Pumpe zum Fördern von Beton mit hin- und hergehendem Treiborgan. Zwecks Förderung von Beton, zum Bei spiel zu den Verschalungen grosser Bauten hat man bisher Sturzgerüste verwendet, wel che sehr hoch gebaut werden mussten, wenn es sich um Hochbauten handelte, und deren Beschaffung und Unterhaltung mit aus nahmslos hohen Kosten verbunden war; au sserdem verursachte der Auf- und Abbau dieser Sturzgerüste einen grossen Zeitverlust.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist eine Pumpe zu schaffen, welche geeignet ist, den Beton sofort der Arbeitsstelle zuzufüh ren, ohne Verwendung von Sturzgerüsten und zugehörigen Zuflussrinnen.
Die Anwendung einer Pumpe zum För dern normalen Betons war bisher nicht mög lich, weil die bekannten, für Flüssigkeiten geeigneten, eine Ventilwirkung ausübenden Organe eine entsprechende Wirkung mit Be ton nicht gestatten.
Die Erfindung stützt sich nun auf die Er kenntnis, dass Beton, welcher sich in einer zylindrischen Rohrleitung bewegt, sich be kanntlich bei einer Querschnittsverminderung der Rohrleitung nicht beschleunigen lässt, wie zum Beispiel Wasser, sondern es wird ein keilförmiger Materialstau erzeugt, bei wel chem die Betonteile sich fest aneinander pres sen und den Durchgang selbsttätig ganz ver schliessen.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Pumpe zum Fördern von Beton mit hin- und hergehendem Treiborgan und mit eine Ven tilwirkung ausübenden Organen. Sie besteht darin, dass diese letzteren Organe von aussen her derart zwangläufig gesteuert werden, dass sie eine Verringerung des Durchlassquer- schnittes der Saug- bezw. Druckleitung, iin Takt der Bewegung des Treiborganes her beiführen.
Es hat sich herausgestellt, dass finit einer Pumpe dieser Art Beton auf grosse Distanz und erhebliche Höhen einwandfrei gefördert werden kann. Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 stellt im Längsschnitt die erste Ausführungsform dar, und zwar eine Pumpe mit dauernd ausserhalb der Leitung liegen den, die Ventilwirkung ausübenden Organen; Fig. ? ist ein Schnitt nach Linie II-11 der Fig. 1 und zeigt diese Organe deutlicher; Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1; Fig. 1 stellt im Längsschnitt die zweite Ausführungsform dar; Fig. 5 zeigt eine verbesserte Ausführung der Organe, welche die .Ventilwirkung aus üben.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausfüh rungsform hat eine Membranpumpe Verwen dung gefunden, deren Membran 1 durch eine von der Kurbelwelle 3 angetriebene Pleuel stange 9 betätigt wird. Zu beiden Seiten des Pumpenkörpers .1 ist in die Rohrleitung ein elastischer Hohlkörper 5 bezw. 6 eingeschal tet, welcher beispielsweise aus einem mit dem einen Ende mit der Zuflussleitung 7, bezw. der Abflussleitung 8 verbundenen Gummi rohrstück besteht. Die Druckleitung besitzt den üblichen Windkessel 9.
Die für den B.e- trie.b der Pumpe erforderliche Ventilwirkung wird bei dieser Ausführungsform durch das Zusammendrücken der Gummirohre mittelst Steuerorganen in Form von Zangen 10, 11 erzielt, welche mit mehreren Einzelheiten auf Fig. 2 und 3 dargestellt sind. Wie diese Figuren zeigen, umfassen die Backen dieser Zangen die Gummirohrstücke 5 bezw. 6, wäh rend die freien Enden der Arme jeder Zange der Wirkung einer unrunden Scheibe 12 bezw. 13 ausgesetzt sind.
Diese Scheiben sind auf die Kurbelwelle 3 aufgekeilt, und zwar die eine gegenüber der andern derart versetzt, dass sie das entsprechende Gummi rohrstück im gewollten Augenblick zusam mendrücken, um den Durchlassduerschnitt züz verringern. Die Zangen 10 und 11 werden mit den entsprechenden Scheiben 12 und 13 mittelst der Federn 14- und 15 in Berührung gehalten.
Die Schenkel der Zangen 10 und 11 können zweel#.mässig mit nicht dargestell ten Mitteln versehen sein, welche den Stoss aufnehmen, wenn die Backen der Zangen zu folge eines besonders grossen Steines oder sonstigen Körpers in der Leitung an Been digung ihres Arbeitshubes gehindert werden.
- Die Zeichnung lässt deutlich erkennen, dass die Regelungsorgane wie auch die Organe zum Steuern derselben sich gänzlich ausser halb der Pumpenrohrleitung befinden, und infolgedessen nicht mit dem Material in Be rührung kommen.
Um die Längenverminderung der Gummi rohrstücke 5, 6 infolge ihrer Zusammendrük- kung auszugleichen, ist der am Gummirohr stück anliegende Teil der Druckleitung 8 und ebenfalls der Zufuhrtrichter (nicht dar gestellt) auf einem kleinen Wagen (Fig. 1) angeordnet, der in Führungen läuft, wäh rend in die Druckleitung ein elastisches Zwi schenglied eingeschaltet ist, dass eine seitliche Abbiegung der Leitung entsprechend den Bewegungen der beweglichen Leitungsab schnitte gestattet.
