CH155852A - Uberholungskupplung mit Abweiseklauen. - Google Patents

Uberholungskupplung mit Abweiseklauen.

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CH155852A
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Aktiengesellscha Zahnradfabrik
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Aktiengesellscha Zahnradfabrik
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Description


      Überholiingskupplung    mit     Abweiseklauen.       Die Erfindung bezieht sich auf Über  holungskupplungen, die mit Klauen in sol  cher Weise ausgerüstet sind, dass bei einem  bestimmten Geschwindigkeitsverhältnis der  zum Eingriff kommenden Hälften diese so  lange voneinander abgewiesen werden, bis sie  ungefähre Gleichheit in der Umdrehungsge  schwindigkeit erreicht     haben        bezw.    bis die  zuerst langsamere Hälfte beginnt, die zuerst  schnellere zu überholen. Man verwendet da  für     Klauenkupplungen,    bei denen die Stirn  flächen der Klauen abgeschrägt sind.

   Wegen  dieser     Abschrägungen    kann eine Überholung  nur dann stattfinden, wenn eine der beiden  Kupplungshälften, und zwar die vorher be  stimmte, beim     Aneinanderbringen,    also beim  Kuppeln, schneller läuft als die zweite.  Läuft diese zweite schneller als die erste, so  erfolgt nicht das gewünschte Abweisen bei  der Berührung, sondern die beiden Hälften  gelangen ruckweise zum Eingriff, was ver  mieden werden soll.

      Hier verbessert nun die Erfindung da  durch, dass sie ein Mittel angibt, durch das  es möglich wird, auf alle Fälle beim Kup  peln zunächst ein Abweisen der Kupplungs  hälften zu erreichen, und zwar solange, bis  die vorher langsamere Kupplungshälfte be  ginnt, die schnellere zu werden, unabhängig  von der ursprünglich obwaltenden     relativen          Drehrichtung,der        Hauptkupplungshälften    zu  einander.

   Dies wird erfindungsgemäss da  durch erreicht, dass zwischen den     Hauptkupp-          lungshälften    ein loses, beiderseits mit Ab  weiseklauen versehenes Zwischenstück ange  ordnet ist, das beim     Aneinanderdrücken    der       Hauptkupplungshälften    mit der einen oder  der andern von ihnen sofort     mitgenommen          wird.       In der Zeichnung sind im wesentlichen  zwei Lösungsarten der Erfindung dargestellt.  



       Fig.    1 bis 4 umfasst die eine Lösungs  art, und zwar in zwei Ausführungsformen.      Die eine Ausführungsform erscheint in       Fig.    1, 2 und 3 in Seitenansicht, in drei ver  schiedenen Stellungen;       Fig.    4 zeigt die zweite Ausführungsform  in der Ruhestellung, das heisst bei ausgerück  ten Kupplungsteilen.  



  Bei beiden Ausführungsformen sind die       Abweiseklauen    der einen     Hauptkupplungs-          hälfte    im umgekehrten Sinne abgeschrägt wie  die der andern     Hauptkupplungshälfte.    Das  Zwischenstück hat an seinen beiden Enden  ebenfalls im umgekehrten Sinne abgeschrägte       Klauenzähne,    aber die einander zugekehrten       Abweiseklauen    der Hauptkupplung und des       Zwischenstückes    sind im gleichen Sinne ab  geschrägt.  



  Es sind nun Mittel vorgesehen, die beim  Ausrücken der Hauptkupplung auch das  Ausrücken des Zwischenstückes und dessen  vollständige Freigabe bewirken. Es kann  dies zum Beispiel dadurch geschehen, dass  beim Entkuppeln das Herausziehen des Zwi  schenstückes aus der stehenbleibenden Haupt  kupplungshälfte durch Federkraft bewirkt       wird,    oder es kann auch dann erreicht wer  den, wenn die Ausbildung so getroffen wird,  dass beim Kuppeln das Zwischenstück  federnd mitgenommen wird.  



