Elektrischer Akkumulator. Es wurde bereits vorgeschlagen, für Trennorgane zwischen den Elektrodenplatten von elektrischen Akkumulatoren nitriertes Zellulosematerial von verschiedener Zusam mensetzung zu verwenden; aber in allen diesen bekannten Fällen sind keine wesent lichen Zwischenräume oder Kanäle zwischen den Platten und den Trennorganen vor gesehen, um den aus verdünnter Säure be stehenden Elektrolyten zu dem aktiven Ma terial der Platte zukommen zu lassen.
Es wurde festgestellt, dass, im Falle die Poren der Trennorgane nicht durch Zwischenräume oder Kanäle zwischen den Platten und den Trennorganen ergänzt sind, die bei dem durch den Ladestrom hervorgerufenen elektrolyti schen Vorgang erzeugte Schwefelsäure kon- zentrier!ti zwischen den! Platten und den'Trenn- organen bleibt, wodurch die Lebensdauer dieser Trennorgane bedeutend verkürzt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun einen elektrischen Akkumulator, bei dem zwischen die Elektrodenplatten Trennorgan aus! nitriertem Baumwollfaserpapier eingefügt sind, wobei von den Platten und den Trenn organen mindestens die einen Flächenteile aufweisen, die so geformt sind, dass sich zwi schen den Platten und den Trennorganen Kanäle für den Durchgang von Flüssigkeiten und Gasen in zwei zueinander geneigten Richtungen ergeben.
Zweckmässigerweise weisen die die Ka näle bildenden Flächenteile Vorsprünge oder Vertiefungen oder auch Vorsprünge und Ver tiefungen auf.
Es hat sich ferner herausgestellt, dass Fliesspapier oder ähnliche, im Handel be- Endliehe Papiere gewöhnlich auch andere Materialien als Baumwollfasern enthalten. Diese andern Materialien, wie Stärke, Flachs, Holzmasse etc., sind in nitriertem Zustand in Schwefelsäure weniger beständig als reine Baumwollfasern; und plötzlichen Zer- setzungen unterworfen. Sie können ausser- dem die Trennorgane weniger porös oder flüssigkeitsdurchlässig machen.
Deshalb wer den die Trennorgane zweckmässigerweis:e aus nitriertem reinem Baumwollfaserpapier her gestellt, das ohne Beimengungen von Flachs, Holzmasse und andern, in verdünnter Schwe felsäure unbeständigen Materialien ist. Der Nitrierungsgrad des Papiers ist vorzugsweise derart, dass eine Vermehrung des Gewichtes des Papiers um ungefähr 50 % oder mehr vorhanden ist.
Der Gehalt an Nitraten sollte nicht zu gering sein, da sonst durch die gewöhnliche Batteriesäure eine allmähliche Zersetzung des Papiers erfolgt. Wenn. als Material für .das Trennorgan Dinitrozellulose verwendet wird, ist, wie sich herausgestellt hat, dieses Organ während langer Zeit wi derstandsfähig und hat den der hochgradig nitrierten Zellulose anhaftenden Nachteil der Explosionsgefahr nicht.
Zweckmässigerweise beträgt die Stärke des für die Trennorgane verwendeten Papiers weniger als ein Viertei Millimeter. Vorzugsweise sind ferner die Elektrodenplatten des Akkumulators in hüllenförmige Trennorgane gesteckt, wobei die Hülle an der Unterseite der Platte und längs deren Seiten geschlossen .sein kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel des Akkumulators gemäss der Er findung dargestellt, und es zeigt: Fig. 1 einen Aufriss' mit Schnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 3 eines Akkumu lators, Fig. 2 ist eine ausgebrochene Draufsicht auf den Akkumulator; Fig. 3 ist ein Schnitt durch den Akku mulator nach der Linie 3--3 der Fig. 2;
Fig. 4 ist eine Vorderansicht einer Platte, Fig. 5 eine Seitenansicht dieser Platte; Fig. 6 ist ein Querschnitt der Platte nach der Linie 6-6 der Fig. 4; Fig. 7 ist eine Vorderansicht einer an ders gestalteten Platte; Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 7.
Fig. 9 ein Grundriss mit Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 7, und Fig. 10 und 11 zeigen in schematischer Weise, wie ein hüllenförmiges Trennorgan um eine Platte gelegt ist; Fig. 12 ist ein Querschnitt nach der Linie 12'-12 der Fig. 11 in grösserem Massstabe; Fig. 13 ist ein Detail der Bronzeklemmen; Fig. 14 ist ein Grundriss zu Fig. 13;
Fig. 15 ist ein Aufriss der Klemme mit einem Anguss aus einer Bleilegierung; Fig. 16 ist ein Grundriss zu Fig. 15, Fig. 17 eine Seitenansicht zu Fig. 15, Fig. 18 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Gasabzugsrohres, welches zwei Zellen verbindet, und Fig. 19 ist eine Untenansicht zu Fig. 1.8.
Die in F'ig. 1 gezeigte Akkumulatoren zelle enthält positive Elektrodenplatten 10 und negative Elektrodenplatten 11. Beide Plattenarten .sind genau gleich konstruiert und unterscheiden sich nur dadurch, dass sie elektrolytisch anders geformt werden.
Die Platten sind bedeutend dünner als diejenigen, wie sie gewöhnlich für Akkumu latoren bekannter Art verwendet werden, und es :sind in einer Zelle beträchtlich mehr Plat ten vorhanden als bisher. Die Platten sind aus gewalztem Bleiblech von praktisch hoher Reinlheit hergestellt, und deren Oberfläche ist mit Buckelungen bezw. Vorsprüngen oder Vertiefungent(versehen, um 7,vvischenr",äume,
be- ziehungsweise Kanäle für den Elektrolyten und für .dessen ungehinderte Strömung von einem Plattenteil zu einem andern zu er zielen.
In den Fig. 4 bis 6 ist eine Platte mit einer Form der Buckelungen dargestellt, während in den Fig. 7 bis 9 eine zweite vorzugsweise verwendete Form gezeigt ist.
Bei der in den Fig. 4 bis 6 gezeigten Form ist die Dicke des Bleches, aus, welchem die Platte gebildet ist, sehr klein, zum Beispiel geringer als ungefähr 1,6 mm, zum Beispiel annähernd 0,8 mm. Die Platte weist Bucke- lungen auf, durch welche die Gesamtdicke der Platte auf einem gewissen Flächenteil 13 derselben vergrössert ist, während die Materialstärke daselbst verringert ist, und zwischen den Buckelungen sind Kanäle 14 gebildet, welche zum Durchflug des Elektro lyten dienen.
