CH155946A - Schaltungsanordnung zur Ein- und Ausschaltung von Teilnehmerstationen in Telegraphenanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Ein- und Ausschaltung von Teilnehmerstationen in Telegraphenanlagen.

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CH155946A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Schaltungsanordnung zur Ein- und     Ausschaltung    von     Teilnehmerstationen     in Telegraphenanlagen.    Die Erfindung betrifft eine Schaltungs  anordnung zur Ein- und Ausschaltung von  Teilnehmerstationen in Telegraphenanlagen,  insbesondere in Telegraphenanlagen mit       Selbstanschlussbetrieb.     



  Es sind bereits verschiedenartige Anord  nungen für diesen Zweck bekannt; jedoch  haben diese Anordnungen sämtliche den  Nachteil, dass entweder für die     Ilerbeifüh-          rung    der     Ferneinschaltung    oder der Fern  ausschaltung eine besondere Stromart, zum  Beispiel     Wechselstrom    bestimmter Frequenz,  verwendet werden muss, oder dass besonders  ausgebildete Schalteinrichtungen vorgesehen  sein müssen, die teils einen     erhöhten    Ko  stenaufwand erfordern, teils die Betriebs  sicherheit gefährden.  



  Gemäss der Erfindung wird bei grosser  Einfachheit der Schaltung eine bedeutende  Betriebssicherheit dadurch erzielt, dass bei  den Teilnehmerstationen zur Ein- und Aus-         schaltung        des    Teilnehmerapparates normale  Gleichstromrelais angeordnet und in den  Stromkreisen dieser Relais als Ventile wir  kende Gleichrichter so eingeschaltet sind,  dass die Relais jeweils nur durch einen Strom  bestimmter Richtung zur Wirkung gebracht.  werden.  



  Die Anordnung kann vorzugsweise so ge  troffen werden, dass innerhalb der Schaltung  der Teilnehmerstation zwei parallele Strom  wege vorgesehen sind, die einander entgegen  gesetzt geschaltete Ventile enthalten und von  denen mindestens der eine ein zur Auslösung  der Ein- und Ausschaltvorgänge dienendes       Einschalterelais    enthält. Dabei kann die       Schaltung    so ausgebildet sein, dass dieses       Einschalterelais    im Ruhezustand durch einen  über den zugehörigen Stromzweig fliessenden  Ruhestrom entsprechender Richtung dauernd       erregt-    und die Teilnehmerstation durch Un  terbrechung dieses Ruhestromes einschaltbar      ist.

   Ferner kann auch in dem zum Strom  zweig des     Einschalterelais    parallelen Strom  zweig (mit     entgegengesetzter        Durchlassrich-          tung    des Ventils) ein weiteres Schaltrelais  angeordnet sein, welches nach der Strom  unterbrechung des das     Einschalterelais     durchfliessenden Ruhestromes durch einen       entgegengesetzt    fliessenden Strom zur Wir  kung gebracht wird und den Schaltzustand  der Teilnehmerstation aufrechterhält.

   Ins  besondere kann ein von diesem Relais     ge-          steuerter    Trennkontakt in dem das Ein  schalterelais enthaltenden Stromzweig an  geordnet sein, so dass dieser     Stromkreis    wäh  rend der bestehenden Verbindung unterbro  chen ist.  



  Will man die Einschaltung dieses zwei  ten Schaltrelais vermeiden, so besteht die  Gefahr, dass durch die dem Empfangsmagne  ten parallel geschalteten Schaltmittel eine       Verzerrung    der empfangenen Zeichen ein  tritt. In     dieser    Schaltung ist nämlich der  das     Einschalterelais    enthaltende Stromzweig  dem in dem andern Zweig liegenden Emp  fangsrelais     bezw.    Empfangsmagneten     derart          parallelgeschaftet,    dass das dem Einschalte  relais     vorgeschaltete    Ventil dem bei Unter  brechung des Erregerstromes für den Emp  fangsmagneten entstehenden Öffnungsstrom  einen Weg mit geringem Widerstand bietet.

    Dieser Öffnungsstrom verzögert daher das  Abfallen des Empfangsmagnetes, wodurch  eine Verzerrung der     Telegraphierimpulse    und  bei starker Verzerrung sogar eine Verstüm  melung der Zeichen eintreten kann.  