Fig. 5 zeigt eine vorzugsweise ange wandte Ausführungsform des Steuermecha nismus, wobei eine auf einer angetriebenen Welle 2' befestigte unrunde Scheibe 1' mit einem Ilebel 3' zusammenwirkt, der bei d' drehbo.r gelagert ist und eine Rolle 5' trägt, welche zwangläufig mit dem Umfang der unrunden Scheibe in Berührung gehalten wird. Der andere Arm des Hebels 3' ist an einer Stange 6' a.ngelenkt, die in einem Ge häuse 7' geführt ist, welches eine Druckfeder 8' enthält.
Letztere stützt sich einerseits o-e- gen eine Schulter 9' der Stange 6' und an derseits gegen eine verstellbare Kappe 10' des Gehäuses 7' ab. Die in der Verlängerung der Stange 6' liegende Stange 6" ist an ihrem untern Ende an einem Arm 11' angelenkt, der durch eine Zugfeder 11" mit einem festen Teil des Ge stelles verbunden ist und auf der Achse eines Treibrades 12' sitzt, das mit zwei Zahnstangen 13', 14' in Eingriff steht, welche zu beiden Sei ten des Rades angeordnet und mit je einem Klemmbacken 15', 16' verbunden sind, der art, dass wenn das Rad 12' unter der Einwir kung der unrunden Scheibe 1' über den He bel 3',
die Stange 6' und den Arm 11' ent gegen dem Uhrzeigersinne gedreht wird, die beiden Klemmbacken gegeneinander bewegt werden, wobei das Rohrstück zusammenge drückt wird. Die Form der unrunden Scheibe ist derart, dass die Klemmbacken während gewisser Zeit in dieser Stellung ver bleiben, worauf die Feder 11" das Gestänge in die mit vollen Linien gezeichnete Lage zurückführt, wobei die Klemmbacken ausein- andergezogen werden, um das Gummirohr stück freizugeben, das infolge seiner Elasti zität in die normale Form zurückkehrt.
Die Druckfeder 8' ist derart eingestellt, dass sie normalerweise nicht zusammenge drückt wird und nur in Tätigkeit tritt, um den Stoss aufzunehmen und einer Beschädi gung des Gestänges vorzubeugen, wenn ein besonders grosser Stein oder sonstiger Kör per in dem VZohrstück zwischen die Klemm backen kommt und diese an Beendigung ihres Arbeitshubes hindert.
Die Wirkiangsweise der Vorrichtung ist klar. Die dargestellte Stellung entspricht dem Augenblick, in welchem der Druckhub beginnen soll. In diesem Augenblick ist das Rohrstück 5 mittelst der Zunge 10 bezw. mittelst der Klemmbacken 15', 16' zusam mengedrückt, wie beispielsweise in Fig. 2 oder 5 veranschaulicht ist, so dass, wenn der Druckhub beginnt, der Beton sich in dem verengerten Rohr anstaut und den Durchlass vollständig verstopft. Er kann also nur nach der Druckseite hin entweichen.
Beim Ende des Druckhubes wird das Rohrstück 5 durch Öffnen der Zange bezw. der Klemmbacken freigegeben, während das Rohrstück 6 durch die Schliessung der Zange 11 bezw. de: Klemmbacken zusammengeklemmt wird, worauf die Pumpe Material ansaugt.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausfüh rungsform wird die Ventilwirkung durch Schieber 16 und 17 erhalten, welche an ihrem untern Ende vorzugsweise keilförmig abge schrägt sind, und welche von der Kurbelwelle 3 aus mittelst Pleuelstangen 18 und 19, so wie Exzentern 20 und 21 betätigt werden. Die Schieber 1,6 und 17 befinden sich in den zurückgezogenen Lagen ganz ausserhalb der Leitung 22 und dringen durch Öffnungen ü1 der Rohrleitung 22 hindurch, welche mit. Ab streichern 23 und 2.1 versehen. sind, die (las Eindringen des Betons in die Schieberkain- mern 25 und 26 verhindern.
Die Schieber werden aus dieser Stellung wechselweise und genau im gewünschten Augenblick durch die Exzenter gesenkt, wodurch der Rohrleitungs- querschnitt entsprechend verengert wird. Bei dieser Ausführungsform hat man in die Steuerungsorgane 18 und 19 Federn 27 und 28 eingeschaltet, welche den Stoss abfangen, wenn ein Stein oder ein anderer harter Ge genstand sich unter dem Schieber befindet.
Man kann auch denselben Stossschutz er zielen, wenn man in der Leitung gegenüber der Scbieberöffnung eine Kammer vorsieht, in welcher sich ein elastisches, beispielsweise. aus Schvvainnigummi gebildetes Auflager be findet, das die sich etwa gerade unter dem Schieber befindlichen Steine aufnimmt und sie beim Zurückziehen des Schiebers wieder dem Haterialstrom zuführt, so dass sie mit dem Strom weggeführt, werden und eine Zer störung der Anlage vollkommen vermieden wird.
Es ist klar, dass man eine Verengerung bezw. einen Verschluss des Durchlassquer- schnittes auch mit andern Mitteln herbeifuh ren kann als mit den dargestellten.