CH155921A - Anordnung zur periodischen Zündung eines Metalldampflichtbogens, insbesondere eines Quecksilberdampflichtbogens. - Google Patents
Anordnung zur periodischen Zündung eines Metalldampflichtbogens, insbesondere eines Quecksilberdampflichtbogens.Info
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Description
Anordnung zur periodischen Zündung eines ll1etalldampflichtbogens, insbesondere eines Quecksilberdampflichtbogens. Ein Metalldampfventil, insbesondere ein Quecksilberdampfventil ist zur Verwendung als periodisch arbeitender Schalter geeignet. Es sind besondere Vorrichtungen nötig, die den Lichtbogen des Ventils periodisch zün den und löschen. Zum periodischen Zünden und Löschen eines Quecksilberdampflicht- bogens sind zwei verschiedene Methoden be kannt geworden.
Die eine Methode besteht darin, dass im gewünschten Zündungsmoment an eine besondere Zündelektrode, die in der Nähe des Quecksilbers befestigt ist, ein Spannungsstoss gelegt wird, welcher den Lichtbogen der Hauptanode zündet. Bei der zweiten Methode brennt stets ein Hilfslicht bogen. Das Einsetzen des Hauptlichtbogens wird durch den Spannungsverlauf des in der Entladungsbahn des Hauptlichtbogens zwi schen Anode und Kathode angeordneten ge steuerten Gitters bestimmt, indem der Licht bogen erst einsetzen kann, wenn die der Anode vorgelagerten Gitter ein bestimmtes Potential annehmen.
In den Anordnungen der zweiten Art ist stets ein Kathodenflecl: vorhanden, während er in den Anordnungen der ersten Art erst im Moment des Zündens durch die Zündelektrode entsteht und mit dem Löschen des Anodenstromes wieder ver schwindet.
Die Erfindung bezieht sich auf die erst: Zündungsart. Zur Verhütung von uner wünschten Rückzündungen und Nachzün dungen während der Sperrperiode wird die Entladungsbahn von der Anode zur Kathode bekanntlich gekrümmt; indem die Anodi-: gegenüber der Kathodenachse versetzt wird und meistens von einer Metallschutzhülle ur.i- geben ist. In der Entladungsbahn, insbeson- dere koaxial in der Anodenschutzhülse sind zu demselben Zweck gesteuerte oder au:h freie Gitter angebracht.
Die Zündung des Anodenstromes dur-",, die Stossspannung der Zündelektrode ist nur möglich, wenn die Gitter der Anode im Zünd- moment ein bestimmtes positives Potential relativ zur Kathode besitzen. Es ist aber be- obachtet worden, dass, trotzdem diese For derung erfüllt ist, die Zündung des Anoden stromes ausbleibt. Der Grund liegt in der zündungserschwerenden Schirmwirkung von Wänden, welche die gekrümmte Entladungs bahn bestimmen.
Erfindungsgegenstand ist ein Mittel zur Behebung dieser Störung. Erfindungsgemäss wird durch die Zündelektrode der Lichtbogen einer mit Wechselstrom betriebenen Hilfs anode gezündet, welche die Zündung des Lichtbogens der Hauptanode einleitet. Als Anwendungsbeispiel ist in der Fig. 1 die im Prinzip bekannte Schaltung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom gezeichnet.
Die Umformung der Gleichspannung der Stromquelle 28 in eine Wechselspannung von angenähert rechteckiger Kurvenform, kann bekanntlich dadurch erreicht werden, dass durch abwechslungsweises Zünden und Lö schen der Ventile 1'5 und 16 der negative Pol der Gleichstromquelle abwechslungsweise an das eine und an das andere Ende der Pri märwicklung des Transformators 24 gelegt wird, während der positive Pol über die In duktivität 25 mit dem Mittelpunkt der Wick lung verbunden ist. Durch das Zünden des Lichtbogens des einen Ventils wird automa,- tisch der Lichtbogen des andern durch einen Entladungsstoss des Kondensators 26 ge löscht. Die Sekundärseite des Transformators ist durch den Verbraucher 27 belastet.
