CH156475A - Buchdruckform zur Erzielung einer tiefdruckähnlichen Druckwirkung und Verfahren zur Herstellung solcher Formen. - Google Patents

Buchdruckform zur Erzielung einer tiefdruckähnlichen Druckwirkung und Verfahren zur Herstellung solcher Formen.

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CH156475A
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August Schuler Graphische Ruck
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August Schuler Graphische Kuns
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Description


  Buchdruckform zur Erzielung einer     tiefdruckähnlichen        Druckwirkung     und     Verfahren    zur Herstellung solcher Formen.    Die Erfindung betrifft eine Buchdruck  form mit tiefdruckähnlicher Druckwirkung  und ein Verfahren zur Herstellung solcher  Buchdruckformen. Bisher wurde bei Buch  druckformen eine     tiefdruckähnliche    Druck  wirkung dadurch zu erzielen gesucht, dass für  die wie üblich hergestellte Buchdruckform  Farben verwendet werden, die beim Abdruck  auf Papier oder sonst geeigneten Stoffen aus  laufen und hierdurch die sogenannte Dop  peltonwirkung hervorrufen.

   Bei der gewöhn  lichen Buchdruckform tritt dieses Auslaufen  und die damit verbundene     Doppeltonwirkung     allerdings nur in einem sehr beschränkten  Umfang     ein.     



       Die    vorliegende Erfindung beruht auf der       Erkenntnis,    dass das Auslaufen der Farbe bei  Buchdruckformen durch besondere Gestal  tung der einzelnen die Druckelemente aus  machenden Stellen bedeutend erhöht werden  kann, und dass damit gleichzeitig eine Er-         höhung    der     Doppeltonwirkung,    also eine  tiefdruckähnliche Wirkung eintritt.  



  Die bisherigen Druckformen, insbeson  dere Rasterklischees zeigen einen Querschnitt  durch das Druckelement, der einem scharf  abfallenden Kegel mit     wagrecht    abgeschnit  tener Spitze vergleichbar ist. Die     Erfindung     hat, um den oben geschilderten Zweck zu er  reichen,     eine    Druckform zum Gegenstand, bei  der die Mantelflächen der einzelnen Druck  elemente in einer das Abfliessen der Farbe  zum     Grunde    hemmenden Form ausgebildet  sind, so dass die Mantelflächen der Druck  elemente in ihrem obern Teil     mitdrucken.     Hierfür eignet sich zum Beispiel eine in  ihrem obern Aufbau abgeschrägte Form der  Mantelflächen:

    In der     Zeichnung    sind Ausführungsbei  spiele dieser Druckform schematisch dar  gestellt.           Fig.    1 und 2 zeigen     Querschnittsformen,     wie sie bisher bei Rasterklischees erzielt  wurden;       Fig.    ss bis 5 stellen verschiedene Beispiele  von     Querschnittsformen    gemäss der Erfin  dung dar.  



       Fig.    1 ist der übliche Querschnitt, zum  Beispiel bei einem Rasterklischee und zeigt  den kegelförmigen Aufbau der druckenden  Stellen.  



       Fig.    2 stellt eine weitere, insbesondere  bei Verwendung von     Ätzmaschinen    bei       Rasterätzungen    bekannte     Quenschnittsform     dar. Hier sind die Mantelflächen des Kegels  gewissermassen     eingezogen.     



  Die     Farbablagerung    findet bekanntlich  fast ausschliesslich an den abgestumpften  Stirnflächen<B>d</B>     (Fig.    1) und a\     (Fig.    2). Sie  erstreckt sich zum Teil infolge von Über  quetschen auf die     Kegelmantelfläche    selbst,  wie dies an den Stellen     b'    und     b2    angedeutet  ist.  



  Ein Abdruck von den in     Fig.    1 und 2  dargestellten     Querschnitten,    zum Beispiel auf  Papier, ergibt im allgemeinen eine Serie run  der Punkte, die randscharf begrenzt sind.  



  Die     Querschnittsgestaltung    der Druckele  mente bei Buchdruckformen gemäss     Fig.    3  weicht von den bisherigen Formen haupt  sächlich dadurch ab,     dass    die     Kegelmantel-          flächen    gewölbt sind. An Stelle der Aus  wölbung kann auch eine     treppenförmige    Ge  staltung gewählt werden,     wie    in     Fig.    4 dar  gestellt, oder eine Mantelform, die sich ge  mäss     Fig.        .5    aus zwei Kegelstümpfen zusam  mensetzt, deren oberer Teil sehr flach ge  neigt ist, während der untere Teil verhältnis  mässig steil abfällt.

