CH156580A - Installations-Selbstschalter mit Auslösung durch ein Bimetall. - Google Patents
Installations-Selbstschalter mit Auslösung durch ein Bimetall.Info
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Description
Installations-Selbstschalter mit Auslösung durch ein Bimetall. Es ist bekannt, bei Insta7lations-Selbst- schaltern einen Bimetallstreifen als steuern des Glied zu verwenden, der entweder un mittelbar oder mittelbar beheizt wird. Bei der unmittelbaren Beheizung wird das Bi metall selbst als Widerstand vom Strom durchflossen, während bei der mittelbaren Beheizung das Bimetall mit einer Isolier materialumkleidung und einer darauf an geordneten Heizdrahtwicklung versehen wird.
Diese Ausführungsform ist jedoch teurer; ausserdem besitzt der Heizkörper eine grosse wärmeausstrahlende Oberfläche, wobei gleich zeitig die Beweglichkeit des Bimetalles durch die Isoliermaterialumkleidung ge hemmt wird. Die unmittelbare Beheizung wird daher zweckmässig in solchen Fällen an gewendet, wenn eine bestimmte Wirkung, zum Beispiel eine grössere Wärmeerträglich- keit erstrebt wird.
Man ist daher dazu übergegangen, den Heizkörper in der Weise auszubilden, dass ein Teil des Bimetalles in das Innere des Heizkörpers hineinragt und hier festgehalten wird. Das freie Ende isst dann beweglich und wird zur Steuerung des Auslöseorganes verwendet. Diese Anordnung ist besonders dann angebracht, wenn es sich um Installa- tions-Selbstschalter grösserer Schaltleistungen handelt.
Bei kleineren Schaltleistungen da gegen ist ,es erforderlich, einen sehr langen Heizdraht vorzusehen, dessen Unterbringung auf den Heizpaketen Schwierigkeiten bereitet; ausserdem wird durch die Isoliermaterial umkleidung, die beispielsweise aus Glimmer bestehen kann, die Wärmeleitung im un günstigen Sinne beeinflusst, so dass Un genauigkeiten in der thermischen Auslösung auftreten.
Um eine gut wirksame Wärmeübertragung von dem Heizkörper auf das Bimetall zu er zielen, besteht nach der Erfindung der Trä ger .der Heizwicklung wenigstens teilweise aus Metall und ist mit seiner dem Bimetall streifen zugekehrten Seite am Bimetall be festigt. Auf der Metallspule, die zweck mässig aus Kupfer hergestellt ist, kann der dünne, isolierte Heizdraht, der eine beträcht- liche Länge besitzt, aufgehaspelt werden.
Dadurch werden die Abmessungen der Reiz einrichtung gering gehalten und die Wärme übertragung folgt schnell dem Anstieg der Stromstärke. Anderseits lässt sich so die Spule billig herstellen, sie besitzt bei der vor handenen kleinen Oberfläche :eine sehr ge ringe Wärmeabgabe an den umgebenden Raum.
Die Zeichnung lässt einige Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes er kennen.
In Fig. 1 bedeutet a den Bimetallstreifen, b den Träger der Heizwicklung und c die Heizwicklung. Der Träger b der Heizwick- lung besitzt auf der dem Bimetallstreifen zu gekehrten Seite einen Metallflansch d, mit dem er sich gegen den Bimetallstreifen an- legt, und durch die Niete e in gut wärme leitender Verbindung steht.
Der andere Flansch f des Trägers b der Heizwicklung besteht vorteilhaft aus Isoliermaterial. Der Flansch f kann, statt nur flach zu sein, als Wärmeschützhülse für die Wicklung c aus gebildet werden, wie dies in Fig. 6 dar gestellt ist.
Der Bimetallstreifen a ist mit seinem einen Ende bei g fest eingespannt. Bei der Erwärmung krümmt sich der Strei fen nach unten und gibt die Sperrung des Hebels h frei, wodurch dieser von der Fe der i angezogen wird. Wenn es wünschens- wert ist, eine starke Krümmung des Bi metallstreifens zu erzielen, so wird der Flansch d, etwas gewölbt ausgebildet, so dass sich das Bimetall der Form des Flansches anpasst (Fig. 2).
Hierdurch wird die Wärme- leitung begünstigt und die Zunahme der Er wärmung gesteigert.
Ist man gezwungen, einen grösseren Heiz draht vorzusehen, so kann man - wie in Fig. 3 dargestellt - zwei Spulen c zu bei den Seitendes Bimetallstreifens a anbringen. Es ist aber auch möglich, mehrere Spulen nebeneinander auf den Bimetallstreifen an zuordnen, wie beispielsweise in Fig. 4 dar gestellt.
