CH156418A - Verfahren zur Herstellung von Schmelzkäse. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schmelzkäse.Info
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- A23C19/00—Cheese; Cheese preparations; Making thereof
- A23C19/06—Treating cheese curd after whey separation; Products obtained thereby
- A23C19/068—Particular types of cheese
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Description
Verfahren zur Herstellung von Sehmelzkäse. Man stellt schon lange Schmelzkäse her, indem man feinstgewahlenen Hart- oder Weichkäse mit einer wässerigen Salzlösung innigst vermengt und das Ganze mit oder ohne Vakuum auf Temperaturen von<B>60</B> bis <B>76 0</B> erhitzt. Wenn der Schmelzvorgang rich tig geleitet worden ist, so entsteht dann eine vollkommen bomogene, fliessende Masse, die in der Kälte zu einem festen Käseteig erstarrt, der sich leicht und gut schneiden lässt.
Für das Gelingen dieses Schmetzens ist nun die Art des Schmelzsalzes von entschei dendem Einfluss. Man bat bis jetzt vornehm lich mit den neutralen Natrium- bezw. Kalium- salzen der Zitronensäure und Weinsäure ge arbeitet. Man hat zu diesem Zwecke die Zitronen- bezw. Weinsäure in einem Nickel kessel gelöst und darin mit Soda oder Bi- karbonat neutralisiert.
Dieses Neutralisieren ist aber umstäridlich und verursacht leicht Verluste bei unachtsamem Arbeiten infolge Überschäumens; ausserdem sind diese Salze sehr teuer und belasten daher das Schmelz produkt mehr als es im allgemeinen Interesse eines billigen Nahrungsmittels liegt.
Man hatte ferner gefunden, dass das pri märe, sekundäre und auch das tertiäre Na- triumsalz der Ortho-Phosphorsäure gute, das Schmelzen fördernde Eigenschaften haben. Aber von diesen drei Salzen scheiden das primäre und das tertiäre Salz von vornherein aus, weil sie dem fertigen Käse einen sauren, bezw. stark latigisch-alkalischen Geschmack verleihen. Das neutrale Dinatriumphosphat schmilzt nun nicht alle Käsesorten gleich mässig gut und gibt ausserdem dem Fertig produkt noch einen fremden, salzigen Nach geschmack.
Um diesen Übelstand zu ver meiden, hat man weiter versucht, Dinatrium- phosphat, mit Salzen der Zitronen- oder #Veiii- säure vermischt, als Schmelzmittel zu ver- wenden; aber auch dieses Salzgemisch wird durch den hohen Preis der Salze der organi schen Säuren von vornherein hochbelastet.
Es wurde nun gefunden, dass man in dem Natrium-Metaphosphat ein ganz hervor ragendes Schmelzsalz besitzt, das alle Käse sorten leicht und elegant schmilzt, ein ge nügend hohes Wasserverbindevermögen be sitzt, selbst vollkommen geschmacklos ist und auch dein geschmolzenen Käse keinen artfremderi Geschmack verleiht.
Diese Wir kung beruht offenbar darauf, dass sich das neue Schmelzsalz mit dem Ka sein zu einer Kasein-Phosphatverbindung umsetzt, was sich daraus ergibt, dass das an und für sich leicht wasserlösliche Phosphat nach dem Schmelz- prozess nicht mehr in wasserlöslicher Form vorliegt. Sein besonderer wirtschaftlicher Vor teil liegt aber in erster Linie in der grossen Billigkeit gegenüber den Salzen der organi schen Säuren, die man bisher dazu verwendet hat.
Eine weitere nicht vorauszusehende wert volle Eigenschaft des Natrium-Metaphosphates ist seine gleichmässige gute Schmelzwirkung, unabhängig vom Alter und Pettgehalt des zu verwendenden Ausgangskäses. Dies er möglicht auch seiner) Gebrauch als Schmelz mittel bei Weichkäsen, wofür man bisher Phosphate nur sehr schwer und in den sel tensten Fällen verwenden konnte.
Für ge wisse Käsesorten, besonders da, wo es auf ein weiches, streichfähiges Fertigprodukt an kommt, hat es sich gezeigt, dass man Meta- phosphat in Mischung mit Salzen der Pyro- oder Ortho-Phosphorsäure besser verwenden kann.
Wie eingangs gezeigt, hat man zwar schon mit Dinatriumphosphat geschmolzen; aber der damit hergestellte Sehmelzkäse hatte einen salzigen, unangenehmen Nach- gesc'hmack. Es wurde die weitere Erfindung gemacht, dass man sowohl Orthophosphate, wie auch Pyrophosphate zusammen mit Meta- phosphat als Schwelzmittel nur dann vor teilhaft verwenden kann, wenn man darauf achtet,
dass Orthophosphat bezw. das Pyro- phosphat oder die Mischung beider eine Was- serstoffionenkonzentration besitzen, die sich innerhalb der engen Grenze von Pj, <B>=</B> 6,5-7,5 hält.