  Bei beiden Ausführungsformen stellt 1  die treibende Welle und 2 die getriebene  Welle dar. Beide Wellen sind in üblicher  Weise     aneinanderstossend    und durch einen       Lagerzapfen    1  ineinander gesteckt, derart,  dass sich die eine Welle unabhängig von der  andern drehen kann. Auf den Wellen befin  den sieh die     Hauptkupplungshälften    3 und  4, von denen die Kupplungshälfte 3 längs  verschiebbar, aber     mitdrehbar    auf. der trei  benden Welle 1 sitzt, während die Haupt  kupplungshälfte 4     mitdrehbar,    jedoch     unver-          schiebbar    auf die getriebene Welle 2 gekeilt  ist.

   Zwischen den     Hauptkupplungshälften     sitzt lose drehbar und verschiebbar gemein  sam auf beiden Wellen das Zwischenstück 5,  welches einerseits eine zur     Ilauptkupplungs-          hälfte    3 passende Hälfte 6 und anderseits  eine zur     Hauptkupplungshälfte    4 passende  Hälfte 7 bildet.

   Die Abbildungen lassen    erkennen, dass die     Abschrägungen    der Kupp  lungszähne bei der einen Hauptkupplung:     -          hälfte    und zugehörigen Kupplungshälfte des  Zwischenstückes in entgegengesetztem Sinne  verlaufen zu den     Abschrägungen    der andern       Hauptkupplungshälfte    und ihrer zugehörigen       Zwischenstück-Kupplungshälfte.     



  Bei der ersten Ausführungsform     erfasst     die     Schaltstangengabel    8 mit dem einen Teil  die     Hauptkupplungshälfte    3 und übergreift  mit dem andern Teil das Zwischenstück 5.  Unter Vermittlung eines verschiebbaren  Stützringes 9 ist auf das Zwischenstück 5  eine Druckfeder 10 unter     Vorspannung    ein  geschaltet. Diese Feder stützt sich einerseits  gegen den Ring 9 und anderseits gegen eine  Schulter der Kupplungshälfte 7.  



  Bei der in der Zeichnung angedeuteten  Drehrichtung der Wellen 1, 2     wird    bei der       Einrückbewegung    der     Schaltstangengabel    8  zunächst die     Hauptkupplungshälfte    3 mit der  Kupplungshälfte 6 des     Zwischenstückes    5 in  Eingriff gebracht, und zwar erfolgt dieses       Ineingriffbringen    in dem Augenblick, in wel  chem die Kupplungshälfte 7 des Zwischen  stückes 5 in die sogenannte     Abweisestellung     zur     Hauptkupplungshälfte    4 gebracht wurde.

    Diese     Abweisestellung,    wie sie in     Fig.    2 dar  gestellt ist, ist diejenige, bei welcher die  Kupplungshälfte 7 an der     Ilauptkupplungs-          hälfte    4     vo.rbeigleitet,    solange die Geschwin  digkeiten der Teile noch nicht einander an  geglichen sind. Sobald dieses Angleichen  erfolgt ist, kann auch das endgültige     Einrük-          ken    der Kupplungsteile erfolgen, das in       Fig.    3 zu     erkennen    ist.

   Bei umgekehrter  Drehrichtung der Wellen zueinander wird  das     Zwischenstück    5 von der     Ilauptkupp-          lungshälfte    4 sofort mitgenommen, sobald die  Einrückung beginnt, das heisst Gabel 8 nach       r        ee        'hts        bewect        ZD        wird,        während        die        Klauen   <B>6</B>  und 3 solange voneinander abgewiesen wer  den, bis die Welle 2 die Welle 1 überholt hat.  Bei der in     Fig.    4 dargestellten Ausfüh  rungsform ist eine einfache Schaltgabel 11  vorgesehen.

   Diese erfasst die     Ilauptkupp-          lungshälfte    3. Das Zwischenstück 5 ist hier      frei von der Schaltgabel. Eine Druckfeder  12 befindet sich zwischen einem Bund des  Zwischenstückes 5 einerseits und einem Bund  der     Hauptkupplungshälfte    4 anderseits. Die  Schulter 13 begrenzt die Bewegung des Zwi  schenstückes 5 nach links.  



  Die Wirkungsweise ist die gleiche wie  bei dem ersten Ausführungsbeispiel. Auch  hier gelangen die Kupplungsteile     in    der Ein  rückrichtung in der gleichen Reihenfolge in  Eingriff.  



