CH156263A - Gasgefüllte, elektrische Glühlampe. - Google Patents
Gasgefüllte, elektrische Glühlampe.Info
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Description
Gasgefüllte, elektrische Glühlampe. Elektrische Glühlampen -werden bekannt lich oft mit Gas gefüllt, um die Verdamp- ftin-- des Fadenmaterials zu mindern. Die ge- 1)räue,blichen Glühlampen mit Wolframfäden werden mit Argon oder Stickstoff oder mit einem Gemisch dieser Gase gefüllt.
Diese Füllung verkleinert tatsächlich die Verdamp- Aing des Glühfadens derart, dass solche Lam pen ohne Verkürzung ihrer Lebensdauer bei höherer Fadentemperatur gebrannt werden l#iinnen. als Vakuumlampen. Es ist fest- KiegIellt worden, dass die Fäden von mit den obengenannten Gasen gefüllten Lampen bei 2400<B>' C</B> gebrannt -,verden können, wobei die durchschnittliche Lebensdauer der Lampen <B>]WO</B> bis 2000 Stunden beträgt.
Da diese TeinperatLir den Schmelzpunkt des Wolframs noch um etwa<B>900'</B> unterschreitet, ist die f'rage, oft aufgeworfen worden, warum sich <B>Z,</B> flie Temperatur des Glühfadens nicht weiter erIffilien lässt, ohne dass bisher eine befriedi- ""ende Lösuno, dieses Problems cefunden wor den wäre.
Eingehende theoretische und experimen telle Untersuchungen haben gezeigt, dass die Lebensdauer einer gasgefüllten elektrischen Glühla,mpe hauptsächlich durch das soge- nannte Ludwig<B>-</B> Soreische Phänomen be stimmt wird, welches aus folgendem besteht.
Wenn in einer Gasmischun'-, ein Temperatur unterschied vorhanden ist, so entsteht ein Konzentrationsunterschied, und zwar wenn die eine Komponente im Vergleich züi den andern in relativ gerin er Menge vorhanden ist und das Molekulargewieht dieser ver- dünnteren Komponente im Vergleich zu den andern gross ist, so wird diese verdünntere Komponente von der wärmeren Stelle zur kälteren dif fundieren.
Es ist bekannt, dass der Faden einer gas gefüllten elektrischen Glühlampe von einer ruhenden Gashülle umgeben ist. Die Tein- peratur dieser Gashülle ist in unmittelbarer Nähe des Glühfadens gleich der des Fadens. hingegen ist an der äussern Grenzfläche dieser Gashülle ihre Temperatur gleich der des sie unigebenden Gases. Somit sind hier in kleiner Entfernung ganz besonders hohe 11 Temperaturdifferenzen vorhanden.
Es ist deswegen auch der Ludwig- Soretselie Effekt sehr gross -und wird gemäss obiger Regel der im Gase in relativ geringer Konzentration vorhandene Wolframdampf als verdünntere Komponente vom grossen Molekulargewicht mit grosser Gesellwindig- keit zum kälteren Gasraum hin diffundieren.
Dies ist der Fall bei den bisher übliehen Füllgasen, nämlich Stickstoff und Argon, deren Molekulargewicht <B>28</B> bezw. 40, also nur etwa #.', bezw. 'J, des Molekulargewichtes von Wolfram beträo-t. Es tritt aber eine arosse Änderung ein,"wenn statt StickstofJoder Argon ein Füllgas benützt wird, dessen Mole- kulargewicht gross ist.
Wir haben gefunden, dass wenn das Molekulargewicht des Füll gases etwa '/. jenes des Wolfraras beträgt, die Lampen schon eine wesentliche Besserung zeigen und bei einem Füllgase von noch höherem Molekulargewicht ist die Besserung noch grösser. In diesem Falle wird die zer störende Wirkung des Ludwig<B>-</B> Soretschen Effektes verrin 'gert oder aufgehoben, sie kann sogar unter günstigen Umständen nütz lich werden.
Es ist schon ein Stoff von -#rossein Mole- kulargewicht zur Füllung von Lampen be nützt worden, und zwar Queeksilber. Dieses hat sieh aber als nicht zwee'kmässig erwiesen, einesteils weil Quecksilber bei gewöhnlicher Temperatur einen sehr geringen Dampfdruck, besitzt, anderseits weil die elektrische Durch schlagfestigkeit des Quecksilberdampfes sehr gering ist; er wird schon bei zirka<B>10</B> Volt Spannung durchschlagen; es können daher mit Quecksilberdampf keine bei den üblichen Spannungen brennende Lampen gefüllt wer den. Bei solchen Lampen entsteht nämlich leicht eine Bogenentladung, wodurch die Lampe zerstört wird.
Wir haben nun gefunden, dass die Edel gase von hohem Molekulargewicht, besonders Krypton und Xenon, den obengenannten Er fordernissen entsprechen" da das Molekular- ,gewicht dieser beiden Gase<B>82</B> bezw. <B>128</B> be- trägt und sie echte Gase sind und keine Dämpfe, wie der Quecksilberdampf.