Diese günstige Wasserstoffionenkonzentra- tion der Orthophosphate oder Pyrophosphate stellt man beispielsweise her, indem man Mono- und Dinatriumphosphat oder saures und neutrales Pyrophosphat in geeigneten Verhältnissen mischt.
Ein günstiges Mi schungsverhältnis ist zum Beispiel<B>7</B> Teile neutrales Pyrophosphat und<B>3</B> Teile saures Pyrophosphat oder<B>7</B> Teile neutrales Pyro- pho'sphat und<B>3</B> Teile Mononatriumphosphat oder<B>7,5</B> Teile wasserfreies Dinatriumphosphat und<B>2,5</B> Teile Mononatriumphosphat. Es wurde nämlich die überraschende Beobach tung gemacht, dass diese Mischungen, die diese günstigen Wasserstoffionenkonzentra- tionen besitzen,
in Mischung mit Natrium- Metaphosphat einen hervorragenden Schmelz käse herstellen helfen, der den Geschmack des Ausgangsmaterials voll und rein erhält und keinerlei fremden oder salzigen Bei geschmack verursacht.
An Stelle der Salze der Ortho-Phosphor- saure lassen sich auch Mischungen von Na- trium-Metaphosphat mit Salzen organischer Säuren, die zu Genusszwecken verwendet werden dürfen, wie Weinsäure, Zitronensäure verwenden. Diese Mischungen besitzen eben falls gute Schmelzeigenschaften.<B>-</B> <B>-</B> Schmelzkäse nach Art der vorliegenden Erfindung werden beispielsweise hergestellt, indem man<B>100 kg</B> feinstgemahlenen Hart käse mit<B>3 kg</B> Natrium-Metaphosphat in <B>10</B> Liter Wasser gelöst versetzt und das Ganze mit oder ohne Vakuum bei zirka<B>65 0 0</B> <B>12-15</B> Minuten gut durcharbeitet.
Die in diesem Beispiel angegebene Menge Schmelz salz kann natürlich<B>je</B> nach den Erforder nissen des Rohmaterials und den Ansprüchen, die man an das Fertigprodukt hinsichtlich der Konsistenz stellt, abgeändert werden. An Stelle von reinem Metaphosphat kann auch eine Mischung beispielsweise von<B>70</B> '/o Metaphosphat und<B>30</B> 'I/o eines Orthophos- phates oder Pyrophosphates oder einer Mi schung beider mit einer Wasserstoflionen- konzentration von Pia<B>=</B> 6,5-7,5 zugesetzt werden.
Auch hier soll durch die angegebenen' Zahlen keine feste Begrenzung der Erfindung ausgedrückt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Schmelz käse durch Schmelzen von feingeinahlenem Käse bei Temperaturen unter<B>100 0</B> C, da durch gekennzeichnet, dass man der feinge mahlenen Käsemasse Natrium-Metaphosphat zusetzt. UNTERAN-SPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der feingemah lenen Käsemasse als Schmelzsalz eine Mischung von Natrium-Metaphosphat mit Alkaliorthophosphat zusetzt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der feingemah lenen Käsernasse als Schmelzsalz eine Mischung von Natrium-Metaphosphat mit Alkalipyrophosphaten zusetzt. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man der feingemablenen Käsemasse als Schmelzsalz eine Mischung von Natrium-Metaphosphat mit Alkali- ortho- und Alkali-Pyrophosphat zusetzt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der feingemah lenen Käsemasse als Schmelzsalz eine Mischung von Natrium-Metaphosphat und neutralen Salzen der Weinsäure zusetzt. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der feingetnah- lenen Käsemasse eine Mischung von Meta- phosphat mit neutralen Salzen der Zitro nensäure zusetzt.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch Lind Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man der feingemahlenen Käsemasse als Schmelzsalz eine Mischung von Natrium- Metaphosphat mit Alkaliortho-Phosphaten zusetzt, deren Wasserstoffionenkonzentra- tion innerhalb der Grenzen von P,#6,5 bis<B>7,5</B> liegt.<B><I>7.</I></B> Verfahren nach Patentanspruch Lind Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man der feingemahlenen Käsemasse eine Mischung von Natrium-Metaphosphat mit Alkalipyro-Phosphaten zusetzt, deren Was- serstoffionenkonzentration innerhalb der Grenzen von P]EI <B>=</B> 6,5-7,5 liegt.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man der feingemahlenen Käsemasse eine Mischung von Natrium- Metaphosphat mit Alkaliortho- und Alkali- pyrophosphat zusetzt, deren Wasserstoff- ionenkonzentration innerhalb der Grenzen von Pu<B>=</B> 6,5-7,6 liegt.
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