Die Buckelungen der Flächen teile sind wellenförmig und gestatten dein Elektrolyten, den Durchflug von den Platten rändern den Buckelungen entlang zu beliebi gen Teilen der Plattenoberfläche. Ein wei terer Vorteil dieser Anordnung ist, dass die Materialstärke grösser ist an den Rändern der Platte, als dies in den Buckelungen der Fall ist, so dass die Ränder ein Traggerüst für die Buckelungen bilden und die Platte zusammenhalten,
wenn die Buckelungen durch die Bildung von wirksamem Material geschwächt werden. Vorzugsweise sind min destens einige der Kanäle zum Durchflug des Elektrolyten in der normalen Lage des Akkumulators vertikal gerichtet.
In der in den Fig. 7 bis 9 dargestellten, vorzugsweise angewendeten Ausführungs form ist jede Platte durch Walzen ver mittelst zweier gezahnter Walzen auf der ganzen Fläche ausser einem Rand oben und unten geriffelt. Diese Riffelungen sind durch zweimaliges Walzen in zwei zueinander ge neigten Richtungen durchgeführt, so dass sie zum Beispiel rechtwinklig zueinander stehen. Der Elektrolyt kann somit in zwei zuein ander geneigten (zum Beispiel rechtwinklig zueinander stehenden) Richtungen frei strö men.
Es ist ersichtlich, dass, wenn die Platte in zwei zueinander senkrecht stehenden Rich tungen geriffelt ist, Kanäle für den Durch flug des Elektrolyten ebenfalls in den diago nalen Richtungen gebildet werden, die gegen die Richtungen der Riffelungen gleiche Nei gung haben. Auf diese Weise wird eine vollkommene Strömung des Elektrolyten er möglicht. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind die in Fig. 9 dargestellten Eindrückun- ben <I>wesentlich</I> kleiner als die in Fig. B. ge zeigten Riffelungen.
Dies, kann dadurch er reicht werden, dass während den zwei Arbeits- gängen des Walzens zwei verschiedene Wal zenanordnungen verwendet werden. Es kön nen zum Beispiel die gleichen Walzen bei dem zweiten Arbeitsgang (Herstellung der Eindrückungen) weiter voneinander entfernt werden als beim ersten (Herstellung der ur- sprünglich.en Riffelungen).
Die Elektrodenplatten sind mit Klemmen streifen 15 versehen, die von grösserer Dicke sind als der übrige Teil der Platte. Jede Platte ist m eine Hülle<B>26</B> aus nitriertem Baumwollfaserpapier eingehüllt, wobei die Hülle zu beiden Seiten der Platte sowohl, als an ihrem untern Rand geschlos sen ist.
Auf diese Weise wird verunmöglicht, dass sich absetzende Teile des wirksamen Ma terials oder andere Niederschläge eine lei tende Verbindung zwischen einer positiven und einer negativen Platte bilden, und da durch einen Kurzschluss' verursachen. Die Platten können folglich auf dem Boden des Gefässes, in welches sie eingebracht sind, auf ruhen, ohne grösseren Platz für sich abset zendes Material zu belassen, wobei sie von dem Gefäss zumindest durch die Trennorgane isoliert sind.
Die Substanz, welche für die in den Elektrolyten eintauchenden Trenn organe verwendet wird, ist sehr porös und besitzt einen sehr kleinen elektrischen Wi- derBtand, und gleichzeitig verhindert diese Substanz das Eindringen und Durchdringen selbst der feinsten Teilchen des Nieder schlages.
Die Fig. 110, bis<B>12</B> zeigen die Herstellung eines hüllenförmigen Trennorganes. Nachdem das Papier nitriert worden ist, wird ein Blatt 2'7 desselben, wie in Fig. 10 dargestellt ist, zusammengefaltet und um die beiden Seiten kanten und die Unterkanten der Platten herumgelegt, so dass eine geschlossene Hülle, wie sie in den Fig. 11 und 12 dargestellt ist, entsteht. Dies wird im nassen Zustand des Papiers ausgeführt, und es hat sich heraus gestellt, dass es nicht notwendig ist, einen Klebstoff zu verwenden, um die Hülle zu sammen zu halten.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Platten geriffelt, während die Trenn organe flach sind.
Die Platten jedes Satzes, zum Beispiel alle negativen Platten einer Akkumulatoren zelle, sind miteinander verbunden, indem ihre Klemmstreifen 15 mit Bleistreifen 16 über deckt und sodann mit diesen zusammen geschmolzen werden, indem ein Blaserohr über sie geführt wird. Auf gleiche Weise ist jeder Plattensatz mit einer Sammelschiene 18 verbunden (Fig. 15 bis 17). Die Sammel schiene besitzt zwei Klemmschrauben 19, welche durch einen Bronzestreifen 20, der ein Loch 21 aufweist, verbunden .sind (Fig. 13 bis 17). Um den Streifen 20 herum ist die Sammelschiene 18 gebildet, wobei letz tere aus einer Blei-Antimon-Legierung be steht.
Die Sammelschiene hat einen U-för- migen Querschnitt und trägt in der Mitte einen röhrenförmigen Fortsatz 23 mit klei ner Öffnung 22, welche konzentrisch zu dem Loch 21 des Bronzestreifens ist. Die Sammel schiene ist mit dem betreffenden Plattensatz so verbunden, dass ihre Kanten mittelst eines Blaserohres bei 24 und 25 mit den Platten verschmolzen werden.
Beim Zusammenbau eines Akkumulators wird ein Plattensatz, zum Beispiel der posi tive, auf den Kopf gestellt und eine Hülle der beschriebenen Art über jede Platte ge stülpt. Dann werden die beiden Plattensätze mit den Hüllen ineinandergeschoben, in der Weise, dass je zwei benachbarte Platten des einen Satzes von einer Platte des andern Satzes getrennt sind. Darnach werden die Platten in das Gefäss eingesetzt.
Jede Akkumulatorenzelle ist mit zwei Gasabzugsöffnungen versehen, von denen jede durch ein Gasabzugsrohr mit einer Off nurig einer benachbarten Zelle verbunden werden kann. Durch diese Anordnung ist eine Batterie mit einer beliebigen Anzahl Zellen nur mit zwei freien Gasabzugsrohrenden ver sehen, und wenn die Zellen dicht verschlos sen ,sind, kann die ganze Batterie in der Weise mit dem Elektrolyten gefüllt werden, dass dieser in das eine freie Ende eines Gas abzugsrohres eingefüllt wird, bis er am an dern freien Ende eines weiteren Gasabzugs rohres austritt.
