Walzenstuhl, insbesondere für Hüllereien. Weitaus die meisten der in Müllereien benutzten Walzenstühle sind in einen auto matischen Arbeitsgang eingeschaltet und müssen dementsprechend mit einer Vorric'h- tung versehen sein, -um sieh selbsttätig den <B>im</B> Mahlvorgang auftretenden Änderungen anzupassen.
Der hauptsächlich auftretenden Änderung in der Mahlgutzuführung -wird bei den be kannten WaIzenstühlen durch eine automa tische Speisevorrichtung Rechnung getragen, welche sich der veränderlichen Mahlgutzu- führung von selbst anpasst. Solche Vorrich tungen besitzen Z'tim Beispiel sich automa tisch einstellende Klappen oder Speisewalzen mit veränderlicher Drehzahl, wobei die Mahlwalzen immer mit der gleichen Dreh zahl arbeiten.
Dies bedingt notwendiger weise eine Veränderlichkeit in der Vermah- lung, indem bei unveränderter Drehzahl der Mahlwalzen, also bei sich gleich bleibender Arbeitsfläche pro Zeiteinheit, die pro Zeitein heit verarbeitete Mahlgutmenge sieh ändert und demzufolge,<B>je</B> nach der Mahlgutzufuhr, auf einer bestimmten Mahlfläche in der glei chen Zeit verschiedene Mengen Mahlgutes verarbeitet werden. Unter solchen Bedingun gen kann die Vermahlung keine gleichmässige sein.
Eine ideale Regulierung wäre demnach eine solche, die die pro Einheit der A-rbeits- fläche und Zeiteinheit verarbeitete Menge Mahlgut regelt.
Dies wird entsprechend vorliegender Er findung erreicht, indem, im Gegensatz zu allen bisherigen Ausführungen, die Drehzahl der Mahlwalzen durch eine von der Mahl- gutzufuhr gesteuerte Regelvorrichtung ver ändert wird in stetiger Anpassung an die Mahlgutzufuhr.
Die Zeichnung dient zur Erklärung ver schiedener Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes. Es zeigt.
Fig. <B>1</B> einen Längsschnitt eines Zwei- Walzenstuhls mit mechanischer Regelvorrich- tung, Fig. 2 einen Aufriss eines Vier-Walzen- Stuhls, Fig. <B>3</B> eine Stirnansicht zu Fig. 2 mit teilweisem Schnitt, und Fig. 4 eine Einzelheit in grösserem Mass stab.
Die in Fig. <B>1</B> gezeichnete Ausführung be sitzt eine Steuerfeder<B>1,</B> welche mittelst des Teils 2 an einem Querstab<B>3</B> aufgehängt ist. Diese Feder<B>1</B> bildet eine Art Schwimmer im Einlauf 4 des Mahlgutes, welches im Walzenstuhl<B>5</B> den Mahlwalzen<B>6</B> und<B>7</B> zu geführt wird, die,durch Triebräder<B>8</B> mitein ander verbunden sind. Die Feder<B>1</B> wird nach Massgabe der Zuflussmenge des Mahlgutes im Einlauf 4 reagieren, das heisst sich -strek- ken oder zusammenziehen; der Einlauf 4 ist durch einen Glaszylinder gebildet, so a die Bewegung der Feder<B>1</B> von aussen be obachtet werden kann.
Die Feder<B>1</B> beein- flusst entsprechend ihren Bewegungen ein Hebelwerk, welches zwei Winkelhebel<B>9, 10</B> einen Lenker<B>11</B> und eineStange 12 besitzt, die eine Übertragungsrolle<B>13</B> trägt. Diese Rolle<B>13</B> befindet sieh zwischen einem Paar Triebscheiben 14, wovon die eine mit der Achse der Mahlwalze<B>6</B> und die andere mit der Antriebsriemenscheibe<B>15</B> des Walzen stuhls fest verbunden ist. Entsprechend der Lage der vorn erwähnten Hebelwerk infolge der Bewegung der Feder<B>1</B> in bezug auf die Zentren der Scheiben 14 verstellten Über tragungsrolle<B>13</B> ist die Drehzahl der Mahl- -walzen <B>6, 7</B> grösser oder kleiner.
