von Hand oder durch  einen zweiten selbsttätigen Regler<B>11.</B> Der  erste Regler<B>7</B> ist also ein     Wirkleistungs-          regler,    der zweite Regler<B>11</B> ein     Blindlei-          stungs-    oder Spannungsregler.  



  Der     Wirkleistungsregler    kann beispiels  weise die Wirkleistung einer Synchronma  schine und damit auch die Wirkleistung eines       Syneliron-Synchron-Umformers    konstant hal  ten, auch dann, wenn die Spannungsvektoren  der beiden Netze ihre gegenseitige Lage än  dern. In diesem Falle wäre also die Be  triebsgrösse, von der der Regler abhängt, die  Leistung einer der beiden Synchronmaschi  nen.

   Praktisch wichtig ist ferner auch der  Fall, bei dem der     Wirkleistungsregler    als  selbsttätiger Leistungsbegrenzer wirkt; er  greift dann nur ein, wenn bestimmte einstell  bare (motorische oder     generatorische)    Lei  stungen überschritten werden, und zwar in  dem Sinne,     dass    er die Überschreitung dieser  Leistungen verhindert, im übrigen Bereich  aber freies Spiel     lässt.    Zu diesem Zweck     muss     der Regler bei zu grosser (motorischer oder       generatorischer)    Leistung das Erregerfeld im  Sinne der Verkleinerung dieser Leistung ver  drehen.

   Diese Bedingung ist leicht zu erfül  len, wenn das Steuerorgan des Reglers aus  einem wattmetrischen Relais besteht, da die  ses Relais bei verschiedener Richtung des  Leistungsflusses nach verschiedenen Richtun  gen ausschlägt. Der     Wirkleistungsregler     kann weiterhin auch von der Gesamtleistung  mehrerer parallel arbeitender     Synchron-Syn-          chron-Umformer    oder von der Leistung eines  Verbrauchers oder dem durch eine Leitung  fliessenden     Energiefluss    abhängig gemacht  werden. Er kann auch von einer Stromstärke,      einer Drehzahl oder Frequenz, dem Winkel  zwischen zwei Netzvektoren oder von einer  aus solchen Betriebsgrössen irgendwie zusam  mengesetzten Grösse gesteuert werden.

   Das       Olleiche    gilt auch. für den zweiten Regler, der  oben als     Blindleistungs-    oder Spannungs  regler bezeichnet wurde.  



  Es ist dabei ohne Belang, ob die beiden  Regler einfache Kontaktgeber oder ob sie       hochentwickelte    Regler mit Servomotor,  Rückführungen, Dämpfungen     usw.    sind. Die  Bauart der Regler richtet sich ganz nach  den praktischen Bedürfnissen des einzelnen  Falles.  



       Abb.    2 zeigt noch ein anderes Beispiel.  Die ebenfalls zweiphasig angenommene     Er-          regerwie,klung    der Synchronmaschine<B>1</B> wird  hier von zwei getrennten Erregermaschinen  6a und<B>6b</B> gespeist, deren     Feldwicklungen     8a und<B>8b</B> auf eine gemeinsame     Hilfserreger-          maschine    geschaltet sind. Die Spannungen  für die Feldwicklungen 8a und     8b    werden  einem als Spannungsteiler ausgebildeten, an  der     Hilfserregermaschine   <B>10</B> liegenden Regu  lierwiderstand<B>5</B> entnommen.

   Das Bürsten  paar 12a, das die Spannung für die Feldwick  lung 8a abgreift, steht räumlich senkrecht  auf dem Bürstenpaar<B>12b,</B> das die     Feldwick-          Jung   <B>8b</B> speist.     Durcli    diese Anordnung wird  erreicht,     dass    bei Verdrehung des Armkreu  zes mit den beiden     Büretenpaaren    am Span  nungsteiler die Ströme in den beiden Feld  wicklungen 8a und<B>8b</B> und damit den beiden       Erregerwieklungen    2 und<B>3</B> sich so ändern,       dass    das fiktive Erregerfeld der Synchron  maschine<B>1</B> sich gegen die Erregerwicklung  und damit das Netzfeld verdreht, ohne seine  Grösse wesentlich zu ändern.

