Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Stoffen aller Art. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfah ren und eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Stoffen aller Art, zum Beispiel von wasser- und flüssigkeitshaltigen Stoffen, wie Ton, Lehm, Zement, Pappmache, Holzstoff, Strohstoff, Brennstoffe, Kohle, Torf, Moor, Braunkohle und deren Abfälle, Naphta- abfälle. Das Verfahren besteht darin, dass der Stoff durch mindestens ein schnell rotierendes Schleif- und Schleuderorgan in feine Teil chen zerschliffen wird.
Bei der zur Ausfüh rung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung ist am Austrittsende eines Zuführungsweges für den zu zerkleinernden Stoff mindestens ein schnell zu drehendes Schleif- und Schleu derorgan angeordnet.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele der Vorrichtung gemäss der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Schleif- und Schleudervor richtung für die Vorbearbeitung von Roh massen, wie Ton, Lehm, Zement usw., Fig. 2 eine Schleif- und Schleudervorrich tung für die weitere Zubereitung der Masse, Fig. 3 bis 8 fünf weitere Ausführungs formen der Vorrichtung mit verschiedenen Formvorrichtungen,
Fig. 9 bis 13 fünf andere Ausbildungen der Schleif- und Schleudervorrichtung, Fig. 14 eine Ausführungsform einer Bürstenwalze, Fig. 15 eine Maschine zum Zerkleinern von Pflanzenprodukten, Fig. 16 eine Maschine zum Auflösen bezw. Schlemmen von Torf oder Moor, Fig. 17 eine Einzelheit der Fig. 16, Fig. 18 bis 21 weitere Ausführungsformen einer Moorbearbeitungsmaschine, Fig. 2.2 eine Einzelheit zu Fig. 21,
Fig. '23 bis 27 weitere Ausführungs formen zum Zerkleinern von Ton und ähn lichen Stoffen, Fig. 28 bis 40 verschiedene Ausführungs formen zur Entfernung von Steinen und sonstigen Fremdkörpern aus der zu zerklei nernden Masse. Fig. 41 die zu Fig. 15 benutzte Bürsten walze; Fig. 42 und 43 betreffen die Herstellung von Bürstengliedern und die Befestigung derselben an der Bürstenwalze, Fig. 44 bis 49 weitere Ausführungs formen der Schleif- oder Bürstenwalzen und deren Glieder.
In Fig. 1 wird eine formbare Masse, wie Ton, Lehm, Zement usw. durch eine Vor schub- oder Komprimiervorrichtung 1, zum Beispiel durch eine Schnecke, einer sehr schnell rotierenden Bürstenwalze 2 zugeführt. Die vorzugsweise mit elastischen Borsten 3, besetzte Walze 2 schleift den Ton oder der gleichen in feiner Verteilung von dem aus dem Mundstück 8 der Presse austretenden Strang ab.
Die in dem Ton vorhandenen Steine oder sonstigen Fremdkörper 4, 5, 6@, 7 werden ebenfalls von den nachgiebigen bezw. elastischen Stahlbürsten .3 erfasst und heraus geschleudert, und zwar bedeutend weiter als die fein geschliffene Tonmasse. Auf diese Weise erfolgt zugleich eine Trennung der Fremdkörper und des Tones. Zum Zwecke des besseren Herausschleuderns der Steine 4 bis. 7 sind an dem Mundstück 8 klaviaturähn- liche Klappen oder Federn 9 angebracht, die einzeln dem Druck des Steines oder derglei chen nachgeben und, wenn der Stein heraus geschleudert ist, sich wieder schliessen.
Die auf diese Art verarbeitete Masse, die von Steinen und Fremdkörpern befreit und durch den Schleifprozess ziemlich gleichmässig ist, wird durch beliebige Mittel, zum Beispiel durch ein endloses Transportband 22 auf gefangen, von dem es zum Beispiel durch einen nicht gezeichneten Trichter der zur weiteren Zubereitung der Masse dienenden Vorrichtung gemäss Fig. 2 zugeführt wird.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 2 besteht gleich falls aus einer Presse mit Schnecke 10, die den Ton oder dergleichen aus dem Mundstück 11 drückt, an dessen Austrittsende von dem Tonstrang durch die sehr schnell, zum Bei spiel mit zirka 50 m pro Sek. rotierende bürstenartige Walze 12 feinste Teilchen ab gerissen und in die bereitstehenden Ziegel- oder sonstigen Formen 18, 14, 1:i etc. ge schleudert werden. Auf diese einfache Weise kann man sowohl beliebige Ziegelsteine, als auch einfache und verzierte Platten herstellen.
Fig. 3 zeigt die Herstellung von Hohl körpern, zum Beispiel Muffen, Ringen, Röh ren usw. 1.6 ist eine Platte, die in dem Fuss 17 drehbar ist. 18 ist eine Form, die mit Handgriffen 19, 20 versehen ist. 21 ist ein gern. Die wieder vor dem Mundstück 11 der Presse 10 angeordnete, schnell rotierende Bürstenwalze 12 schleudert den Ton in die Form 18, und da die Form während des For- mens bezw. des Füllens gedreht wird, wird der Ton sehr gleichmässig in die Form ge schleudert.
