CH155580A - Wechselstrom-Kollektormotor. - Google Patents

Wechselstrom-Kollektormotor.

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CH155580A
CH155580A CH155580DA CH155580A CH 155580 A CH155580 A CH 155580A CH 155580D A CH155580D A CH 155580DA CH 155580 A CH155580 A CH 155580A
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CH
Switzerland
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collector
armature
winding
collectors
coils
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Inventor
Leischner Georg
Kuhlmann K Dr Prof
Schenk Fritz
Original Assignee
Leischner Georg
Kuhlmann K Dr Prof
Schenk Fritz
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K27/00AC commutator motors or generators having mechanical commutator
    • H02K27/22AC commutator motors or generators having mechanical commutator having means for improving commutation, e.g. auxiliary fields, double windings, double brushes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description


  Wechselstrom-Kollektormotor.    Vorliegende Erfindung betrifft einen  Wechselstrom-Kollektormotor.  



  Bekanntlich haftet den     Wechselstrom-          Kollektormotoren,    gleich welcher Phasenzahl,  der Nachteil an, dass in den zu kommutieren  den Spulen der Wicklung eine     Transforma-          tions-E.    M. K. besteht, die unabhängig von  der Drehzahl stets die Frequenz des     Erreger-          bezw.    Netzstromes besitzt und besonders bei  hohen Strömen, also im Anlaufstadium der  Motoren, einen unzulässig hohen Wert an  nimmt. Diese Spannung, welche der Kürze  halber als Transformations-E. M. K. bezeich  net sei, erzeugt einen Strom, der sich un  mittelbar über die Bürsten schliesst. Dieser  schwächt das Hauptfeld und das Drehmo  ment und verursacht starkes Bürstenfeuern.

    Die einzige praktische Möglichkeit, diesen  mit hohen Verlusten verbundenen und die  Lebensdauer des Kollektors stark einschrän  kenden Übelstand zu beseitigen, bestand bis  her darin, dass man an Stelle der sonst üb  lichen Frequenz von 50 Per/sek. eine nied-    rigere, und zwar meistens von 162/3 Per/sek.  verwendete, was indessen schwere Genera  toren, Transformatoren und Motoren bedingte  und die gesamten Anlagekosten infolgedessen  vervielfachte.  



  Dieser Übelstand wird nun gemäss der Er  findung dadurch beseitigt, dass auf zwei axial  nebeneinander liegenden, getrennten Kollek  toren je ein Bürstenpaar pro Phase angeord  net ist, und zwischen je zwei Bürsten ent  gegengesetzter Polarität eine Sekundärwick  lung eines mit seiner Primärwicklung an das  Netz angeschlossenen Transformators ge  schaltet ist, wobei mindestens jede zweite La  melle jeden Kollektors mit einem Spulenende  der Ankerwicklung so verbunden ist, dass die  in Kommutation befindlichen Spulen durch  die Bürsten in Reihe geschaltet werden, so  dass sich ihre sogenannte Ruhespannungen  gegenseitig aufheben.  



  Zweckmässig ist die Ausführung derart,  dass beide Kollektoren zusammen die doppelte  Lamellenzahl der durch die Spulenzahl be-      dingten üblichen Anzahl haben und in bei  den Kollektoren nicht angeschlossene Blind  lamellen mit in gewöhnlicher Weise an die  Ankerwicklung angeschlossenen Wirklamel  len abwechseln.  



  Um insbesondere bei grösseren Leistungen  eine gute Ausnützung des Kollektors zu er  halten, kann aber auch, wenn man auf be  kannte Weise die Ankerwicklung in zwei  oder mehrere elektrisch voneinander ge  trennte, am Ankerumfang aber elektrisch  gleichliegende Zweige unterteilt, die Ausfüh  rung derart sein, dass jedem Ankerzweig ein  Kollektor zugeordnet ist, und die aufein  anderfolgenden Lamellen ein und desselben  Kollektors mit elektrisch gleich gelegenen  Spulenenden des zugeordneten Ankerzweiges  verbunden sind.  



  Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes sind in der Zeichnung  schematisch dargestellt.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist  A der Anker eines Einphasen-Kollektor  motors, welcher mit zwei Kollektoren K1  und K2 versehen ist. In beiden Kollektoren  wechseln an die Ankerspulen angeschlossenen  Wirkungslamellen mit gänzlich isolierten  Blindlamellen ab. Es sind im ganzen ent  sprechend den zwölf Ankerspulen auf den  Kollektoren zwölf Blind- und zwölf Wirk  lamellen vorhanden, und zwar sind die erste  ren durch gerade Zahlen von 2-24, die letz  teren mit ungeraden Zahlen von 1-23 be  zeichnet. Die Wirklamellen 2'-24 sind an die  Spulenenden der Ankerwicklung M ange  schlossen.  



  Auf der Lamelle 1 des Kollektors K1  liegt eine Bürste B1, welche über die Sekun  därwicklung S1 des am Netz- oder am Haupt  stromkreise liegenden Stromtransformators T  mit der auf Blindlamelle 18 des Kollektors  K2 aufliegenden Bürste B2 verbunden ist.  Analog ist die auf Blindlamelle 24 auflie  gende Bürste B3 über die Sekundärwicklung  S2 des Transformators T mit der Bürste B4  auf Wirklamelle 7 verbunden. Die Bürsten  B1 und B3 sind voneinander ebenso wie die    Bürsten B3 und B4 isoliert, können aber  natürlich auf dem gleichen Bürstenträger  sitzen.

   Die Primärwicklung P des Strom  transformators T kann nun in Reihe mit der  Stator-Feldwicklung, und, falls solche vor  handen, auch mit der Kompensationswick  lung zum Kompensieren der Ankerrückwir  kung und einer Wendepolwicklung gelegt  werden, und man hat so das Schema eines mit  dieser Einrichtung versehenen Hauptstrom  seriemotors.  



  Die Wirkungsweise dieser Ausführung ist  nun folgende  Von der Bürste B1 geht der Strom i'2  durch S1 nach B2, von wo er in der augen  blicklichen Kollektorlage aber nicht weiter  kann. Er ist also ganz unterbrochen und nur  die kinetische Energie des Ankers würde den  Anker in Drehung erhalten. Nimmt man  nun zunächst an, dass dies eintritt, so kommt  nach einer kleinen Drehung des Kollektors,  zum Beispiel im Uhrzeigersinne die Bürste B2  auf die Lamelle 17 von hier zu Punkt F der  Ankerwicklung, durchläuft diese zum Bei  spiel etwa mit
EMI0002.0000  
   auf dem untern Teile der  selben und kommt nach G und von hier auf       Bi    zurück.

   Die andere Hälfte von     i'2    mag die  obere Hälfte die Ankerwicklung durchlaufen  und kommt ebenfalls auf die Bürste     Bi,    wo  mit der Stromkreis geschlossen ist. Die  Bürste     B3    liegt jetzt zum Teil auch auf La  melle 28 auf. Der von ihr ausgehende Strom       i"2    fliesst durch 82 über     B4    zum Punkte H  der Ankerwicklung, teilt sich ebenfalls nach  oben und unten zum Punkte     K    der Anker  wicklung und nach     Ba    zurück. In den Spulen  zwischen<I>FH</I> und     GK    haben die Ströme
EMI0002.0010  
    und
EMI0002.0011  
   die entgegengesetzte Richtung und  heben sich auf. Die Spulen sind also strom  los.