Es ist im allgemeinen zweckmässig, einen kreisrunden Spulenquerschnitt zu wäh- len, da dann bei einer verhältnismässig gro ssen Anlagefläche des Spulenkernes eine gute Wärmeüberleitung auf den Bimetallstreifen a stattfindet, anderseits aber nur eine geringe Abkühlungsfläche vorhanden ist. Selbstver ständlich. kann aber auch der Spulenkern einen andern Querschnitt besitzen, falls dies aus andern Konstruktionsrücksichten erfor derlich sein sollte.
Die Befestigung .des Trägers der Reiz- wicklung auf dem Bimetallstreifen erfolgt zweckmässig durch Vernietung oder Ver schraubung. Es ist besonderer Wert darauf zu legen, dass' eine Lockerung nicht möglich ist, um eine wärmeisolierende Luftschicht zwischen dem Bimetallstreifen und dem Trä ger .der Heizwicklung zu vermeiden.
Ge gebenenfalls kann :ein konstanter Anpres- @sungsdruck dadurch erreicht werden, dass zwischen das Befestigungsorgan e des Trä gers b der Heizwicklung und den Bimetall streifen a ein federndes Glied 7n eingeschaltet wird, wodurch ein dauernd gleichmässiger Anpassungsdruck gewährleistet ist. Eine derartige Ausführungsform ist in Fig. 5 der Zeichnung dargestellt.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Träger b der Heizwicklung recht winklig gebogen und mit seinem Schenkel d durch die Niete e an den Bimetallstreifen a befestigt. Soll an Stelle der Widerstands heizung :eine Heizung durch Wirbelströme angewendet werden, so wird .der Träger der Heizwicklung aus ferromagnetischem Ma terial hergestellt und mit einer Spulenwick- lung aus Kupfer versehen.
In diesem Falle überträgt der Träger der Heizwicklung die durch Wirbelströme und Hysteresis erzeugte Wärme auf den Bimetallstreifen. Zur Ver kleinerung des magnetischen Widerstandes kann an Stelle einer Isoliermaterialhülse auch ein magnetischer Schluss' nach Art eines Topf magnetes angewendet werden. Es können aber auch beide Heizmethoden gleichzeitig zur Anwendung gelangen.
Die Anordnung einer Spule gestattet es ferner, das entstehende Kraftfeld zur Er- zielung einer .ruckartigen Bewegung des Bi metallstreifens auszunutzen, indem die Spule bei der Krümmung des Bimetallstreifens einem Anker genähert wird, der bei Er reichung einer genügend kleinen Entfernung die Spule anzieht. In Fig. 7 ist eine der artige Anordnung wiedergegeben.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Spule b durch die Krümmung des Bimetallstreifens ca dem feststehenden Anker n genähert und nach Erreichen eines genügend geringen Abstan des von .diesem angezogen und die Sperrung h aufgehoben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCH: Installations-Selbstschalter mit Auslösung durch ein Bimetall, das durch eine Heiz- wicklung beheizt wird, dadurch gekennzeich net, dass der Träger der Heizwicklung wenig stens teilweise aus Metall besteht und mit seiner dem Bimetallstreifen zugekehrten Seite am Bimetall befestigt ist. UNTERANSPRÜCHE: l.. Installations-Selbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der am Bimetall nicht anliegende Flansch des Trägers der Heizwicklung aus Isolier material besteht.2. Installations-Selbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass je eine Heizspule zu beiden Seiten des Bimetallstreifens angebracht ist. 3. Installations-Selbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Heizspulen nebeneinander auf dem Bimetallstreifen angeordnet sind. 4. Installations-Selbstschalter nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Isoliermaterialflansch gleichzeitig als Schutzhaube gegen Wärmeabgabe nach aussen hin für die Spule ausgebildet ist.5. Installations-Selbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger der Heizwicklung aus einem im Winkel gebogenen Flachmetall besteht, auf dessen einem Schenkel die Heizwick lung aufliegt, während der andere Schen kel an dem Bimetallstreifen anliegt. 6. Installations-Selbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger der Heizwicklung aus ferro- magnetischem Material besteht und die durch Wirbelströme und Hyteresis her vorgerufene Wärme auf den Bimetall streifen überträgt.7. Installations-Selbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger der Heizwicklung als Topf magnet ausgebildet ist, in dessen Bereich .ein Anker befestigt ist.
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