Getriebe. Den Gegenstand der Derfindung. bildet ein Getriebe, bestehend aus einem treibenden und einem getriebenen Rad und einem endlosen, über die beiden Räder laufenden Übertra- gungszugorgan. Gemäss der Erfindung sind Wälz- oder Rollkörper vorgesehen, welche in mindestens einer Bewegungsrichtung des Zugorganes und Drehrichtung der Räder durch Klemmwirkung die Räder und das Zugorgan miteinander kuppeln.
In beiliegender Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Nach Fig. 1 bis 3, welche Teile eines Kettengetriebes, und zwar ein Glied der Kette und zwei Schnitte durch das Treib kettenra.d mit Kette darstellen, tragen die Teile 6 jedes Kettengliedes zwei zylindrische Rollen 7, 7, welche sich gegen Vertiefungen des Gliedes 6 legen, welche durch zwei, unter dem Winkel (Fig. 3) zur Radebene geneigte Flächen 8 und 8' (Wälzflächen) gebildet wer- den. Im unbelasteten Zustande werden die Rollen durch die Federn 9 in ihrer Mittellage derart gehalten, dass beide Wälzflächen 8 und 8' durch die Rollen berührt werden.
Die Rollen 7 stützen sich mit ihren obern und un tern Abrundungen 10 bezw. 11 auf Ansätze 12, bezw. 13 des Teils 6. Durch diese Abrun dungen wird erzielt, dass beim Auftreten einer in Richtung der Rollenachse wirkenden Kraft der Drehung der Rollkörper ein mög lichst geringer Widerstand entgegengesetzt wird. Die einzelnen Kettenglieder sind durch Laschen 3 und Bolzen 2 miteinander ver bunden.
Tritt bei Drehung des Keiltriebrades 5 in der Pfeilrichtung 14 (Fig. 3) ein Kettenglied in die Keilrille ein, so werden die Rollen 7 zum Anliegen an die Rillwände 4 gebracht. Da der Neigungswinkel a kleiner als der Reibungswinkel c ist, ist ein Gleiten der Rol len 7 längs der Wälzflächen 8 ausgeschlossen und die Rollen 7 werden gezwungen sich in der Pfeilrichtung 15 (Fig. 3) auf den Wälz- flächen $ abzuwälzen, wodurch Rad und Kettenglied durch Klemmwirkung gekuppelt werden.
In diesem Fall ist eine radiale Kraft P, welche einem Gleiten längs der Rillen wände in der Richtung der Berührungslinie entgegenzuwirken hätte und daher auch eine Vorspannung der Gliederkette überflüssig. Dies alles ist auch bei einem Winkel ss = 0 der Fall.
Bei dem in Fig. 4 und 5 dargestellten Bei spiel sind als Klemmkörper Kugeln 7 ange nommen, welche durch Federn 9 in ihrer Ruhelage gehalten werden und sich auf die Wälzflächen 8 des Mittelteils 6, sowie auf die Ansätze 12 und 13 stützen. Die beiden La schen 3 und 3' sind durch einen gemeinsamen Bolzen 2 gehalten, wobei die Achse<B>19</B> des Bolzens 2 mit der Verbindungslinie der bei den Berührungspunkte 20, der Kugeln mit dem Triebrad zusammenfällt.
Wenn angenommen wird, dass die Kette im unbelasteten Zustande straff in der Rille gespannt ist, so wird, bei Beginn der Dre hung des Rades 5 (Fig. 4) in der Pfeilrich tung 14 und bei gleichzeitiger Belastung des gezogenen Kettenstückes, auf ein in der Rille liegendes Kettenglied durch die sich ver- klemmenden Kugeln 7 ein Zug in Richtung des Pfeils z ausgeübt.