  Die Entstehung solcher Verzerrungen  kann nun dadurch verhindert werden, dass  der Empfangsmagnet der Teilnehmerstation  an einem den beiden parallelen Stromzweigen  gemeinsamen Punkt eingeschaltet ist. Diese  Schaltung kann am einfachsten in der Weise       verwirklicht    werden, dass der Empfangsmag  net mit den beiden die Ventile enthaltenden  parallelen Stromzweigen in Reihe geschal  tet ist.  



  Wenn hierbei trotz Anwendung der er  wähnten Schaltung noch eine gewisse, wenn    auch unerhebliche Impulsverzerrung auf  tritt, indem zum Beispiel der Ankerabfall  durch     remanenten    Magnetismus erschwert  wird, so kann eine Beseitigung auch dieser  Verzerrungen dadurch herbeigeführt werden,  dass während der     Mertragung    eines     Telegra-          phierimpuls-es    an Stelle der vollständigen Un  terbrechung des Erregerstromes für den Emp  fangsmagneten ein der Richtung dieses Er  regerstromes entgegengesetzter Strom gerin  gerer Stärke zur     Entmagnetisierung    des  Empfangsmagnetes eingeschaltet ist.  



  Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung  sind in der     Zeichnung    dargestellt.  



  Die Schaltungsanordnung nach     Fig.    1,  welche die Zusammenschaltung zweier Teil  nehmerstationen einer Telegraphenanlage  darstellt, zeigt an einem     einfachen    Beispiel  die Anwendung des Grundgedankens der  Erfindung.  



       Fig.    2 gibt eine gewisse Vereinfachung  dieser Schaltungsanordnung an, wobei gleich  zeitig die Möglichkeit der Verwendung einer       Vermittlungsstelle    mit     Selbstanschlussbetrieb     angedeutet ist;       Fig.    3 stellt eine     Verbesserung    der in       Fig.        2:    wiedergegebenen Schaltungsanord  nung dar.  



  In der Schaltungsanordnung nach     Fig.    1  sind die beiden     Teilnehmerstationen        T,S'    und       TS"    über die Doppelleitungen<I>a, b</I>     bezw.        a',     <I>b'</I> mit den Amtseinrichtungen<I>VA</I>     bezw.     <I>VA'</I> verbunden. Diese Amtseinrichtungen,  die beispielsweise verschiedenen     Ämtern    an  gehören können, sind über die Verbindungs  leitungen     VLa    und     VLb        miteinander    ver  bunden;.  



  Die Schaltung der Teilnehmerstation     TS     enthält einen Empfangsmagneten M, der bei  spielsweise durch Stromunterbrechungen ge  steuert wird, und einen mit ihm in Reihe  liegenden Sendekontakt     S,    der den Kor  respondenzverkehr der miteinander verbun  denen Teilnehmerstationen ermöglicht. Im  gleichen Stromzweig liegt ferner eine Aus  schaltetaste     AT,    die eine längere Unterbre  chung des     Telegraphierstromes    zur Aus-           lösung    der Verbindungseinrichtungen und  Wiederherstellung des Ruhezustandes er  möglicht.

   Ferner ist in diesem Stromzweig  ein mit verzögertem Ankerabfall versebenes  Gleichstromrelais V vorgesehen, welches  nach erfolgter Einschaltung der Station den  erreichten     .Schaltzustand    aufrecht zu erhal  ten hat. Ein zu dem beschriebenen Strom  zweig paralleler Stromzweig enthält eine       Einschaltetaste   <I>ET,</I> welche zur     Herbeifüh-          rung    der Einschaltung eine Unterbrechung  des diesen Stromzweig durchfliessenden  Ruhestromes ermöglicht, und in Reihe mit  dieser Taste ein     Einschalterelais    U,

   welches  im Ruhezustand durch den erwähnten Ruhe  strom erregt ist und bei seiner     Aberregung     den Antriebsmotor A des Telegraphenappa  rates über die Kontakte     ui    und     u2    mit dem  Netz N verbindet.    In den beiden genannten, einander paral  lelen Stromzweigen liegen zwei entgegen  gesetzt geschaltete     Ventile        Vt    und     Vs,    die  bei     Stromumkehr    in der     Teilnebmerschleife     eine selbsttätige Umschaltung des Strom  flusses von dem das     Einschalterelais    enthal  tenden Stromzweig auf den Stromzweig des  Sendekontaktes bewirken.

   Diese Strom  umkehr kommt bei Herstellung der Verbin  dung zustande, sobald in der unten beschrie  benen Weise innerhalb der Amtseinrichtun  gen die     Telegraphierbatterie   <I>TB</I> an Stelle  der     Schaltbatterie    SB     eingeschaltet    wird.  



