CH156127A - Verfahren zur Herstellung von Resitolen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Resitolen.Info
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Description
verfahren zur Herstellung von Resitolen. Es ist bekannt, die bei der Phenolal- dehydkondensation entstehenden löslichen und schmelzbaren Anfangskondensationsprodukte (Resole) durch Erhitzen in unlösliche, aber formbare Zwischenprodukte (Resitole) über zuführen (H. Lebach, Chem. Ztg., 1913, 734).
Ferner ist auch bekannt, diese Resitole, ge gebenenfalls nach Erteilung der endgültigen Form, durch Erhitzen in unlösliche und un- schmelzbare Endkondensationsprodukte (Re- site) überzuführen, zwecks Herstellung ge formter Gegenstände.
Alle bekannten Verfahren beruhen darauf, dass die löslichen und schmelzbaren Konden sationsprodukte so lange, gegebenenfalls unter Druck, erhitzt werden, bis sich Resitol ge bildet hat. Die in den gesagten löslichen Kondensationsprodukten stets vorhandenen .Mengen von freien Phenolen und Wasser, sowie das durch Erhitzen neugebildete Kon densationswasser werden bei dieser Umwand lung entweder gar nicht oder nur teilweise entfernt und bleiben im gebildeten Resitol eingeschlossen, da nur relativ niedrige Tem peraturen, etwa 100 C,
angewendet werden können und ausserdem die an der Oberfläche zuerst gebildete Resitolsebicht das Entweichen des Wassers und der übrigen flüchtigen Be standteile aus dem Innern des Harzes ver hindert. Bekanntlich beeinträchtigen aber diese Verunreinigungen stark die Qualität der Endprodukte, indem sie die mechanische Festigkeit, Elastizität, Wärmebeständigkeit, Dauerhaftigkeit, elektrische Widerstandsfähig keit etc. der Produkte erheblich beeinflussen.
Es wurde nun gefunden, dass man gut verarbeitbare Resitole von ganz hervorragen den Eigenschaften frei von Phenolen, Wasser und flüchtigen Basen erhalten kann, wenn man lösliche, schmelzbare und härtbare, als Resole bezeichnete Phenolaldehydkonden- sationsprodukte in dünnen Schichten kurze Zeit, zweckmässig wiederholt, auf höhere Temperaturen, z. B. 100-2000 C erhitzt und dadurch zum Teil in Resite überführt.
Diese Behandlung wird solange fortgeführt, bis wenigstens der grösste Teil der flüchtigen Bestandteile entfernt und das gebildete Re- sitol noch gut verpressbar ist. Als Ausgangs produkte eignen sich beliebige Resole, das heisst härtbare, lösliche und schmelzbare Anfangskondensationsprodukte. Es können diesen mit Erfolg Kondensationsbeschleuniger, wie zum Beispiel Hexamethyleutetramin, Formaldehyd, dessen Polymere, dessen Ho mologe, vor der Behandlung mittelst hoher Temperatur zugesetzt werden.
Das Ver mischen kann in irgend welchen geeigneten Mischwerken oder Rührwerken stattfinden. Als anzuwendende Temperaturen empfehlen sich die Siedetemperaturen der Phenole. Ebenso können mit Erfolg auch höher lie gende Temperaturen angewendet werden.
Auf diese Weise lassen sich die flüch tigen Bestandteile mindestens zum grössten Teil entfernen. Hierbei ist es zweckmässig, nach dem, bezw. nach jedem Erhitzen die Temperatur rasch zu senken, damit der ge wünschte Resitolzustand erhalten bleibt. Dieser Umwandlungsprozess wird solange durchgeführt, als das gebildete Resitol sich unter Druck und Hitze noch gut und ein wandfrei formen lässt und in bekannter Weise in den Resitzustand übergeführt werden kann.
Die Dauer der Behandlung und die Zahl der Wiederholungen sind so wohl von der angewendeten Temperatur, als auch von der Natur und der Reaktionsfähig keit des angewendeten Ausgangsmaterials und von der Dicke der Schicht abhängig.