Fig. 4 stellt schematisch eine Maschine zur Herstellung von Ziegeln mit automa tischer Leerung der Formkästen dar. 10 ist die Komprimierschnecke mit Mundstück 11 und 12 die am Austrittsende des Mundstückes angeordnete bürstenartige Walze. 25 ist ein kreisförmiger Formträger, an dessen Um fang die Formkästen 26, 27 usw. angeordnet sind. Die Formkästen können sowohl ab nehmbar, als auch fest mit dem Rotations körper 25 verbunden sein, ebenso kann das Rad 25 selbst mit Flächen versehen sein, die zugleich den untern Boden der Formkästen bilden.
Die Seitenwände können mit Schar nieren am Rotationskörper 25 befestigt sein und durch Federn, Anschläge oder sonstige Vorrichtungen in, der obern bezw. in der Füllage geschlossen gehalten und in der un tern bezw. in der Ausleerlage offen sein, so dass die Ziegel 23, 24 usw. von selbst auf das unterhalb des Rades 25 befindliche Band 28 herausfallen.
Um genau gleichmässig grosse Ziegel zu erzielen, werden zweckmässig Abstreicher angeordnet, die beliebige Form haben und zum Beispiel aus Draht, Blech usw. oder vorzugsweise auch aus rotierenden, bürstenartigen Walzen bestehen können, wel che die überschüssige Masse von den Formen 26, 27 abstreichen und gegebenenfalls der Pressschnecke 10 wieder zuführen. Diese letztgenannten Einrichtungen sind in der Zeichnung nicht dargestellt. Damit sich die Formlinge besser aus den Formen 26, 27 ab lösen, können dieselben zweckmässig ein- gestäubt oder eingeölt werden.
Zum Ein stäuben der Formen kann vorzugsweise Holz stoff, Strohstoff oder Torf verwendet wer den. Auch kann dem Ton oder Lehm bei der Zubereitung Torf, zerschliffener Holzstoff oder dergleichen als Beimischung zugesetzt werden. Ausserdem kann beispielsweise bei 29 eine Ausstoss- oder Klopfvorrichtung zum Entfernen der Formlinge aus den Form behältern angeordnet sein. Fig. 5 zeigt eine Ausführung der Form kästen für die Ziegelherstellung, und zwar wird die zubereitete Masse hier von den Schleiforganen in Formen 31 oder 32 ge schleudert.
Die Formen sind mit Dornen 3.3 oder dergleichen versehen, die in Längs- oder auch in Querrichtung zur Forin angebracht sein können und dazu dienen, gelochte bezw. perforierte Ziegel herzustellen. Bei 32 ist die Form hochkant gestellt, wobei die Lochung bezw. Perforierung in der Längsrichtung des Ziegels verläuft.
Fig. 6 und 7 zeigen, dass auch ein Rad 34 von solcher Ausbildung Verwendung finden kann, das nur den untern Boden 3,5 und die kurzen Seitenwände 36 für die Ziegel bildet, während die langen Seitenwände von zwei feststehenden Wänden 37, 38 gebildet wer den, zwischen denen sich das Rad 34 hin durchdreht.
Fig. B zeigt die Herstellung eines Rohres, dessen Masse von dem Schleiforgan 12 auf einen sich fortwährend langsam drehenden Kern 39 aufgespritzt wird. Diese Herstel lung kann in vertikaler, horizontaler oder schräger Stellung vorgenommen werden. Ebenso kann das Schleudern des Tones an statt auf einen Kern 39 in eine Form von innen erfolgen. Der walzenförmige Kern 39 ist in Fig. 8 beispielsweise mit einer per forierten Wandung 41 versehen.
Die Kern trommel ist zweckmässig hohl ausgeführt und steht unter Vakuum bezw. Unterdruck, so dass ein Ansaugen der auf den gern 39 auf- gespritzten Tonmasse oder dergleichen erfolgt. und die Masse somit fest auf dem Kern aufliegt bezw. festgehalten wird. Der Kern kann auch aus Segmenten zusammengesetzt werden und auseinandernehmbar sein.
Fig. 9 zeigt eine andere Ausbildung der Schleif- und Schleudervorrichtung, und zwar ist hier an dem Mundstück 11 der Press- schnecke 10 ein Gegenlager 43 für das mit elastischen Gliedern versehene Schleiforgan 12 angeordnet. Dieses Gegenlager 43 besteht zweckmässig aus festem Material, wie Kar borundum, grobem Schmirgel, :, etall, Eisen. Zement oder dergleichen.
In Fig. 10 und 11 sind zwei weitere Aus führungsbeispiele mit Gegenlagern für die walzenförmigen Schleiforgane dargestellt. Die Gegenlager 47 und 48 sind in diesen Ausführungsbeispielen gelenkig aufgehängt und werden um die Drehpunkte 49, 50 mit- telst der Gegengewichte 51: 52 gegen das Schleiforgan gedrückt. Das Schleiforgan 12 der Fig. 10 ist mit Bürsten oder mit sonsti gen elastischen oder scharfkantigen Gliedern versehen, während das in Fig. 11 dargestellte Schleiforgan 12 aus festem Material besteht.
