Verfahren zur direkten )Eierstellung von Reliefkarten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur direkten Herstellung von lleliefkarten. In den üblichen topographi- schen Karten werden die Höhenunterschiede zwecks Gestaltung der Berge etc. durch so genannte Höhenlinien oder Schichtlinien an gedeutet. Diese Höhenlinien sind die Verti kalprojektionen von Schnittlinien, welche durch parallele, horizontale und in gleichem Abstand voneinander gelegte Hilfsebenen durch .die Bodenerhöhungen gebildet werden.
Gemäss der Erfindung werden alle Karten einzelheiten (zum Beispiel Höhenlinien) um einen zu ihrem Abstand über Meer propor tionalen Betrag in beliebig gewünschter Richtung (Blickrichtung) gegeneinander, yAr- setzt. Bei allen Linienzügen, die ein Gefälle aufweisen, kann das Versetzen gleichzeitig mit der Erzeugung dieser Linienzüge in ste ter Proportion zu ihrem Gefälle stattfinden.
Dieses Versetzen kann nun zum Beispiel in der Weise erfolgen, dass alle Einzelheiten der Karte in parallelen Linien, zum Beispiel Nord-Süd, versetzt werden. Das Gelände er- scheint dann in einer Parallelperspektive. Eine solche Karte unterscheidet sich von den von einem einzigen Sichtpunkt aus aufgenom menen Vogelschaukarten dadurch, dass gleich hohe Bodenerhebungen stets unter dem glei chen Gesichtswinkel erscheinen.
Dieses Ver setzen kann nun nicht nur in der Pichtunr Nord-Süd, sondern in beliebiger Richtuhr erfolgen, und zwar auch von einer Mittel linie der Karte aus nach verschiedenen Rich tungen, so dass eine Karte mit linear polarer Versetzung entsteht.
Noch bessere perspel@- tivisehe Wirkung wird erzielt, wenn ange nommen wird, der Beobachtungspunkt liegt noch in endlicher Ferne, so dass alle Verset-
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<B>11t1.1 <SEP> U <SEP> @mr <SEP> i-n </B> <SEP> T-.-- <SEP> _ den; das ist dann eine rein punktpolar per spektivische Karte, die eine natürliche Wir kung hervorbringt, da das menschliche Auge ein Gelände auch nur punktpolar betachten kann.
In der beiliegenden Zeichnung sind ver schiedene Ausführungsbeispiele von Geräten zur Herstellung von Karten nach vorliegen dem Verfahren dargestellt.
Eine ganz einfache Vorrichtung zum punktweisen Aufzeichnen einer linear ver setzten Kurve zeigen die Fig. 1 bis 3.
Fig. 1 zeigt diese Vorrichtung in Drauf sicht; Fig. 2 und 3 sind Schnitte nach den Li nien 4-B bezw. 13-B der Fig. 1.
Die dargestellte Vorrichtung besitzt zwei parallel zueinander angeordnete Schienen 41, in welche je zwei in der Längsrichtung der Schienen verlaufende Schlitze 42, 43 ausge arbeitet sind. An einer zu den Schienen 41 quer verlaufenden Schiene 44 sind Zapfen 45 vorgesehen, -welche je paarweise in einem der Schlitze 42 bezw. 43 eingreifen und welche derart eingepasst sind, dass die Schiene 41 leicht und mit grosser Genauigkeit parallel zu sich selbst längs der Schienen 41 verscho ben werden kann.
Zum Sichern .der Zapfen 45 in den Schlitzen 42, 43 sind Flachkopf- schrauben 46, welche mit ihrem Kopf auf den Schienen 41 aufliegen, in die Zapfen eingeschraubt.
Auf der Schiene 44 sind zwei Führungen 47, 48 von T-förmigem Querschnitt vor gesehen, welche in eine entsprechend geformte Nute 40 eines mit einer Teilung 50 ver- sehenen Stabes 51. passen. Die Teilung 50 reicht bei auf eine der Führung 47, 48 auf gesetztem Stab 51 bis an die Längskante der Schiene 44 und dient zum raschen und ge nauen Auftragen der den jeweiligen Boden erhebungen über der Basis, das heisst der ersten Höhenkurve, entsprechenden Mengen auf den Senkrechten über den charakteristi schen Punkten der Höhenkurven, so dass auch hier die einzelnen Höhenkurven in der Reproduktion um gleiche Beträge gegenein ander verschoben sind.