Da ss hier grösser als @o ist, suchen die Kugeln zwar in der Pfeilrichtung 16 (Fig. 5) auszuweichen. Dieser Tendenz der Kugeln, nach aussen auszuweichen, wird aber durch die in der Kette auftretende Spannung, wel che die Kettenglieder radial nach innen zu ziehen sucht, entgegengewirkt. Dies erfolgt infolge der in der Kette herrschenden Span nung bei allen mit dem Rad zusammenwir kenden Kettengliedern.
Die Teile 6 der Kettenglieder können auch mit je einer der Laschen 3 fest verbunden sein, so dass ein Pendeln dieser Teile um die Achsen 2 vermieden wird.
In Pig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel mit einem konischen Klemmrollenkörper darge stellt, welcher sich zwischen den Wälzflächen 8 des Mittelteils 6 und den Rillenwänden 4 verklemmt.
In Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel mit einem tonnenförmigen Klemmkörper 7 dar gestellt, welcher in zylindrische Ansätze 28 endigt. Während der tonnenförmige Mittelteil sich an die Rillenwand 4 anlegt, erfolgt die Klemniung durch Abrollen der zylindrischen Ansätze 23 auf den Wälzflächen 8 des Kettenteils 6.
In Fig. 8 ist eine Ausführungsform dar gestellt, bei welcher der Klemmkörper beider seits abgeflacht ist und im unbelasteten Zu stande durch die Federn 9 in der richtigen Lage gehalten wird. Der Neigungswinkel a der Flächen 8, 8' ist hier so gross, dass er ein Gleiten der Klemmrollkörper ausschliesst.
Fig. 9 zeigt eine Ausführung im Horizon talschnitt, welche keine Wälzflächen auf weist. Der Schnitt durch die Klemmkörper 7 zeigt, dass die Krümmungshalbmesser 2'4 und 215 der Klemmkörper nicht den gleichen Mittelpunkt besitzen. Im unbelasteten Zu stande berührt der Klemmkörper 7 das Mittelstück 6 im Punkte 2:6 und die Rillen wand 4 im Punkte 27.
Durch den Zug der Kette in Richtung z und durch die in den Punkten 26, 2,7 herrschenden Reibungswider stände werden die Klemmkörper derart ver dreht, dass die Berührung nunmehr in den Punkten 28 und 29 mit der Fläche 30 des Mittelteils bezw. 31 der Rillenwand erfolgt. Da die Entfernung von 28 bis 29 grösser ist als die Entfernung von 26 bis 27, so wird eine Verklemmung des Klemmkörpers 7 zwi schen der Rillenwand 4 und dem Mittelstück eintreten.
Die Fig. 10 und 11 stellen eine Ausfüh rungsform im Vertikal- und Horizontalschnitt dar, bei welcher die Wälz- oder Klemmkörper sich nur längs der Rillenwände 4, nicht aber auch längs der Seitenwände des Mittelteils 6 abwälzen. Die Wälzkörper 7 sind mit An sätzen 32 versehen, welche mittelst der Bol zen 3,3 an der Kette drehbar gelagert sind. Die Bolzenachsen 34 können zur Achse des Mittelteils 6 beliebig geneigt liegen.
Die sich an die Rillenwände anlegenden Stirnflächen der Wälzkörper 7 besitzen Krümmungshalb- messer dis, welche grösser sind, als die Ent fernung zwischen dem Berührungspunkt 36 und der Bolzenachse 34. Im unbelasteten Zu stande werden die Klemmkörper wie bei den früheren Beispielen durch Federn 9 in ihrer Lage gehalten.
Tritt bei dieser Ausführungsform ein Kettenglied in die Rille ein, so erfolgt die Berührung zunächst in den Punkten 36 mit der Rillenwand 4. Durch den Kettenzug und durch die Reibung an der Rillenwand wird eine Versohwenkung der Wälzkörper um die Bolzen 34 eintreten, so dass die Berührungs punkte zum Beispiel nach 37 wandern.
-Da die Entfernung der Berührungspunkte 37 von den Bolzenachsen .34 grösser ist, als die Ent fernung der ursprünglichen Berührungs punkte 36 von. diesen, so wird eine Verklem- mung der Wälzkörper mit den Rillenwänden eintreten.