Fig. 12 zeigt eine von den bisherigen Aus führungen abweichende Ausbildung des Schleif- und Schleuderorganes. Bei dieser Ausführung ist das Schleif- und Schleuder organ nicht aus einem walzenförmigen Kör per gebildet, sondern aus einer sich drehen den Scheibe 53, die mit Bürsten oder sonsti gen elastischen oder scharfkantigen Gliedern 54 besetzt ist. Das zuzubereitende R.ohmate- ria1 gelangt aus dem Trichter 55 in die Schnecke 56, von der es dem Schleiforgan 53 zugeführt wird. Die Schleifscheibe 53 wird auf beliebige Weise, zum Beispiel von der Riemenscheibe 57 aus angetrieben.
Die Ge- genscheibe,58 ist fest an der Vorrichtung an gebracht und dient in ähnlicher Weise wie die Backen 43, 47 und 48 in den Fig-. 9 bis 11 als Gegenlager. Die Schleifscheiben 53. 58 sind in einem gewissen Abstande vonein ander angeordnet und bilden einen vorzugs weise regelbaren Spalt, durch den das Roh material . hindurchwandern muss. Anstatt kegelig oder konisch, wie in Fig. 12, können die Schleiforgane 53, 5$ aber auch sphärisch ausgebildet sein, wie das in F'ig. 13 dar gestellt ist.
Hier ist 59 die sphärische Schleifscheibe, die zum Beispiel mit aus fla chem U-förmig gebogenen Stahlband gebilde- ten Schleifborsten bezw. Schleifgliedern 60, 61 versehen ist. 62 und 6,3 sind der Wölbung des Schleiforganes 59 angepasste linsenartige, mit Perforierung, zum Beispiel Vierkant löchern versehene Blechscheiben, die durch Bolzen 64 zusammengehalten werden.
Die flachen, U-förmig gebogenen Borsten 60, 61 sind je nach der Art und Grösse der Bean spruchung so eingesetzt, dass sie entweder flach oder hochkant beansprucht werden. Sie können aber auch, wie Fig. 13 zeigt, ab wechselnd flach (60) und hochkant (61) ein gesetzt sein.
Mit den vorbeschriebenen Vorrichtungen ist es möglich, die geförderte Rohmasse, wie zum Beispiel Ton oder Lehm, die vielfach Kalk in grösseren oder kleineren Klumpen und andere Beimengungen enthält, zu einer völlig homogenen Masse umzuwandeln.
Die aus der Schleif- und Schleudervorrichtung herauskommende gleichmässige Masse wird durch die Wirkung der Zentrifugalkraft von den Schleuderorganen in einen Trichter, auf ein Förderband oder eine sonstige Fördervor- richtung geschleudert und durch letztere der weiteren Verarbeitung zugeführt, oder sie kann unmittelbar in zum Beispiel auf dem endlosen Förderband angebrachte Formbehäl ter geschleudert oder fallengelassen werden. Anstatt die Formbehälter während der Fül lung zu bewegen und hinterher automatisch zu entleeren, können auch die Formen fest stehen, während die Schleif- und Schleuder vorrichtung über die Formen entlang bewegt wird.
Die hergestellten homogenen, formbaren Massen eignen sich auch zur Herstellung von grossen Zement- bezw. Betongegenständen, wie zum Beispiel ganzen Wänden für zu sammenlegbare Zementhäuser, Kandelabern, Pfosten, Treppenstufen, Hohl- und Voll körpern usw.
Zum Zerkleinern von Beton können Bürsten von besonderer Form, etwa gemäss Fig. 14, Verwendung finden, bei wel chen zwischen den Borstenbündeln 30 oder den einzelnen Borsten der Bürstenwalze ge nügend grosse Zwischenräume vorhanden sind, damit das grobe Material, zum Beispiel Kies usw. des Betons zwischen die Bürsten reihen hineinfallen kann und mit dem feine ren Betonmaterial mit abgeschleudert wird.
Die Vorrichtung nach Fig. 15 ist beson ders dazu geeignet, Pflanzenprodukte zu zer kleinern, wodurch die festen von den flüs sigen Substanzen getrennt werden, so dass man daraus Säfte, zum Beispiel Öle oder Farbstoffe zur Verwendung in der chemi schen Industrie herstellen kann. In einem Ge häuse 71 ist eine schnell rotierende Bürsten walze 72 angeordnet. Das Gehäuse 71 ist mit einer Schnecken- oder andern Presse 73 der art verbunden, dass das von der Presse geför derte Gut 74 gegen die Walze 72 angedrückt wird. Das Gut 74 wird von der rotierenden Bürstenwalze 7.2 geschliffen, das heisst, es werden kleinste Teile von den Bürsten 72 mitgerissen, wie das bei 75 angedeutet ist.