Am Stab 51 könnten längs der Teilung verschiebbare Marken vorgesehen sein zum Markieren einer bestimmten Länge, ihres Doppel, Dreifachen etc.
In den Fig. 4 und 5 ist eine praktische Ausführungsform der Vorrichtung gezeigt. Der Tisch 60, der das Original 62 trägt, ist an einer auf vier Füssen 6.1 stehenden Grund platte 65 befestigt. Die Reproduktion 63 ist auf einem beweglichen Tisch 61 befestigt. Der Pol 1' des Pantographen sitzt einstellbar auf einem mittelst zweier Spindeln 66, 67 in zwei zueinander senkrechten Richtungen ver stellbaren Kreuzschlitten 68.
Der Fahrstift ist als Fahrmarke ausgebil det und mit einer Lupe 70 versehen, welche am Ende eines Glasrohres 71 sitzt. In der optischen Achse der Lupe 70 ist eine Fahr marke 69. Diese Ausbildung des Fahrstiftes gestattet ein rascheres, genaueres und weni ger ermüdendes Arbeiten.
Der Zeichenstift 72, welcher durch ein lösbares Gewicht 73 belastet ist, ist achsial verschiebbar in einer Führung 74 gelagert. Zum Auslösen des Zeichenstiftes ist ein eben falls achsial verschiebbar geführter Stift 75 vorgesehen, welcher auf eine Vorrichtung am Zeichenstift 72 in nachfolgend erläuterter Weise derart einwirkt, dass derselbe in sei ner Ruhestellung von der Reproduktion 63 abgehoben ist (Fig. 4).
Der Tisch 61 ist als Schlitten ausgebildet und in einer Führung der Platte 76 mittelst einer Spindel 77 verschiebbar. Die Platte 76 ist um einen Zapfen 78 der Grundplatte 65 drehbar und mittelst Muttern 79, welche in Schlitzen 80 der Platte 76 laufen, nach einer Skala 81 einstellbar. Zum Antrieb,der Spin del<B>-77</B> dienen Kegelräder 82, 83, 84, 85, von denen das erste auf der Spindel 77, die Rä der 83, 84 auf dem Zapfen 78 und das Ke gelrad 85 auf der Welle 86, welche unter halb der Grundplatte 65 durchläuft, sitzen Das Ende der Welle 86 trägt eine Handkur bel 87, die an einer Skalentrommel 88 be festigt ist, mittelst welcher die Grösse der Verschiebung des Schlittens 61 abgelesen werden kann.
Zum Feineinstellen dieser Grösse ist ausserdem eine Skalenscheibe 89 vorgesehen, welche von der Welle 86 aus über Schneckenräder 90 gedreht wird.
Zum Heben und Senken des Zeichenstif tes 72 von der Stelle aus, an welcher sich der Fahrstift befindet, ist eine Einrichtung vorgesehen, welche das Senken des Stiftes 75 und damit des Zeichenstiftes 72 gestattet. Am untern Ende des Stiftes 75 ist das Ende einer Schnur 91 befestigt, welche um eine Rolle 9\2 geschlungen ist, so dass bei deren Drehen die Schnur auf- und abgewickelt wird. Die Rolle 92 ist mit einer zweiten Rolle 93 starr verbunden und ist mit dersel ben drehbar an der Führung des Fahrstiftes befestigt.
Zum Drehen der Rolle 93 ist eine Schnur 94 vorgesehen, welche einerends durch das Gewicht 73, das mittelst -der Scheibe 93a auf .den Stift 72 drückt und an- dernends durch eine Spannrolle 95, welche drehbar an einem schwenkbaren Hebelarm 96 sitzt, gespannt wird. Das Schwenken des Hebelarmes 96 bewirkt ein Entspannen der Schnur 94 und erfolgt durch das Nieder drücken eines Tasthebels 97, .der starr mit dem Hebelarm 96 verbunden ist und unter der Wirkung einer in der Zeichnung nicht dargestellten Feder steht.
Diese Einrichtung gestattet ein müheloses Bedienen des Zeichen stiftes vom Arbeitsplatz, das heisst dem Tisch 60 aus mit derjenigen Hand, welche die Lupe 70 führt.