Im Gegensatz zu Quecksilberdampf ist ihre elektrische Durehsehlagsfestigkeit geiiü- gend gross, besonders wenn sie nicht rein, sondern mit einem oder mehreren andern inerten Gasen, wie züm Beispiel Stiel-,stoff oder Argon gemischt verwendet werden.
Die erfindungsgemässen Lampen können daher vorteilhaft mit einem Gasgemisch ge füllt sein, das aus dem Gemisch von Kryp ton, Xenon oder beider mit Stickstoff, Argon oder beider besteht, wobei das Mengenverhält nis derart bemessen ist, dass die Menge des Gases, bezw. der Gase von hohem Molekular- gewiGht mindestens einem Partialdruch von <B>10</B> mm Quecksilbersäule entspricht. Ander seits soll die Stichstoffinenge in der Mischung vorteilhaft mindestens<B>5 %</B> betragen.
Die erfindungsgeinUen Lampen können jedoch t:> nicht nur mit Elementargasen von hohem MolekiiIargewicht, sondern auch mit solchen gasfürmigen Verbindungen von hohem Hole- kulargewicht gefüllt sein, die bei der Be triebstemperatur des Fadens denselben nicht angreifen. Diese Verbindungen können ent weder allein, oder in<B>'</B> Mischung mit den oben- genannten elementaren Gasen verwendet wer den.
Es wurde festgestellt, dass in den erfin dungsgemässen Lampen spiralisierte Wolf- ramfäden mit besonderem Vorteil verwendet werden, da der Wirkungsgrad derartiger Lampen sehr günstig ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gasgefüllte elektrische Mefallfadenglüh- lampe insbesondere mit spiralisiertem Wolf- ramglühdraht, dadurch gekennzeichnet, dass das Fellgas mindestens zum Teil aus einem oder mehreren Gasen besteht, deren Mole- kulargewicht mindestens ein Drittel des Molekulargewiebtes des Fadenmaterials be trägt.UNTERANSPRüCHE. <B>1.</B> Glühlampe nach Patentanspruch, da# durch uekennzeichnet, dass das Füllo-as tD n aus einem Gas von hohem Molekular- gewicht in Mischung mit einem andern inerten Gas bestelit, wobei das Gas von hohem Molchular-ewicht mindestens in einer einem Partialdruck. von<B>10</B> mm Quecksilbersäule entsprechenden Menge in der Glühlan)pe vorhanden ist.<B>9-.</B> Glühlampe nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass die Gasfül- Inno, der Lampe aus einem Gemisch meh rerer Gase von hohem Molekulargewicht mit einem oder mit mehreren inerten Ga,4en besteht, wobei der Partialdruck der Gase mit hohem Molekulargewicht mindestens<B>10</B> mm Q.-Lieel-,silbersäule be trägt.<B>9.</B> 'lÜhlampe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gasfül lung der Lampe aus einem Gemisch von <B>en</B> Krypton init Stickstoff besteht. <B>1.</B> CHühlanipe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet dass die Gasfül- hin.- der Lampe aus einem Gemisch von Venon mit Stickstoff besteht.<B>5.</B> Glühlampe nach Patentanspruch, da durch 'gekennzeiehnet, dass die Gasfül- Itincy der Lampe aus einein Gemisch von Krypton, Xenon und Stickstoff besteht. Glühlampe nach Patentansprueli, da durch --ekennzeichnet, dass die Gasfül lung der Lampe aus einem Gemisch von Krypton mit Argon besteht.<B>7.</B> Glühlampe nach Patentansprueli, da durch -ekennzeichnet, dass die Gasfül- t' lung der Lampe aus einem Gemisch von Xenon mit Argon besteht. <B>8.</B> Glühlampe nach Patentansprucb.. da durch gekennzeichnet dass die Grasfül lung der Lampe aus einem Gemisch von Krypton, Xenon und Argon besteht.<B>9.</B> Glühlainpe nach TPatentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass die Gasfül lung der Lampe aus einem Gemisch von Krypton, Stickstoff und Argon besteht. <B>10.</B> Glühlampe nach Patentanspraeh. da durch gekennzeichnet, dass die Gasfül- lung der Lampe aus einem Gemisch von Xenon, Stickstoff und Argon besteht.<B>11.</B> Glühlampe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gagfül- lung der Lampe aus einem Gemisch von Krypton, Xenon, Stickstoff und Ar-on besteht. 12.Glühlampe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Fülltgas mindestens zum Teil aus einer oder meli- reren gasförmigen, ebemischen Verbill- dungen besteht, deren Molekular--ewieht el el mindestens ein Drittel des Miolekular- gewiehtes des Fadenmaterials beträgt.13-. Glühlampe nach Unteranspruch 12,<B>da-</B> durch gekennzeichnet, dass das Gas bezw. die Gase von hohem Molekulargewicht in Mischung mit einem oder mehreren inerten Elementaruasen in der Glüh- la,nipe vorhanden sind.
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