  Die Amtsschaltung<I>V A</I> enthält ein Emp  fangsrelais ER, welches die vom Teilnehmer       TS    gesandten     Telegraphierzeichen    empfängt  und     mittelst    des     Kontaktes    er an die ferne  Teilnehmerstation weitergibt. Für die Über  mittlung der in der entgegengesetzten Ver  kehrsrichtung übertragenen     Zeichen    ist das  Senderelais     SR    vorgesehen, welches mittelst  seines Kontaktes     sr    die in der Teilnehmer  station liegenden Empfangs- und Schaltvor  richtungen steuert.

   Von dem Kontakt     sr    ist  ausserdem ein Verzögerungsrelais R ab  hängig, welches während der Zeichenüber  mittlung die nur zum Einschalten dienende       Schaltbatterie   <I>SB</I> abgeschaltet hält,    Im     Ruhezustand    der Anlage fliesst über  die Teilnehmerleitungen     ca,    b ein von der  Schaltbatterie     SB    ausgehender Ruhestrom,  durch den das     Einschalterelais    U dauernd  erregt gehalten wird:

   Schaltbatterie     SB.     Kontakte r und     sr,    Wicklung I des Emp  fangsrelais ER,     Leitung   <I>a,</I>     Kontakte   <I>v</I> und       u3    (parallel liegend),     Einschalterelais        rl.          Einschaltetaste   <I>ET,</I> Ventil<I>VS,</I> Leitung b,  Schaltbatterie     SB.    Ausserdem fliesst     eir,     Strom über die Wicklung     II    des Relais ER  und die Leitungsnachbildung     Nt.    Da die  Wicklung I des Relais ER eine höhere Am  perewindungszahl als die Wicklung     1I    be  sitzt,

       steht    der Anker dieses Relais im Ruhe  zustand     unter    dem überwiegenden Einfluss  der Wicklung I und bleibt demzufolge in der  gezeichneten Stellung liegen. Das Relais ER  ist in diesem Ausführungsbeispiel ein polari  siertes Relais, so dass durch Unterbrechen  des über die Wicklung I fliessenden Ruhe  stromes. eine Umlegung des Ankers<I>er</I> herbei  geführt werden kann.  



  Das in der Verbindungsleitung liegende       Senderelais    SR, welches den Kontakt     sr-          steuert    und über diesen die übertragenen Zei  chenimpulse zum Teilnehmer     TS    sendet, ist  ebenso wie das Empfangsrelais ER zweck  mässig ein polarisiertes Relais und wie dieses  mit einem     Mittelabgriff    zwischen den beiden  Wicklungen versehen. Die Wicklungshälften  sind asymmetrisch, so dass eine Beeinflussung  des Relais durch die von dem Anker<I>er</I> er  zeugten Impulse wechselnder Richtung nicht       stattfinden    kann.

   Es     ist    in bekannter Weise  eine     Differentialbrücke    hergestellt, in wel  cher der Kontakt<I>er</I> mit der Doppelbatterie  B zusammen im     Mittelzweig    liegt, während  die beiden Differentialzweige durch die Ver  bindungsleitung einerseits und ihre Nach  bildung     Nv    anderseits gebildet werden.  



  Die Schaltung der Teilnehmerstation     TB'     und der     zugehörigen.    Vermittlungseinrich  tung<I>VA'</I> sind den vorstehend beschriebenen  völlig gleichartig, so dass sich eine Wieder  holung     erübrigt.         Wünscht der Teilnehmer     TS    eine Ver  bindung mit dem Teilnehmer     TS',    so unter  bricht er durch Drücken der     Einschaltetaste     <I>ET</I> den     .Stromkreis    für das Relais U und die  Wicklung I des Relais ER. Die Kontakt:       u,.    und     u2    fallen ab und legen den Antriebs  motor A des     Fernschreibers    an die Netzlei  tung N.

   Ausserdem wird der Kontakt     u3    um  gelegt, der     einen:    Stromkreis für den Druck  magneten M des Fernschreibers vorbereitet.  



  Das Relais ER im Amte<I>V A</I> steht nach  der     Unterbrechung    des Stromkreises für die  Wicklung I (durch Öffnen der Einschalte  taste) nur noch     unter    dem Einfluss der Wick  lung     II.    Es, legt deshalb seinen Kontakt<I>er</I>  an den andern Pol der Batterie B, wodurch  das polarisierte Relais SR' im Amte<I>VA'</I> in  bekannter     Weise    zum     Ansprechen.    gebracht.  wird.