   Die druckenden Flächen  sind durch die abgestumpften Kegelflächen       a3,        a4    und     a'        wiedergegeben.    Der Abdruck  dieser Kegelflächen, zum Beispiel auf Papier,  ergibt jedoch ein ganz anderes Bild als mit  den gemäss     Fig.    1     und    2 ausgebildeten Flä  chen     a'    und     a2        bezw.        b'        und        b2.    Bei einem  solchen Abdruck fallen zwar eine Anzahl  von runden Punkten an, -die Randzonen der  selben sind jedoch nicht ganz scharf.

   Ein  Teil der     ausgewölbten    Kegelflächen hat das    Papier ebenfalls berührt und somit das Aus  laufen der Farbe vorbereitet, so dass der Aus  laufvorgang sich besser vollzieht.  



  Eine Druckform gemäss der Erfindung  lässt sich dadurch erhalten, dass die Druck  elemente durch Einschaltung mehrerer Spe  zialätzungen in den üblichen     Ätzvorgang    die  besondere vorerwähnte Form erhalten. Die  Spezialätzungen werden zweckmässig in der  Weise vorgenommen, dass ,die Druckplatte       zunächst    für jede Spezialätzung     mit    Ölfarbe  eingewalzt, darauf mit Asphalt eingestaubt  und     hierauf    eingebrannt wird. Anschliessend  wird dann mit Eisenchlorid geätzt,     und    zwar  zweckmässig in der     Atzmaschine.     



  Im folgenden sei ein Beispiel für die Ge  winnung einer Druckform mit der in     Fig.    5  dargestellten     Querschnittsform    gegeben.  



  Die zur Reproduktion bestimmte Vorlage  wird auf bekanntem Wege mittelst eines  Rasters aufgenommen und phototechnisch  durch Kopieren auf eine Kupferplatte über  tragen. Nachdem der     Ätzprozess        entspre:          chend    vorbereitet wurde, wird in folgender  Weise verfahren:  Die Kupferplatte wird einer kurzen     soge-          nannten        Anätzung    in Eisenchlorid unter  zogen, die jedoch so stark sein muss, dass es  möglich ist, die Platte mittelst leichter Öl  farbe einzuwalzen, letztere mit syrischem  Asphalt einzustauben und hierauf einzu  brennen, um dadurch dem vorgesehenen  Druckelement die erste Grundlage der Form  zu geben.

   Die nun folgende erste Spezial  ätzung muss kräftig sein und erfolgt in der       Ätzmaschine    wiederum in Eisenchlorid.  Diese Ätzung dauert etwa 3 Minuten. Hier  auf beginnt der allgemein bekannte     Tonätz-          prozess,    der so durchgeführt wird, dass die ge  wünschte besondere Form des Druckelemen  tes hierbei nicht gefährdet wird. Vor Ab  schluss der letzten Stufe des     Tonätz-          prozesses    wird die zweite Spezialätzung  durchgeführt, die der Tiefe des zu drucken  den Elementes gilt.  



  Die Platte wird nun mit stark verlaufen  der Ölfarbe eingewalzt, die einzelnen Druck-           elemente    in ihrer     Porm        umwalzt,    wieder mit  Asphalt     präpariert    und     eingebrannt.    Die  darauf folgende Ätzung in der Maschine hat  eine Zeitdauer von etwa 8 bis. 10     Minuten.     Es folgt dann noch eine dritte Spezialätzung,  bei der mit einer geschmeidigen Federfarbe  mittelstark     durchpräpariert    wird.

   Da diese       Präparation    die Eigenschaft hat beim  Schmelzen nicht so stark zu verlaufen wie  die der zweiten Spezialätzung, ist es möglich,  die entstandene     .Stufe    in der Form des zu  druckenden Elementes durch diese     dritte     Spezialätzung in der Schale in der Zeit von  etwa 6 bis 10 Minuten zu beseitigen.     Sind     diese Ätzungen durchgeführt, so erfolgt noch  die letzte Stufe der Tonätzung, durch welche  die erwünschte Formgebung des Druckele  mentes vollendet wird.  



  Durch Änderung der Dauer, der Stärke       lind    der Zahl der einzelnen     Ätzstufen    lässt  sich jede andere gewünschte Flächengestal  tung erzielen, die ein Abfliessen der Farbe  zum Grunde     hemmt.     



  Die tiefdruckähnliche Druckwirkung lässt  sich bei einer derartigen Formgebung der  Druckelemente noch durch Verwendung von  Doppeltonfarbe steigern.  



  Auch bei Verwendung von Farben ein  facher Art, die nicht Doppeltonfarben sind,  so zum Beispiel     Buchdruckfarben,    wird eine  erfindungsgemäss gestaltete Buchdruckform  weicher und dem Auge gefälliger drucken,  indem sie die das Bild ausmachenden Raster  punkte mit mehr oder weniger verlaufendem  Rand herstellt. Der     Querschnitt    einer sol  chen Hochdruckform verbürgt aber auch ein  leichteres Drucken, weil eine derartige Hoch  druckform nicht so leicht zuschmiert. Beim  Druck fliesst nämlich     ein    Teil der Farbe stets  über die Stirnflächen der abgestumpften  Kegel hinweg und den Kegelmänteln ent  lang.