In Fig. 12 ist eine Ausführungsform im -Horizontalschnitt dargestellt, bei welcher die beiden Körper 7 in zylindrische Körper 38 endigen, welche einander berühren. Diese zylindrischen, mit abgerundeten Klemm flächen versehenen Körper<B>38</B> sind im Mittel teil 6 derart gelagert, dass eine Drehung der Klemmkörper um die Achse dieser zylindri schen Körper möglich ist. Der Mittelteil 6 endigt in die Lasche 39. Die Klemmflächen der Klemmkörper 7 sind nach Kreisbögen mit dem Halbmesser 40 geformt. Die Klemmkör per werden in ihrer Ruhelage durch entspre chend angebrachte Federn gehalten.
Tritt ein Glied der gespannten Ketten in die Rille ein, dann werden die Klemmkörper 7 die Rillenwände 4 in den Punkten 3,6 be rühren. Da die Klemmkörper 7 durch das Mittelstück 6 in der Richtung Z des Ketten zuges mitgenommen werden, so werden, in folge der an den Rillenwänden 4 auftreten den Reibungswiderstände, die Klemmkörper einerseits an den sich berührenden Zylinder flächen im Innern des Mittelteils 6, ander seits mit ihren Klemmflächen längs der Rillenwände 4 abrollen, bis bei Berührung, zum Beispiel in den Punkten 37 der Klemm- flächen eine Verklemmung des Kettengliedes eintritt.
Alle jene Klemmkörper, welche an der der Rillenwand 4 zugekehrten Klemmfläche bom- biert sind, berühren die Rillenwände theore tisch nur in einem Punkte.
Bei den bisherigen Ausführungen wirken die Klemmrollkörper in beiden Zugriehtun- gen, so dass eine endlose Kette, welche über zwei Kettenräder gespannt ist, durch irgend eines der angetriebenen Kettenräder mit genommen wird und dabei das zweite Ketten rad in Drehung versetzt.
Die Klemmrollkörper können aber auch nur in einer Zugrichtung wirksam sein. Ge mäss den in Fig. 13 im Horizontalschnitt dar gestellten Beispiel kann sich der Klemmroll- körper 7 nur an eine einzige unter dem Sperr winkel zur Mittelachse geneigte Fläche 8 des Mittelteils 6, anlegen.
Die Klemmrollkörper 7 werden bei dieser Anordnung nur dann auf der schiefen Ebene !8, abrollen und mit der Rillenwand 4 sich verklemmen; wenn der Kettenzug in der Pfeilrichtung Z wirkt, wäh rend bei entgegengesetzt wirkendem Ketten zuge die Klemmkörper durch die Mitnehmer 46 mitgenommen werden und sich infolge der an der Rillenwand 4 auftretenden Reibung um ihre Achse drehen werden, ohne sich zu verklemmen.
Bei den bisherigen Ausführungen sind die Getrieberäder an ihrem Umfang mit einer aus Kegelflächen gebildeten keilförmigen Rille versehen. Es ändert nichts an der Wirkung, wenn die Getrieberäder anstatt, der keilförmi gen Rille einen keilförmigen Scheibenrand er halten. In Fig. 14 ist ein solches Beispiel dar gestellt. Der Mittelteil .6 eines Kettengliedes, dessen Ansatz 42 in der Nut: 43 geführt ist, umgreift den keilförmigen Scheibenrand, so dass die um die Bolzen 3,3 drehbaren Klemm körper 7 sich nach innen an den Flächen 4 des Scheibenrades,5 verklemmen. Die Verbin dungslaschen 3 greifen an Bolzen 2 an, wel che beiderseits seitlich an dem Mittelteil 6 be festigt sind.