Das geschliffene Gut wird aufgefangen, oder sammelt sich am Boden des Gehäuses 71 an und wird aus dem untern Teil des Gehäuses mittelst einer Pumpe 76 oder dergleichen wie der entfernt. Um eine restlose Entfernung der geschliffenen Masse zu bewirken, wird der Boden 77 des Gehäuses 71 zweckmässig schräg angeordnet.
Die schnell rotierenden Bürsten 72, die mit Metall- oder sonstigen, dem Material an gepassten Borsten besetzt sind, zerschleifen die Stoffe in eine sehr feine Masse, die dann abgeschleudert wird. Hierbei trennt sich schon in grossem Masse die feste Masse von dem Saft, während der Rest des Saftes auf beliebige Art und Weise leicht herausgepresst werden kann.
Um zugleich eine gute Konservierung des geschliffenen Materials und der Säfte zu er reichen, kann der Bürste 72 von der Seite aus oder durch die Welle 78, die hohl sein kann, ein Konservierungsmittel, zum Beispiel Koh- lensäure oder dergleichen zugeführt werden. Bei Stoffen, die einer schnellen Oxydation ausgesetzt werden sollen, kann man anstatt Kohlensäure, Sauerstoff, Ozon etc. zuführen. In Fig. 15 ist die hohle Welle 78 der Bürstenwalze 72 durch die Leitung 79 mit einer Stahlflasche 70 verbunden, die Kohlen säure oder dergleichen enthält.
Die Kohlen säure oder dergleichen tritt durch in der hoh len Welle 78 angebrachte Öffnungen 81 aus und gelangt so an den Umfang der Bürsten walze und damit an das Schleifgut 74 heran. Die Kohlensäure oder dergleichen kann an statt in die hohle Welle 78 auch unmittelbar in das Gehäuse 71 mittelst der in gestrichel ter Linie angedeuteten Leitung 82 geleitet werden. In diesem Falle sind an den Stirn flächen der Bürstenwalze Öffnungen 83 vor gesehen, die in Fig. 15 ebenfalls durch ge strichelte Kreise dargestellt sind. Das Ge häuse 71 kann, um den Druck der Kohlen säure oder dergleichen innerhalb des Ge häuses zu regulieren, mit einem Sicherheits ventil 84 versehen sein.
Da die bürstenartige Schleifwalze 71 eine sehr grosse Zahl vor zugsweise flacher Borsten hat und mit einer Geschwindigkeit von zirka. 50 m/Sek. rotiert, so schleift sie von dem zugeführten Material sehr feine Teilchen ab und komprimiert die zugeführten Gase mit den Teilchen der Masse und der Säfte zusammen und schleudert sie in diesem Zustande ab. Mittelst dieser Vor richtung, sei es mit oder ohne Zuführung von Gasen und nachträgliches Pressen, können Pflanzenteile des Saftes entledigt werden. Auch ölhaltige Materialien, wie Nüsse. Fische usw., können in derselben Vorrichtung verarbeitet werden, wobei anstatt wasserhal tigen Saftes, Öl bezw. wasserhaltiges Öl ge wonnen wird.
Es bleibt unbenommen, den Schleif bürstenraum und den Auffangbehälter so zu schliessen, dass keine Luft hinzutreten kann, und die ganze Einrichtung unter den Druck der Gase oder unter Vakuum zu setzen.
Fig. 16 stellt eine Zerkleinerungsmaschine für Torf oder Moor dar. Wird dieser Ma schine durch die jOffnung 90 Torf oder Moor zugeführt, so wird derselbe durch die Rota tion der Walze 91, unter Zerkleinerung durch die U-förmigen Schleifglieder 131 herumge schleudert und an den innen am Gehäuse 89 angebrachten Anschlägen 92 weiter zerrissen. Die in dem Moor eventuell vorhandenen Steine werden in die Ecke 93 geschleudert und können dann herausgenommen werden. Der Boden des Gefässes 89 ist entweder per foriert oder mit Roststäben versehen, durch die das feine Gut in den Wagen 94 herunter fällt und in Behälter ausgeleert werden kann.
Anstatt des Wagens können auch die Behäl ter direkt benutzt werden. Die Anschlag stifte 92 können vorzugsweise aus Eisenschie nen, durch die gewöhnliche Nägel hindurch gesteckt werden, bestehen, wie in Fig. 17 in grösserem Massstabe dargestellt ist.
Die Maschine kann auch für andere Ma terialien als Torf verwendet werden, so zum Beispiel als Schlemm- oder Auflösungs maschine für Ton, Kreide, Porzellanerde usw. Das ausgeschlemmte oder aufgelöste Material fällt durch den untern Rost oder sonstwie perforierten Boden in den untern Behälter und kann weiter verarbeitet werden.
