CH155619A - Einrichtung zur Behandlung von Lebewesen im Kondensatorfeld. - Google Patents

Einrichtung zur Behandlung von Lebewesen im Kondensatorfeld.

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CH155619A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Einrichtung zur Behandlung -von Lebewesen im     Kondensatorfeld.       Die Behandlung von Lebewesen im     Kon-          densatorfeld    mit kurzwelligen elektrischen  Schwingungen zwecks Erzielung von erwünsch  ten Veränderungen im Gewebeaufbau, sei es  in förderndem, sei es in zerstörendem Sinne,  bietet manche wichtigen Vorteile. Wenn man  das ganze Lebewesen, zum Beispiel ein Tier,  in irgend einem Sinne beeinflussen will, so  bieten sich hier keine Schwierigkeiten, wenn  nur durch die Grösse der     Elektrodenflächen     das zu behandelnde Gebilde überragt wird.  In diesem Falle ist eine Gleichmässigkeit der  Wirkung ohne weiteres gewährleistet.  



  Besondere Schwierigkeiten ergeben sich  aber dann, wenn man nur einzelne Teile  eines Lebewesens der Wirkung des     kurzm     welligen elektrischen Feldes aussetzen will.  Diese Forderung wird wahrscheinlich immer  dann eine besonders grosse Rolle spielen,  wenn man die Zerstörungen nur eines kleinen  Teiles in dem zu behandelnden Organismus  erreichen<B>.</B> will, In diesem Falle     muss    der    übrige Körper, insbesondere die durch ihre  Beschaffenheit oder Lage besonders empfind  lichen Organe, zum Beispiel spitze Organge  bilde, aber auch die nähere Umgebung des  zu zerstörenden Gebildes, weitestgehend ge  schützt werden.  



  In     Fig.   <B>1</B> sind<B>1</B> und 2 die     Kondensator-          platten,    welche an einem Generator<B>3</B> höchster  Frequenz liegen. Die Hauptzahl der Kraft  linien trifft die gestrichelt gezeichnete Stelle 4  des Körpers<B>5.</B> Ein Teil der Kraftlinien geht  aber nicht direkt zwischen den     Kondensator-          platten    über, sondern trifft auch andere Teile  des Körpers, zum Beispiel eine kleine Stelle<B>6,</B>  welche besonders empfindlich sein kann gegen       Hochfrequerizbehandlung,

      und die daher in  irgend einer Weise gegen die Hochfrequenz  geschützt werden     muss.    Dieser Schutz     muss          zweekmässigerweise    so erfolgen,     dass    dabei  die Intensität der Wirkung auf das zu zer  störende Gebilde selbst nicht     allzusehr    beein  trächtigt wird, da insbesondere bei kurzen      Wellen nicht beliebige Energiemengen zur  Verfügung stehen, und zur Erreichung der  gewünschten Zerstörungswirkungen grosse In  tensitäten notwendig sind.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine Ein  richtung, die es ermöglicht, durch Einengung  des wirksamen Querschnittes des     Kondensa-          torfeldes    dessen Wirkung auf einzelne Teile  des zu behandelnden Organismus zu beschrän  ken. Hierzu sind erfindungsgemäss metallische  Schirme zur Abschirmung einzelner Teile des  zwischen den     Kondensatorplatten    auftretenden  Feldes vorgesehen. Die     Abschirmmittel    kön  nen aus Metallplatten oder Metallnetzen oder  leitenden Fenstern bestehen, die<B>je</B> eine<B>Öff-</B>  nung besitzen, die zweckmässig     ewas    grösser  als die Behandlungselektrode ist. Dadurch  wir das Feld noch mehr<B>-</B> eingeengt, als es  der Grösse des Loches entspricht.

   Die Metall  platten oder Metallnetze oder leitenden Fenster  werden     zweckmässigerweise    miteinander ver  bunden, so     dass    die äusseren Kraftlinien des  zwischen den beiden     Elektrodenplatten    be  stehenden elektrischen Feldes ihren Weg nicht  durch den     zu'behandeliiden'    Körper, sondern  durch das besser leitende und näher gelegene  Metall nehmen. Dadurch wird     ei-reicht,        dass     ein elektrisches Feld von gewünschter Natur  -entsteht und zur Beeinflussung kleiner Gebilde  im zu behandelnden Organismus verwendet  werden kann, ohne dabei das umliegende  Gewebe oder besonders exponierte Organe  des Körpers zu schädigen.

   Durch Variationen  ,das Abstandes der Platten oder Netze kann  man diese als zusätzliche Kapazitäten zur  Abstimmung des Patientenkreises auf die       Generatorfrequenz    mit verwenden.  



  <B>-</B> Die     Fig.    2 zeigt schematisch eine Anord  nung gemäss der Erfindung.<B>1</B> und 2 sind  zwei     Kondensatorplatten,    welche mit einem  Kurzwellengenerator<B>8</B> verbunden sind. Die  zu behandelnde Stelle 4 befindet sich     zwi-          echen    den beiden     Kondensatorplatten    und  wird von der Hauptzahl der Feldlinien ge-    troffen. Die     Kondensatorplatten    werden von  Schutzplatten beziehungsweise Schutzringen  <B>5</B>     und   <B>6</B> umgeben, so     dass    die seitlichen  Kraftlinien in der Hauptsache zu diesen  Schirmplatten oder Netzen übergehen.

   Die  Platten selbst werden durch mehrere mög  lichst kurze Verbindungen<B>7</B> und<B>8</B> unterein  ander verbunden, so     dass    sich zwischen den  Platten kein Feld ausbilden kann. Selbstver  ständlich kann der Abstand der Schutzplat  ten und die Fenstergrösse in den Platten  weitgehend veränderbar sein, so     dass    man  beliebige     Abschirmwirkungen    und beliebige  Beeinflussungen des zwischen den     Konden-          satorplatten   <B>1</B> und 2 entstehenden Feldes  bewirken und dadurch wirksame Felder ver  schiedenen grossen Querschnittes erzielen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Einrichtung zur BehandlUDg von Lebe wesen im Kondensatorfeld kurzwelliger elek trischer Schwingungen, dadurch gekennzeich net, dass metallische Schirme zur Abschirmung einzelner Teile des zwischen den Kondensa- torplatten auftretenden Feldes vorgesehen sind. UNTTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmmittel einstellbar sind, derart, dass die Grösse des Querschnittes des wirksamen Feldes verändert werden kann. 2.
    Einrichtung nach Pateiltanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallschirme miteinander verbunden sind. <B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Schirme voneinander verändert werden kann.
CH155619D 1930-03-19 1931-03-14 Einrichtung zur Behandlung von Lebewesen im Kondensatorfeld. CH155619A (de)

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