CH156877A - Anordnung zur Stromumformung mittelst Entladungsgefässen. - Google Patents

Anordnung zur Stromumformung mittelst Entladungsgefässen.

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CH156877A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Anordnung zur     Stromumformung    mittelst Entladungsgefässen.    Eine     Hauptschwierigkeit,    die beim Ar  beiten von Umformungseinrichtungen mit  Entladungsgefässen, zum Beispiel     Quecksil-          berdampfgleichrichtern,        auftritt,    ist die Bil  dung von zerstörenden Bögen innerhalb des  Gleichrichters oder des Entladungsgefässes.  Diese Erscheinung ist als Rückzündung be  kannt und beschädigt nicht nur das Entla  dungsgefäss selbst, sondern auch die Trans  formatorwicklungen und andere mit dem Ge  fäss verbundene greise.  



  Bekanntlich folgt normalerweise auf den  Rückstrom, der infolge der Rückzündung  auftrat,     unmittelbar    der     normale    Vorwärts  strom. Es bleiben also die Umstände, die zur  Erzeugung eines     Kathodenfleckes    auf einer  Anode geführt haben, im wesentlichen er  halten. Es besteht deshalb die Möglichkeit,       da.ss    der Rückstrom sich über mehrere Perio  den erstreckt und bis zu einer solchen Grösse  anwächst, dass thermisch sowohl Bauteile des  Gleichrichters, als auch die Transformatoren,  Drosseln und Zuleitungen beschädigt werden.

      Um diese Schäden nach Möglichkeit zu ver  meiden, ist man bestrebt, die vom Rückstrom  betroffene Phase möglichst rasch durch  Schnell- und Ölschalter abzuschalten, wo  durch die Stromversorgung teilweise unter  brochen wird.  



  Gemäss der Erfindung werden für jede  Phase     mindestens    zwei parallel geschaltete,  gleichartige Entladungsgefässe mit je dem  gleichen Mittel zur automatischen Zündung  und Erregung vorgesehen, derart, dass im  Falle einer Rückzündung in dem einen Ent  ladungsgefäss das andere, gesunde Entla  dungsgefäss     bezw.    die andern, gesunden Ent  ladungsgefässe die Aufrechterhaltung des  Betriebes übernehmen.

   Im Falle der Rück  zündung in einem der Entladungsgefässe  wird dessen Erregung unterbrochen, da der  von der Kathode ausgehende Rückstrom ein  Vielfaches des auf die Kathode hin gerich  teten Erregerstromes ist, und der Laststrom  wird von dem     bezw.    den parallel geschalteten  Entladungsgefässen übernommen, so dass Stö-           rungen        bezw.    Unterbrechungen des Betriebes  vorteilhaft vermieden sind.

   Ist die Anord  nung weniger stark belastet, so geschieht die  Stromführung durch das oder die übrigen  (nicht gestörten) Gefässe allein; ist die An  ordnung voll belastet, so nimmt das durch  die Rückzündung gestörte Gefäss wieder an  der Stromführung teil, sobald die     Rückzün-          dungsursache    verschwunden ist, indem dann       seine    Erregung     selbsttätig    einsetzt und dann  bestehen bleibt.  



  In     Abb.    1 ist ein Ausführungsbeispiel der       Erfindung,    das einen Gleichrichter betrifft.,  dargestellt;     Abb.    2 enthält Einzelheiten des  Aufbaues und die Steuerung der Erregung  der Entladungsgefässe, welche einen Teil der  Einrichtung nach     Abb.    1 bilden.  



  Die Einrichtung enthält Wechselstrom  leitungen 10 und Gleichstromleitungen 11,  die     miteinander    über den     Transformator    12  und mehrere Entladungsgefässe 1.3 bis 18 ver  bunden sind. Der Transformator 12 ist mit  einer     Primärwicklung    19, die an die Wech  selstromleitungen: 10 angeschlossen ist, und  mit einer Sekundärwicklung 20 versehen,  welche mittelst des     Sternpunktes    an die obere  Gleichstromleitung 11 und     mittelst    der En  den der Wicklungen an die Anoden 21 bis  26 der Entladungsgefässe 13 bis 18 ange  schlossen ist.