   Auf den     Span-          nungsteiler    arbeitet, z. B. über einen Ket  tentrieb<B>13,</B> ein selbsttätiger Regler, der wie  oben ausgeführt, von irgendeiner Betriebs  grösse abhängt. Dabei ist die Konstruktion  des Reglers beispielsweise so angenommen,       dass    der elektrische Servomotor 14 von dem  Wechselkontakt<B>15</B> des Steuerorganes, bei  spielsweise eines     Wirkleistungsrelais,    im  einen oder andern Drehsinne in Bewegung  und dann wieder stillgesetzt wird.

   Die Span-         nung        bezw.    Blindleistung der Synchronma  schine<B>1</B> wird von Hand oder durch einen  zweiten selbsttätigen Regler durch Verstel  lung des     Vorschalt-widerstandes   <B>16</B> im Er  regerkreis der     Hiliserregermaschine   <B>10</B> ge  steuert.  



  An Stelle der zwei Erregermaschinen 6a  und<B>6b</B> der     Abb.    2     lässt    sich auch eine     Spalt-          polmaschine    nach<B>D.</B> R. P.     Nr.    346466 an  wenden.

      Über das bisher Gesagte hinaus     lässt    sich  mit den beschriebenen Anordnungen, die Ge  genstand der vorliegenden Erfindung sind,  ein besonders ins Gewicht fallender Vorteil       für    den Betrieb von     Synchronmaschinen    und       Synchron-Synchron-Umformern    erreichen,  wenn man die Einrichtung zum Verdrehen  des Erregerfeldes so baut,     dass    die Verdre  hung nach beiden Richtungen endlos fortge  setzt werden kann. Im Beispiel der     Abb.    2  ist dies bereits vorgesehen, im Beispiel der       Abb.   <B>1</B> liesse sich das gleiche durch kreisför  mige Anordnung und Stufung der Wider  stände 4 und<B>5,</B> sowie Stromwendung erzie  len.

   Auf diese Weise kann man die Kipp  grenze beliebig weit hinausschieben und er  reichen,     dass    die einzelnen     Erreger-Magnet-          pole    der Synchronmaschine ihre Lage dann  nicht mehr nur innerhalb ihres eigenen     Pol-          teilungsbereiches    verändern, sondern über  eine beliebige Anzahl von Polteilungen hin  weggleiten können. Dadurch verliert die     Syn-          ehronmaschine    und der     Synchron-Synchron-          Umformer    ihren starr an Synchronismus ge  bundenen Charakter.

   Mit dieser Anordnung  ausgerüstete     Synchronmasehinen    und solche       Synchron-Synchron-Umformer,    bei denen we  nigstens eine der beiden Maschinen eine so  ausgestattete     Synchronmaschine    ist, erhalten  damit vorübergehend oder dauernd die Ei  genschaften einer     Asynehronmaschine    und  eines asynchronen Umformers.

   Damit ist eine  neue Zwischenform zwischen der     iSynchron-          maschine    und der     Asynehronmaschine    ge  funden, die man (als Gegenstück zu der be  kannten Bezeichnung "synchronisierte     Asyn-          ellronmaschine")        "asynchronisierte   <B><I>Syn-</I></B>           ehronmaschine"    nennen kann.

   Durch sie ent  steht auch eine neue Art von Umformern,  die     "asynchronisierten        Syncliron-Synchron-          Umformer".    die zwischen den     Svnchron-Syn-          chron-Umformern    einerseits und den     asyn-          ehronen        Netzkupplungsumformern    ander  seits stehen und den ersteren durch ihre       Steuerbarkeit    und Anpassungsfähigkeit, den  letzteren durch ihre     Einfaehkeit    und Billig  keit überlegen sind.  