Es ist als Zellenbehälter ein Gefäss oder Kasten vorgesehen, welcher sowohl luftdicht, als auch flüssigkeitsdicht abschliesst und auch zu dem eben genannten Zwecke einen gewissen Druck aushält, und der zugleich ge nügend fest ist, um einen Satz von nahezu zusammengeschlossenen Platten, wie früher beschrieben wurde, abstützen zu können.
Bei der dargestellten Ausführungsform besitzt die Zelle zwei Kasten, einen äussern Kasten 30, der die Abstützung .der Innen- meile übernimmt, und einen innern Kasten 31 aus Blei, der ein flüssigkeitsdichtes Gefäss für den Elektrolyten bildet.
Der äussere Kasten kann aus einem festen Material beliebiger Art bestehen, zum Bei spiel aus Eisen, Holz oder auch aus einer geeigneten Metallegierung, zum Beispiel aus dem im Handel bekannten "Duralumin". Im vorliegenden Fall ist ein Kasten aus Eisen angenommen worden.
Die Bleiverkleidung wird unabhängig von dem Eisenkasten hergestellt, und zwar aus verhältnismässig dünnem Bleiblech von un gefähr 1/2 mm Dicke. Für die Verbindung des Bleies ist eine spezielle Methode vor gesehen, da es beinahe unmöglich ist, ,solch dünnes Blei mit Hilfe eines Blasrohres auf gewöhnliche Weise zu verschmelzen, da- sich beim Schmelzen des Bleies fast immer ein Loch bildet. Um nun eine Kantenverbindung vorzunehmen, wird zunächst an der einen.
oder auch an beiden anstossenden Kanten ein Verbindungsflansch gebildet, sodann die Kanten so zusammengebracht, dass die den Kanten benachbarten Flächen flach aufein ander zu liegen kommen und die Flansche bezw. der Flansch nach aussen vorsteht, wor auf die Kanten miteinander verschmolzen werden.
Zur Herstellung des Bleibehälters wird ein Stück Bleiblech, das verhältnismässig dünn (zum Beispiel 1/,- mm) ist, verwendet. und in die Form eines rechteckigen Rohres über ein Formstück abgebogen, das zum Bei spiel aus einem Holzblock besteht. Dann werden die angrenzenden Kanten des Bleches mit Flanschen versehen, so, dass die beiden Flansche flach aufeinander zu liegen kom men und nach aussen über die Oberfläche an dieser Stelle des. Rohres oder Kastens vor stehen. Dann wird ein dünner Füllstreifen aus Blei in den Winkelraum jedes Flansches so eingelegt, .dass er sowohl an dem Flansch, als auch an. der Seite des Kastens flach an liegt.
Nachher wird ein Blasrohr längs der Oberfläche des Füllstreifens entlang geführt, sowie auch der Flansch, und mit dessen Hilfe die Kanten der Flansche und der Füllstreifen miteinander verschmolzen.
Zum Verbinden des Bodens 32 des Blei behälters mit den Seitenwänden wird in ähn licher Weise vorgegangen. Zu diesem Zwecke wird der Boden 32 ringsherum mit einem Flansch 3'3 versehen, Dann wird der Boden in das rechteckige Rohr, welches die Seiten- wände bildet, eingepasst und ein aus einem Bleistreifen 34 bestehender Füllstreifen so wohl inwendig, als auch auswendig an jeder Kante des Bodens angebracht.
An der Unterfläche des Bodens wird ein steifes, zum Schutze dienendes Stiick ange bracht, welches zwischen die innern Fizll- streifen hineingepasst ist, und dann werden die äussern Fü112treifen von zwei entgeger_- gesetzten Wänden mittelst zweier Backen gepackt, die zum Beispiel durch Federn ge geneinander gepresst werden. Dann wird die Kantenverbindung mittelst eines Blasrohres, das der Kante entlang geführt wird, ver schmolzen.
Die Backen und das Stück Blech dienen zum Schutze der Bleioberflächen ge gen die vom Blasrohr ausstrahlende Hitze bei dem Verschmelzen der Kanten. Überdies dient das schützende Blech zum Verhindern eines, Zusammenfallens des Bodens, wenn die Backen aufeinandergebracht werden, um die Kanten des Kastens fest gegen die Flansche des Bodens anzupressen. Nachdem das eine Paar gegenüberliegender ganten auf diese Weise verbunden worden' ist, werden die Backen vom Kasten entfernt und das andere Paar gegenüberliegender Seiten zwischen die selben eingebracht.
Zu diesem Zwecke kann dasselbe Backenpaar oder ein anderes Paar verwendet werden.
Es hat sich herausgestellt, dass bei Ver wendung dieser Füllstreifen eine besser- Kantenverbindung entsteht; denn falls die Füllstreifen nicht vorgesehen sind, schmel zen die Flansche an der Aussenseite rascher als an der Seite, mit welcher sie aufeinander liegen und wo die Verbindung hergestellt werden soll.
Nachher werden die Platten in den Ka sten .eingesetzt.
Nach dem Einsetzen liegen die Platten eng, aber noch nicht dicht an dem Kasten an. Erst nachdem sie in elektrisch wirk samen Zustand versetzt sind., liegen sie dicht an den Kasten an (welcher dann in den äussern Eisenkasten eingeschlossen ist), so dass das Ganze ein dichtes Paket bildet, wel ches von den Seitenwänden des Kastens ge stützt wird.
Auf der Oberseite jeder Sammelschiene ist eine flache Dichtungsscheibe 40 aus Gummi von rechteckiger Form mit Löchern zum Durchtritt der Klemmschrauben 19 und des röhrenförmigen Fortsatzes 23 angeord net, und es sind Hülsen 41 und 42, ebenfalls aus Gummi, vorgesehen, welche die Klemm schrauben 19 und den Fortsatz 23 umgeben. Diese dienen ebenfalls zur Abdichtung und auch zur Isolierung der Sammelschiene von dem Deckel des Bleibehälters. Der Deckel 43 aus Blei ist ähnlich gebildet wie der Boden, jedoch mit. Löchern für die Hülsen 41 und 42 versehen und in seiner Lage fest gehalten, und zwar mittelst eines Flansches 44, der ringsherum verläuft und mit den Seitenwänden des Behälters und äussern Füll streifen 45 längs der Oberkante verschmol zen wird.