Anstatt dass, wie bei den bisher beschrie benen Ausführungen die Erzeugenden der Seitenflächen 4 der Getriebsräder gerade sind, können auch beliebig andere Kurven, wie beispielsweise in Fig. 15 dargestellt ist, Anwendung finden. Die Klemmorgane kön nen an den mit den Seitenwänden 4 in Be rührung kommenden Stellen nach der glei chen Kurve geformt sein.
In den Fig. 116 und 17 ist ein Getriebe, bei welchem die Entfernung der die Ketten radrille begrenzenden Flächen veränderlich ist, dargestellt. Das linksseitige Kettenrad mit seinen beiden auf der Achse 47 verschieb bar angeordneten Hälften 49,, 50 treibt das rechtsseitige Kettenrad mit seinen Hälften 52" ä3. Beide Räder besitzen die gleichen Durchmesser und die gleichen Winkel der die Rille begrenzenden Flächen.
Bei der in Fig. 1<B>6</B> dargestellten Anordnung haben die Hälf ten beider Räder den gleichen ,Abstand von einander, so dass die Berührungskreise der Klemmorgane mit den Rillenwänden bei bei den Keilrädern die gleichen Halbmesser r be sitzen und zwischen den beiden Wellen eine Übersetzung 1 : 1 vorhanden ist.
Werden aber, wie Fig. 17 darstellt, die Radhälften 49 nud 50 weiter voneinander entfernt, so werden die in der durch die Hälf ten 49 und 50 gebildeten Rille liegenden Klemmkörper sich näher der Achse, etwa in einem Achsenabstand ri an die Rillenwände anlegen:
Werden zu gleicher Zeit die Rad hälften 52 und 58 des andern Rades einander entsprechend genähert, so werden die Berüh rungskreise der Klemmorgane mit den Rillen wänden der Radhälften 52 und 53 einen Ra dius r2 besitzen, welcher entsprechend grösser als der Halbmesser r ist, so dass die in Fig. 16 vorhandene Übersetzung 1 : 1 auf die in Fig. 14 ersichtliche Übersetzung ri <I>: r2</I> geän dert wird.
In Fig. 1$ ist beispielsweise eine Aus- führungsform. eines Getriebes im Horizontal schnitt schematisch dargestellt, bei welcher nur eine Scheibenhälfte jedes Kettenrades längs seiner Welle verschoben werden kann, während die zweite Scheibenhälfte in ihrer Lage verbleibt. Die Kettenradhälfte 49 ist mit der Welle 47 fest verbunden, während die Keilradhälfte 50 längs der Welle 47 verschiebbar angeordnet ist.
Mit der Welle 48 ist die der Radhälfte @50 gegenüber liegende Radhälfte 5.3 fest verbunden, wäh rend die der Hälfte 49 gegenüberliegende Radhälfte 52 längs der Welle 4-8 ver schiebbar angeordnet ist. Bei Verschie bung der Radhälften 50 und 52 in der gleichen achsialen Richtung wird erzielt, dass bei dem einem Rad der Abstand der Berüh rungspunkte der Klemmkörper von der Achse zunimmt, während dieser Abstand beim an dern Rad gleichzeitig abnimmt, wodurch die Übersetzung zwischen den Rädern geändert wird. Dabei wird die Gliederkette parallel zu sich selbst verschoben und verbleibt daher immer in einer zu den beiden Wellen 47 und 48 senkrechten Ebene.
Beim Beispiel gemäss Fig. 1.8 stützen sich die verschiebbaren Radteile 50 und 5,2 in folge des Anpressungsdruckes der Klemm körper auf die Wulste ä4 der Hebel 55, die in den Lagern 56 drehbar gelagert sind und mit den Gabeln 57 die Bolzen 5,8 umgreifen, welche mit der Stange 59 fest verbunden sind. Die Stange 59 wird durch die Führung 60 an der Drehung gehindert und kann mit- telst der Schraubenspindel 62 und des deren Mutter bildenden Handrades 61 in der Längs richtung verschoben werden, wodurch die Übersetzungsänderung bewirkt wird.
