CH156894A - Sterilisator für Kochsalzlösungen. - Google Patents

Sterilisator für Kochsalzlösungen.

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CH156894A
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M Lautenschlaeger G M B H F
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F & M Lautenschlaeger Gmbh
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Description


      Steriusator    für     Kochsalzlösungen.       Die allgemein angewandten     Sterilisatoren     für Kochsalzlösungen sind zumeist aus ver  zinntem Kupfer hergestellt. Um vorzeitige  Zerstörung des Kupfers durch die erwärmte  Kochsalzlösung zu vermeiden, ist das, be  nutzte Kupferblech möglichst gut verzinnt.  Es hat .sich aber     herausgestellt,    dass auch bei  guter     Verzinnung    die Lebensdauer der Ge  fässe vergleichsweise gering ist, da unsicht  bare     kleine    Sprünge im Zinn ausreichen, um  der Lösung den Zutritt zum Kupfer zu er  möglichen, wodurch eine rasche     7jemstörung     des Gefässes verursacht wird.

   Abgesehen von  den dadurch entstehenden erheblichen Aus  gaben ist es vom medizinischen Standpunkt  aus     unerwünscht,    wenn Kupfer, und sei es  auch nur in sehr geringen Mengen, in die  Kochsalzlösung gelangt.  



  Es wurde vielfach versucht, die geschil  derten     Übelstände    zu beseitigen, und zwar  dadurch., dass man für die Aufnahme der    Kochsalzlösung Gefässe benutzte, die aus  Nickel, Silber oder emailliertem Eisen waren.  Auch hiermit sind keine befriedigenden Er  folge erzielt worden.  



  Beim Gegenstand vorliegender Erfindung  werden die bisher bei     Sterilisatoren    für  Kochsalzlösungen vorhandenen Übelstände  sicher und zuverlässig dadurch beseitigt,  dass für die Aufnahme der zu sterilisieren  den Kochsalzlösung ein Gefäss aus     einem     gegen die Kochsalzlösung immunen Material  angewendet wird. Hierfür können kerami  sche Stoffe, wie Porzellan, oder auch Glas in  Frage kommen. Solche Gefässe sind zur Auf  bewahrung von Kochsalzlösungen an sich be  kannt; Porzellan- und Glasgefässe sind be  kanntlich     gegeneinseitige    Druckbeanspru  chungen sehr empfindlich.

   Es war dies der  Grund, dass sie bisher nicht mit Erfolg für       Sterilisatoren    und dergleichen angewandt  werden     konnten,    weil bei     Übertragung    der      üblichen Bauart der     Sterilisatoren    im Dampf  aussengefäss ein höherer Druck herrscht als  im Innengefäss, das die Kochsalzlösung ent  hält, und hierdurch leicht die Zerstörung  dieses Gefässes herbeigeführt werden     kann.     



  Im Sinne der vorliegenden Erfindung  wird deshalb das die Kochsalzlösung auf  nehmende Gefäss vollkommen     druckentlastet     angeordnet, das heisst .es ist Vorsorge ge  troffen, dass sich der Dämpf an den     Aussen-          und    Innenseiten des Gefässes gleichmässig  verbreiten kann. Dadurch ist das     Auftreten     ungleichmässiger Druckbeanspruchungen an  den Wänden des Gefässes unmöglich und eine  lange Lebensdauer     gewährleistet.     



  Es ist nun zweckmässig, auch den Aus  lauf für die sterilisierte Lösung der Wir  kung des gespannten Dampfes auszusetzen.  Zu diesem Zweck können Vorkehrungen ge  troffen: sein, um auch den Auslauf allseitig  von .gespanntem Dampf umspülen zu lassen,  welcher aus dem Dampfraum des Dampf  erzeugungsgefässes entnommen     wird.    Da  durch wird vermieden, dass das Sterilisations  gut bei seinem Ablauf aus dem Gefäss nicht  sterile Teile zu passieren hat und damit etwa  seine     sterilen    Eigenschaften     wieder    verlieren  würde.

   Die Zufuhr des Dampfes zum Aus  lauf geschieht     zweckmässigerweise    durch eine  Leitung, die ausserhalb der Gefässkonstruk  tion verlegt wird und die     vorteilhaft    unmit  telbar     unterhalb    eines Deckels des Dampf  erzeugungsgefässes in den Dampfraum ein  mündet. Hierdurch     wird    erreicht, dass die im       Auslaufkanal    befindliche sterilisierte Lösung  die gleiche Temperatur annimmt wie die im  Gefäss enthaltene Lösung, da sie von dem  gespannten Dampf umspült     wird.     



  In der beiliegenden Zeichnung sind meh  rere Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes dargestellt.  



       Fig.    1 und 2 sind     Längsschnitte    durch  zwei Ausführungsformen von     Sterilisatoren     für Kochsalzlösungen einfacher Bauart;       Fig.    3 ist ein Längsschnitt durch einen       Sterilisator    für Kochsalzlösungen mit heiz  barem Auslauf;         Fig.    4 ist ein     Längsschnitt    durch einen       Sterilisator,    dessen     Entleerung    durch einen  Heber erfolgt.  