  Die zweite Lösungsart der Erfindung ist  in     Fig.    5 bis 9 dargestellt. Sie umfasst ge  genüber der ersten Lösungsart das Verbes  serungsmerkmal, dass zum Kuppeln die Ver  schiebung in beiden Richtungen ausgenutzt  wird, indem zwei Getriebeteile als zu kup  pelnde Glieder vorhanden sind.  



  In den Abbildungen erscheint die -Kupp  lungseinrichtung in     Seitenansicht    in     ihren,     verschiedenen Stellungen, und zwar in An  wendung auf einer durchgehenden Welle  zwischen zwei lose auf dieser Welle angeord  neten Getriebeteilen (zum Beispiel Zahnrä  dern), von denen jeweils der eine oder der  andere mit der Welle zu kuppeln ist.  



       Fig.    5 zeigt eine untätige Zwischenstel  lung (Mittelstellung) der Kupplungseinrich  tung;       Fig.    6 zeigt die Stellung bei der Schal  tung im Sinne nach rechts, wobei die zur  rechten     Hauptkupplungshälfte    gerichteten  Kupplungszähne des Zwischenstückes gerade  von dem     Hauptkupplungsstück    noch abgewie  sen werden;       Fig.    7 zeigt die rechts eingerückte Stel  lung;       Fig.    8 zeigt die linke     Abweisestellung,     und       Fig.    9 die linke eingerückte Stellung.  Die durchgehende Welle ist mit 0, be  zeichnet.

   Auf ihr sitzen lose drehbar, jedoch  gegen     achsiale    Verschiebung gesichert die  Getrieberäder 1 und 2 mit den     Hauptkupp-          lungshälften    3 und 4. Der zwischen den Rä  dern befindliche Teil der durchgehenden       Welle    0 trägt die zum Schalten der Kupp  lung zu verschiebenden Kupplungsteile 5, 5'.    In der Mitte besitzt die Welle 0 mehrere  Keile 0' von geeigneter Länge und die Kupp  lungsteile 5, 5' sind je auf eine gewisse  Strecke ihrer Bohrung mit entsprechenden  Keilnuten versehen, so dass sie jeweils in der  einen oder andern Verschieberichtung einzeln  abwechselnd mit der Welle 0 gekuppelt. wer  den oder auf ihr lose laufen können.

   Die  Kupplungsteile besitzen an den den Haupt  kupplungshälften 3 und 4 zugekehrten     Ea-          den    die Kupplungshälften 6 und 7. Die  Schaltgabel 8 umfasst beide Teile 5, 5'. Diese  beiden Teile besitzen unter sich eine Kupp  lung     mit    den     innern    Kupplungshälften 16  und 17, die jeweils in und ausser Eingriff  gebracht werden können. In den untätigen       Zwischenstellungen    (hauptsächlich in der  Mittelstellung) sind die Kupplungshälften  1.6 und 17 ausser Eingriff, und zwar durch  die Wirkung der Feder 14, die unter Vor  spannung zwischen vorstehenden Kränzen  der Teile 5, 5' eingesetzt ist.

      Die in     Fig.    5 gezeigte Zwischenstellung  braucht für gewisse Verwendungsfälle der  Kupplungseinrichtung nicht als Ruhestellung  vorgesehen zu sein, sondern es ist unter Um  ständen vorteilhaft, dass das     Schalten    von der  einen in die andere     Endstellung    unter Ver  meidung einer mittleren Ruhestellung durch  geführt wird. Die Art der Schaltung ist  jedoch bei der vorliegenden Erfindung an  sich unwesentlich.  



  Bei der in der Zeichnung angedeuteten  Drehrichtung der Welle 0 werden bei der       Einrückbewegung    der Schaltgabel 8 im Sinne  nach rechts zunächst die Kupplungshälften  16 und 17 der Teile 5, 5' in Eingriff ge  bracht, und zwar erfolgt dieses     Ineingriff-          bringen    in dem Augenblick, in welchem die  Kupplungshälfte 7 in die sogenannte Ab  weisestellung zur     Hauptkupplungshälfte    4  gebracht wurde.