  Beispielsweise ermöglicht schon die Ver  bindung von solchen     asynchronisierten        Syn-          ehron-Synchron-Umförmern,    bei denen nur  eine der beiden miteinander gekuppelten Ma  schinen eine     asynchronisierte,    die andere da  gegen eine gewöhnliche Synchronmaschine ist       bezw.    sein kann, die Kupplung zweier selb  ständiger Netze.  



  Die Synchronisierung der zunächst als  asynchron angenommenen Netze     lässt        siell    bei  spielsweise dadurch bewerkstelligen,     dass    zu  erst die,     Synchronmaschine    in der üblichen.  Weise mittelst einer     Anwurimaschine    hoch  gefahren und mit ihrem Netz synchronisiert  wird.

   Um hiernach die     asynclironisierte     Synchronmaschine mit ihrem Netz parallel  schalten zu können, genügt es, eine grobe An  näherung der Drehzahlen     bezw.    Frequenzen  der beiden Netze abzuwarten oder (durch Be  einflussung von Antriebsmaschinen eines der  beiden Netze) herbeizuführen und den Aus  gleich des noch verbleibenden     Schlupfes    und  die Phaseneinstellung durch Verstellung am  Regulierorgan (Widerstände 4 und<B>5)</B> vorzu  nehmen. Dies kann entweder von Hand oder  mittelst eines regulierbaren     Verstellmotors     geschehen oder aber einem selbsttätigen Reg  ler     übertrao,    n. werden.

   Zu diesem Zweck       ne     wird das Steuerorgan dieses Reglers, bei  spielsweise des Reglers<B>7,</B> von dem Winkel  zwischen dem Vektor des fiktiven Netzfeldes  und dem Vektor des fiktiven Erregerfeldes  in irgend einer bei     Synchronoskopen    üblichen  Weise     beeinflusst.    Er dreht das fiktive Er  regerfeld so,     dass    dieser Winkel zu Null wird,  so     dass    stossfrei     parallelgeschaltet.    werden  'kann. Bei     Synchron-Syncliron-Umformern       dagegen     lässt    sich die Frequenz- und die Pha  senübereinstimmung nur durch Einwirkung  auf die Antriebsmaschinen eines der Netze  erreichen.

   Dies stösst aber bekanntlich bei  grossen Netzen mit vielen Maschinen auf er  hebliche, praktisch oft unüberwindliche       LSchwierigkeiten.     



  Der Betrieb zweier durch einen     asyn-          ehronisierten        Synchron-Synchron-Umformer     gekuppelten selbständigen Netze weist gegen  über dem Betrieb dieser Netze mittelst eines       yneliron-Syneliron-Umformers    im wesent  lichen folgende Vorteile auf: Der     Synchron-          Synellron-Umformer        müsste    bei einer Bela  stungsänderung in einem der beiden Netze  die ganze Leistung übertragen, mit der sich  das andere Netz an dieser Belastungsände  rung beteiligt.

   Dieser Anteil hängt     bekannt-          lieh    in der Hauptsache von den     Schwung-          massen    und den vorübergehenden und  dauernden     Ungleichförmigkeitsgraden    der       Antriebsmaschinenregler    ab und verhält sich  <B>-</B>     übersehlägig    betrachtet<B>-</B> zu der Lei  stung, die das von der Belastungsänderung  betroffene erste Netz selbst aufbringt, etwa  wie die gesamten in den Netzen vorhandenen       Mascliinenleistungen.    Ist das eine Netz im  Verhältnis zum andern sehr gross, so hat der       Synchron-Synchron-Umformer    den grössten  Teil der Belastungsänderung zu übertragen;

    die Gefahr seiner Überlastung ist also dann  bedeutend. Im Gegensatz hierzu entzieht sich  der     asynchronisierte        Synchron-Synehron-          Umformer    in einem solchen Falle der Über  lastung dadurch,     dass    er die beiden Netze ge  geneinander schlüpfen     lässt.    Er bewirkt so,       dass    das von der Belastungsänderung betrof  fene Netz selbst den grössten Teil der Be  lastungsänderung, teils aus den     Schwung-          massen,    teils durch stärkere Leistungsabgabe  seiner Antriebsmaschinen infolge des Dreh  zahlabfalles übernimmt.