   Da nun bei den bisherigen Querschnit  ten, wie sie insbesondere in     Fig.    1 und 2 dar  gestellt sind, diese den Kegelmänteln ent  langgeflossene Farbe der Berührung mit dem  Druckpapier entzogen ist, so tritt ein lang  sames aber stetig wachsendes Zusetzen ein.

    Ganz anders ist dies bei der Querschnitts-         gestaltung    einer Buchdruckform gemäss der       Erfindung.    Die Farbe wird zwar ebenfalls  an den     ausgewölbten    Kegelmänteln entlang  fliessen     (b3,        b4    und     b'),    sie ist aber infolge der  Gestalt der     Kegelmantelflächen    nicht gänz  lich der Berührung mit dem Papier entzogen,  sondern es findet im Gegenteil eine Berüh  rung     statt.    Hierdurch wird die an den  Kegelflächen abgesetzte Farbe beim Druck  fortgang immer wieder abgehoben, so dass  sich die Form nicht so leicht zusetzt.  



  Stellt eine solche Buchdruckform ein Bild  dar, so lassen sich besonders reizvolle Wir  kungen dadurch erzielen, dass man die Quer  schnittsgestaltung der Druckelemente nicht  über das ganze Bild gleichartig hält, sondern  beispielsweise so, dass die Schatten die bisher  übliche     Querschnittsgestaltung    zeigen, wäh  rend das Licht die neue     Querschnittsgestal-          tung    aufweist. Hierdurch wird die tiefdruck  ähnliche Druckwirkung weiterhin insofern  gesteigert, als die Schatten in der alten Wir  kung drucken, während das Licht die ver  stärkte     Doppeltonwirkung,    also die tiefdruck  ähnliche Wirkung aufweist.

   Der Kontrast  des ohne     Doppeltonwirkung    gedruckten  Schattens gegen die verstärkt     doppelton-          druckenden    Lichter steigert den Effekt eines  Bildes nochmals erheblich.  



  Selbstverständlich kann man aber auch  umgekehrt verfahren, also die Lichter in der  bisherigen Weise drucken lassen, während  die .Schatten mit verstärkter     Doppeltonwir-          kung    drucken.  



  Buchdruckformen, welche gemäss vorlie  gender Erfindung hergestellt sind, gestatten  insbesondere auch die Verwendung rauher,  weniger hochwertiger Papiere, insbesondere  weniger glatter Papiere, was in der Haupt  sache mit dem Umstand zusammenhängt, dass  die Druckform sich nicht so leicht zusetzt.  



  Bei Gebrauch weicher, insbesondere saug  fähiger Papiere, deren Verwendung durch  das geringere Zusetzen der Form nunmehr  ermöglicht ist, treten noch besonders gestei  gerte Wirkungen im tiefdruckähnlichen Dop  pelton ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSP!tüCH@ I. Gerasterte Buchdruckform zur Erzielung einer tiefdruckähnlichen Druckwirkung, dadurch gekennzeichnet, dass, die Mantel flächen der einzelnen Druckelemente in einer das Abfliessen der Farbe zum Grund hemmenden Form ausgebildet sind, so dass die Mantelflächen der Druckelemente in ihrem obern Teil mit drucken. II. Verfahren zur Erzeugung von Buch druckformen nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, däss die Formbil- dung der Druckelemente durch Einschal tung mehrerer Spezialätzungen in den üblichen ltzvorgang beeinflusst wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. Buchdruckform nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantel- Flächen der einzelnen Druckelemente in ihrem obern Teil abgeschrägt ausgebildet sind. z. Buchdruckform nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantel- Flächen der einzelnen Druckelemente ge wölbt sind. Buchdruckform nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantel flächen der einzelnen Druckelemente in Treppenform ausgebildet sind. 4.
    Buchdruckform nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, die einzel nen Druckelemente nur an ausgewählten Stellender Buchdruckform eine das Ab fliessen der Farbe zum Grund hemmende Form aufweisen. 5. Verfahren nach Patentanspruch ZI, da durch gekennzeichnet, dass die Druck platte für jede Spezialätzung mit Ölfar ben jeweils unterschiedlicher Zusammen setzung eingewalzt, mit Asphalt ein gestaubt und hierauf eingebrannt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da3 die Spezial ätzungen in der Ätzmaschine vorgenom men werden.
CH156475D 1931-08-19 1931-08-19 Buchdruckform zur Erzielung einer tiefdruckähnlichen Druckwirkung und Verfahren zur Herstellung solcher Formen. CH156475A (de)

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