   Der Kontakt     sr'    legt sich um, wo  durch zunächst das Relais R' erregt wird:  Positiver Pol der     Batterie   <I>TB',</I> Wicklung des  Relais R', Kontakt     sr',    Wicklung     1I    des Re  lais<I>ER',</I>     Leitungsnachbildung        Nt',    negativer  Pol der Batterie<I>TB'.</I> Das Relais R'     ,spricht     an und trennt die Batterie<I>SB'</I> von dem An  ker     sr'    des     polarisierten    Relais SR' ab.

   Fer  ner wird     durch    Umlegen des Kontaktes     sr'     der über die Wicklung I des polarisierten  Relais ER' und die Teilnehmerschleife ver  laufende Ruhestrom infolge der Ventilwir  kung     des        Gleichrichters        Vs'    beim Teilneh  mer     TS'    unterbrochen.    Das Relais U' fällt ab und schaltet     mit-          telst    seiner Kontakte     u,'    und     u.'    den An  triebsmotor A' des Empfangsapparates an  die Netzleitung N an.

   Ausserdem wird durch  den Kontakt     u3    folgender Stromkreis für den  Druckmagneten M' des angerufenen Teilneh  mers     TS'        geschlossen:    Positiver Pol der Bat  terie<I>TB',</I> Wicklung des     Relais    R',     Kontakt          sr',    Wicklung I des polarisierten Relais<I>ER',</I>  Verbindungsleitung     a',    Ruhekontakt     2t3',     Wicklung des Relais     V',    Sendekontakt S'.

    Wicklung des Druckmagnetes M', Aus  schaltetaste     AT',    Gleichrichter     Vt',        Verbin-          dungsleitung    b', negativer Pol der Batte  rie<I>TB'.</I>    Das Relais V', welches sich als Verzöge  rungsrelais während der Dauer der     Zeichen-          ü%ertragung    hält, schaltet aus Sicherheits  gründen durch seinen Kontakt     v'    das Relais  U' ab. Damit ist der Empfangsapparat des  Teilnehmers     TS'    zur Aufnahme von     Telegra-          phierzeichen    bereit gemacht.  



  Das polarisierte Relais ER' im Amte  <I>VA',</I> welches dem Relais<I>ER</I> im Amte V A       entspricht,    legt, nachdem es nur noch unter  dem Einfluss seiner     Wicklung    I steht, den  Kontakt<I>er'</I> an den andern Pol der Batterie  B'. Das polarisierte Relais SR im Amte V A  spricht daraufhin an, sein Anker     sr    legt sich  an den positiven Pol der Batterie<I>TB</I> und  schliesst einen     Stromkreis    für das Relais R.

    Dieser Stromkreis verläuft infolge der     Um-          polung    der Leitung (durch den Kontakt     sr)     einerseits über die Wicklung Il des polari  sierten Relais ER und die Leitungsnachbil  dung     Nt    und anderseits über die Wicklung I  des Relais<I>ER,</I> Verbindungsleitung<I>a,</I> Ruhe  kontakt     u3,    Wicklung des Relais V, Sende  kontakt S, Druckmagnet M,     Ausschaltetaste          AT,    Gleichrichter     Vt,

      Verbindungsleitung<I>b</I>  zum negativen Pol der     Batterie   <I>TB.</I> Das Re  lais R spricht an und trennt durch Öffnen  seines Kontaktes r die Batterie SB von dem  Kontakt     sr    des polarisierten Relais SR ab.  



  Die für den     Telegraphierbetrieb    erforder  lichen Stromkreise sind jetzt hergestellt. Der  Teilnehmer     TS    kann mittelst seines Sende  kontaktes S die     Telegraphierimpulse    zum  Teilnehmer     TS'    senden.. Durch das abwech  selnde Öffnen und Schliessen der Teilnehmer  schleife wird das polarisierte Relais<I>Er</I> ab  wechselnd unter den Einfluss seiner Wick  lung I oder     II    gebracht. Sein Anker<I>er</I> gibt,  wie bereits beschrieben, die Impulse über das  polarisierte Relais SR' im Amte VA' zum  Teilnehmer     TS'    weiter.

