CH156083A - Schuss-Spulmaschine mit axial beweglicher Spulspindel. - Google Patents

Schuss-Spulmaschine mit axial beweglicher Spulspindel.

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CH156083A
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A-G Maschinenfabrik Schweiter
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Schweiter Ag Maschf
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      Schuss-Spulmaschine        mit        axial        beweglieher        Spulspindel.       Die Erfindung bezieht sich auf eine       Scbuss-Spulmaschine    mit axial beweglicher       Spulspindel,    sowie einem von der     Spulspin-          del    entgegen einer Federkraft     hin-    und her  bewegten     Hilfsfadenführer    zur Bildung einer  Fadenreserve am Anfang der Spule,

   bei wel  cher der     Hilfsfadenführer    nach vollendeter  Bildung der Fadenreserve mittelst eines  Schaltwerkes aus der Bewegungsbahn der       Spulspindel    ausgerückt und stillgesetzt wird  und dabei den Faden freigibt.  



  Die bekannten     Spulmaschinen    dieser Art  sind so eingerichtet, dass der Faden auf sei  nem Weg zur Spule über den Hauptfaden  führer und sodann über den     Hilfsfadenführer     geleitet ist, wobei dann der von der Spul  spindel hin-     und    herbewegte     Hüfsfadenfüh-          rer    nach     Vollendung    der     Reservewicklung     von der     Spulspindel    abgerückt     wird    und den  Faden freigibt,

   so dass dieser von dem  eigentlichen Fadenführer allein geführt     wird.     Bei dieser Einrichtung erleidet der Faden  beim Aufspulen der Reservewicklung eine    erhöhte     Beanspruchung,    indem er in einer       Zickzacklinie    über beide Fadenführer ge  führt ist, so dass seine Spannung abwechselnd  erhöht     und    verringert     wird.    Infolgedessen  treten leicht Fadenbrüche und die damit ver  bundenen     Betriebsstörungen    auf.  



  Es sind auch     Schuss-Spulmaschinen    be  kannt, bei denen während der     Reservebildung     die     Spulspindel    und die     Fadenführerstange     gleichzeitig, und zwar mit verschieden gro  ssem Hub hin- und herbewegt werden und  sodann die     Fadenführerstange    stillgesetzt       wird.    Der Faden     ist    zwar hierbei geschont,  aber es müssen grosse Massen bewegt werden,  welche den Gang der     Maschine    ungünstig be  einflussen.  



  Der Zweck der     Erfindung    ist es daher,  diese Nachteile der bekannten Einrichtungen  zu beseitigen,     und    zwar soll dies dadurch ge  schehen, dass der hin- und hergehende     Hilfs-          fadenführer    mit einem ortsfesten Führungs  glied einen den.

   Faden bei der Bildung der  Reservewicklung aufnehmenden Winkel bil-           det,        und    dass der     Hilfsfadenführer        mittelst     eines durch das Schaltwerk betätigten  Schwenkhebels derart zusätzlich verschoben  wird, dass der Faden über das freie Ende  des ortsfesten Führungsgliedes abgleitet       und    von dem     Hauptfadenführer    erfasst wird.

    Auf diese Weise erfolgt die Fadenführung  während des     Aufspulens    der Reservewick  lung unabhängig vom     Hauptfadenführer,     wobei der Faden erst nach Fertigstellung der  Reservewicklung über das ortsfeste     Füh-          iun.gsglied    hinweg in den eigentlichen Faden  führer gleitet. Unzulässige Beanspruchungen  des Fadens und erhöhte Abnutzung werden  infolgedessen vermieden, so dass sich die Vor  richtung besonders für empfindliche Garne  eignet.  



  In einfacher Weise kann das Schaltwerk  mit dem     Ausrückhebel    und dem Schwenk  hebel an der Unterseite des Getriebegehäuse  deckels angeordnet sein     und    kann zugleich       mit    diesem ohne Lösung von Schrauben oder  dergleichen abgehoben werden. Hierdurch  wird sowohl der Zugang     zum    Getriebe der       Spulmaschine,    als auch zu     den.    Einrichtungen  des     Hilfsfadenführers    ausserordentlich er  leichtert, so dass etwaige Störungsfehler ohne  Zeitverlust festgestellt und behoben werden       können.     