Der Bleibehälter wird in dem Eisenkasten unter Zwischenlegen einer isolierenden Pak- kung eingesetzt. Die letztere kann aus im prägnierten Kartonstücken 35 und 36 am Boden und 3.7, 38 längs den Seitenwänden bestehen.
Beim Verschmelzen wird der Deckel von einem Metallrahmen gehalten, welcher mit Löchern zum Durchtritt der Klemmschrauben versehen ist. Der gleiche Rahmen kann auch zum Befestigen des Bodens verwendet wer den.
Darauf wird ein Deckel 46 aus Hart holz über den Bleideckel gelegt, welcher zum Schutz des letzteren dient, sowie auch zur Abstützung desselben gegen innern Druck. Der Deckel 46 ist mit Löchern zum Durch tritt der Klemmschrauben 19 und ,der Fort- sätze 23 versehen, .sowie auch mit Nuten für die Kanten des Bleibehälters und die Füllstreifen und Vertiefungen für die Hül sen 41 und 42.
Der Deckel 46 ist in :seiner Lage durch ein Verbindungsstück 47 von winkelförmi gem Querschnitt an dem äussern Eisenkasten befestigt, indem dieses Stück 47 mit dem Kasten durch Nieten 48 und mit dem Dek- kel 46 durch Schrauben 49 verbunden ist.
Ein äusserer Holzdeckel 50, der über die obere Kante des Eisenkastens vorsteht und Löcher zum Durchtritt der Klemmschrauben 19 und Löcher für die Fortsätze 23 von grösserem Durchmesser als die letzteren be sitzt, ist zu oberst angebracht. Jede Klemm schraube 19 ist mit einer Gummiunterlags- scheibe 51, einer Messingunterlagsscheibe 52 versehen, sowie einem Verbindungsstück 53 für äussere Zellenanschlüsse und einer Mut ter 54.
Die Muttern 54 dienen durch Ver mittlung der Verbindungsstücke und der Un- terlagsscheiben 51 und 52 zum Festhalten des Deckels 50 und auch zum Herstellen eines dichten Abschlusses zwischen der Packung 40 und dem Bleideckel.
Jedes Gasabzugsrohr weist ein einerseits geschlossenes, röhrenförmiges Kopfstück 60 auf, das durch ein seitliches Rohranschluss- stück 61 mit einem an ;seinem andern Ende. angeordneten Kopfstück 60 für die benach barte Zelle in Verbindung steht. Sowohl der äussere, als auch der innere Durchmesser des Kopfstückes 60 sind so bemessen, dass das Kopfstück in die Bohrung des Deckels 50 und über dass obere Ende des vorstehenden, zum Gasabzug dienenden Fortsatzes 23 passt. In die Bohrung des.
Deckels 50 ist ein Dich tungsring 62 aus Gummi, welcher den Fort satz 23 umgibt, eingesetzt. Über dem Kopf stück 60 liegt ein Verbindungsstück oder Brücke 63, welche die beiden Klemmschrau ben 19 miteinander verbindet und mittelst Muttern 64 der Klemmschrauben an das Kopfstück angepresst ist. Es ist ersichtlich, dass beim Anziehen dieser Muttern der Dich tungsring 62 in Vertikalrichtung zusammen gepresst wird und sich infolgedessen in der Radialriehtung nach aussen und innen aus; dehnt und sich gegen den Deckel 50 und den Fortsatz 23 anschmiegt.
Der Dichtungsring 62 ist dabei so zwischen den Teilen 23, 50, 46 und 60 eingeschlossen, dass er sich nicht von diesen Teilen wegbewegen kann. Auf diese Weise ist die zwischen dem Fortsatz 23 und dem hohlen Kopfstück 60 gebildete Stopf büchse dicht, ohne dass auf den Fortsatz 23 ein Druck nach unten in der Weise ausgeübt wird, dass die Packung 40 dadurch lose wer den könnte. Es ist ersichtlich, dass bei der beschriebenen Ausführungsart alle Verbin dungsstellen so abgedichtet sind, dass keine derselben durch das Anziehen einer andern gelockert wird.
Das Gasabzugsrohr kann aus leitendem Material, wie zum Beispiel Blei, bestehen, und da es zwischen die positive Sammel schiene der einen Zelle und die negative Sammelschiene der nächsten Zelle einge schaltet ist, dient es dann als Hilfsleiter für den elektrischen Strom. Bei der beschrie benen Anordnung, welche eine Leistung von 2010 bis 1000 Amp. hervorzubringen ver mag, ist es zweckmässig, mehrere parallele Leitungsanschlüsse vorzusehen. Die über dem Kopfstück des Gasabzugsrohres ange ordnete Brücke dient zum Verbinden des Gasabzugsrohres mit der Sammelschiene.
Anderseits könnten die Gasabzugs=rohre auch aus Isoliermaterial, wie zum Beispiel Ebonit, bestehen. Die Klemmschrauben und Sammel schienen sind zweckmässig aus einer harten Antimon-Blei-Legierung hergestellt. Die Brücke zwischen den Klemmschrauben wird zweckmässig aus Stahl, der mit Blei plattiert ist, oder aus einer festen Legierung her gestellt. Der Abschlussdeckel 50 liegt flach auf dem Deckel 46 und ist auf dessen Ober seite mittelst der Muttern der Klemmschrau ben angedrückt, und ausserdem ist er längs seiner Kante mit dem äussern. Tragkasten aus Eisen verbunden.
Um eine aus einer Anzahl Zellen der oben beschriebenen Art bestehende Batterie zu füllen, braucht man nur den Elektrolyten in das eine freie Ende .eines Gasabzugsrohres einzufüllen, wonach der Elektrolyt nach der Füllung .der ersten Zelle in die nächste Zelle durch das die Zellen verbindende Gasabzugs rohr hinüberfliesst, und so weiter, bis auch die letzte Zelle gefüllt ist, worauf der Elek trolyt am entgegengesetzten freien Ende des Gasabzugsrohres: austritt.
Erfahrungsgemäss stellt sich ein kleiner elektrischer Verlust infolge der Potentialdifferenz zwischen dem Elektrolyten der einen Zelle und der ihr be- nachbarten Zelle ein; jedoch ist dieser Ver lust im Vergleich zu dem infolge von innern Widerständen entstehenden Verlust einer .ge wöhnlichen Akkumulatorenzelle verna.chläs- sigbar, und zudem stellt sich dieser Verlust nur bei mit dem Elektrolyten gefüllten Gas abzugsrohren ein, während die Gasabzugs rohre normalerweise mit Gas bezw. Luft ge füllt :sind.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Ausführungsart besteht darin, dass, da die Zellen vollständig abgedichtet find, keine Gefahr besteht, dass die Säure verschüttet wird, und daher ein Zerstören weder der Kästen, noch von mit dem Akkumuator ver bundenen Apparatenteilen, noch eine Be schädigung der Isolierung der Batterie ein- tritt.