Die Führung der Kette erfolgt durch ge nutete Scheiben 63, in deren Nut 43 Fortsätze der Gliederkette eintreten. Diese Scheiben 6:3 drehen sich auf den Wellen 47 und 48 lose und machen die achsiale Bewegung der Gliederkette bei der durch die Übersetzungs änderung hervorgerufenen Verschiebung mit.
In Fig. 19 ist ein ähnliches Ausführungs beispiel dargestellt, bei welchem die Ver schiebung je einer Radhälfte der beiden Räderpaare durch Zahnräder erfolgt. Die verschiebbare Radhälfte 50 des Rades (49, 50) stützt sich vermittelst eines durch die Kugeln 90 angedeuteten Kugellagers auf ein Zahnrad 91, das mittelst eines Schraubenge- triebes achsial verstellbar ist, in dem dessen Nabe 92 zu einem Gewindebolzen ausgebildet ist, der in einem feststehenden Körper 93 seine Mutter findet.
Durch Drehung des ent sprechend breiten Trieblings 94 vermittelst der Welle 96 und des Handrades 98 wird das Zahnrad 91 und somit auch die Radhälfte 50 längs ihrer Welle 47 verschoben. Auf der Welle 95 sitzt ein zweiter Triebling 9,6, der durch das Zahnrad 97 die verschiebbare Rad hälfte des zweiten Rades verschiebt. Zwi schen den Zahnrädern 91 und 94, sowie 9.6 und 97 können bei grösserer Entfernung der beiden Wellen der Keilräder voneinander Zwischenräder eingeschaltet werden.
Der achsiale Druck der Klemmorgane wird bei letzterer Ausführung durch die Drucklager 90 aufgenommen. In der Ausfüh rung nach Fig. 20 ist hingegen das Getriebe vom Achsialdruck entlastet. Hier ist die Keil radhälfte 49 mit der Welle 47 fest verbun den, während die Radhälfte 50 längs der Welle 47 auf einem Gleitkeil verschiebbar angeordnet ist. Die verlängerte Nabe der Rad hälfte 50 ist mit einem Gewinde 64 mit selbsthemmender Steigung versehen, deren Mutter G5 sich gegen den Rand .6$ der Welle 47 stützt.
Der auf die Radhälfte 49 wirkende Seitendruck der Klemmkörper wird durch die Welle 47 auf den Bund 66 übertragen und durch die Mutter G5, auf die der auf die Rad hälfte<B>50</B> wirkende Seitendruck einwirkt, aufgenommen. Die Mutter 6:5 ist zu einem Zahnrad ausgebildet, das in zwei Zahnräder 67 eingreift, deren Wellen 68 in festen Lagern 69 laufen. Die Zahnräder @67 greifen in ein mit doppelter Innenverzahnung versehenes Zahnrad 70 ein. In das Rad 70 greifen ausser dem die Zahnräder 71 ein, welche sich um Wellen 72 drehen, die in einem lose auf der Welle 47 sitzenden Kegelrad 73 befestigt sind. Die Zahnräder 71 greifen schliesslich in das auf der Welle 47 verkeilte Zahnrad 74 ein.
Die Zahnräder .6t5 und 74, ferner die Zahnräder 67 und 71, sowie die beiden Innen verzahnungen des Rades 70 besitzen je die gleichen Teilkreisdurchmesser.
So lange keine Übersetzungsänderung stattfindet, werden sich die Räder j65 und 7.4 mit der gleichen Drehzahl wie das Rad (49, 50) drehen. Die Zahnräder 6,7, werden das innenverzahnte Rad 7 in verkehrtem Dreh sinne zu den Rädern 615 und 74 drehen. Da für die Übersetzungen der Räder 65, 67 und 90i die gleichen Verhältnisse wie für die Uebersetzungen der Räder 74, 71 und 70 vor liegen, so werden ebenso wie die Wellen G8 der Räder P6-7 auch die Achsen 7,2 der Räder 71 und somit auch das Kegelrad 73, in wel chem diese Achsen 72 gelagert sind, keine drehende Bewegungen um die Welle 4 7 machen.