Der Prozess kann z. B. wie folgt durch geführt werden Ein Anfangskondensationsprodukt (Resol), fest oder zähflüssig, wird auf eine auf etwa 100 - 200 C geheizte Platte gebracht und vermittelst einer auf etwa die gleiche Tem peratur geheizten Walze in dünner Schicht ausgewalzt, wobei die Dicke der Schicht sich nach der Güte des Endproduktes richtet und ümso dünner sein muss, je besser das End produkt sein soll, und ausserdem je nach der angewendeten Temperatur, sowie der Natur und der Reaktionsfähigkeit der Ausgangs materialien variiert. Die Walze und auch die Platte sind mit gut anliegenden scharfen Messern versehen, so dass die Harzschicht nach dem Erhitzen leicht entfernt werden kann.
Die Operation wird so oft wiederholt, bis das Produkt in der Hitze elastisch gummiartig wird, keine wesentlichen Dämpfe mehr entweichen und das erkaltete Produkt unter Hitze und Druck sich noch gut formen lässt. Auch kann mit grossem Vorzug der Verlauf und das Stadium der Reaktion durch den Löslichkeitsgrad des gebildeten Resitols kontrolliert werden. Denn im Gegensatz zu allen bisher gemachten Beobachtungen wurde gefunden, dass in den feinst pulverisierten Resitolen ein wesentlicher Teil des Resitols sowohl in absolutem Alkohol, als auch in Aceton und Phenol löslich ist.
Wird nun ein Resitol fein pulverisiert und vermittelst Aceton oder absolutem Alkohol extrahiert, so wird das Resol dem Resitol entzogen und das Resit bleibt zurück. Diese Tatsache ist für das Verfahren ausserordentlich wichtig, da für die gute Verarbeitbarkeit bezw. Press- barkeit der Gehalt an Resol im Resitol aus schlaggebend ist.
Zum Formen bezw. Verpressen von Re- sitolen mit niedrigem Resolgehalt sind höhere Temperaturen und ein höherer Druck erfor derlich als zum Verpressen von Resitolen mit höherem Besolgehalt.
Das Verfahren kann auch auf beheizten Kalandern oder Mischwalzen durchgeführt werden. Es kann ausserdem so vor sich gehen, dass man zu den angewendeten Re- solen zwecks Beschleunigung der Resitolbil- dung Paraform oder Hexamethylentetramin zusetzt.
<I>Beispiel</I> 10 kg eines Resols werden auf einem Mischwalzwerk, dessen Walzen auf 150 bis <B>1800</B> erhitzt sind, zu einer etwa 0,5 mm dünnen Schicht ausgewalzt, die Harzschicht etwa 1/4-1/z Minute der oben angeführten Temperatur ausgesetzt, hierauf rasch von der Walze entfernt, gegebenenfalls im kalten Luftstrom gekühlt, dann wieder auf die Walze gebracht und die Operation so oft wiederholt, bis eine Probe des Resitols in gepulvertem Zustande durch Alkoholextrak tion noch zirka 20-25 /o lösliehe und schmelzbare Bestandteile abgibt und sich gut unter Hitze und Druck formen lässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Resitolen durch Erhitzen von löslichen, schmelzbaren und härtbaren, als Resole bezeichneten. Phe- nolaldehydkondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass diese in dünnen Schich ten kurze Zeit auf höhere Temperaturen er hitzt werden, bis die flüchtigen Produkte mindestens zum grössten Teil entwichen sind und das gebildete Resitol noch gut verpress- bar ist. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung der dünnen Schichten der Phenolaldehydkon- densationsprodukte wiederholt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erhitzen die Temperatur jeweilen rasch gesenkt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung unter brochen wird, ehe der Resitzustand voll ständig erreicht ist. 4. Perfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ausgangspro dukte Xondensationsbeschleuniger zuge geben werden.
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