Ausserdem ist es unter gewissen Tim- ständen, zum Beispiel in Unterseeboten, wünschenswert, dass alle Gase, Austritt von Flüssigkeiten usw. aus der Batterie durch .ein einziges Gasabzugsrohr abgehen, dessen Ausgang sorgfältig überwacht und weit von der Batterie weg verlegt werden kann. Auch in Fällen, wo der Zutritt zu der Batterie nicht leicht stattfinden, kann, wie zum Bei spiel bei Schienen- und Strassenfahrzeugen, ist die geringe Verdunstung und die Leich tigkeit, mit welcher der Elektrolyt auf dem richtigen Mass erhalten werden kann, wert voll.
Es ist auch ersichtlich, dass die Ent- gasungsanlage mit einem Vorratsbehälter usw. verbunden werden kann, um automatisch den Elektrolyten auf dem erforderlichen Niveau zu erhalten. Da der Kasten so kon struiert ist, dass er einen ziemlich bedeu tenden Druck aushalten kann, wird also ein kleiner Überdruck des Elektrolyten keinen Schaden herbeizuführen vermögen.
Die Platten und Trennorgane sind mit einander zu einem dichten Paket vereinigt und schliessen eng an den sie aufnehmenden Behälter an, welcher, wie bereits .erwähnt wurde, stark genug ist, um das Gewicht der Platten zu übernehmen. Nach einer abgeänderten Ausführungs form sind die Platten mit Verbindungslappen versehen, welche so gebogen sind, dass sie flach aufeinander liegen und sodann an den Enden miteinander zum Beispiel durch Ver schmelzen fest zusammengefügt sind.
Wenn die Zelle zu stationärem Gebrauch verwendet wird, können die Verbindungslappen so mit einander verschmolzen sein, dass sie zugleich eine Art Bleistreifen bilden, welche als Zwischenzellanschlüsse dienen. Es können die Verbindungslappen eine grössere Dicke aufweisen als der Rest .der Platte, zum Bei spiel durch verschiedenes Walzen, so dass dadurch die Lappen verstärkt werden. Auch können die Lappen mit einem isolierenden, säurebeständigen Überzug versehen sein, um die Bildung von wirksamem Material bei der diesbezüglichen Behandlung der Platten zu verhindern.
Es ist beachtenswert, dass zur Herstellung der Akkumulatoren dünne Platten verwendet werden können, wodurch ermöglicht ist, .eine grosse Plattenoberfläche bei Anwendung einer entsprechenden Plattenzahl zu erhalten. Bei einer Schw-efelsäurebleiakkumulatorenzelle von gutem Zustände besteht bei der ent ladenen Zelle das wirksame Material der Platte zum grössten Teil aus Bleisulfat, das auf besondere Weise mit andern Substanzen kombiniert ist, zum Beispiel Bleisuperoxy d an den positiven Platten und schwammiges Blei an den negativen Platten.
Beim Laden der Zelle wird das Bleisulfat in weiteres Bleisuperoxyd an der positiven Platte um gesetzt, während sich an der negativen Platte weiteres Schwammblei bildet und der Schwefelsäuregehalt des Elektrolyten zu nimmt. Die Umsetzung des Bleisulfates zu Schwammblei an der negativen Elektrode erfolgt nicht in direkter Weise, da das Blei sulfat sich zuerst in dem Elektrolyten auf lösen muss, wodurch Bleiionen gebildet wer den, welche dann durch die an die Zelle an geschlossene elektrische Energie in Form von Schwammblei als wirksames Material nieder geschlagen werden.
Der Übergang von Blei ionen in den Elektrolyten ist sowohl durch die mit dem Elektrolyten in Berührung ste hende Bleisulfatoberfläche, als auch durch die geringe Löslichkeit des Bleisulfates in dem Elektrolyten begrenzt. Wenn der Über gang von Breiionen an der negativen Elek trode mit der aufgenommenen elektrischen Ladeenergie nicht Schritt hält, was bei gro sser Stromdichte leicht vorkommen kann, so steigt die Spannung der Zelle auf einen Wert, welcher ein Entladen von Wasserstoff ionen an der negativen Elektrode bewirkt. Da diese entladenen Wasserstoffionen nicht zum Aufspeichern von Energie beitragen, so tritt sowohl ein Strom-, wie auch ein Span nungsverlust ein, wodurch der Wirkungsgrad der Zelle verringert wird.
Die Löslichkeit des Bleisulfates in dem Elektrolyten ist äusserst gering, wie gewöhnliche chemische Prüfungsmethoden ergeben, und obschon dic_# Löslichkeit durch rasches Entfernen der Ionen aus der Flüssigkeit durch den Lade strom vergrössert wird, so bildet das Mass der Auflösung des Bleisulfates unter einem ge gebenen Ladestrom einen Hauptfaktor bei der Bestimmung des Wirkungsgrades der Zelle.
Wenn das Mass der Auflösung un genügend ist, so besteht das einzig praktisch durchführbare Mittel zur Vergrösserung die ses Masses und folglich des Wirkungsgrades der Zelle darin, die Oberfläche der dem. Elek trolyten ausgesetzten Fläche zu vergrössern. Bei dem beschriebenen Akkumulator ist die Oberfläche der Elektroden absichtlich so viel wie möglich vergrössert, um ein hohes Mass von Löslichkeit des Bleisulfates zu erzielen, wobei besondere Mittel angewendet werden, um den Platten die nötige Festigkeit zu ver leihen.
Es hat sich herausgestellt, dass bei Akkumulatorenzellen mit Bleiplatten und Schwefelsäure als Elektrolyten bei einer ge gebenen Gewichtsmenge von wirksamer Sub stanz, verhältnismässig dünne Schichten die ser Substanz, welche gleichmässig über die Oberflächen der Bleiplatten verteilt sind, den grösstmöglichen Wirkungsgrad zur Umwand lung von elektrischer Energie für dieses Ma terial in bezug auf irgend eine bekannte Konstruktion ergeben.