   Diese Doppelstrom  impulse werden. über den Kontakt     sr'    als       Einfachstromimpulse@    zum     Druckmao,-neten     M' des Empfangsapparates des Teilnehmers       TS'    gegeben. In derselben Weise kann der  Teilnehmer     TS'    mit dem Teilnehmer     TS    ver  kehren.

        Die Auslösung erfolgt .durch längeres  Drücken der     Ausschaltetaste        AT,    zum Bei  spiel seitens des     rufenden    Teilnehmers     TS.     Der     Stromkreis    für die Relais V und R wird  dadurch so lange geöffnet, bis die Relais ab  fallen. Über den Kontakt v, das Relais     T:

  '     und den Gleichrichter     Vs    wird nunmehr ein       Stromkreis    für die Wicklung I des polari  sierten Relais ER geschlossen, der jedoch in  folge der Sperrwirkung des Ventils     Vs    von  einem     vernachlässigbaren    kleinen Strom       durchflossen,    wird.     Daa    Relais ER legt     alo     seinen Anker<I>er</I> in die gezeichnete Lage um,  so     dass    auch das Relais     SR'        umgesteuert    und  sein Kontakt     sf'    in die gezeichnete Lage     ge=     bracht wird.

   Der Stromkreis für das Relais  R' im Amte<I>VA'</I> und das Relais V' beim  Teilnehmer     TS'    wird dadurch unterbrochen,  so dass die Relais abfallen und über den in die  Ruhelage zurückkehrenden Kontakt r' die  Batterie     SB'    eingeschaltet wird.  



  Gleichzeitig mit der Einschaltung der  Batterie     SB'    spricht einerseits in der Teil  nehmerstation     TS'    über den inzwischen ge  schlossenen Kontakt v' das     Einschalterelais     U' wieder an, welches durch Öffnen der       Kontakte        u,'    und     u2    den Antriebsmotor<I>A'</I>  vom Netz N abschaltet, anderseits wird im  Amt<I>VA'</I> durch die Umkehrung der Strom  richtung das polarisierte Relais ER' um  gesteuert, so     dass    auch der Anker<I>er'</I> in die  gezeichnete Ruhelage zurückkehrt.

   Hier  durch wird das Relais SR im Amt<I>V A</I> um  gesteuert und dessen Kontakt     sr    in die dar  gestellte Lage gebracht,     -so,    dass über den be  reits geschlossenen Kontakt r die Schaltbat  terie     SB    an Stelle der     Telegraphierbatterie     TB eingeschaltet wird.  



  Die Stromrichtung in dem über die Wick  lung     II    des Relais ER und die Nachbildung       Nt    verlaufenden     Stromkreis    wird dadurch  umgekehrt,     gleichzeitig    kommt aber über die  Wicklung I und die das Relais U enthal  tende Teilnehmerschleife ein     Stromfluss'    zu  stande, da jetzt das Ventil     Vs    den Strom       umgekehrter    Richtung durchlässt. Ein An  sprechen des Relais ER wird dadurch also    trotz der eingetretenen     Stromrichtungs-          umkehr    verhindert.

   Dagegen spricht in der  Teilnehmerstation     TS    das     Einschalterelais    U  an und     trennt    auch hier den Antriebsmotor  <I>A</I> vom Netz<I>N</I> ab.  



  Der Ruhezustand der Anlage ist nunmehr  wieder hergestellt.  



       Fig.    2 zeigt eine     Schaltungsanordnung     ähnlicher Art, bei der jedoch das Relais     V     und dementsprechend die Kontakte v und     2t3     innerhalb der Schaltung der Teilnehmersta  tion in Fortfall gekommen sind. Gleichzeitig  ist eine Möglichkeit angedeutet, die Schal  tung für     Vermittlungsstellen    mit Selbst  anschlussbetrieb zu verwenden. Dabei ist     vir     Vereinfachung der Darstellung nur eine der  beiden miteinander zu verbindenden Teil  nehmerstationen wiedergegeben. Die Bezeich  nungen entsprechen denen der     Fig.    1.  



  Zur     -Einleitung    einer Verbindung wird  vom Teilnehmer     TS    die     Einschaltetaste   <I>ET</I>  gedrückt, die den über das     Einschalterelai     U fliessenden     Ruhestrom        unterbricht    und da  durch das Relais U zum Abfall bringt,     =:o     dass der Antriebsmotor A eingeschaltet wird.  In der     Vermittlungsstelle   <I>VA</I> ist jetzt     nur     noch     die    Wicklung     II    des Relais ER vorn  Strom     durchflossen,    so dass der Anker<I>er</I> in  die Trennlage t umgelegt wird.

