CH156590A - Elektrodenanordnung für Elektronenröhren. - Google Patents

Elektrodenanordnung für Elektronenröhren.

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CH156590A
CH156590A CH156590DA CH156590A CH 156590 A CH156590 A CH 156590A CH 156590D A CH156590D A CH 156590DA CH 156590 A CH156590 A CH 156590A
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cathode
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electron tubes
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Actiengesellsch Electricitaets
Elektrische Gluehlampenfabri G
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Ver Gluehlampen & Elec Ag
Elektrische Gluehlampenfabrik
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      Elektrodenanordnnng        für        Elektronenröhren.       Für Elektronenröhren mit höheren Emis  sionsströmen ist heute fast ausnahmslos jene  Form des     Elektrodensystems    verwendet, die  man als' kastenförmige     Elektrodenanordnung     bezeichnen kann.

   Für Elektronenröhren mit  direkter Heizung, das heisst mit mehrfach in  einer Ebene gespannten Glühfaden wird diese  Anordnung überall verwendet, aber auch für  die sogenannten     Wechselstromröhren,    das  heisst für Röhren mit indirekter Heizung, die  eine     stabförmige,    im wesentlichen zylindrisch  ausgestaltete Kathode haben, wird diese An  ordnung verwendet aus dem Grunde, da die  mit Hilfe dieser Anordnung leicht verwirk  lichbaren grossen Flächen gegenüber der zy  lindrischen Anordnung gewisse Vorteile bie  ten. Je nach dem gewünschten     Zweck    werden  die kastenförmigen Systeme     reit    ihren grösse  ren Flächen entweder parallel, vertikal oder  eventuell geneigt zur     Füsschenachse    ge  stellt.

      Gewisse Nachteile der kastenförmigen  Anordnung sind neuerdings festgestellt wor  den. Durch die allgemeine Verbreitung der  aus einem Wechselstromnetz     bedienbaren     Apparate ist es möglich geworden, hohe Ano  denspannungen zu verwenden. Diese Möglich  keit gestattet, Röhren mit hohem Verstärkungs  faktor, das heisst mit kleinerem Durchgriff  verwenden zu können. Die Verkleinerung des       Durchgriffes    geschieht grössten Teils dadurch,  dass man die Entfernung Anode-Kathode  möglichst vergrössert. Das führt zu grösseren  Systemdimensionen, was im Gegensatz steht  zur neuerdings ebenfalls geltend gemachten  Bestrebung der Raumersparnis.

   Zweitens wird  mit der Vergrösserung des Abstandes     Anode-          Kathode    der Nachteil verbunden, dass die  Glühkathoden, die heute grösstenteils nach  dem     Metall-Dampfverfahren    aktiviert werden,  nicht gut aktiviert werden können, da die  an der Anode angebrachte, zur Kathoden-           aktivierung    dienende aktive Masse bei Ver  dampfung nur teilweise die Kathode trifft  und ein grosser Teil der verdampften Menge  an anderen Stellen, insbesondere an der  Ballonwand, niedergeschlagen wird, also zur  Aktivierung der Kathode nichts beiträgt.

    Dieser Nachteil     offenbart    sich darin, dass  viele der so hergestellten Röhrenexemplare  ihre volle Aktivität nicht erreichen, was  entweder zur Folge hat, dass die volle Ver  stärkungseigenschaft der Röhre nicht zur  Geltung kommt, oder man gezwungen ist,  bei der Massenherstellung solcher Röhren  einen grossen     Fabrikationsausschuss    zuzulassen.  Drittens ist bei solchen Röhren oft als stö  rende Nebenerscheinung gefunden worden,  dass die an der Anode angebrachte, nach  der Verdampfung zurückgebliebene aktive  Masse, da ihre     Richardson'sche    Konstante  klein ist, Sekundärelektronen leichter erzeugt  als Anoden, die nicht mit der aktiven Masse  überzogen sind.