Fig. 18, 19 und 20 stellen wiederum einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Durch die Rotation der Walze 91 (Fig. 18) wird das Moor aus dem Trichter 95 in das Gehäuse hineingezogen, mit dem herumgeschleuderten Wasser zum Teil auf gelöst und an den Anschlägen 96 so zerris sen, dass es durch den perforierten Boden 97 in den Abflusskanal 98 durchfällt. Die Öff nung 99 ist zum Entleeren des Abflusskanals bestimmt. Auch hier kann der Boden 97, an statt perforiert zu sein. Roststäbe erhalten und es kann die Maschine zu den verschie densten Schleif- oder Auflösungszwecken dienen.
Fig. 19 zeigt eine beispielsweise Ausfüh rungsform einer Moorbeschickungsmaschine für eine sogenannte Umlaufeinrichtung nach Fig. 20. Das Moor wird hier zum Beispiel mit dem Band 40 dem Trichter 95 zugeführt. Die Schleifwalze 91 zerschleift das Moor und schleudert dasselbe in das Rohr 42, in dem es durch die ganze Leitung gedrückt wird, bis es wieder bei 42' am untern Teil der Walze 91 ankommt, von derselben wieder ergriffen und je nach Bedarf mit frischem Moor er neut in., die Leitung 42 gedrückt wird usw.
143 ist ein Steinsammelkasten. Da die Schleifwalze 91 sehr schnell rotiert, werden die Steine 69 von -den Schleiforganen nicht erfasst, sondern wie Billardkugeln angestossen und so lange nach unten transportiert, bis sie auf der Anschlagfläche 44 angekommen sind und von dem nachdrängenden Material in den Sammelkasten 143 hineingedrückt werden.
45 ist die Zuführung für das Zusatzwasser, eventuell für das Heizwasser, mit dem die ganze kreisende Moormenge temperiert wer den kann. 66 sind mehrere rostartig angeord nete Stäbe, die einzeln oder gemeinsam ver stellt werden können, wodurch die Zufuhr der Masse aus dem Trichter 95 zur Schleif walze 91 geregelt und anderseits verhindert wird, dass die ganze im Zufuhrtrichter be findliche Masse auf die Schleifwalze 97. drückt.
Fig. 20 zeigt schematisch eine Anlage zur Durchführung eines Umlaufverfahrens unter Benutzung der Vorrichtung nach Fig. 19. Von dem Rohr 42, 42' führen Abflusshähne zu den Behältern 65.
Fig. 21 zeigt schematisch eine Schleif maschine, die ebenfalls für Moor und Torf, sowie auch für andere nasse und trockene Materialien verwendet werden kann. Bei die ser Maschine ist die Schleifwalze 91 zentrisch in dem Zylinder 86 eingebaut. Der Zylinder 86 ist an seiner Innenseite mit einem zweiten Zylinder 87 versehen, der aus perforiertem Blech nach Fig. 22 besteht oder mit solchem ausgelegt ist. Bei dieser Ausführung erfolgt das Schleifen einmal durch die Schleifwalze 91 und dann noch durch die Perforation des Innenzylinders 87.
Wird das Moor durch den Trichter 9,5 hineingeworfen, dann wird dasselbe von der Schleifwalze 91 erfasst und an der perforierten Wand des Innenzylin ders 87 entlanggeschleift. Das in dem Moor enthaltene Wasser und das noch eventuell zufliessende Wasser kommt mit dem Material in schnelle Rotation und drückt durch die Fliehkraft das Material an die Wand, wo durch dasselbe noch mehr zerschliffen wird. Da bei dieser Ausführungsform propeller artige Glieder der Schleifwalze das Gut nach hinten treiben, so wird dasselbe an der Wandung des Zylinders spiralförmig ent- langgetrieben, bis es am Ende des-Zylinders die Maschine fertig zerschliffen verlässt.
Will man dem Gut eine ganz bestimmte Bearbei tungsdauer geben, dann versieht man den perforierten Innenzylinder mit spiralförmi gen Einlagen, die das Gut in bestimmter Bahn führen.
Fig. 23 zeigt schematisch die Anwendung der Schleifwalze 91 zum Aufschliessen von Ton und sonstigen Materialien und zugleich zum Aussondern von Steinen und sonstigen Fremdkörpern. Auch hier können die Fremd körper 69 von der schnellrotierenden Walze 91 nicht erfasst werden und müssen wie Bil lardkugeln durch die Stösse der Schleifglieder und von dem nachdrängenden Gut ihren Weg in den Kanal<B>80</B> nehmen.
Das weichere Material wird zerschliffen und durch die Fliehkraft abgeschleudert. 67 ist ein durch die ganze Länge des Trichters 68 geführter Abfangwiderstand für die eventuell zu gro ssen Stücken des in den Trichter 68 hinein geworfenen Materials.
Fig. 24 und 25 ist im Prinzip dasselbe, was Fig. 23 zeigt, nur dass bei dieser Ausfüh rung anstatt des Widerstandes 67 langsam rotierende Stern- oder kreuzartige Vorrich tungen 85, 8,8 im Trichter 6,8 angebracht sind, die das Gut je nach seiner Beschaffenheit links oder rechts auf die Schleifwalze 91 bringen und dadurch den Schleifweg ver längern oder verkürzen.
