CH155610A - Verfahren zur Steuerung von Lichtbogengleichrichtern. - Google Patents

Verfahren zur Steuerung von Lichtbogengleichrichtern.

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CH155610A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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      Yerfa.hren    zur Steuerung von     Lichtbogengleichrichtern.       Die Erfindung beruht auf der     bekannten     Erscheinung, dass das     Zünden    eines Licht  bogens von einer betriebsbereiten Lichtbogen  kathode, die entweder künstlich bis zur Elek  tronenemission erhitzt oder durch einen  Hilfslichtbogen erregt ist, zu einer auf be  liebig hohem     positivem    Potential befindlichen  Anode durch Anlegen einer genügend nega  tiven Spannung an ein zwischen beiden Elek  troden angeordnetes Gitter verhindert     werden     kann, und dass ein bereits gezündeter Licht  bogen,

   der durch das Gitter     hindurch    zu der  besagten Anode     hin    brennt, durch eine wei  tere,     Spannungsänderung    des     Gitters    nicht  mehr merklich beeinflusst werden oder gar  gelöscht werden kann.

   Diese     Erscheinung    ist  der Ausbildung von gewissen, zum Steuern  oder Schalten geeigneten     Lichtbogengleich-          richtern    zugrunde gelegt, die in neuerer Zeit  unter dem Namen     "Stromtor"    bekannt ge  worden     sind.       Der von einem mit. entsprechenden Steuer  organen ausgerüsteten     Lichtbogengleichrich-          ter,    der auch aus mehreren Gefässen mit be  liebiger Anodenzahl zusammengestellt sein  kann, abgegebene Gleichstrom wird dadurch  herabgesetzt, dass man den Zeitpunkt des       Zündens    jeder Anode durch geeignete Steuer  spannungen in der gewünschten Weise ver  zögert.

   Dadurch wird die Brennzeit jedes  einzelnen Anodenlichtbogens vermindert und  zugleich auch die Stromstärke des gesamten  von dem betreffenden Gefäss abgegebenen  Gleichstromes. Die bekannteste Methode zur  Durchführung dieses     Prinzipes    besteht darin,  dass den Steuerorganen eine bestimmte     Wech-          selstromspannung    erteilt wird, deren Phase  in bezug auf die Phase der zugehörigen Ano  den verändert werden kann.

   Dann kann der  Zeitpunkt der Zündung einer jeden Anode  innerhalb desjenigen     Intervalles,    in dem sie  eine positive     Spannung    von mindestens dem           Lichtbogengefälle    gegenüber der zugehörigen  Kathode besitzt, willkürlich eingestellt oder  verschoben werden.  



  Auch ein weiteres Verfahren zur Beein  flussung des     Zündzeitpunktes    kann als be  kannt vorausgesetzt werden, nämlich die  Veränderung des Effektivwertes der an die  Steuerorgane gelegten     Wechselstromspan-          nung,    deren Phasenwinkel gegen die Span  nung der     Anoden    an sich unverändert blei  ben kann. Bei     Verminderung    des Effektiv  wertes der Steuerspannung, zum Beispiel  wird der Zeitpunkt, in dem das einzelne Git  ter dem Lichtbogen zu der zugehörigen  Anode     Durchlass    gewährt, verzögert und die  Stromabgabe des     Lichtbogengleichrichters     hierdurch verkleinert.  



  Diese beiden bekannten Verfahren besit  zen jedoch noch die Mängel, dass sie in ihrer  praktischen     Durchbildung    verhältnismässig  teure     Apparate    erfordern und eine gewisse  Trägheit der Regulierung bedingen, die nur  durch kompliziertere Zusatzeinrichtungen       vermieden    werden kann. Der gesteuerte  Lichtbogen selbst ist bekanntlich     trägheitslos,     so dass die Regulierung des vom Gleichrichter  gelieferten Stromes theoretisch höchstens  eine so lange Zeit erfordern würde, wie zwi  schen den     Zündmomenten    zweier zeitlich  aufeinander folgender Anodenlichtbögen  liegt, nämlich
EMI0002.0014  
   sec, wenn f die Frequenz  und p die Phasenzahl des betreffenden  Gleichrichters bedeutet.

   Nun wird diese im  allgemeinen sehr kleine Zeitspanne jedoch  in der praktischen Ausführung nach den ge  nannten beiden Methoden noch vergrössert  durch die Eigenzeit der die Spannung der  Steuerorgane beeinflussenden Einrichtungen.  Als solche kommen in erster Linie in     Be-          trächt    die verhältnismässig teuren Drehtrans  formatoren oder andere entsprechend wir  kende Induktionsregler, die mechanisch be  wegt werden müssen und daher eine erheb  liche Verzögerung des     Regelvorganges    be  dingen.