Beim Reproduzieren einer garte, bei wel cher, wie beschrieben, der Sinus des Beob- aehtungswinkels berücksichtigt wird, kann eine Vorrichtung verwendet werden, deren Konstruktion zum Teil in den Fig. 6 bis 9 dargestellt ist. Der Unterschied gegenüber der in bezug auf die Fig. 4 und 5 beschrie benen Konstruktion liegt in der zwangläufi- gen Verbindung der Fahrmarke mit dem das Original 62 tragenden Tisch 98.
Zu diesem Zweck ist der auf der Grundplatte 65 an geordnete, das Original 62 tragende Tisch 98, welcher auf vier Beinen steht, mit zweien derselben in einer V-förmigen Nute 99 in der Längsrichtung der Grundplatte 65 geführt. Die letztere trägt eine Schiene 100, die oben eine Führung 101 besitzt. Die Schiene 100 steht auf zwei Füsschen 102 auf,der Grund platte 65, wobei in den Füsschen 102 seitlich je eine V-förmige Führungsnute ausgearbei tet ist. Der Fahrstift ist an einem Schlitten 103 befestigt, der längs einer Führungsleiste<B>10-1</B> eines Armes 105 verschiebbar ist.
Der Arm 105 bildet ein Stück mit einem längs der Führungsschiene 101 verschiebbaren Schlit ten 106, der eine Zahnstange<B>107</B> trägt. Die letztere steht in Einriff mit einem Zahnrad <B>111,</B> welches einerseits ein Zahnrad 108, das mit einer Welle Ino in ein,-cn r.n-r ci>>r#@ an der Schiene 100 befestigten Armes 111) drehbar ist, antreibt.
Ein am untern Ende der Welle 109 sitzendes, zweites Zahnrad 112 greift in ein Zwischenrad 113 ein und dieses in ein weiteres Zahnrad 114, welch letzteres mit einer Zahnstange 115 in Eingriff steht. Die letztere ist in den seitlichen, V-förmigen Führungsnuten der Füsschen 10? leicht ver schiebbar und trägt einen Arm<B>116,</B> welcher zwischen den Füsschen hindurch an einen Arm<B>11.7</B> des Tisches 98 angelenkt ist. Die Zahnräder 111, 113, 114 sitzen einstellbar und auswechselbar an Armen 118, die schwenkbar auf der Lagerbüchse der Welle ]n9 angeordnet sind.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet iii folgender Weise: Bei einer Verschiebung der Fahrmarke quer zur Grundplatte 65 gleitet die Mark(- mittelst ihres Schlittens 103 längs des Armes 105. Der in der Zeichnung nicht dargestellte Zeichenstift wird dabei je nach Einstellung der Pantographenarme um einen bestimmten Betrag verschoben. Bei jeder anders gerich teten Bewegung der Fahrmarke verschiebt sich der Arm 105 längs der Schiene 1N). wodurch die Zahnstange 107 vermittelst de, Zahnrades 111 das Zahnrad 108 und damit die Welle 109 dreht.
Dadurch werden auch die Räder 112, 113 und 114 in Umdrehen g versetzt, so da.ss .durch das Zahnrad 114 die Zahnstange 115 und damit der Tisch 98 mit dem Original in der Längsrichtung der Grundplatte und entgegengesetzt zur Bewe gungsrichtung der Fahrmarke 7 0 bewegt wird. Auf diese Weise werden alle die Teile der Höhenlinien des Originals 62, welche nicht senkrecht zur Längsrichtung der Grundplatte verlaufen, verkürzt wiedergege ben. Eine kreisförmige Höhenlinie im Ori ginal 62 erscheint daher als Ellipse in der Reproduktion.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 bis 12 ist die Lupe 70 in einer Fassung 71 an den Gliedern des Pantographen befestigt und @-leichzeitig an einem Schlitten 122, wel cher auf einem Arm eines Schiebers 130 leicht verschiebbar angeordnet ist. Der Schie ber 130 ist auf dem Kopf 101 der festen Schiene 100 leicht verschiebbar angeordnet. Am Schlitten 122 ist mittelst Zapfen 123 eine Stange l21 angelenkt, die in einer Büchse 1\34 leicht verschiebbar angeordnet ist.