   Handelt es sich     unt     eine vorübergehende Belastungsspitze, so  wird sich der Synchronismus beider Netze  nachher von selbst wieder einstellen; handelt  es sich um eine dauernde Belastungsände  rung, so kann durch Nachregulierung an den  Antriebsmaschinen eines der beiden oder bei-      der Netze, sei es von Hand, sei es selbst  tätig, der     Synchronismus    mit der gleichen  oder einer andern     Umformerleistung    wie frü  her wiederhergestellt werden.  



  Ähnliches gilt für den Fall,     dass    ein     niel-it     selbständiges Netz durch     asynchronisierte          Synchron-Synchron-Umformer    mit einem  selbständigen Netz gekuppelt ist; vorüber  gehende Belastungsänderungen werden hier  durch vorübergehendes     Schlüpfenlassen    teils  aus den Schwungmassen der Umformer und  der drehzahlabhängigen Motoren gedeckt,  teils infolge der     Spannungs-    und Drehzahl  änderung auf die Verbraucher abgewälzt.  



  Grundsätzlich steht nichts im Wege, eine       asynchronisierte    Synchronmaschine und einen       asynchronisierten        Synchron-Synchron-Um-          former    dieser Art beliebig lange schlüpfen  zu lassen, wenn die Beeinflussung des<B>Re-</B>  glers durch irgend eine der oben     erwällnien     Betriebsgrössen dies erforderlich machen  sollte.

      Man kann dem Regler aber auch die     Auf-          ,gabe,    die     Maschineschlüpfen    zu lassen, ganz  oder teilweise     abnehmen,-indem-man        das    Re  gulierorgan zur Verdrehung des     Erregeriel-          des    (beispielsweise Spannungsteiler<B>5</B> in       Abb.    2) zeitweise oder dauernd von     c-iner     Welle antreibt, deren Drehzahl dem Schlupf  oder der     Schlupffrequenz    genau oder annä  hernd proportional ist.

       Hierdureli    wird der  Bau des Reglers vereinfacht und     erleichti#rt,     da die Anforderungen an seine     Regulierge-          sellwindigkeit    gemindert werden und unter  Umständen der Hub des Reglers nicht endlos  zu sein braucht.

   Um sich die mit dem  Schlupf oder mit der     Schlupffrequenz    um  laufende Welle zu beschaffen, kann man sich  verschiedener     inechanischer    oder elektrischer  Hilfsmittel bedienen: beispielsweise eines       Synchron-Asynchron-    oder synchronisierten       Asynchronmotors    mit oder ohne Erregung,  der von einer Spannung der     Schlupffrequenz     (also beispielsweise von den Schleifringen  der Hauptmaschine<B>1</B> oder von den Bürsten  einer der Erregermaschinen oder des Regu  lierwiderstandes oder von einem entsprechend    angetriebenen     Frequenzwandler)    gespeist  wird, oder ferner eines Differentialgetriebes,

    dessen eine Antriebswelle von der     Hauptma-          schinenwelle    und dessen andere Antriebswelle  von einer genau oder annähernd synchron  mit dem Netz umlaufenden Motor angetrie  ben wird. Die mit dem     Schlupf    oder der       Schlupffrequenz    umlaufende Welle kann bei  spielsweise auf den Widerstand des     Regulier-          organes    zur Verdrehung des Erregerfeldes  arbeiten, während der Regler wie früher be  schrieben (vergleiche     Abb.    2)