  Auf der Zeichnung sind mehrere     Ausfüh-          rungsbeispiele    des     Erfindungsgegenstandes     dargestellt,     und        zwar-zeigt:          Fig.    1 einen senkrechten     Längsschnitt     durch die     Spulmaschine,          Fig.    2 die dazugehörige Draufsicht, wobei  der Deckel als durchsichtig angenommen ist,       Fig.    3 einen Teil der     Fig.    2 in einer an  dern Stellung der einzelnen Teile,       Fig.    4 das Schaltwerk in grösserem Mass  stab,

         Fig.    5 den     Schnitt    gemäss Linie     V--V     der     Fig.    4,       Fig.    6     eine    Einzelheit gemäss     Fig.    5 in  Ansicht,       Fig.    7 eine andere Ausführungsform des       Hilfsfadenführers    in Seitenansicht, teilweise       geschnitten,            Fig.    8 und 9 die dazugehörige Draufsicht.  in zwei verschiedenen Stellungen.  



  In dem Getriebekasten 10     ist    die Spul  spindel 11 gelagert, die in üblicher Weise  durch nicht dargestellte Einrichtungen in  Drehung versetzt und mit Hilfe der von der  Spindel 11 durch das Getriebe<B>122</B> angetrie  benen Hubscheibe 13 axial hin- und her  bewegt wird. Zu diesem Zwecke sitzt auf der  Spindel 11 ein     Mitnehmerschlitten    14, der  mit seinem Zapfen 15 in die Nut 16 der Hub  scheibe 13     eingreift.    Der Faden 17 läuft nor  malerweise über den feststehenden Haupt  fadenführer 18 eines an sich bekannten Füh  lers 19 auf die Schossspule 20 auf und bil  det infolge der Relativbewegung zwischen  Schossspule 20 und Fadenführer 18 die be  kannte     Konuswicklung.     



  Zur Herstellung der Reservewicklung ist  nun erfindungsgemäss     eine    Einrichtung 21  vorgesehen, die aus einer feststehenden, ab  gekröpften Stange 22 und einem axial be  weglichen     Hilfsfadenführer    23 besteht. Die  Stange     ist    durch die Büchse 24 am Getriebe  gehäuse 10 befestigt; die Büchse dient  gleichzeitig dem     Hilfsfadenführer    23 als  Führung. Die Enden der Teile 22 und 23  sind rechtwinklig gegeneinander     abgebogen,     wie bei 25 und 26 zu ersehen. In dem Win  kel zwischen der Abbiegung 25 des     Hilfs-          fadenführers    23 und der Stange 22 wird der  Faden während der     Reservebildung    geführt.

    Auf dem rückwärtigen Ende des Hilfsfaden  führers 23 sitzt eine Schelle 27 fest, die einen  nach oben gerichteten Bolzen     bezw.    Anschlag  30 und eine Gabel 28 besitzt, welch letztere  die eine     Führungsstange    des     Mitnehmer-          schlittens    14 umfasst und durch eine Feder  29 gegen diesen Schlitten gedrückt wird.

    Infolge dieser Einrichtung macht der     Hilfs-          fadenführer    23 die axial hin-     und    hergehende  Bewegung der Spule 20     mit,    was zur Folge  hat, dass der Faden 17 immer auf die     gleiche     Stelle der Spule aufläuft und somit eine     Pe-          servewicklung    bildet.  



  Zur Abstellung des     Hilfsfadenführers     dient die folgende Einrichtung:      Im Deckel 31 des Getriebekastens 10 ist  der     Anlasshebel    32 mit der Welle 33 drehbar  gelagert. Auf der gleichen Welle 33 sitzt  im Innern des Deckels ein Hebel 34,     desse4z     einer Arm 35 an der Nabe 36 eines Schalt  rades 3.7 anliegt. Eine Zugfeder 38     ist-be-          strebt,    den Hebel 34 und .damit auch den       Anlasshebel    32 in der Uhrzeigerrichtung zu  verdrehen. An dem Hebel 34 ist ein Schwenk  hebel 39 bei 40 drehbar gelagert, dessen Ende  hakenförmig abgebogen ist und infolgedes  sen eine U-förmige Führung 41 bildet.