   Als weitere     Einrichiizngen    hierfür  kommen Drosselspulen mit veränderlicher In-         duktivität    oder Kondensatoren     mit    veränder  licher Kapazität in Frage, die auch vorwie  gend durch mechanische Bewegungen betätigt       -werden    und in ebenso grosser Zahl vorhanden  sein müssen, wie der Gleichrichter Phasen  besitzt.

   Auch eine Änderung der     Induktivi-          tät    von Drosselspulen auf rein elektrischem  Wege, wie zum Beispiel durch Anwendung  einer     Gleichstrom-Vorsättigung    der Magnet  kerne, würde nur die magnetische     Trägheit     an Stelle der mechanischen setzen,     und    man  wäre letzten Endes auf die Zuhilfenahme  einer grösseren Zahl von Elektronen     (Verstär-          ker)-Röhren    angewiesen, die man jeder mit  einer Sekundärwicklung zu versehenden  Drosselspule etwa paarweise zuordnen     müsste.     



  Erfindungsgemäss erhält bei der Steue  rung von     Lichtbogengl.eichrichtern    mit an die  Steuerkörper gelegten     Wechselstromspannun-          gen,    deren Spannungsphase gegenüber der  jenigen der zugehörigen     Gleichrichteranoden     um einen konstanten Winkel nacheilt, die  die     Steuerkörper    speisende Wechselstrom  quelle eine veränderliche     Gleichstrom-Vor-          spannung    in bezug auf die Gleichrichter  kathode.  



  Ein Ausführungsbeispiel der vorliegen  den Erfindung zeigt das Schaltschema       (Fig.    1). Ein dreiphasiger     Quecksilberdampf-          glasgleichrichter    a ist an die Sekundärklem  men eines Transformators b angeschlossen  und liefert Gleichstrom zu den Verbraucher  klemmen c.

   Die Anodenarme des Gleichrich  ters sind umhüllt von ringförmigen Metall  belägen     d:,        d2,        d3,    die     mittelst    eines ebenfalls  dreiphasigen Transformators e mit den Ano  denklemmen f 1, f<B><I>!!</I></B>,     f3    derart induktiv gekop  pelt sind, dass     d,    gegen<I>f 1,</I>     d2    gegen<I>f 2</I> und       d,    gegen f 3 dauernd eine den besonderen Be  dingungen der Steuerung angepasste unver  änderliche     Phasennacheilung    der Spannung  aufweist. Zu diesem Zweck sind die Primär  wicklungen des Transformators e in geeig  neter Weise verkettet.

   Der sekundäre Stern  punkt von e ist mit einer     Spannungsteiler-          klemme   <I>g</I> eines Widerstandes     h        verbunden,     der parallel zu einer Batterie i geschaltet ist.      Eine Zwischenklemme dieser Batterie ist mit  der Kathodenklemme<I>k</I> des Gleichrichters<I>a</I>  verbunden. Stattdessen kann die Batterie i  auch, wie gestrichelt angedeutet ist, in Reihe  mit einer weiteren Batterie     l    geschaltet wer  den,     die    bei m     mit    dem Minuspol der Gleich  richteranlage verbunden ist, um eine kon  stante     Vergleichsspannung    für die bei c herr  schende zu gewinnen.

   Wenn dann aus  irgend einem Grunde die Spannung bei c  sinkt, steigt gleichzeitig die     Vorspannung    der  Beläge, wodurch eine Erhöhung der Strom  abgabe, also eine     automatische    Nachregulie  rung der     Gleichrichterspannung    erfolgt.  



  Der zeitliche Verlauf der     Spannungen     zum Beispiel an den Klemmen     f,    und     dl     relativ     zur        Spannung    der     Klemme        k          ist    in     Fig.    2     wiedergegeben,    für den  Fall, dass g I auf positives,     II    auf glei  ches,     III    auf negatives Potential in bezug  auf k gebracht ist. Die zugehörigen Span  nungskurven sind entsprechend den Klem  men in     Fig.    1 mit D und G bezeichnet.

   Die  ausgezogenen, für die Fälle I,     II    und     III     geltenden Linien     D,.    lassen erkennen,     wie    die       sinusförmige    Spannung an dem Belag     dl     durch Wahl verschiedener     Gleichstromvor-          spannungen    in vertikaler Richtung zur  Achse, also ohne Phasenänderung verschoben  werden.

   Der Betrag der     Vorspannung    ist  zugleich aus dem Abstand der strichpunktier  ten     Achsenlinien    G von der festen Achse     g,     dem als Bezugswert dienenden Kathoden  potential, zu     entnehmen.    Die     Spannung    an  der zugehörigen Anode     f,    ist gestrichelt bei       F1    eingetragen, deren vollständiger Verlauf  durch die Zeit des Eintrittes der Lichtbogen  zündung beeinflusst wird.