Die Zündanordnung besteht aus der kapazitiven Zündelektrode, einem von Quarzglas 2 um gebenen Metallstab 1, der durch den Gefäss boden in die Kathode hineinragt und den Quecksilberspiegel durchstösst, aus der Fun kenstrecke 6, den ohmschen Widerständen 7 und 11, den Kondensatoren 14 und den Ven tilen -10. Die Wirkungsweise geht aus dem Schema hervor. Durch die Überschläge an den Funkenstrecken werden die die Zündung einleitenden Spannungsstösse an die Zünd- elektrode übertragen.
Der Erregertransformator 17 ist an der selben Wechselstromquelle 4, ein Drehstrom- netz, angeschlossen wie der Zündtransforma- tor 5, besitzt also auch die taktgebende Fre quenz. Die Sekundärseite des Erregertrans formators ist an den Enden über die Wider stände 19 mit den Erregeranoden 18 verbun den. Der Mittelpunkt der Wicklung ist mit der Kathode verbunden. Die Phase der Er regerspannung kann voreilend, in Phase oder nacheilend gegenüber der Spannung La dea Zündtransförmators verschoben sein.
We sentlich ist nur, dass der Erregerstrom 7e er lischt, bevor die Löschung des Stromes der Hauptanode durch die Zündung des andern Ventils eingeleitet wird. Würde der Erre gerstrom nach der Umladung des Löschkon densators erlöschen, das heisst nachdem die Anode bereits wieder positiv gegenüber der Kathode geworden ist, so würde sich die Hauptanode sofort wieder zünden; beide Ven tile würden gleichzeitig brennen, was einem. Kurzschluss der Gleichstromquelle und des Verbrauchers gleichkäme. Das Gitter ist im Beispiel über den Wi derstand 22 mit der Erregeranode verbunden. Das Gitter könnte natürlich auch fremdge steuert sein.
Durch Verschiebung der Phase der Gitterspannung gegenüber der Erreger spannung im nacheilenden Sinne könnte er reicht werden, dass die Zündung des Haupt anodenstromes später erfolgt als die Zün dung des Hilfslichtbogens.
Die Diagramme in Fig. 2 sollen die oben beschriebenen Vorgänge im Anwen dungsbeispiel (Fig. 1) näher erläutern. In Fig. 2a sind E"i und iJ,,2 die Zündspannun- @en an den kapazitiven Zündelektroden der Ventile 15 und 16. Fig. 2b zeigt die Erreger spannung und den Erregerstrom. Die Grösse des Erregerstromes im Moment des Zündens ist durch die im Erregerstromkreis befind lichen Ohmschen Widerstände bestimmt.
Fig. 2c stellt die Spannung zwischen Anode und Kathode dar. Während der Brennzeit des Ventils ist sie gleich dem Spannungs abfall des Lichtbogens. Im Moment des Lö schens sinkt sie infolge der Entladung des Kondensators 25 auf die Spannung E, an der Primärwicklung des Transformators 23, um dann mit dem Abklingen des Entlade stromes auf den entgegengesetzten Wert von iJ', zu steigen. Fig. 2d zeigt die Spannung E, an der Primärwicklung des Transforma tors 24.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur periodischen Zündung eines Metalldampflichtbogens, insbesondere eines Quecksilberdampflichtbogens mit Hilfe einer Zündelektrode, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Zündelektrode der Lichtbogen einer mit Wechselstrom betriebenen Hilfs anode gezündet wird, welcher die Zündung des Lichtbogens der Hauptanode einleitet. UNTERANSPRüCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter fremd -ge steuert wird. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phase der Gitter spannungen gegenüber der Erregerspan nung verschiebbar ist.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter über einen Ohmschen Widerstand mit der Erreger anode verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH155921T | 1931-07-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH155921A true CH155921A (de) | 1932-07-15 |
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ID=4410379
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH155921D CH155921A (de) | 1931-07-28 | 1931-07-28 | Anordnung zur periodischen Zündung eines Metalldampflichtbogens, insbesondere eines Quecksilberdampflichtbogens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH155921A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE763636C (de) * | 1933-09-23 | 1953-06-08 | Siemens Schuckertwerke A G | Schaltanordnung zum Betrieb von einanodigen Gas-oder Dampfentladungsgefaessen mit kalter Kathode |
-
1931
- 1931-07-28 CH CH155921D patent/CH155921A/de unknown
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