Wird aber das Kegelrad 73 durch das Kegelrad 75 in Drehung versetzt, so werden sich auch die in demselben befestigten Ach sen 72 und damit auch die Zahnräder 71 um die Welle 47 drehen, wodurch, da sich die Welle 47 mit konstanter Winkelgeschwin digkeit dreht, die Drehzahl des Rades 70 je nach dem Drehsinn des Kegelrades 7,5 be schleunigt oder verzögert wird. Diese Dreh zahländerung des Rades 70 wird sich durch die Zwischenräder G7 in verkehrtem Sinne dem Mutterzahnrad 67 mitteilen, so da.ss durch die Schraubenmutter 65 die Radhälfte 50 in die eine oder andere Richtung achsial verschoben wird.
Da das Gewinde 64 selbst hemmend ist, wird, solange keine Drehzahl änderung vorgenommen wird, eine Rückwir kung auf die Zahnräder nicht eintreten, und werden dieselben daher unbelastet laufen, so lange im Getriebe eine bestimmte Über setzung vorhanden ist. Während einer Über setzungsänderung werden die Zahnräder durch die entsprechenden Verschiebungs kräfte der Radhälfte .50 belastet sein.
In Fig. 21 ist eine Ausführung darge stellt, welche die gleichzeitige Verschiebung beider Kettenradhälften ermöglicht, wobei das Getriebe wie beim vorstehenden Beispiel vom Horizontalschub entlastet ist. Die Rad hälfte 50 ist auf dem Gleitkeil 76' längs der Nabe der Radhälfte 49 längsverschiebbar. Die Naben der beiden Radhälften endigen in selbsthemmende Gewinde 7 7 bezw. 64 mit entgegengesetzter, aber gleich grosser Stei gung.
Die gemeinsame Gewindemutter 78, welche durch den von ihr umfassten Bund 79 der Welle 47 an einer Längsbewegung ge hindert wird, ist mit entsprechenden Gegen gewinden versehen und endigt in das Zahnrad 80: Durch die Mutter 7'8 werden die einander entgegengesetzten achsialen Drücke aufge hoben. Das Zahnradgetriebe, durch welches die Mutter 78, 80 bei einer Übersetzungsän derung in dem einen oder andern Drehsinn gedreht wird, hat die gleiche Anordnung wie in Fig. 20 bezüglich der Mutter 6!5.
Findet nun (im Einklang mit Fig. 20) eine relative Drehzahländerung des Zahn rades 80 gegenüber der Welle 47 statt, so werden die beiden Gewinde der Naben der beiden Radhälften durch die Schrauben mutter 78 in entgegengesetzter Richtung. verschoben und damit die Keilradhälften 50 und 49 einander genähert oder voneinander entfernt.
In Fig. 22 ist eine andere Ausführungs form schematisch dargestellt: Hierbei treibt das mit der Schraubenmutter,6'5 verbundene Zahnrad -80 durch ein festgelegtes Zwischen rad 81 ein Zahnrad 82 mit gleicher Zähne zahl, welches mit einem Kegelrade 83 ver bunden ist, während das mit der Welle 4 7 verbundene Zahnrad $4 ein zweites Zahnrad 8,5 antreibt, das mit dem Kegelrad,86 verbun den ist.
Die Kegelräder 183 und $;6 drehen sich mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit, jedoch in verschiedenem Drehsinn. In beide Kegelräder 8'3 und @86, greifen die auf einer gemeinsamen Welle 87 lose sitzenden Um laufräder 88 ein. Die Welle 8.7 führt durch die Zahnräder 86 und 85 zu einem Handrad 89r. Durch Drehung des Handrades findet eine relative Drehung der Welle 47 .gegen über der Mutter 6!5 und hierdurch wird die Schraubenmutter 65 auf der Welle verscho ben.