   Die zur Einleitung  der Zündung ausreichende     .Spannung    hat das  Gitter an den mit Z I     bezw.    Z     II        bezw.    Z     III     bezeichneten     Zeitpunkten    erreicht. Gleich  zeitig f     ällt    die Anodenspannung     F1    von  ihrem bereits erreichten positiven Spannungs  wert auf den meist relativ kleinen Betrag der       Lichtbogenspannung    E im Gleichrichter, der  bis zum Erlöschen der Anode im Punkte L  bestehen bleibt.

   Mit der Abnahme der     Brenn-          zeit,    die gekennzeichnet ist durch die Ab-    stände Z I L, Z     II   <I>L</I> und Z     III   <I>L,</I> fällt auch  die vom Gleichrichter abgegebene Strom  stärke, und zwar kontinuierlich, wenn der  Spannungsteiler     da    der     Fig.    1 eine konti  nuierliche Veränderung der     Vorspannung     erlaubt.  



  Eine weitere Ausführungsform ist in der       Schaltung        (Fig.        ä)        wiedergegeben,    die in den  Grundzügen derjenigen der     Fig.    1 ähnelt und  in übereinstimmenden Teilen die gleichen       Bezeichnungen    enthält.

   Unterschiede liegen  jedoch darin, dass an Stelle der äussern Be  läge     dl,        d,        d3    die innern Gitter     )z,,        rz=,        >zs     eingesetzt sind, und dass parallel zu diesen  Gittern die Anoden eines Hilfsgleichrichters  o geschaltet sind, der beispielsweise mit einer  Glühkathode p     versehen    ist. Der Hilfsgleich  richter hat als einzige Belastung einen     ohm-          schen    Widerstand q.

   Die     Spannungsteiler-          klemme    von q ist mit der     Spannungsteiler-          klemme    eines weiteren     ohmschen    Widerstan  des r verbunden, der parallel zum Verbrau  cher c an den Klemmen     na    und k des Haupt  gleichrichters liegt.

   Durch beide     Spannungs-          teiler    erhalten die Gitter     n1,        n2,        n3    eine nega  tive     Gleichstromvorspannung,    so dass im all  gemeinen entweder der     Spannungsteiler    r  oder der     Hilfsgleichrichter    o mit dem Wider  stand q entbehrlich     ist,    wenn bei genügend  grossem     Anodendurchgriff    eine positive       Gleichstromvorspannung    nicht benötigt wird.

    Dabei muss allerdings berücksichtigt werden,  dass sich die Spannung am Spannungsteiler r  bei der     Steuerung    des Hauptgleichrichters a  ändert und damit auch die     negative        Vorspan-          nung    an den Gittern     n1,        n_,        k221.    Daher wird  die Steuerung mit dem     Spannungsteiler    r  allein nur in     begrenzten    Bereichen möglich  sein.

   An Stelle der Spannungsteiler (beson  ders -von h in     Fig.    1) lassen sich auch in  an sich bekannter Weise automatisch betä  tigte Regeleinrichtungen anordnen, die zum  Beispiel mit geringer Verzögerung     intermit-          tierend    wirken (Zitterrelais) oder ohne eigene  Verzögerung kontinuierlich arbeiten     (Ver-          stärkerröhren).     



  Die vorliegende     Erfindung    bringt also  eine beträchtliche Vereinfachung der Regix-           liereinrichtung    des den Steuerorganen zuzu  führenden Wechselstromes. Sie vermeidet  alle Regelungen der Phasenlage und der Pha  senspannungen dieses     Wechselstromes    und  bewirkt<B>jede</B> gewünschte Änderung des     Zünd-          momentes    der Anodenlichtbögen durch Zu  hilfenahme einer regelbaren Gleichstrom-         spannung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Steuerung von Lichtbogen gleichrichtern mit an die Steuerkörper geleg ten Wechselstromspannungen, deren Span nungsphase gegenüber derjenigen der zuge hörigen Gleichrichteranoden um einen kon stanten Winkel nacheilt, dadurch gekenn zeichnet, dass die die Steuerkörper spei sende Wechselstromquelle eine veränderliche Gleichstrom-Vorspannung in bezug auf die Gleichrichterkathode erhält. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren zur Steuerung nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die variable Gleichstrom-Vorspan- nung durch Spannungsteilung der von dem Gleichrichter selbst abgegebenen Gleichstromspannung entnommen wird. 2. Verfahren zur Steuerung nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Gittern zu erteilenden Span nungen dem Stromkreise eines Hilfsgleich richters entnommen werden. Verfahren zur Steuerung nach dem Pa tentanspruch und Unteranspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der Wechselstromquelle zugeführte Gleich strom-Vorspannung selbsttätig geregelt wird. 4.
    Verfahren zur Steuerung nach dem Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die der Wech- selstromquelle zugeführte Gleichstrom- Vorspannung durch Kombination von konstanten Gleichstrom-Vergleicbsspan- nungsquellen mit Relais- und Verstärker =röhren geregelt wird.
CH155610D 1930-07-26 1931-05-15 Verfahren zur Steuerung von Lichtbogengleichrichtern. CH155610A (de)

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