   Diese     Abweisestellung,        1,vie     sie in     Fig.    6 dargestellt ist, ist diejenige, 'bei  welcher die Kupplungshälfte 7 an der Haupt  kupplungshälfte 4     vorbeigleitet,    solange die  Geschwindigkeiten der Welle 0 einerseits und  des     Getrieberades    2 anderseits noch nicht ein-           ander    angeglichen sind. Sobald das Anglei  chen erfolgt ist, kann auch das endgültige  Einrücken der Kupplungsteile erfolgen, wel  ches in     Fig.    7 zu erkennen ist.

   Während  der Schaltung nach rechts ist der Teil 5 mit  seiner Kupplungshälfte 16 die     Hauptkupp-          lungshälfte    zur     Hauptkupplungshälfte    4.  



  Bei der Schaltung in der Richtung nach  links vollzieht sich der Vorgang ganz ähn  lich wie vorerwähnt, nur wirkt während der  Linksschaltung der Teil 5' mit seiner Hälfte  17 als     Hauptkupplungshälfte    zur     Haupt-          kupplungshälfte    3 des Getrieberades 1. Zu  nächst erfolgt der Eingriff von Hälfte 17  mit der Hälfte 16, sobald sich die Kupp  lungshälfte 6 gegenüber der Kupplungshälfte  3 des Getrieberades 1 in der     Abweisestellung     befindet     (Fig.    8). Nach erfolgter Anglei  chung der Geschwindigkeiten der Welle 0  einerseits und des Rades 1 anderseits voll  zieht sich der endgültige Eingriff der Kupp  lungshälften 3 und 6     (Fig.    9).  



  Gegenüber der Lösungsart nach     Fig.    1  bis 4 ist die Weiterbildung gemäss     Fig.    5  bis 9 eine erheblich vereinfachte Bauart, die  mit Vorteil in allen den Fällen anwendbar  ist, wo die wechselweise Kupplung von Ge  triebeteilen mehrerer Gruppen beabsichtigt  ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Überholungskupplung mit Abweise klauen, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen den Hauptkupplungshälften ein loses., beiderseits mit Abweiseklauen versehenes Zwischenstück angeordnet ist, das beim An- einanderdrücken der Hauptkupplungshälften mit der einen oder der andern von ihnen so fort mitgenommen wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Überholungskupplung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abweiseklauen der einen Hauptkupp- lungshälfte im umgekehrten Sinne abge schrägt sind wie die der andern Haupt kupplungshälfte. 2. Überholungskupplung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugekehrten Abweiseklauen der Hauptkupplung ' und des Zwischenstiik- kes im gleichen Sinne abgeschrägt sind.
    3. Überholungskupplung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mit tel vorgesehen sind, die beim Ausrüuken der Hauptkupplung auch das Ausrücken des Zwischenstückes und dessen vollstän dige Freigabe bewirken. 4. Überholungskupplung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung doppelseitig ausgebildet ist. 5. Überholungskupplung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl mit dem Schalten in dem einen als auch in dem andern Schiebesinn das Kuppeln eines Getriebeteils mit ein;m einzigen Triebwelle erfolgt.
    6. Überholungskupplung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei abwechselnd mit einer Triebwelle (0) zu kuppelnden Getriebe teilen (1, 2) zwei gemeinsam in dem einen und andern Schiebesinn bewegbare Kupplungsteile angeordnet sind, welche einzeln einerseits zu den ihnen zugewand ten Kupplungshälften der zu treibenden Getriebeteile passen und im übrigen unter sich kuppelbar sind, so, dass sie in dem einen oder andern Schiebesinn des Schaltens abwechselnd einzeln als Haupt kupplungsstück oder als Hilfskupplungs- stück (Zwischenstück) wirken.
    'l. Überholungskupplung nach Unteran sprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeich net, dass die verschiebbaren Kupplungs teile (5, 5') derart ausgebildet sind, da,ss sie auf ihrem Verschiebeweg einzeln ab wechselnd einmal mit ihrer Triebwelle gekuppelt werden und ein andermal lose auf ihr laufen können.
CH155852D 1930-07-21 1931-06-16 Uberholungskupplung mit Abweiseklauen. CH155852A (de)

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