   An  dieser Stelle ist bei 42 eine Schaltklinke 43       angelenkt,    die mit dem Schaltrad 3 7 zusam  menarbeitet. Zwischen dem Hebel 34 und der  Schaltklinke 43 ist eine Zugfeder 44 ange  bracht.  



  Die Achse des Schaltrades 37 wird durch  eine im Gehäusedeckel 31 festsitzende Büchse  45 gebildet, die einem Zapfen 46 als Lager  dient. Auf diesem Zapfen sitzt unten eine  mit einem Anschlag 47 versehene Scheibe 48  und oben ein Drehknopf 49. Dieser Dreh  knopf besitzt einen federnden Arm 50, dessen  Nocken 51 über einer mit Rasten 52 ausge  rüsteten Scheibe 53 läuft, sobald der Knopf  49 um seine Achse gedreht wird, und diese  sowohl, als auch den Anschlag 47 in der ent  sprechenden     Stellung    arretiert. Zwischen der  Scheibe 48 und dem Schaltrad 37 ist eine  Schraubenfeder 54 eingeschaltet, die das Be  streben hat, das Schaltrad 37 so zu verdrehen,  dass der am Schaltrad befestigte Bolzen 55  gegen den Anschlag 47 anliegt.

   In der Nabe  36 des Schaltrades 37 ist eine Aussparung  56 vorgesehen, in die der Hebel 35 ein  schnappt, sobald das     Schaltrad    37 entspre  chend weit gedreht ist.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist  die folgende:  Nachdem mit Hilfe des Knopfes 49 die  gewünschte Fadenlänge der Reservewick  lung eingestellt ist, wird der Hebel 32 ent  gegen der Uhrzeigerrichtung     verschwenkt.     Der Hebel 34 tritt infolgedessen aus der Aus  sparung 56 der     Nabe    36 heraus und gibt das  Schaltrad 37 frei, das sich unter der Einwir  kung der Feder 54 dreht, bis sein Anschlag-         stift    55 gegen den Anschlag 47 der Scheibe  48 schlägt.

   Der     Hilfsfadenführer    macht nun  mehr die hin- und hergehende Bewegung  der Spule mit, wobei sein Bolzen 30 den He  bel 39 mitnimmt, was wiederum zur Folge  hat, dass die Klinke 43 das Schaltrad 37 um  einen Zahn     weiterschaltet.    Die Feder 44 be  wirkt, dass der Hebel 39 stets wieder zurück  schwingt, so dass also durch die hin- und her  gehende Bewegung des     Hilfsfadenführers    das  Zahnrad 37 allmählich weitergeschaltet wird,  bis schliesslich die Aussparung 56 in den Be  reich des Hebels 35 gelangt und dieser im  Sinne des Uhrzeigers infolge der Einwirkung  der Feder 38     verschwenkt    wird.

   Hierbei  schlägt der Anschlagstift 5 7 des     Ausrück-          hebels    34 gegen den Hebel 39 und nimmt die  sen mit. Da aber vorher der Bolzen 30 in  den     U-förmigen    Haken 41 des Hebels 39  eingetreten ist, so wird der     Hilfsfadenführer     23 nach links verschoben, und zwar     über     seine     Totpunktstellung    hinaus.

   Er hat dann  die in     Fig.    3 gezeichnete Stellung eingenom  men, in welcher der Faden 17 an der Stange  22 keine Führung mehr findet, sondern über  die abgebogenen Teile 25 und 26 abgeleitet  und vom     Hauptfadenführer    18     aufgenomm-n          wird.    Von diesem Augenblick an erfolgt die  normale     Schuss-Spulenbildung.     