   In dieser  Lage wird das Relais X von Strom durch  flossen, welches     mittelst    seiner nicht darge  stellten Kontakte die Vorwahl und die freie  Wahl am ersten Gruppenwähler einleitet.  



  Sobald die freie Wahl beendet ist, wird  die     Stromrichtung    des über das Relais     S13     fliessenden Stromes umgekehrt, so dass nun  mehr auch der Anker     sr    aus der Zeichenlage  z in     die,    Trennlage t umgelegt wird. Hier  durch wird die Schaltbatterie     SB    abgeschal  tet und an ihrer     Stelle    die     Telegraphierbat-          terie   <I>TB</I> mit der     Telegraphierschleife    ver  bunden, so dass die Stromrichtung in der  Leitung umgekehrt. wird.

   Würde die Teil  n     e        hinerschleife        auch        für        diese        Stromr chtunc   <B>1</B>     n          unterbrochen    sein, so würde unter dem Ein  fluss der Wicklung     II    des Relais ER der      Anker<I>er</I> wieder in die     Zeichenlage    gelegt  werden.

   Dies wird jedoch dadurch verhin  dert, dass infolge der Durchlässigkeit des  Ventils     Vt    für den von der     Telegraphierbat-          terie    ausgehenden Strom der über die Wick  lung I des Relais ER fliessende Teilstrom in  seiner Wirkung des über die Wicklung     1I     und die Nachbildung     Nt    fliessenden Strom.  überwiegt. Der Anker<I>er</I> wird also auch  nach der Einschaltung der     Telegraphierbatte-          rie   <I>TB</I> in der Trennlage festgehalten.  



  Das Loslassen der     Einschaltetaste    ET  bleibt nunmehr wirkungslos, da das Ventil       Vs    den von der     Telegraphierbatterie   <I>TB</I> aus  gehenden Strom sperrt.  



  Bei Einschaltung der     Telegraphierbatte-          rie   <I>TB</I> wurde auch das Verzögerungsrelais R  erregt, welches den mit der Schaltbatterie       SB    in Reihe liegenden Kontakt r öffnet und  infolge seines verzögerten Ankerabfalles  auch während der Wahl und der Zeichenüber  mittlung geöffnet hält.  



  Die Auswahl des gewünschten Teilneh  mers erfolgt in bekannter Weise durch Be  tätigung des     Nummernscheibenkontaktes    NS,  indem jedesmal bei     Unterbrechung    dieses  Kontaktes der Anker<I>er</I> unter dem Einfluss  der Wicklung     II    des Relais ER in die Zei  chenlage z     gelegt    wird. In gleicher Weise  werden nach der Wahl auch die     Telegra-          phierimpulse    durch kurzzeitige Unterbre  chungen des Sendekontaktes     S    übertragen.  



  Beim gewünschten     Teilnehmer    ist nach Be  endigung der Wahl das Relais     SR    umge  steuert und dadurch der Strom in der Teil  nehmerschleife umgekehrt worden. Diese  Stromumkehr; die in beschriebener Weise  durch die Einschaltung der     Telegraphierbat-          terie   <I>TB</I> an Stelle der Schaltbatterie     SB    zu  stande kommt, hat einerseits die Umlegung  des Ankers er in die Trennlage und die Er  regung des Relais X zur Folge, anderseits  wird in der Teilnehmerstation das Ein  schalterelais U zum Abfall gebracht, welches  mit seinen Kontakten     ztl    und     u2    den An  triebsmotor A eingeschaltet,

       und    gleichzeitig    der Stromkreis für den Empfangsmagneten  M geschlossen.  



  Die beiden miteinander verbundenen  Teilnehmerstationen sind jetzt für den     .gegcii-          seitigen    Verkehr bereit.  



  Nach Beendigung des Verkehrs wird die       Ausschaltetaste        AT    gedrückt, wodurch in der  beschriebenen Weise der Anker<I>er</I> das Re  lais ER in der     Vermittlungsstelle        VA    in die  Zeichenlage r umgelegt und das Relais X  zum Abfall gebracht wird. Der Abfall des  Relais X hat in bekannter Weise die Aus  lösung der Wähler zur Folge, wobei     a,teli     die     Stromrichtung    für das Relais     SR     dauernd     umgekehrt    wird.