   Da aber in ihnen die     Transformations-          E.    M. Kräfte noch ebenso wie im Stillstand  bestehen, so ist noch zu zeigen, dass diese sich  ebenfalls kompensieren. Sie mögen im be  trachteten Augenblicke die Richtungen     H-F     und     K-G    haben. Sie könnten sich zum Bei-      spiel von G nach B1 über S1 nach B2 und 17  nach F und von hier nach H ausbreiten, fin  den aber den Weg versperrt durch die     Trans-          formations-E.    M. K., welche gleich gross und  von gleicher Phase, aber verschiedener Rich  tung in dieser Spule induziert ist, das heisst  sie kompensieren sich in jedem Augenblicke  gegenseitig, auch sonst ist ihnen kein Weg  frei.

   Ihre ungünstigen Wirkungen sind ihnen  also genommen. Ein solcher Motor wird also  wohl im Lauf eine gute Kommutation zeigen,  dagegen im Stillstand unter Umständen nicht  anlaufen können, da der Anker je nach Kol  lektorstellung stromlos bleiben kann.  



  Dieser Mangel lässt sich beheben, wenn  man die Punkte a1 und a2 und e1 und e2  durch regelbare Widerstände w1 und w2  (oder Kapazitäten oder Induktanzen) mitein  ander zum Zwecke des Anlaufes überbrückt.  wodurch stets die Bürsten B1 und B3 bezw.  <I>B2</I> und B4 verbunden sind. Man könnte diese  Überbrückungseinrichtungen sogar als     An-          lasseinrichtungeu    ausbilden, die im Betriebe  ganz kurzgeschlossen werden könnten. Man  hätte damit wenigstens das Anlaufbürsten  feuer in einfacher Weise unter Kontrolle  bezw. Regulierung gestellt. Selbstverständ  lich liessen sich auch alle Blindlamellen mit  den zugehörigen Wirklamellen direkt am  Kollektor mit Widerständen verbinden. Zum  Beispiel 7 mit 18, 17 mit 6 etc.

   Die in ge  trennten Kollektoren untergebrachten 24 La  mellen könnten auch auf dem Umfange eines  einzigen nicht 12-, sondern 24teiligen Kol  lektors untergebracht werden. Indessen  könnte dies nur bei Motoren mit niederer  Drehzahl in Betracht kommen, da durch vor  liegende Ausbildung gerade bezweckt wird,  relativ wenig Lamellen zu verwenden und  
EMI0003.0004     
  
     Auch auf diesem Wege heben sich die induzierten E. M. Kräfte auf. Desgleichen auf dem Wege  
EMI0003.0005     
  
     die bei den bisherigen Wechselstrom-Kom  mutatormotoren infolge der grossen Kollek  tordurchmesser und infolgedessen hohen Um  fangsgeschwindigkeiten auftretenden grossen  Reibungsverluste zu vermeiden.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist  die Ankerwicklung in zwei elektrisch ge  trennte Teile M1 und M2 unterteilt, welche  elektrisch miteinander übereinstimmend auf  dem Anker angeordnet sind, und jedem  Ankerzweig ist je ein Kollektor K1 bezw. K2  zugeordnet.  



  Jeder der beiden Ankerzweige besitzt 24  Spulen 1-24 bezw. 1'-24'; die Kollektoren,  deren Lamellen axial nebeneinander angeord  net sind, haben je 24 Lamellen 1-24 bezw.  1'-24'. Zwischen den Bürsten B1 und B2,  B3 und B4, B5 und B6, B7 und B8 liegen  wieder die Sekundärwicklungen eines gemein  sam erregten Transformators oder Strom  wandlers T.

   Verfolgt man nun von der Bürste  B1 auf Lamelle 4' ausgehend die in Kurz  schluss befindlichen Spulen, so findet man  folgendes, wobei die eingezeichneten Pfeile  die momentanen Richtungen der induzierten       Transformatorspannungen    sind.     Von        Bi    fliesst  der Strom durch Spule 3 nach Bürste B3 und  durch die Sekundärspule     S34,    Bürste B4 auf  14', durch Spule 13. nach Bürste B2 und  durch Sie nach     Bi    zurück. Das Schema dieses  Umlaufes ist einfacher dargestellt:  
EMI0003.0011     
    Die Pfeile neben den Spulen 3 und 13  gehen die Richtungen der Transformator  spannungen in ihnen an, welche sich gegen  seitig aufheben.