  Bei der Ausführungsform gemäss.     Fig.    7  bis 9 ist das ortsfeste Führungsglied als ge  rade Stange 58 ausgebildet, die mit Hilfe  eines Ansatzes 59 am Deckel 31 befestigt ist.  Auf der Stange 58 gleitet eine Büchse 60,  an der eine bei 61 im Deckel 31 axial ver  schiebbare Stange 62 angreift. Die Büchse  60 trägt vorn einen Querstab 63. Die     Hin-          und        Herbewegung    des     Hilfsfadenführers    62.  63, sowie seine Ausschaltung erfolgt in der  Weise wie diejenige des     Hilfsfadenführers     23. Die Führung des Fadens 17 erfolgt durch  den zwischen der feststehenden     Stange    58  und dem Querstab 63 gebildeten Winkel.

    Wird der     Hilfsfadenführer    abgestellt, dann       nimmt    die Büchse 60 die aus     Fig.    9 ersicht  liche Stellung ein, in welcher der     Querstab     63 über das Ende der feststehenden Stange  58 hinausgeht, der Faden 17 also keine Füh-      rang mehr findet und in den Hauptfaden  führer 18     einrutscht.     



  Die Anordnung der Schaltvorrichtung  am Deckel selbst und die Verbindung der       einzelnen    Teile ist eine solche, dass der     Dek-          kel    am Drehknopf 49 abgehoben werden  kann, ohne irgendwelche Schrauben lösen zu  müssen,     da    sich bei der Ausführungsform  gemäss     Fig.    1 bis 6 die zusammenarbeiten  den Teile - Bolzen 30 und Hebel 39 -  ohne weiteres lösen und bei der Ausführungs  form gemäss     Fig.    7 und 9 die Gabel 28 sich  von der Führungsstange abhebt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schuss-Spulmaschine mit axial beweg licher Spulspindel, sowie einem von der Spul spindel entgegen einer Federkraft hin- und herbewegten Hilfsfadenführer zur Bildung einer Fadenreserve am Anfang der Spule, bei welcher der Hilfsfadenführer nach voll endeter Bildung der Fadenreserve mittelst eines Schaltwerkes aus der Bewegungsbahn der Spulspindel ausgerückt und stillgesetzt wird und dabei den Faden freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass der hin- und hergehende Hilfsfadenführer (23,
    25 bezw. 60, 63) mit einem ortsfesten Führungsglied (2'2, 26 bezw. 58) einen den Faden bei der Reservebildung aufnehmenden Winkel bildet und dass der Hilfsfadenführer bei vollendeter Faden reservebildung mittelst eines durch das Schaltwerk betätigten Schwenkhebels (39) derart zusätzlich verschoben wird, dass der Faden über das freie Ende des ortsfesten Führungsgliedes abgleitet und von dein Hauptfadenführer (18) erfasst wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Schuss-Spulmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenk hebel (39) an einem unter Federkraft (38) an der Nabe (36) des Schaltrades (37) an liegenden Ausrückhebel (34, 35) ange- lenkt ist, der bei Vollendung der Faden reservebildung durch Einschnappen in eine Aussparung (56) der Schaltradnabe (36) mittelst eines Stiftes (57) den Schwenk hebel (39) derart bewegt, dass dieser den Hilfsfadenführer (23, 25 bezw. 60, 63) an einem Anschlag (30)
    erfasst und von der hin- und hergehenden Spulspindel- welle (11) abhebt. 2. Schuss-Spulmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Schwenkhebel (39) die Schaltklinke (43) des Schaltwerkes trägt und durch Federkraft (44) an dem An schlag (30) des Hilfsfadenführers (23, 25 bezw. 60, 63) anliegt.
    3. Schuss-Spulmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltrad (36, 37) und der Ausrückhebel (34, 35) mit dein Schwenkhebel (39) an der Unterseite des Getriebegehäusedeckels angeordnet sind.
CH156083D 1930-10-20 1931-07-31 Schuss-Spulmaschine mit axial beweglicher Spulspindel. CH156083A (de)

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