Die nötige Vorspannung der Gliederkette kann ihr in der Weise erteilt werden, dass das ablaufende, also das nicht durch die Nutz- spannung belastete Kettentrum über eine federnd gelagerte Leitrolle läuft, die nach Massgabe der der Gliederkette zu erteilenden Vorspannung und der infolge ihrer Dehnung erforderlichen Nachspannung beispielsweise durch eine Schraubenspindel einstellbar ist.
Die während .einer Umdrehung der Keilräder auftretenden Spannungsdifferenzen werden hierbei durch die Federung der Leitrolle auf genommen.
Um eine Übersetzungsänderung zu erzie len, genügt -es unter Umständen, die Entfer nung der Radteile (Radhälften) nur eines Rades zu ändern, während die Entfernung der Radteile (Radhälften) des zweiten Rades die gleiche bleibt.
Fig. 23 zeigt eine Ausführung in schema tischer Darstellung im Aufriss, die den Zweck hat, bei Übersetzungsänderungen ein Schlaff werden der Kette nach Möglichkeit zu ver meiden und eine Leitrolle entbehrlich zu ma chen. Die Radteile oder Radhälften 49, 50 auf der treibenden Welle 47 sind mit den beiden Radhälften 42, 53 auf der getriebenen Welle 48 wie in Fig. 2:5 und 26 durch die Triebkette 51 verbunden.
Bei einer solchen Einrichtung kann bei gleichzeitiger achsialer Verstellung einer oder beider Radteile (Radhälften) beider Räder die Entfernung der Radteile des einen Rades um ein anderes Mass verändert, zum Beispiel vergrössert werden als die Entfernung der Radteile des zweiten Rades verändert, zum Beispiel verkleinert wird. Dieses verschiedene Mass der Entfernungsänderung kann bei spielsweise durch verschiedene Gewindestei gung der Bewegungspindeln beider Räder (siehe Fig. '20-22) oder durch verschieden grosse Übersetzung (siehe Fig. 19) erzielt werden.
Die Vermeidung des Schlaffwerdens der Kette setzt hier eine bestimmte Aus gangsstellung (Anfangslage) der Kette 51 im Getriebe voraus. Ist zum Beispiel die An fangslage der Kette im Getriebe die mit vollen Linien gezeigte, bei der eine Über setzung zwischen den Wellen 47 und 48 von 1 :1 besteht, dann ist eine Änderung der Übersetzung entweder nur ins Langsame, zum Beispiel 1:1/2 usf., wie die strich- lierten Linien zeigen, oder nur ins Schnelle, zum Beispiel 1 : 2 usf., möglich<B>;</B> es ist aber eine. Änderung der Übersetzung sowohl ins Langsame, wie auch ins Schnelle nicht mög lich, weil dabei die Kettenlänge zu kurz oder zu lang werden würde.
Durch die verschie dene Gewindesteigung der Bewegungsspin deln wird eine Korrektur der Kettenlänge be wirkt, wodurch die Kette möglichst gleich gespannt gehalten wird. Hierbei kann die Erzielung einer dauernden Anspannung der Kette durch geeignete Formgebung der Seitenflächen der Räder unterstützt werden.
In Fig. 24 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in der Draufsicht und teilweise im Schnitt dargestellt, bei dem die Wälz- oder Rollkörper 7 vom Rad<B>50</B> das mit einer Rille versehen ist, getragen werden. Die. einander zugekehrten Wände der Rille sind mit nur in einer Zugrichtung ansteigen den Wälz- oder Rollflächen 8 versehen. Die Kette besteht hier aus einfachen, durch Bolzen 2 verbundenen Kettengliedern 1 und wird bei einer Drehung des Rades in der Pfeilrichtung a oder bei einem Zug auf die Kette in der Pfeilrichtung b mit dem Rad durch Klemm wirkung gekuppelt.