   Die Sekundäremission ver  ringert aber die Primäremission und wirkt  infolgedessen störend auf die Funktion der  Röhre ein.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung besteht  darin, diese Nachteile unter Beibehaltung  der Vorteile des Kastensystems zu beseitigen.  Das wird dadurch erreicht, dass die Anode  als nicht vollständig geschlossener Kasten  ausgebildet wird, sondern zum Beispiel als  Platte mit zwei kleineren Seitenansätzen  zwecks Befestigung im Gestell, und die  Geschlossenheit der Kastenelektrode dadurch  bewirkt wird, dass eine zur Aufbewahrung  des aktiven Materials dienende Platte an  geordnet wird, die mit der Anode in keinem  leitenden Zusammenhang steht. Dadurch wird  zuerst erreicht, dass der Durchgriff der Röhre  kleiner wird, ohne dass die Anode von der  Kathode weit verlegt werden müsste.

   Da die  aktive, zur     Kathodenbesprühung        bestimmte     Masse nicht an der Anode untergebracht ist,  ist die Gefahr der     Sekundärelektronenbildung     so gut wie ausgeschlossen. Mit dieser ein  fachen Anordnung erreicht man tatsächlich,  dass der Vorteil des kleinen     Durchgriffes     ohne Vergrösserung des Abstandes Anode-    Kathode und durch sichere Beseitigung der       Sekundärelektronenernission    tatsächlich er  reicht wird. Das Gitter kann je nach dem  Zweck entweder der Fadenebene sich an  schmiegen oder irgend eine beliebige Form  haben.

   Wünscht man das Füsschen vom Nie  derschlagen der aktiven Masse zu schützen,  so kann die     plattenförmige    Anode und selbst  verständlich auch die zu ihr parallel liegende,  mit ihr metallisch. nicht     verbundene,    die ak  tive Masse tragende Platte senkrecht zur       Füsschenachse    aufgestellt sein. Dadurch hat  man sämtliche Vorteile der bekannten     kasten-          förmigen    Anordnung ohne ihre Nachteile.  Der Flächeninhalt der Platte kann klein im  Verhältnis zur Fläche der Anode gehalten  sein.

      Die Platte kann mit einer besonderen,  durch das Füsschen gehenden Zuleitung ver  sehen sein, die gestattet, während der Herstel  lung der Röhre ihr ein Potential aufzudrücken,  was im Laufe des     Formierungsprozesses,    wo die  Kathode einer Dampfentladung ausgesetzt ist,  wünschenswert erscheinen kann. Diese Zulei  tung wird zweckmässig nach Herstellung der  Röhre abgeschnitten oder eventuell mit der  Kathode verbunden.  



  Die beigelegte Zeichnung zeigt eine bei  spielsweise     Ausführungsform    der Erfindung.  Die Anordnung ist im Querschnitt gezeichnet.  1 bedeutet die als offenen gasten ausgebildete  Anode, 2 die mit einer besonderen Zuleitung  versehene Platte. Die Zuleitung kann vor der       Sockelung    der Röhre, wenn gewünscht, mit  der Zuleitung der Kathode verbunden werden.  3 ist das übliche Gitter und 4 bezeichnet  die mehrfach in einer Ebene gespannten  Glühfäden, die auch durch eine     stabförmige,     indirekt beheizte Kathode ersetzt sein kön  nen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: <B>Ei</B> lektrodenanordnung für Elektronenröhren, deren Kathode durch im Innern der Röhre befestigte und zur Verdampfung gebrachte Stoffe aktiviert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode, die als nicht geschlossener Kasten ausgebildet ist und eine Hilfsplatte, die mit einer besonderen Zuleitung versehen ist und zur Aufnahme der aktiven Masse dient und mit der Anode in keinem leitenden Zusammenhang steht, derart zueinander an geordnet sind, dass sie zusammen einen fast geschlossenen Kasten bilden.
    UNTERANSPRüCEE 1. Elektrodenanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinan der parallelen Flächen der Anode und der Hilfsplatte senkrecht zur Füsschenachse stehen. 2. Elektrodenanordnungnach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zufüh rungsdraht der Hilfsplatte in der fertigen Röhre mit der Kathode leitend verbunden ist.
CH156590D 1930-08-04 1931-07-20 Elektrodenanordnung für Elektronenröhren. CH156590A (de)

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