   Dabei sind die Anoden 21 und  2 der Gefässe 13 und 14 an einen     Phasen-          22     zweig der Wicklung 20, die Anoden 23 und  24 der Entladungsgefässe 15 und 1,6 an einem  andern Phasenzweig der Wicklung 20 und  die Anoden 25 und 26 der Entladungsgefässe  17 und 18 an die dritte Phase der Wick  lung 20 angeschlossen. Die Kathoden 27 bis  32 der Gefässe 1.3 bis 18 sind an die un  tere Gleichstromleitung 11 angeschlossen.  Wenn die Kolben der Gefässe 13 bis 18 aus  leitendem Material hergestellt sind, ist es  natürlich wesentlich, dass Mittel zum Isolie  ren der verschiedenen     Elektrodenzuführun-          gen    gegen den Kolben vorgesehen sind.  



  Die Entladungsgefässe 13 bis 18 werden  von einer Spannungsquelle 57     erregt.    Diese  Quelle ist einerseits mit der untern Gleich-    Stromleitung 11 und anderseits über die Lei  tung 58 mit den Erregerelektroden 33 der  Entladungsgefässe 18 bis 18 verbunden. Wie  ausführlich in     Abb.    2 gezeigt ist,     sind    ein  Widerstand 35 und die Erregerspule 36 eines  Schalters 37 zwischen jede Erregerelektrode  und die Leitung 58 geschaltet.  



  Der Schalter 37 ist ein Teil einer Gruppe  von     zusammenwirkenden    Elementen. Durch  sie     wird    die Erregung des Entladungsgefässes  automatisch gezündet oder     wiederhergestellt,     nachdem sie durch Rückzündung unterbro  chen worden war. Diese Gruppe von zusam  menwirkenden Elementen enthält eine     Wech-          selstromquelle    38, einen     Transformator    39,  eine Funkenstrecke 40, einen Kondensator  41, einen Transformator 42 und einen Kon  densator 43.

   Die Aufgabe dieser Gruppe von  zusammenwirkenden     Elementen,    ist es, der  Erregerelektrode des Entladungsgefässes ein       hochfrequentes    Potential zuzuführen, welches  das Gas zwischen Kathode und     Zündelek-          trode    ionisiert und die Ausbildung des Erre  gerbogens ermöglicht.

   Die Glieder des     Zünd-          kreises    sind     derart    ausgebildet und angeord  net, dass der der Erregerelektrode 33 aus der  Leitung 58 zugeführte Gleichstrom durch  den Kondensator 43 von dem Hochfrequenz  kreis und die     hochfrequenten    Schwingungen  durch die als Drosselspule wirkende Erreger  spule 36 von dem Gleichstromkreis 11 fern  gehalten. Wenn der Erregerbogen sich ge  bildet hat, wird er durch die Spannungsquelle  57 aufrechterhalten.

   Der Schalter 37 wird  geöffnet und die     Mittel    zum Zünden werden       enterregt.    Es ist auch möglich, den Strom  für das Zünden aller Gefässe einer einzigen       Wechselstromquelle    zu entnehmen, zum Bei  spiel den Leitungen 10.  



  In     Abb.    1 sind die Vorrichtungen zum  Einleiten der Erregung der Gefässe 13 bis  18 durch die Nummern 44 bis 49 angedeutet.  Jede dieser Nummern stellt eine Gruppe zu  sammenwirkender Elemente dar, die denen  der     Abb.    2 ähnlich angeordnet oder so aus  gebildet sind, dass sie dieselben Aufgaben       erfüllen,    wie diese Gruppe von Elementen.      Wie leicht zu verstehen ist, können irgend  welche geeigneten Mittel zum Zünden an  Stelle der in     Abb.    2 dargestellten eingesetzt  werden.

   Es ist wünschenswert, dass jede der  Kathoden 2 7 bis 32 von dem evakuierten Ge  fäss isoliert ist, wie es in     Abb.    2 durch einen  isolierten Topf 50 angedeutet ist, und dass  Abschirmungen, wie     die    Teile 51 bis 56, zum  Schutze der Anoden 21 bis 26 gegen den aus  den Kathoden 27 bis 32 austretenden Dampf  vorgesehen sind.  