   auf das Arm  kreuz dieses Regulierorganes einwirkt und  damit trotz des Umlaufens des     Regulieror-          ganes    seinen     Einfluss    auf die Winkellage des  fiktiven Erregerfeldes behält. Die     Anord-          nuno,    kann aber auch umgekehrt sein. Fer  ner kann die mit dem Schlupf oder der       Schlupffrequenz    umlaufende Welle auch auf  ein Differentialgetriebe arbeiten, dessen  zweite Antriebswelle von dem Regler ver  dreht wird und dessen Antriebswelle das  Regulierorgan verstellt, so     dass    wieder die  von der Welle und dem Regler herrühren  den Bewegungen sich überlagern.

   Weiterhin  sind auch Anordnungen denkbar, bei denen  der Regler seine Einwirkung durch Verdre  hen des Ständers der erwähnten synchronen  oder asynchronen Antriebsmotoren mit       Schlupfdrehzahl    ausübt. Auf die mit dem  Schlupf oder der     Schlupffrequenz        umlau-          ènde    Welle kann man vorübergehend oder  dauernd Bremsen arbeiten lassen, um die  Welle festzuhalten, wenn kein Moment auf  sie einwirkt. Diese Bremsen können von  einem Steuerorgan in Abhängigkeit von  irgend einer Betriebsgrösse, beispielsweise  von dem Regler, gelüftet oder eingelegt wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Anordnung für die Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und,Synchron-Syn- ehron-Umformern, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilung der Erregerströme in den mehrphasig ausgebildeten Erregerwicklungen von einem selbsttätigen, von einer beliebigen Betriebsgrösse abhängigen, auf Regulieror- gane arbeitenden Regler derart gesteuert wird, dass das fiktive Erregerfeld seine Win kellage zur Erregerwicklung und bei Syn- chron-Sync'hron-Umformern damit auch zu den Vektoren der beiden Netze ändert,
    wo durch die Leistung der Synchronmaschinen und der Synchron-Synchron-Umformer ge steuert wird. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Anordnung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Regulier organe zum Verdrehen des Erregerfeldes so ausgebildet sind, dass die Verdreliung nach beiden Richtungen endlos fortgesetzt werden kann. 2.
    Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der durch Asynchronismus der Syn chronmaschine oder des Synchron-Syn- ehron-Umformers bedingte Schlupf und die Verdrehung des Regulierorganes von einer mit dem Schlupf oder mit der Schlupffrequenz umlaufenden Welle allein oder zusammen mit dem Regler hervorge bracht wird und dass sich die vom Regler einerseits und von dieser Welle anderseits herrührenden tewegungen einander über lagern.
    <B>3.</B> Anordnung nach Patentanspruch und Un- teranspruc'h <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierorgane (4 und<B>5)</B> in den Errege-rkr-eisen der Synchronmaschille oder deg Synchro#n-Synchron-,TTinfor- iners so abgestuft und zwangläuficy <B>so</B> miteinander verbunden werden, dass bei Verdrehung des fiktiven Erregerfeldes seine Grösse nicht oder nicht wesentlich geändert wird. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass durch einen selbsttätigen, von einer beliebigen Betriebsgrösse abhän gigen Regler<B>(11)</B> die Erregerströme in allen Phasen der Erregerwicklung (2,<B>3)</B> der Synchronmaschine<B>1</B> ohne nennens werte Änderung ihres gegenseitigen Grö ssenverhältnisses im gleichen Massstab ver grössert oder verkleinert werden.
CH155578D 1930-03-19 1931-03-11 Anordnung für die Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-Umformern. CH155578A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764005C (de) * 1935-07-10 1953-07-20 Aeg Verfahren zur Einregelung einer frei einstellbaren Leistungskennlinie von parallel arbeitenden Synchron-Synchron-Umformern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE764005C (de) * 1935-07-10 1953-07-20 Aeg Verfahren zur Einregelung einer frei einstellbaren Leistungskennlinie von parallel arbeitenden Synchron-Synchron-Umformern

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