   Ein anderer Stromweg ist  folgender      Wird nun bei der praktischen Ausfüh  rung der Wicklung dafür gesorgt, dass die  gleichzeitig zu kommutierenden Spulen auf  dem Anker an magnetisch ungefähr überein  stimmenden Stellen liegen, so ergibt sich  eine völlige Behebung der bisherigen Störun  gen in der Wechselstrom-Kommutation bei  Wechselstrom-Kollektormotoren, Was noch  an störenden Kommutationserscheinungen  übrig bleibt, überwiegt die Schwierigkeiten  bei Gleichstrommaschinen nicht und kann  durch Wendepole und Kompensation des  Ankerfeldes in bekannter Weise behoben  werden.  



  Pro Ankerstromkreis sind vier Bürsten er  forderlich. Der totale Bürstenquerschnitt ist  aber nicht grösser als bei gewöhnlichen Mo  toren, da der gesamte Strom derselbe ist, und  diese vier Bürsten nur je 1/4 des Gesamt  stromes führen.  



  Es ist klar, dass die Anordnung bei belie  biger Phasenzahl anwendbar ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wechselstrom-Kollektormotor, dadurch gekennzeichnet, dass auf zwei axial nebenein ander liegenden, getrennten Kollektoren je ein Bürstenpaar pro Phase angeordnet ist, und zwischen je zwei Bürsten entgegenge setzter Polarität eine Sekundärwicklung eines mit seiner Primärwicklung an das Netz ange schlossenen Transformators geschaltet ist, wobei mindestens jede zweite Lamelle jeden Kollektors mit einem Spulenende der Anker wicklung so verbunden ist, dass die in Kom mutation befindlichen Spulen durch die Bür sten in Reihe geschaltet werden, so dass sich ihre sogenannte Ruhespannungen gegenseitig aufheben. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Wechselstrom-Kollektormotor gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kollektoren zusammen die doppelte Lamellenzahl der durch die Spulenzahl be dingten üblichen Anzahl haben und in beiden Kollektoren nicht angeschlossene Blindlamellen mit in gewöhnlicher Weise an die Ankerwicklung angeschlossenen Wirklamellen abwechseln. 2. Wechselstrom-Kollektormotor gemäss Pa tentanspruch, mit in mindestens zwei elek trisch voneinander getrennte, am Anker umfang aber elektrisch gleichliegende Zweige geteilter Ankerwicklung, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Ankerzweig ein Kollektor zugeordnet ist, und die auf einanderfolgenden Lamellen ein und des selben Kollektors mit elektrisch gleich ge legenen Spulen-enden des zugeordneten An kerzweiges verbunden sind.
CH155580D 1931-05-13 1931-05-13 Wechselstrom-Kollektormotor. CH155580A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754648C (de) * 1940-06-01 1953-07-20 Siemens Schuckertwerke A G Einphasenkommutatormaschine
DE760152C (de) * 1940-03-08 1954-03-08 Siemens Schuckertwerke A G Wechselstromkommutatormotor, insbesondere Reihenschlussmotor, fuer hoehere Frequenzen mit einer zweigaengigen Parallel- oder Schleifenwicklung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE760152C (de) * 1940-03-08 1954-03-08 Siemens Schuckertwerke A G Wechselstromkommutatormotor, insbesondere Reihenschlussmotor, fuer hoehere Frequenzen mit einer zweigaengigen Parallel- oder Schleifenwicklung
DE754648C (de) * 1940-06-01 1953-07-20 Siemens Schuckertwerke A G Einphasenkommutatormaschine

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