Fig. 26 ist eine Ausführungsform des Ton- oder sonstigen Schleifers mit zwei gegeneinander rotierenden Schleifwalzen 91.
Fig. 27 ist auch ein Schleifer mit zwei Walzen, von denen jedoch die grössere Walze 91' nur als Zubringer dient, langsam rotiert und keine Schleifglieder hat. Der eigentliche Schleifer ist die .Schleifwalze 91. Alle diese Vorrichtungen jassen sich so wohl für das Schleifen von nassen, feuchten, als auch trockenen Materialien verwenden. Bei nassen Materialien erhält man schleimige Endprodukte, bei feuchten und trockenen Materialien erhält man staubförmige End produkte. Bei Anwendung der Vorrichtungen tritt kein Verschmieren des Materials ein, selbst nicht einmal bei Materialien mit 55 l Wasser.
Nach dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung können auch Brennmaterialien, wie Naphtaabfälle, Kohle, insbesondere Braunkohle und deren Abfälle, Torf und sonstige brennbare Stoffe und deren Abfälle für sich allein oder in Mischung miteinander oder mit andern Stoffen zerkleinert und in Brennstoffstaub übergeführt werden, indem die Stoffe durch eine Vortriebsvorrichtung, zum Beispiel Schnecke, Kolben usw. einem Mundstück zugeführt werden, vor dessen Austrittsöffnung ein oder mehrere schnell rotierende Schleif- und Schleuderorgane an gebracht sind.
Lässt man den in dieser Weise erhaltenen Brennstoffstaub gleichzeitig von der Bürste oder dem sonstigen Schleif- und Schleuderorgan in den Feuerungsraum eines Kessels oder einer sonstigen Anlage hinein schleudern und zündet ihn an, so erzielt man eine sehr gute Verbrennung und für Kessel eine billige Dampferzeugung. Ebenso kann man zum Brennen von Ziegeln oder sonstigen keramischen Gegenständen diese Vorrichtung verwenden, indem man das Brennmaterial in die Öfen hineinschleudertund anzündet. Die sonst -für Brennstaubfeuerungen erforder lichen Zerkleinerungsmühlen und dergleichen werden hierbei erspart.
Bei sehr wasserhaltigen Stoffen, wie zum Beispiel roher Braunkohle, Torf und ähn lichen Stoffen können der rotierenden Bürste heisse Luft oder Gase zugeführt werden, die den Brennstaub zum Teil schnell trocknen und zum. Teil das Zünden bezw. das Brennen günstig beeinflussen. Ebenso kann man der Bürste brennbare Gase oder auch Öle, sei es durch die Achse der Bürste, sei es durch die Saugwirkung derselben zuführen und von derselben in die Feuerung hineinpressen las sen. Auch hierdurch wird das Zünden und Verbrennen des Gemisches von Pulver, Gas und Sauerstoff sehr günstig beeinflusst.
Bei richtiger Einstellung bezw. Regelung des Gemisches von Pulver, Gas und Luft kann eine Art sehr heisse Gebläsefeuerung erzielt werden, so dass ein besonderer Zündbrenner in Wegfall kommen kann.
Es bleibt unbenommen, der Feuerung eine flammenlose Retorte vorzusetzen, der dann das Pulver zugeführt und dort vergast wird, um dann die Gase mit oder ohne dem entstandenen Koks- oder Halbkokspulver in die Feuerung einzublasen.
Das Einblasen des geschliffenen Materials in die Feuerung kann von oben, von der Seite oder aber auch von unten erfolgen. Das Ein blasen von unten hat den Vorteil, dass die gröberen Teilchen, die langsamer verbrennen als der feine Staub, von dem von der Bürste erzeugten Luftdruck bezw. Gasstrom längere Zeit in der Schwebe gehalten werden, bis sie ebenfalls verbrannt sind.
Um die zu zerkleinernde Masse von allen steinartigen und sonstigen Beimengungen zu befreien, können Einrichtungen vorgesehen werden, die in Fig. 28 bis 40 in mehreren Ausführungsformen dargestellt sind. Die An wendung solcher Einrichtungen kommt be sonders für Materialien, wie zum Beispiel Ton, Porzellanerde usw. in Frage, die keiner lei Fremdkörper, wie zum Beispiel Steine, grober Sand, harte Kalkklumpen usw. ent halten dürfen.
Fig. 28 zeigt ein Mundstück 100 einer be liebigen Zuführungsmaschine, Ziegelpresse oder dergleichen, an dem vorn ein schorn steinartiger Kanal 200 angebracht ist, der von dem Mundstück nach aussen führt. 1.03 ist eine schnell rotierende Walze, die aus Stahlborsten, Scheiben oder dergleichen zu sammengesetzt oder mit solchen besetzt ist.