  Wir nehmen an, dass der Transformator  12 und die Leitung 5,8 Spannung führen und  der     .Schalter    3 7 geschlossen ist; dann wer  den die Erregerelektroden der Entladungsge  fässe einem     hochfrequenten    Potential unter  worfen, welches das Einsetzen der Erregung  durch den der     Spannungsquelle    57 entnom  menen Strom erlaubt. Wenn die Erregung  der Gefässe 13 bis     7.8    hergestellt ist,     wird    Be  lastungsstrom zwischen den Wechselstrom  leitungen 10 und den Gleichstromleitungen       1l.    in bekannter Weise übertragen.  



  Ist der Belastungsstrom vergleichsweise  klein, so führt in jeder Phase das eine oder  das andere der parallel     geschalteten    Entla  dungsgefässe Strom. Bei grösserer     Belastung     verteilt sich der Strom auf die parallel ge  schalteten Entladungsgefässe, von denen zwei  oder eine andere geeignete Zahl vorhanden  sein mögen.  



  Wenn eine Rückzündung auftritt, wird  die Erregung des dadurch betroffenen Ent  ladungsgefässes unterbrochen und der Bela  stungsstrom wird von einem in derselben  Phase parallel geschalteten Entladungsgefäss  übernommen. Nach Ablauf einiger Halbwel  len hat sich die Anode des von der Rückzün  dung betroffenen Gefässes abgekühlt; die in  folge der Rückzündung entstandenen Gase  haben sich verteilt, und die Erregung des Ge  fässes wird wieder hergestellt, wie es eben  angegeben worden ist. Wenn die Einrich  tung wenig belastet ist, wird der Belastungs  strom weiterhin von dem Gefäss geleitet, das  ihn beim Auftreten der Rückzündung über  nahm.

   Ist die Belastung der Einrichtung    gross, so teilt sich der     Belastungsstrom     unter die verschiedenen parallel geschalteten  Entladungsgefässe auf, sobald die Erregung  des von der Rückzündung betroffenen Ge  fässes wiederhergestellt ist.  



  Wie leicht einzusehen ist, hat die Anord  nung mit parallelen Einheiten, wie sie hier  beschrieben ist, den Vorteil, dass Arbeits  unterbrechung infolge Rückzündung vermie  den wird. Sie hat den weiteren Vorteil, dass  die Belastungsaufnahme der Umformungsein  richtung je nach Wunsch durch Verändern  der Zahl der jeder Phase zugeordneten und  parallel geschalteten Entladungsgefässe ver  grössert und verkleinert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: ' Anordnung zur Stromumformung mit- telst Entladungsgefässen, dadurch gekenn zeichnet, dass für jede Phase mindestens zwei parallel geschaltete, gleichartige Entladungs gefässe mit je dem gleichen Mittel zur auto matischen Zündung und Erregung vorgese hen sind, so dass im Falle einer Rückzündung in dem einen Entladungsgefäss das andere, gesunde Entladungsgefäss bezw. die andern, gesunden Entladungsgefässe die Aufrechter haltung des Betriebes übernehmen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Anordnung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Schalter mit einer vom Erregerstrom durchflos- senen Erregerspule vorgesehen ist, der bei Nichtfliessen des Erregerstromes einen Stromkreis schliesst, der der Erregerelek trode eine geeignete Zündspannung zu führt, und nach erfolgtem Zünden den Stromkreis zur Erzeugung der Zündspan- nung wieder abschaltet. 2. Anordnung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Erregerelektrode zu geführte hochfrequente Zündspannung aus Wechselstrom mittelst Funkenstrecke er zeugt wird. 3.
    Anordnung nach dem Patentanspruch und den LTnteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der der Erregerelek. trode zugeführte Gleichstrom durch einen Kondensator von dem Hochfrequenzkreis und die hochfrequenten Schwingungen durch eine Drosselspule von dem Gleich stromkreis ferngehalten werden.
CH156877D 1930-02-25 1931-02-21 Anordnung zur Stromumformung mittelst Entladungsgefässen. CH156877A (de)

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