   Diese Strom  umkehr bewirkt die     Rückste'flung    des An  kers sr in die Zeichenlage, in der nach dem  Abfall des     Verzögerungsrelais    R durch  Schliessung des Kontaktes     r    wieder die  Schaltbatterie     SB    eingeschaltet wird, die  durch Erregung des     Einschalterelais    U auch  in der     Teilnehmerstation    den Ruhezustand  herstellt.  



  Bei dieser     Schaltung    kann nun aber in  bestimmten Fällen eine Verzerrung der emp  fangenen     Telegraphierzeichen    eintreten, da  jedesmal bei der zur Übermittlung eines Zei  chens vorgenommenen     Unterbrechung    der  Teilnehmerschleife der im     Empfangsmagn,,-          ten    M entstehende Öffnungsstrom über das  Ventil     Vs    einen Weg     geringen        Widerstancles     findet, so dass der Abfall des Empfangsmag  netes M verzögert wird.  



  Diese Schwierigkeit ist bei der in     Fig.    3  dargestellten Schaltung, die sonst in ihrem  Aufbau und ihrer Wirkungsweise mit der       besprochenen    übereinstimmt, dadurch besei  tigt, dass der Empfangsmagnet M mit den  beiden parallelen Stromzweigen in Reihe ge  schaltet ist.

   Der     Offnungsstram    des     Emp-          fan:gsinagnetes    M findet dann den     verhältni,--          mässig    grossen Widerstand der Verbindungs  leitungen zur     Vermittlungsstelle    und der in  der Vermittlungsstelle liegenden     Abschluss-          widerstände    (Relais ER und Nachbildung       Nt),    so dass eine Abfallverzögerung kaum       eintreten    kann.      In dieser Schaltung erhält der Emp  fangsmagnet M im Ruhezustand den umge  kehrten Ruhestrom gegenüber dem Ruhe  strom während einer bestehenden Verbin  dung.

   Falls dieser Ruhestrom den Emp  fangsmagneten störend beeinflusst, so, kann  ein Kontakt, beispielsweise ein vom Ein  schalterelais U     abhängiger    Kontakt     u3,    vor  gesehen sein, welcher im Ruhezustand der  Anlage den Empfangsmagneten kurzschliesst.  Vor allem wird durch     diesle,    Schaltung der  sonst durch die Wicklung<B>d</B>es Empfangsmag  netes; entstehende zusätzliche Widerstand des       Ferneinschaltkreises    vermieden.  



  Dieser     Kurzschlusskontakt        u3    wird aber  erst nach Beendigung des Ausschaltvorgan  ges wieder     geschlossen,    so. dass vor dem     An-          sprechen    des     Einschalterelais    U während  einer kurzen     Zeit    ein     Stromfluss    umgekehrter  Richtung für den Empfangsmagneten     31    zu  stande kommen kann.

   Um dies zu verhin  dern, kann ein von der     Ausschalttaste        AT     gesteuerter Schliesskontakt vorgesehen sein,  der bei Betätigung der     Ausschaltetaste    so  fort den Empfangsmagneten IN zum Beispiel  über die Leitung l kurzschliesst.  



  Während in dem dargestellten Schal  tungsbeispiel der Sendekontakt S in dem  einen der beiden parallelen Stromzweige  liegt, kann die Anordnung auch so getrof  fen werden, dass der Kontakt in Reihe mit  dem     Empfangsmagneten    M in die gemein  same Leitung eingeschaltet ist.  



  Es kann vorkommen, dass die Zeichen  entzerrung durch die beschriebene Verhin  derung der Abfallverzögerung des Emp  fangsmagnetes     112    nicht ausreicht, was ins  besondere dann möglich ist, wenn sich beim  Abfall des Ankers des Empfangsmagnetes  ein     remanenter        Magnetismus    bemerkbar  macht.     Diese    unerwünschte Eigenschaft des  Empfangsmagnetes kann durch eine zusätz  liche     Entzerrung    ausgeglichen werden, in  dem jedesmal während der Zeichengabe ein  dem     Ruhestrom    entgegengesetzter Strom ge  ringerer Stärke zur     Entmagnetisierung    des  Empfangsmagnetes eingeschaltet wird.