Weiter hat es sich herausgestellt, dass bei der Anordnung des wirksamen Materials in verhältnismässig dünnen Schichten, welche den festen Teil der sie tragenden Bleielektroden gleichmässig be decken, der Vorteil entsteht, dass der Akku mulator verhältnismässig frei von der bekann ten schädlichen Sulfatierung ist.
Um, die Verteilung des. wirksamen Ma terials, beziehungsweise der aktiven Masse in verhältnismässig dünnen Schichten ohne unzulässige Gewichtsvermehrung in prakti scher Weise durchzuführen, ist .es erforder lich, dünne Platten von geeigneter Dicke als leitende Unterlage für die aktive Masse zu verwenden.
Derartige Platten erfordern im allgemeinen einen zusätzlichen Halt, um heftige Stösse auszuhalten. Dieser zusätzliche Halt wird in der vorbeschriebenen Ausfüh rungsart dadurch hervorgebracht, dass die Platten in Hülleneingesetzt und dann eng zusammengepackt und schliesslich passend in einen festen Kasten eingesetzt werden.
Die aktive Masse kann auf den Elektro- denplatten, nachdem die Klemmstücke mit ihnen verschmolzen und die Platter. in ihren Hüllen in den Behälter eingebaut sind, durch das folgende Verfahren geformt werden.
Es hat,sich herausgestellt, dass viele Lö sungen zur Bildung der aktiven Masse voll ständig ungeeignet sind, um dünne Schich ten von Superoxyd auf der Oberfläche des Bleibleches herzustellen, und zwar infolge von ungenügender Adhäsion, irregulärer Korrosion, unregelmässiger Umwandlung des Zwischenbleisalzes zu Superoxyd, des Ver- klebens der Oberfläche mit Bleisulfat und andern nachteiligen Nebenerscheinungen. Erfahrungsgemäss ist eine Lösung zur Bil dung der aktiven Masse so hergestellt, dass sie 1/2 bis 1 % Kaliumchlorat und 10 Schwefelsäure in Wasser enthält,
welche Lö sung unter den nachstehenden Bedingungen gute Resultate zeitigt. Das Verfahren wird so durchgeführt, dass die Zellen mit einer Schwefelsäurelösung in Wasser von 1,074 spezifischem Gewicht in einer ersten Ver- fahrensstufe gefüllt und sodann ein elektri- scher Strom von einer externen Energiequelle von solcher Stärke durch die Zellen geleitet wird, dass eine Stromdichte von ungefähr 1/4 Ampere auf zirka 9 dm' Plattenoberfläche entsteht, und dieser Strom während einer Stunde, bei jeweiligem Umkehren seiner Richtung nach je 15 Minuten, durchgeleitet wird.
Durch diese Varbehandlung werden die Platten elektrolytisch gereinigt und ein gleichförmiges Entstehen der aktiven Masse gesichert. Darnach wird die schwache Schwefelsäurelösung aus den Zellen entfernt und durch die vorbeschriebene spezielle Lö sung zur Bildung der aktiven Masse ersetzt. Darauf wird ein elektrischer Strom von an- nähernd der gleichen Dichte wie früher durch die Zellen, geführt, mit dem Effekt, dass die Oberflächen des Plattensatzes, welcher als Anode wirkt, in Bleisuperoxyd verwandelt werden.
Diese Bildung der aktiven Masse wird so lange .durchgeführt, bis eine vorbe stimmte Bleimenge der Anoden in Super oxyd umgesetzt ist. Es hat sich heraus gestellt, dass die günstigste Stromdichte von der Konzentration des Kaliumchlorates in der Lösung abhängt, und da. dieses Salz von dem Strom allmählich aufgebraucht wird, ist es erforderlich, zur Erreichung eines gleich mässigen Resultates die Lösung periodisch zu analysieren, zum Beispiel je nach 50 stün- digem Gebrauch, und dabei durch Zusatz von Kaliumchlorat die Lösung stets wieder auf ihre frühere Konzentration zu bringen.
Weiter hat es sich herausgestellt, dass für eine Lösung, die 1/2 bis 1 % Kaliumchlorat ent hält, eine .geeignete Stromdichte von 1/4 Am pere auf ungefähr 9 dm2 Oberfläche ist und für eine Lösung, welche 1 % des gleichen Salzes enthält, eignet sich eine Stromdichte von: 1/2 Ampere auf ungefähr 9 dm' am besten.
Im allgemeinen lässt sich sagen, dass diese VerhäItnsiS,e mit Vorteil bis zu einer obern Grenze von<B>1,8%</B> Kaliumchlorat in der Lösung zur Bildung der aktiven Masse be folgt werden können.
Nachdem der erste Plattensatz als Anode in dem Umsetzungsprozess genügend lang ge- wirkt hat, um eine genügend dicke oder schwere Schicht von Superoxyd anzunehmen, was gewöhnlich 50 bis 100 Stunden be nötigt, wird die Stromrichtung umgekehrt und während einigen wenigen Stunden un gefähr die doppelte der normalen Stromdichte angewendet, um die Bildung von Sulfat an den Platten aufzuhalten, welche dann Ka thodenplatten sind, wonach der Umsetzungs- pro.zess mit der normalen Stromdichte weiter geführt wird.
Dieses Verfahren hat die Wirkung, dass die Oberfläche der beiden Plattensätze mit einer Schicht aktiver Masse aus Bleisuper- ogyd überzogen wird, wobei wahrscheinlich bei den Platten, welche zuletzt Kathoden platten waren, eine gewisse Menge Bleichlo rid beigemischt ist.
Darauf wird die Um setzungslösung in den Zellen durch .blosse Schwefelsäurelösung von 1,074 is.pezifischem Gewicht ersetzt und der .elektrische Strom wieder in der gleichen Richtung wie zuvor durchgeleitet, um die Menge der aktiven Masse an dem Plattensatz, welcher zuletzt als Kathode wirkte, zu Schwammblei zu re duzieren, und folglich diesen Plattensatz in die negativen Platten beim Gebrauch der Zellen zu verwandeln. Sodann werden die so hergestellten Zellen mit Wasser aus gewaschen, bis sie vollständig frei von Chlor sind,
darnach geladen und als gewöhnliche Akkumulatorenbatterien behandelt.
Die Hüllen übernehmen die Funktion von Trennorganen einer gewöhnlichen Akku- mulatorzelle und die Kombination von Plat ten und Hüllen mit dem Kasten kann ersicht- licherweise eo ausgeführt werden, dass sie jedes gewünschte Mass von Festigkeit bezw. Widerstandsfähigkeit gegen Deformation er hält, indem die Platten und Hüllen bei- spielsweise in eng zusammengeschlossener Lage in den Behälter eingesetzt werden.
