CH156743A - Verfahren zur Überführung von Metallsalzen in kugelige Form. - Google Patents

Verfahren zur Überführung von Metallsalzen in kugelige Form.

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CH156743A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     Überführung    von     Metallsalzen        in    kugelige Form.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     Überführung    von Metall  salzen, vorzugsweise     Alkalisalzen,    in kuge  lige Form.  



  Es wurde gefunden, dass man eine solche  Formung von Metallsalzen erzielt, wenn man  diese, zweckmässig in körniger Form, in  Gegenwart von Feuchtigkeit, beispielsweise  als Kristallwasser oder im Falle von     kristall-          wasserfreien    Salzen in Gegenwart einer be  grenzten Menge Wassers, in einer mit einem  Filter zur Zurückhaltung von     Metallsalz-          staub    ausgestellten Drehtrommel der Ein  wirkung eines trocknenden Luftstromes aus  setzt. Die Bildung von Kügelchen setzt  schon vor der völligen Entwässerung ein.  Während man     anfangs    mit recht lebhaftem  Luftstrom und Trommelumlauf arbeiten  kann, mässigt man beide vorteilhaft gegen  Ende der Entwässerung.  



  Die     Überführung    der     Metallsalze    in die  kugelige Form spielt sich so ab, dass die teil-    weise oder ganz entwässerten Salzkörnchen  den Kern der zu formenden Kugeln bilden,  wobei der .trockene, feine Salzstaub sich um  den Kern herumlegt und     ankristallisiert.    Die  Grösse und Anzahl der Kügelchen nimmt all  mählich zu, und es gelingt schliesslich, die  gesamte Salzmenge in kugelige Körperchen  .nahezu     einheitlicher    Grösse überzuführen.

         Ihr    Durchmesser ist naturgemäss je nach  Salzart verschieden     und    kann auch in ge  wissen     Grenzen    durch die     angewandten    Mass  nahmen der Trocknung beeinflusst werden.  Die zur     Entwässerung    dienende Luft braucht  nicht in allen Fällen wasserfrei zu sein, kann  dagegen zur Beschleunigung des Prozesses  bis     etwas    unter dem Schmelzpunkt des     Hy-          drates    angewärmt sein.  



  Störungen des     Formbildungsvorganges     durch die Anwesenheit gewisser Verunreini  gungen im Salz, zum Beispiel Säure, kann  durch Zusatz von     Chemikalien,    zum Beispiel  Ammoniak, entgegengewirkt werden, um die  Kugelbildung     wieder    voranzubringen.      Wie oben ausgeführt, kann man entweder  von leicht     entwässerbaren        Metallsalzhydräten     ausgehen oder aber auch von Kristallmassen  mit einem niedereren Wassergehalt als dem  entspricht, mit welchem sie aus ihren wäs  serigen Lösungen bei gewöhnlicher oder die  ser naheliegenden Temperatur auskristalli  sieren. Diese Hydrate werden nachstehend  als normale Hydrate bezeichnet.

   Man kann  also schon von anderweitig vorgetrockneten  oder teilweise hydratisierten Salzen, ja selbst  von wasserfreien Salzen ausgehen. Vor  getrocknete und teilweise hydratisierte Salze  können unmittelbar dem     Trocknungs-    und  Formungsverfahren unterworfen werden,  während die wasserfreien Salze zweckmässig  mit begrenzten Mengen Wasser oder einer  Lösung des betreffenden Salzes zu einem  Brei, der nach einigen     Stunden    zu einer  festen Masse erstarrt, verrührt werden. Vor  Entwässerung und Formung in der rotieren  den     Tommel    unter Einleiten von Luft wird  der Salzkuchen vorteilhaft zerkleinert.

   Wenn  man von solchen, teilweise entwässerten Sal  zen ausgeht, so soll der Wassergehalt der  Salzmasse aber nicht weniger als etwa     '/;,    des  Wassergehaltes der normalen Hydrate sein.       Selbstverständlich    ist bei verschiedenen Sal  zen die Mindestmenge des notwendigen Was  sers verschieden, kann aber durch einen ein  fachen Versuch leicht festgestellt: werden.  Unter diesen Umständen kann der     Trock-          nungs-    und     Formungsprozess    auf     i/2    bis  der Zeit abgekürzt werden, die notwendig  ist, wenn man von den Salzhydraten aus  geht.  



  Das Verfahren kann auch so durchgeführt  werden, dass man der Salzmasse weitere  wasserhaltige oder auch wasserfreie Salze in  fester oder gelöster Form oder andere unlös  liche anorganische oder lösliche oder unlös  liche organische Stoffe zufügt. Es kann zum  Beispiel von Vorteil sein, bei der Form  gebung von Soda andere für Waschzwecke  geeignete Stoffe, wie     Natriumphosphat,          Natriumperborat,    Harnstoff, zuzusetzen.       Schwergranulierbare    Farbstoffe kann man    leicht mit den beim     Färbeprozess    nötigen  Zusatzstoffen     (Natriumsulfat)    formen.  



  <I>Beispiel</I>  Durch eine rotierende Trommel von  200 mm Durchmesser, die     mit    körnigem  Glaubersalz     Na=S04,    10     HZO    (Korndurch  messer bis 6 mm) beschickt ist, wird  trockene Luft mit einer Geschwindigkeit von  0,7     m/Min.    und einer Temperatur von 20 bis  40   geleitet. Das Salz gibt sein Wasser leicht  an die Luft ab, die nahezu an Wasserdampf  gesättigt die Trommel durch ein Filter ver  lässt, welches den Salzstaub in der Trommel  zurückhält. Nach 36     Stunden    sind etwa<B>80%</B>  der Wassers entfernt, das Salz beginnt sich  zu kleinen Kugeln von etwa 1 mm Durch  messer zu formen. Mit Fortsetzung des  Trockenprozesses nimmt die Kugelbildung  hinsichtlich Menge und Grösse weiter zu.