Wird die Masse, zum Beispiel Ton, Lehm, Mörtel usw. durch das Mundstück 100 in Richtung des Pfeils gedrückt, so wird das Material, solange es durch die schnell rotie- rende Bürste 10,3 in sehr feine Teilchen zer- schliffen und erfasst werden kann, nach vorn herausgeschleudert; alle grösseren bezw. här teren Teile, zum Beispiel Steine usw., werden von der Walze 103 in den schornsteinartigen Kanal 200 tangential abgeleitet, bis sie oben heraustreten.
Fig. 29 zeigt eine Vorrichtung, die ähn lich derjenigen der Fig. 28 arbeitet, nur mit dem Unterschiede, dass die Walze 10-3 um gekehrt läuft und die Steine usw. anstatt nach oben nach unten in einen Behälter 200' abgeführt werden. Der am vordern Ende des Mundstückes 100 unten angebrachte Be hälter 200' kann zur Entfernung der Steine mit einem Deckel 105 versehen sein.
In Fig. 30 und 31 ist in dem Austritts- kana.1 200 eine Klappe 106 angebracht, die in dem Gelenk 107 drehbar ist und durch einen Hebel 10-8 und Feder 109 so geschlos sen gehalten wird, dass dem weichen Material Widerstand entgegengewirkt wird. Nur die harten Steine können die Klappe 106 nach und nach hochdrücken, um dann zu ent weichen.
In Fig. 32 ist die Vorrichtung mit einer keilartigen Leit- oder u'iderstandsfläche 110 für die durchgehende Masse versehen, wo durch hinter dem Widerstand ein toter Rauur gebildet und vermieden wird, dass neben den Steinen auch zu-viel von der weichen Masse heraustreten kann.
Fig. 3'3 zeigt eine Scheibenwalze, die an Stelle der rotierenden Drahtbürste vor dein Austrittsende des Mundstückes angeordnet werden kann und auf einer gleichfalls schnell rotierenden Welle<B>111</B> sitzt. In der gezeich neten Ausführungsform besteht die Schei benwalze aus dünnen Scheiben 120, 130 von abwechselnd verschieden grossem Durch messer, so dass zwischen den grösseren Schei ben 120- enge Ringnuten 114 vorhanden sind.
Die .Ringnuten oder Schlitze 114 müssen so klein sein, dass sich dazwischen keine Steine festsetzen können, und dass die Adhäsion in den Schlitzen so gross ist, dass die in sie hin eingedrückte Masse von dem Strang abgeris- sen und nach dem Austreten aus dem Mund stück durch die Fliehkraft herausgeschleil- dert werden kann. Die Adhäsion kann noch durch Aufrauhen, durch Rippen 115 (Fig. 34) oder durch sonstige Unebenheiten vergrössert werden. Die Stärke der grösseren Scheiben 120 kann beliebig sein, so können letztere zum Beispiel 1 mm stark, dünner oder dicker sein.
Die Stärke der kleineren Scheiben 130 muss im Verhältnis zu der Feinheit der Sor tierung stehen. Die Tiefe der Nuten oder Schlitze 115, die ein Mehrfaches ihrer Breite beträgt., richtet sich nach der Klebkraft der Masse und der Zentrifugalkraft bezw. Um drehungszahl und dem Durchmesser der Walze. Anstatt die Walze aus Blechscheiben von verschiedenem Durchmesser zu machen, kann sie auch einteilig mit eingefrästen, ein gesägten oder sonstwie hergestellten Nuten oder Schlitzen 115 gemacht werden.
Fig. 35 stellt einen andern Sortierer dar, bei dem die Steine oder sonstigen Fremd körper nicht durch rotierende Körper, son dern durch in den Massezuführungskanal ein gebaute, mit Unterbrechungen versehene Schrägflächen zurückgehalten werden. Letz tere können aus schräg gespannten Drähten 140 oder sonstigen Widerständen bestehen, an denen die Steine durch Gleitwirkung ent langgeführt und in den am Mundstück 100 angebrachten Schornstein 200 abgeleitet wer den.
110 ist wieder der keilartige Widerstand für den Durchgang der Masse, vor dem in entsprechendem Abstand nebeneinander eine Reihe von Drähten 140 gespannt sind, an denen die Steine usw. hinaufgleiten und in den Schornstein 200 gelangen. 117 und<B>118</B> sind zwei aus Bürsten, Scheiben oder der gleichen bestehende Walzen, die das, Mate rial, das die Drahtzwischenräume passiert hat, herausziehen, zerschleifen und abschleu- dern.
Fig. 86 stellt eine gewöhnliche Ziegel presse 119 dar, die mit einem Sortierpress- kopf 112 versehen ist. Das Aussortieren der Steine usw. erfolgt in derselben Weise wie bei Fig. 35 durch schräg gespannte Drähte 140. 122 ist das übliche Ziegelmundstück, 121 ist der heraustretende ziegelsteinför:nige Tonstrang.
Um die Drähte 140 möglichst flach span nen zu können und das Herausgleiten der Steine usw. aus der Masse durch möglichst geringe Neigung der Drähte 140 zu erleich tern, können diese auch gemäss Fig. 37 unter einem Winkel zueinander angeordnet werden, in welchem Falle die Steine in der obern Hälfte in den Schornstein 200 und in der untern Hälfte in den Behälter 200' abgeführt werden.