In diesem Zusammenbau ist genügend Raum für die notwendige Menge des Elektrolyten innerhalb jeder Hülle in den Vertiefungen und Kanälen vorgesehen, die is:ich an den Platten zur Zirkulation des Elektrolyten, wie bereits beschrieben wurde, befinden, ohne wesentliche Abhängigkeit von der Diffusion durch die Trennorgane oder die sich über deckenden Umbiegungen der Trennorgane.
Die ganze mit Hüllen versehene Platten gruppe ruht vorteilhaft auf dem Boden des sie umgebenden Behälters auf, ohne dass die Möglichkeit einer von abgefallenen Teilen der aktiven Masse gebildeten leitenden Brücke zwischen den negativen und den positiven Plattensätzen besteht, welche Kurzschluss zwischen den Polen verursachen würde.
Die Hüllen bezw. Trennorgane werden vorzugsweise aus Papier, das aus reinen Baumwollfasern besteht, in einer Dicke von <B>0,18</B> bis 0,25 mm hergestellt, welches, wie .es sich gezeigt hat, vollständig und per manent widerstandsfähig gegen die Säure der Batterie von üblicher Stärke durch das nachstehende Verfahren gemacht werden kann.
Es werden :einzelne Blätter dieser Papiere von der zur Bildung einer Hülle erforder lichen Grösse mit -dünnen, geriffelten Alu miniumblechen von annähernd gleicher Grösse ineinander geschoben und hochkant in einen rechteckigen Aluminiumkasten mit perforier tem Boden passend eingesetzt. Der Kasten ist so bemessen, dass er eine passende An zahl Blätter bezw. Schichten, zum Beispiel 120 an der Zahl, hochkant auf dem Boden. aufgestellt, aufnimmt.
Dann wird der das Papier und die Aluminiumschichten ent haltende Kasten während ungefähr einer Stunde m einen Trocknungsofen eingesetzt, dessen Temperatur :etwas mehr als<B>100'</B> C- beträgt, und zwar so lange, bis das Papier vollständig trocken ist.
Dann wird der Kasten mitsamt seinem Inhalt aus dem Ofen heraus genommen und nach @seiner Abkühlung auf eine Temperatur von ungefähr 15 C wäh rend zirka 30 Minuten in ein Bad :einge taucht, welches aus einer Mischung von Schwefelsäure und Salpetersäure und Wasser von der nachfolgenden approximativen Zu sammensetzung besteht:
Schwefelsäure44,3%, Salpetersäure 37,4% und Wasser 18,2 Wenn Schwefelsäure von 1,84 spezifischem Gewicht und Salpetersäure von 1,42 spezi- fis:ehem Gewicht angewendet wird, entsteht die oben genannte Zusammensetzung, indem man zwei Teile Schwefelsäure und 3 Teile Salpetersäure zusamrnenmischt. Die chemi sche Reaktion zwischen den Säuren und der Zellulose hängt hauptsächlich von der Kon zentration der Säuren und der Temperatur des Bades ab.
Es hat sich herausgestellt, dass, wenn das Bad auf einer Temperatur von ungefähr<B>5,0'</B> C gehalten und eine ge nügende Menge Säure verwendet wird, so dass' der Aluminiumkasten samt Inhalt voll- ständig untertaucht, das Papier in dem ge nannten Zeitraum einen Gewichtszuwachs von ungefähr<B>55%</B> annimmt, was so zu ver stehen ist, dass das Papier nach vollständigem Auswaschen in Wasser und Trocknen gewägt wird.
Dabei nimmt das. Papier .die wertvolle Eigenschaft an, dass es in nassem Zustande grosse Festigkeit aufweist, sowie auch hohes Mass von Widerstandsfähigkeit und Bieg samkeit, welche Eigenschaften es in gewöhn licher Batteriesäure von normaler Konzen- tration für unbeschränkte Zeit beibehält. Das Papier besitzt im eingetauchten Zustande innerhalb des Elektrolyten einen kleinen elektrischen Widerstand und auch ein gün stiges Mass von Porosität,
so dass es auch die feinsten Niederschlagsteilchen in einer Hülle, die aus diesem Papier hergestellt ist, zurückhält und dieselben daran verhindert, ,eine Brücke zwischen Platten, ungleichnamiger Pole zu bilden, wodurch ein gurzschluss ent stehen könnte. Im nachstehenden soll dargelegt werden, wie zur Einsparung von Säuren und Her stellung eines gleichmässigen Produktes, wel ches sehr wichtig ist, das Säurebad arbeiten und unterhalten werden muss.
Die mit den Säuren. dargestellte Zelluloseesterverbindung erreicht einen Gleichgewichtszustand mit der Konzentration der Säuren in dem Bade, so dass die betreffenden Mengen von Zellu lose und Säuren in dem Bade beim Erreichen dieses Gleichgewichtszustandes das angege bene Resultat herbeiführen.
Zum Beispiel verbinden sich 1000 gr Zellulose mit unge fähr 778 gr Salpetersäure unter diesen Kon- zentratio.ns- und Temperaturzuständen, wo bei ungefähr 1556 gr des betreffenden Zellu- loseesters entsteht und ungefähr 22'2 gr Was ser.
Der Säureverbrauch und die Bildung von Wasser bei der Reaktion erfordert einen nachherigen Ausgleich des Bades, bevor das selbe wieder zur Erzielung eines gleichen Re sultates mit Erfolg. verwendet werden kann. Unter der Annahme, dass 1000 gr Papier aus reiner Zellulose einmal in dem Bad behandelt worden sind, lässt sich der erforderliche Aus- gleich wie folgt berechnen:
In ,einer .ersten Stufe soll dem Bad 778 gr Salpetersäure wie der zugesetzt werden, um die durch die Pa piermasse vorher aufgebrauchte Menge wie der zu ersetzen.
Bei Verwendung von Sal petersäure von 1,5 ,spezifischem Gewicht, wel- ehe eine Menge von 94% reiner Säure ent hält, ist die erforderliche Menge 778 # <B>1</B>00 : 94 = 827 gr. Der Zusatz dieser Säuremenge bringt einen vermehrten Wassergehalt von 6 % von 827 gr, d. h. 49 gr Wasser, als. Zusatz zu der Säure mit sich.