    Nach 40 bis 44 Stunden sind ungefähr 95  der Kristallmasse zu Kugeln von nahezu  gleichmässiger Grösse von 2 bis 4 mm Durch  messer geformt. Durch Erhöhung der Luft  geschwindigkeit lässt sich die Trockendauer  abkürzen.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Die Trommel nach Beispiel 1 wird mit  Soda,     Na=C03,    10 1120, in körniger Form  beschickt. Der     Trocknungs-    und Formungs  vorgang verläuft ähnlich wie bei Natrium  sulfat. Die Entwässerung geht bei gewöhn  licher Temperatur bis zum     Dihydrat    oder  Monohydrat oder einem Gemisch beider. Die  Kugelbildung setzt nach 30 Stunden ein,  nachdem der grösste Teil des Wassers ent  fernt ist; nach etwa 40     Stunden    haben die  Kugeln einen Durchmesser von 1 bis 2 mm.  <I>Beispiel 3:</I>  100 Teile wasserfreie Soda werden mit  100 Teilen einer kalt gesättigten     Sodalösung     angerührt. Der Salzbrei erstarrt nach einigen  Stunden zu einem festen Salzkuchen.

   Der  Wassergehalt beträgt 4,8     Mol.    auf 1     Mol.          Na2C03.    Die Kristallmasse wird zerkleinert  (Teilchengrösse bis zu 2 mm). Die Entwässe  rung erfolgt nun in einer rotierenden Trom-           mel    gemäss Beispiel 2. Der     Trocknungs-    und       Formungsprozess    ist in der Hälfte der Zeit  beendet. Man erhält Kugeln von 3 bis 4 mm  und einem Wassergehalt von 2     Mol.        H20    auf  1     Mol.        Na2C03.     



  <I>Beispiel</I>  80 Teile wasserfreie Soda und 20 Teile  festes     Natriumperborat,    beide fein gepulvert,  werden gut gemischt und mit 100 Teilen  einer kalt gesättigten     Sodalösung    verrührt.  Der Salzbrei erstarrt nach einigen Stunden  zu einer festen, leicht     zerkleinerbaren    Masse.  Nach     Zerkleinern    wird -das     .Salzpulver    gemäss  Beispiel 2 in der     rotierenden    Trommel ge  trocknet und geformt. Man erhält Salz  kugeln mit einem Durchmesser von 1 bis  2 mm und einem Gehalt von<B>76%</B> Natrium  karbonat, 3,6 %     Natriumperborat,    Rest  Wasser.  



       Beispiel   <I>5:</I>  100 Teile wasserfreies Natriumsulfat wer  den mit 100 Teilen einer     gesättigten    Na  triumsulfatlösung vermischt. In den Salz  brei werden 50 Teile eines wasserunlöslichen  Farbstoffes, zum Beispiel Schwefelschwarz,  eingerührt. Der Salzbrei erstarrt nach     einigen     Stunden zu     einer    festen Salzmasse, die zer  kleinert und sodann in der     rotierenden    Trom  mel entwässert und getrocknet wird. Die  etwa 1 bis 2 mm grossen Kügelchen enthalten  <B>30%</B> Farbstoff und 70% Natriumsulfat.  



  Man erhält einen zu Kügelchen geform  ten Farbstoff, der :die zum     Färbeprozess     nötige Menge Natriumsulfat enthält. Für den  Färber bedeutet es grossen Vorteil, beide  Stoffe in gleichmässiger Mischung und be  quemer     Dosierung    zu bekommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Merführung von Metall salzen in kugelige Form, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Salzmassen in Gegen wart von Feuchtigkeit in einer mit einem Filter zur Zurückhaltung von Metallsalz- staub ausgestatteten Drehtrommel der Ein wirkung eines trocknenden Luftstromes unterwirft. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man körnige Salz massen verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man leicht ent- wässerbare Metallsalzhydrate verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man v orentwässerte Salze verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man teilweise hy- dratisierte Salze verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass man Salzmassen, wie sie aus wasserfreien Salzen mit begrenz ten Mengen von Wasser oder Salzlösun gen erhalten werden, verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei gewöhn licher Temperatur arbeitet.
    7, Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei erhöhter Temperatur arbeitet. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet. dass man einen vorgewärmten Luftstrom verwendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den zu formen den Salzen andere Salze zusetzt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den zu formen den Salzen unlösliche anorganische Stoffe zusetzt. <B>1.1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man .den zu formen den Salzen lösliche organische Stoffe zu setzt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den zu formen den Salzen unlösliche organische Stoffe zusetzt.
CH156743D 1930-12-24 1931-12-01 Verfahren zur Überführung von Metallsalzen in kugelige Form. CH156743A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1294946B (de) * 1964-04-06 1969-05-14 American Metal Climax Inc Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern der Groessenbestaendigkeit von verdichteten Kaliumchloridteilchen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1294946B (de) * 1964-04-06 1969-05-14 American Metal Climax Inc Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern der Groessenbestaendigkeit von verdichteten Kaliumchloridteilchen

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