An Stelle des Reibräder-Wechselgetriebes <B>1-3,</B> 14 kann selbstverständlich auch eine andere Vorrich- -tun- gleicher Zweckbestiminung, vorgesehen werden, Die in Fig. 2 bis 4 dargestellte Ausfüh rung betrifft einen sogenannten Doppelstuhl mit zwei Walzenpaaren, die mit ihrem Zu behör<B>je</B> eine unabhängige Maschine mit eigenem Antriebsmotor bilden.
Bei diesem IÄTalzenstuhl <B>5'</B> sind<B>16, 17</B> und<B>18, 19</B> die zwei Paar MaIlwalzen, welche gemäss Fig. <B>3</B> in der Links- bezw. in der Rechtshälfte des gemeinsamen Gehäuses untergebracht sind. JedemWalzenpaarli6,17 bezw. 18,19isteiiie einen Prallkörper darstellende Steuerklappe 20 zugeordnet, welche auf einer Achse 21 versellwenkbar gelagert ist.
Durch diese Klappe 20, welche von der die entsprechende Hälfte des Einlaufes 4 des Walzenstuhls passierenden Zuflussmenge des Mahlgutes be- einflusst wird, wird ein Durchgang zwischen einem versellwenkbaren Segment 22 und der Speisewalze<B>23</B> mehr oder weniger geöffnet, indem dieses Segment 22 durch einen Knie- liebel 24 mit der Klappe 20 Bewegungsver bindung hat und anderseits beispielsweise unter dem Einfluss einer nicht gezeichneten Feder stellt, die bestrebt ist, den Durchgang zu verkleinern.
Die Klappe 20 steuert gleich zeitig einen Regulierwiderstand<B>25</B> mittelst eines Hebelgestänges<B>26, 27</B> zwecks Rege lung der Drehzahl eines zugeordneten Elek tromotors<B>28</B> über die Leitung<B>29.</B> Der ein zelne Motor<B>28</B> treibt zum Beispiel mittelst eines Treibriemens<B>30</B> und eines Stirnräder- getriebes <B>31</B> das betreffende Mahlwalzenpaar <B>18, 19</B> bezw. <B>16, 17</B> an, wobei die Drehzahl des Motors bei Zunahme der Zuflussmenge des Mahlgutes zunimmt und umgekehrt.
Die Stellung, der Steuerklappe 20 kann von aussen an einer Anzeigevorrielltung <B>32, 33</B> abgele sen werden, deren Zeiger<B>32</B> auf der Aelise des Kontaktarmes des Regulierwiderstandes angeordnet ist. Durch richtige Abstimmung der Skala<B>33</B> kann die jeweilige Leistung des Walzenstuhls unmittelbar abgelesen werden.
Statt einer Prallklappe kann als Steuer organ eine Feder, ähnlich wie nach Fig. <B>1,</B> auch beim Beispiel nach Fig. 2 und<B>3</B> ver wendet werden. (wie Fig. 4 zeigt) und um gekehrt.
An Stelle von mechanischen oder elektri- sehen Hilfsmitteln, die dieselbe Endwirkung ,wie ein Servomotor haben, das heisst zur Steuerung des Geschwindigkeitswechselge- triebes dienen, kann zwischen diese und das Steuerorgan auch ein hydraulischer oder pneumatiseher Servomotor eingeschaltet wer den. Die Regelvorrichtung kann in der Weise arbeiten, dass die spezifische Belastung der Mahlwalzen sieh immer gleich bleibt oder sich in einem als zweckmässig gefundenen Verhältnis ändert.