Ferner kann die Anordnung nach Fig. 38 gewählt werden, bei der die Steine in dem Winkel, an dem die beiden Drahtgitter 140 zusammenstossen, gesammelt werden.
Fig. 39 und 40 zeigen einen Steinsortierer für grosse Leistung. 119 ist der. Presszylinder mit Schnecke 113 einer beliebigen Tonzer- kleinerungsma.schine, 112 eine Art Mund stück, dessen Querschnitt grösser sein kann als der Querschnitt der Transportschnecke 113, 140 sind wieder die gespannten Stahl drähte, zwischen welchen die Masse hin durchgepresst wird, während die Steine usw. durch die Drähte 140 zurückgehalten werden und an den Drähten entlanggleitend in den Schornstein 200 gelangen.
Die Entfernung der Drähte 140 vonein ander richtet sich darnach, wie fein die Masse sortiert werden soll bezw. wie grosse Stsin- chen in der Masse bleiben sollen. Damit die Leistung der Maschine durch den Widerstand der Drähte nicht verkleinert wird, vergrössert man vorzugsweise den Querschnitt des Mund stückes um soviel, als die Drähte ausmaeb:"n.
Die Drähte 140 können nach Erfordernis durch Spannmuttern 125 straff gespannt werden.
Die Schleifwalzen können von verschie dener Ausführung sein.
Fig. 41 zeigt eine Bürstenwalze, wie sie zum Beispiel vorzugsweise für die Maschine gemäss Fig. 1.5 Anwendung findet. Sie be steht aus einzelnen Bürstengruppen, die durch die Scheiben 135, 136, 137 und 138 getrennt sind. Die Bürstenglieder sind durch am Umfang der Scheiben 135-l3$ angeord- nete Stangen 139 an dem Walzenkörper be festigt. Auf diese Weise kann die in Fig. 15 in den Walzenkörper 72 eingeführte Kohlen säure oder dergleichen ohne weiteres durch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Bürstengliedern bis an das zu schleifende Gut hindurchgelangen.
Die Borsten der Bürstenwalze bestehen zweckmässig aus .Stahldrähten bezw. Stahl bändern 126, die um die Haltestangen 129 herumgelegt und, wie Fig. 42 und 43 zeigen, durch einen Ring 124 zusammengehalten werden. Nach Umlegen des Ringes 124 wer den die freien elastischen Enden der Stahl bänder gegen die Stange<B>129</B> um<B>90'</B> ver dreht, wobei die freien Enden fächerartig ge spreizt werden. Hierdurch wird eine sichere Befestigung der Borsten erreicht. Ausserdem wird hierdurch bewirkt, dass die elastis."lien Glieder 126 das zu schleifende Gut mit ihrer Breitseite treffen und zerkleinern.
Die Bürsten- und Bürstenwalzenausfüh- rung nach Fig. 41 bis 43 kann auch für die andern beschriebenen Ausführungsformen Anwendung finden.
Fig. 44 und 45 zeigen eine andere Aus führungsform der mit 1311 bezeichneten Borsten- bezw. Schleifglieder., Fig. 46 eine aus solchen Gliedern zusammengesetzte Schleifwalze im Längsschnitt, Fig. 47 bis 49 eine Schleifwalze im Querschnitt mit ver schiedener Anordnung der Schleifglieder. 201 ist die Welle, auf der kreisförmige ge lochte Scheiben 150 angeordnet und durch einen geil gegen Verdrehen gesichert sind. Durch die Scheiben<B>150</B> gehen Bolzen 141, 151 hindurch.
Die innern Bolzen 141 dienen zur Lagerung für die U-förmigen Schleif glieder 131, während die äussern Bolzen 151 als Stützpunkte für die Schenkel der Schleif glieder 131 dienen. Die Bolzen 141,<B>151</B> sind an einem Ende rechtwinklig umgebogen lind werden durch die Scheibe 116 (Fig. 46) gegen Herausfallen gesichert. Die Entfer nung der Scheiben 150 voneinander wird durch die Ringe 127 aufrecht erhalten. 128 sind Flanschen, welche die Walze zusammen- halten. Eine Schleifwalze nach Art der Fig. 49 findet zum Beispiel bei der Maschine nach Fig. 16 Anwendung.
Die bei den verschiedenen Ausführungs formen benutzten Schleif- und Schleuder organe können entweder mit festen oder be weglichen, elastischen oder starren, scharf- kantigen Gliedern, Borsten usw. versehen sein, oder aus festem Material, wie zum Bei spiel garborundum, grobem Schmirgel, Eisen oder dergleichen bestehen. Bei Anordnung von zwei Schleif- und Schleuderorganen am Austrittsende des Zuführungsweges für das zu schleifende Material können beide Schleif und Schleuderorgane mit Bürsten oder son stigen Schleifgliedern besetzt sein, oder es kann auch nur eines dieser Schleiforgane mit solchen Gliedern besetzt und das andere aus festem Material ausgeführt sein.