Die Stange 121 besitzt eine Zahnung, in welche das eine Zahnrad 127 eines Zahn räderpaares eingreift. Das zweite Zahnrad 127 greift in die Zahnung einer zweiten Schiene 131 ein, die parallel zur Schiene 121 und in einer Führung der Büchse 12.1 liegt. Das Zahnräderpaax 127 sitzt auf einer Welle 104 fest. Die Stange 131 ist in einer Füh rung 132 geführt, in welcher die Stange 181 mittelst Stellschraube 135 eingestellt werden kann. Die Führung 132 besitzt einen Zap fen 133, dieser greift in eine Bohrung eines Schlittens 120 ein.
Der letztere trägt das zu reproduzierende Original 62; er ist auf dem gTösseren Tisch 119 verschiebbar. Der Schlitten 1<B>2</B>0 greift mit einer Leiste 1.18 in eine Nute 117 des gesamten Tisches<B>119</B> ein. Der letztere seinerseits greift mit einer Leiste in eine Nut 189 der Grundglatte 65 ein. Die Büchse 124 ist am Support 128 angelenkt, dieser kann mittelst eines Lenkers 138 und Stellschraube 137 mit .dem Schlitten 130 fest verbunden werden, so dass beim Verschieben des Schlittens 130 Support 128 mit verscho ben wird.
Durch Einstellen des Stabes 131 in der Hülse 132 kann das Mass der Verset zung verändert werden. Wird der Support l28 auf der Schiene 100 mit der Schraube 136 festgestellt, so werden mit dem Apparate punktpolare Karten erzeugt.
Wird aber die Schraube 136 zelöst, so dass der Support 128 auf der Führung 101 verschiebbar ist, und wird die Schraube 137 angezogen, so dass der Lenker am Schieber 130 festgeklemmt wird, so macht der Support- 128 dieselben Bew e- gungen wie der Schieber 130, und es werden mit dem Apparat dann linienpolare Karten erzeugt.
In Fig. 13 und 14 ist die Einrichtung in Verbindung mit einem Kartographen gezeigt. Der Kartograph C ist von an sich bekannter Bauart und ist hier nicht näher beschrieben. Auf dem Tisch 65, auf welchem der Karto graph C angeordnet ist, ist auch ein Tisch zur Aufnahme der Reproduktion angeordnet, der genau nach der Ausführungsform narb Fig. -1, 5 gebaut ist.
Der Zeichenstift 1-10, welcher die Karten aufzeichnet, ist mittelst der Lenker 138, 139 mit dem Kartographen C verbunden. Bei Verwendung des 1iarto2#raphen in der bisher üblichen Art und Weise zur Herstellung von Höhenlinien werden diese nun auf der Karte 63 auf;'ezeichnet, welch letztere für jede fol gende Höhenlinie wieder um ein bestimmtes Mass verschoben wird mit Hilfe der Hand kurbel 87, wie in bezug auf Fig.4 und 5 beschrieben.
Der Zeichenstift l-10 des Aerokartogra- phen zeichnet die Höhenlinien und andere Karteneinzelheiten, während der Tisch 61 je nach den Meereshöhen verscbohen wird, in dem die Tischschraube 7 7 vermittelst Griff 87 von Hand betätigt wird.
Wird die Tisch schraube 77 durch ein Friktionsgetriebe mit der Höhenschraube des Aerol@artomra.phen richtig verbunden, so arbeitet die Tisch schraube 77 automatisch und kraucht keine weitere Pedienunn als die anfängliche, rich tige Einstellung vermittelst des Friktions- getriebes.
Fig. 15, 16 stellen ein Ausführungsbei spiel dar, bei welchem ein Koordinatograpb mit dem Aerokartographen verbunden ist. Der Aerokartograph ist nicht gezeichnet, da irgend eine geeignete Konstruktion verwen- clet werden kann. Durch Dieben der beiden Spindeln 1.50 und 151, die mit einem Aero- kartogra.phen betätigt werden, bewegen sich die beiden Schieber 154 und 155 in zwei Senkrecht zueinander verlaufenden Richtun gen,
so dass der Zeichenstift 156 beispiels-
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Das deiche Resultat wird erzielt, wenn die Hö- lienschraube des Aerokartographen vermit telst eines Friktionsgetriebes <B>160, 161</B> die Tischschraube 77 direkt antreibt.