   Dies    kann nach der in     Fig.    3 dargestellten Schal  tung zum Beispiel dadurch erreicht werden,  dass' in der Vermittlungsstelle<I>VA</I> eine  Schalteinrichtung vorgesehen ist, die bei der  Umlegung des Ankers     sr    in die Zeichenlage  z die zur     Telegraphierbatterie   <I>TB</I> entgegen  gesetzt     geschaltete    Schaltbatterie     SB    über  einen Widerstand W geeigneter Grösse mit  der Teilnehmerschleife verbindet. Die Ein  schaltung dieses Widerstandes kann durch       einen    vom Relais     Y    gesteuerten Kontakt     ,r,     sowie durch einen Kontakt r des Relais R  vorbereitet werden, wie die dargestellte  Schaltung zeigt.

   Durch diese Schaltung kann  gleichzeitig noch eine besondere Sicherung  für das Relais<I>ER</I> erzielt werden, indem  durch den in der Zeichenlage befindlichen  Kontakt     sr    ein Hilfsstrom für die Wicklung       II    des Empfangsrelais<I>ER</I> eingeschaltet  wird, der den Anker er zwecks Verhinderung  der störenden Beeinflussung durch fremde  Ströme oder     Entladeströme    in der Trenn  lage t festhält.  



  Das beschriebene Verfahren zur Entzer  rung der     Telegraphierzeichen    durch Ein  schaltung eines den Empfangsmagneten     ent-          magnetisierenden.    Gegenstromes ist. nicht auf  die in     Fig.    3 dargestellte Schaltung be  schränkt, sondern kann auch für sich allein,  zum Beispiel in einer     Schaltun;    nach     Fig.    1  oder 2 angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung zur Ein- und Aus schaltung von Teilnehmerstationen in Tele graphenanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass bei den Teilnehmerstationen zur Ein- und Ausschaltung des Teilnehmerapparates nor male Gleichstromrelais angeordnet und in den Stromkreisen dieser Relais als Ventile wirkende Gleichrichter so eingeschaltet sind, dass die Relais jeweils nur durch einen Strom bestimmter Richtung zur Wirkung gebracht werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch ekennzeichnet, dass in- 2n nerhalb der Schaltung der Teilnehmer station (TS) zwei parallele Stromwege vorgesehen sind, die einander entgegen gesetzt geschaltete Ventile (Vt, Vs) ent halten. und von denen mindestens der eine ein zur Auslösung der Ein- und Ausschaltvorgänge dienendes Einschalte relais (U) enthält. 2.
    Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschalterelais (U) im Ruhezustand durch einen über den zugehörigen Strom zweig fliessenden Ruhestrom entspre chender Richtung dauernd erregt und die Teilnehmerstation durch Unterbre chung dieses Ruhestromes einschaltbar ist. 3. Schaltungsanordnung nach. Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zum Stromzweig des Einschalte relais (U) parallelen Stromzweig mit.
    entgegengesetzter Durchlassrichtung des Ventils (Vt) ein weiteres Schaltrelais (V) angeordnet ist, welches nach der Stromunterbrechung des das Einschalte relais (U) durchfliessenden Ruhestromes durch einen entgegengesetzt fliessenden Strom zur Wirkung gebracht wird und den Schaltzustand der Teilnehmerstation aufrechterhält. 4. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein von dem Schaltrelais (V) gesteuer ter Trennkontakt (v) in dem das Ein schalterelais (U) enthaltenden Strom zweig angeordnet ist, so dass dieser Stromkreis während der bestehenden Verbindung unterbrochen ist.
    5. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfangsmagnet (M) der Teilneh- merstation an einem den beiden paral lelen Stromzweigen gemeinsamen Punkt eingeschaltet ist. 6. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfangsmagnet (M) mit den bei den die Ventile (Vt, Vs) enthaltenden parallelen Stromzweigen in Reihe ge schaltet ist: 7.
    Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass während der Übertragung eines Tele- graphierimpulses ein der Richtung des Erregerstromes für den Empfangsmag neten (M) entgegengesetzter Strom ge ringerer Stärke zur Entmagnetisierung des Empfangsmagnetes (M) eingeschal tet ist. B. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer mit der Teilnehmerstation (TS) verbundenen.
    Vermittlungsstelle<I>(VA)</I> von den Telegraphierrelais (ER, SR) abhängige Schalteinrichtungen (X, R) vorgesehen sind, die während der Über tragung eines Telegraphierimpulses einen dem Telegraphierruhestrom entgegen gesetzten Strom geringerer Stärke ein schalten. 9. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfangsmagnet (ilI) der Teilneh merstation im Ruhezustand der Anlage, das heisst vor der Einschaltung und nach der Ausschaltung der Teilnehmer station kurzgeschlossen ist.
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