Infolgedessen entsteht eine Ver dünnung des Bades von 222 gr Wasser, von der Reaktion herrührend, plus 49 gr, infolge des Salpetersäurezusatzes. Um den Wassergehalt auf seinen ur sprünglichen Wert von 18,27o zurückzubrin gen, muss eine genügende Menge einer Mi schung von konzentrierter SchvTefelsäure und Salpetersäure in dem ursprünglichen Ver hältnis von 44,3 zu 3'7,4 zugesetzt werden, um den Wasserüberschuss' von 271 gr wieder auszugleichen.
Dieses Säureverhältnis wird dadurch erhalten, dass man Schwefelsäure von 1,84 spezifischem Gewicht (95.,6 % ig) und Salpetersäure von 1,500 spezifischem Gewicht (94%ig) in den folgenden Quanti täten nimmt: 443 e 100 : 95,6 = 463,4 Schwefelsäure von 1,84 spezifischem Gewicht und 374 . 100 :
94 = 398 gr Salpetersäure von 1,5 :spezifischem Gewicht. Die diesen Mengen entsprechende Wassermenge auf Grundlage des ursprünglichen Verhältnisses beträgt 1.82' gr; alber diese Mengen enthalten nur 463,4. 4,4:1,00 -I- 398 . 6 : 100 = 44,26 2r Wasser.
Die durch diese Säuremenge er forderliche Differenz an Wasser, um das ur sprüngliche Verhältnis wieder herzustellen, beträgt: 18:2 - 44,26 = 137,34 gr, das heisst, um eine Vermehrung des Wassergehaltes des Bades von 137,47 gr infolge der Reaktion wieder auszugleichen, sind die oben genann ten Säuremengen .erforderlich, und um die .effektive Zunahme von 271 gr Wasser wie der auszugleichen,
müssen die oben genann- ten Mengen in dem Verhältnis von 137,74 zu 271 vermehrt werden.
Bei Versuchen hat es sich herausgestellt, dass eine gewisse zusätzliche Wassermenge unvermeidlioh infolge der unvollständigen Trocknung des Papieres und durch Wasser aufnahme aus der Luft eintritt und auch eine Verdunstung von Salpetersäure aus dem Bade.
Um diese F'ehlerquel'len wieder auszuglei chen, hat sich als zweckmässig herausgestellt, die oben genannten berechneten Mengen um ungefähr 20% zu vermehren, und nachdem das Bad einen Tag lang gebraucht worden ist, sollte es analysiert werden, um die noch vorhandene Säuremenge zu bestimmen und um einen genauen Ausgleich nach dem oben genannten Prinzip periodisch durchführen zu können. Auf diese Weise kann das Bad in einem sozusagen gleichförmigen Zustande seiner Wirkungsfähigkeit erhalten werden.
Bei dem beschriebenen Verfahren bewirkt die dem Bade zum Zwecke des Ausgleiches zugesetzte Säuremenge annähernd einen Er satz für die " mit .dem Papier aus dem Bade herausgenommene Lösungsmenge, so da-ss das beschriebene Verfahren ,sehr ökonomisch und einfach durchgeführt werden kann. Nach dem der Kasten mit dem Papier während der erforderlichen Zeit in dem Säurebad belassen worden ist, wird er über die Oberfläche des Bades hochgezogen und während einigen Mi nuten unter einer Ventilationshaube abtrop fen gelassen.
Dann wird der Kasten in ein grosses Wasserbad eingesetzt und in demselben einige Minuten lang rasch untergetaucht. Dann wird derKasten aufeinanderfolgend durch eine Reihe von ähnlichen Wasserbädern gezogen, um die Säure ganz aus dem Papier auszu waschen, und schliesslich kann der Kasten noch zu dem gleichen Zwecke in fliessendes Wasser eingebracht werden.
Das erste Was serbad entzieht dem Papier die grösste Säure menge, und wenn die Konzentration dessel ben ungefähr 40 % erreicht hat, giesst man den Inhalt dieses Bades in einen Vorrats behälter, um .später daraus die Säure wieder- zugewinnen, und dann wird die Reihe der Wasserbäder um eine Stelle vorgerückt, uni das erste ausgeleerte Bad wieder zu ersetzen.
Bei Anwendung des Prinzips, die Was@ser- bäd.er in entgegengesetzter Richtung zu der der Bewegung des entsäuerten Papieres zu verschieben, lassen sich sowohl Einsparun gen am Wasser und an Säuren .erzielen. Nachdem das Papier vollständig von Säure befreit worden ist, kann es nach Belieben für unbestimmte Zeit in Wasser aufbewahrt wer den, oder es kann zur sofortigen Verwendung ohne weitere Behandlung zur Herstellung von Trennorganen benutzt werden.
Wenn da gegen beabsichtigt ist, das, Papier in trocke nem Zustande zu verwenden, muss es durch weiteres langes Kochen in Wasser nochmals gereinigt werden, um es von irgendwelchen organischen Sulfaten zu befreien, welche durch die Behandlung mit konzentrierter Säure entstanden sein könnten.
Die beschriebenen Trennorgane eignen sich besonders zur Verwendung an Bleiblech platten von ungefähr einem Gewicht von 5 kg pro m\ oder weniger. Für dickere Plat ten, welche eine grössere Menge aktiver Masse aufweisen, kann zweckmässigerweise mehr Raum zwischen Platten und Elektrolyt vor gesehen sein, und in diesem Falle wird ge- eigneterweise ein etwas dickeres. Papier von ungefähr i/4 mm Dicke verwendet und das Papier kanelliert, indem es zwischen gerif felten Metallwalzen durchgelassen wird, wel che auf ungefähr 140 erhitzt sind,
und erst n hlier der beschriebenen Säurehebandlung ac <B>:Z</B> unterworfen. Die auf diese Weise in dem Papier hervorgebrachten Kanellierungen, be ziehungsweise Riffelungen werden bei der nachherigen Säurebehandlung permanent steif und dadurch entsteht zwischen den Platten und dem Papier mehr Raum für den Elek trolyten.
Eine weitere Modifikation besteht darin dass zwei oder mehr Papierblätter zwischen je einem Paar von geriffelten Aluminium blechen vor der Säurebehandlnug in :solcher Weise eingebracht werden, dass die Papier blätter flicht aufeinandergepresst sind, wenn sie in das Säurebad eingesetzt werden, um die Papierblätter permanent fest miteinander zu verkleben. Damit wird bezweckt, ein dik- keres und stärkeres Papier für die Trenn organe herzustellen, welches die Bleiplatten sehr wirksam verstärkt.