  1 ist der     Isoliermantel,    2 das Dampf  erzeugungsgefäss aus Metall, $ das Innen  gefäss zur Aufnahme der zu     sterilisierenden     Kochsalzlösung. Dieses Innengefäss besteht  aus einem gegen Kochsalzlösung immunen  Material, beispielsweise aus Porzellan. Der  Auslauf 4 bildet mit dem Gefäss 3 ein ein  ziges Stück und besteht     sLus    demselben Ma  terial     wie    dieses.  



  Die Heizung, Lüftung und Kühlung der  Einrichtung erfolgt in üblicher Weise.  



  Es ist ersichtlich, dass das Gefäss 3 aussen  und innen für den sich im Dampfraum des  Gefässes 2     entwickelnden    Dampf vollkommen  frei zugänglich ist. Zur Einführung eines       Thermometers    ist im Deckel ein Stutzen 5  vorgesehen. Für die Einführung der Koch  salzstammlösung und des zur Verdünnung  der     ,Stammlösung    zuzusetzenden Destillates  dient der Stutzen 6.  



  In     Fig.    2 ist eine     albgeänderte    Ausfüh  rungsform dargestellt. Es ist das Innengefäss  $ zum Beispiel aus     keramischem    Stoff mit  einer     Metallschutzhülse    7 versehen, die durch  eine selbständige Leitung 8, die durch ein  Ventil verschlossen ist, mit der Aussenluft  in     Verbindung    steht. Wenn bei dieser Aus  führungsform das Innengefäss 3 ganz oder       teilweise    zerbrechen sollte, käme die Flüssig  keit in den .Schutzmantel 7. Durch Öffnung  des Ventils 9 könnte dann leicht festgestellt  werden, dass das Innengefäss erneuert werden  muss.  



  Bei dem     Sterilisator    nach     Fig.    3 sind  Isoliermantel 1,     Dampferzeugungsgefäss    2,       sowie    das zum Beispiel aus keramischem  Stoff bestehende Innengefäss 3 in der glei  chen Weise wie in den vorhergehenden Aus  führungsbeispielen     ausgebildet.    Der Aus  lauf 4, der aus dem gleichen Material wie  das Gefäss 3 ist, ist mit diesem durch eine       Flanschabdichtung    4' verbunden.

   Die Hei  zung des     Dampferzeugungsgefässes    erfolgt  durch Heizschlangen 35, seine Kühlung      durch     Kühlschlangen    36 in an sich bekann  ter     Weise.    Die Speisung des     Dampferzeu-          gungsgefä & s    mit     Wasser    geschieht über  einen Stutzen 37, eine Leitung 38 und einen       Einfülltrichter    39. Zwischen dem     Trichter     3,9 und der Leitung 38 ist ein durch ein  Handrad 10     bedienbares    Ventil 11 ein  geschaltet. Die Leitung 38 dient gleich  zeitig zur Anzeige des Wasserstandes im       Dampferzeugungsgefäss.     



  Die Zufuhr .der zu     sterilisierenden    Koch  salzlösung in das Gefäss 3 erfolgt     mittelst     eines Trichters 12, der mit gegen     Kochsalz-          lösung    immunem Material ausgekleidet ist  und durch einen einen     Schnellverschluss    bil  denden     Bügelverschluss    13 verschlossen wer  den kann. Der Trichter besitzt einen Stut  zen 16, der in das Gefässinnere hereinragt.  Ein weiterer Stutzen 17 im Gefässdeckel<B>1,8</B>  dient zur Durchführung eines     Thermometers     14.

   In der Mitte     des    Deckels 18 sitzt eine  weitere Durchführung für     eine    Anzeigevor  richtung, die die Höhe der     Kochsalzlösuno,     im Gefäss 3 kenntlich machen soll. Diese  Vorrichtung besteht aus einem Schwimmer  19 mit einem nach oben     ragenden    Schaft 20;  der in einer Glasröhre 21 geführt ist. Die  Höhe des Schaftes 20 in der Röhre 21 lässt  deutlich den jeweiligen Stand der Kochsalz  lösung im Gefäss 3 erkennen.  



  Der Auslauf 4 liegt in einem seitlichen  Anbau     2'2    des     Dampferzeugungsgefässes    und  bildet dort ein Knie 23, in dem ein von  einem Handrad 2'4     bedienbares        Ventil    25 ein  gebracht ist.

   Der Anbau 22' steht über ein  ausserhalb des     Dampferzeugungsgefässes    3,  beziehungsweise der Gefässkonstruktion ver  legtes Rohr 26 mit dem Dampfraum in Ver  bindung, und zwar endigt das Rohr 26 in       ein,        kurzes    Kniestück 27     unmittelbar    unter  halb des Deckels 2'8 des     Dampferzeugungs-          gefässes.    Das Innere des Anbaues 22 wird       somit    ständig von     gespanntem    Dampf er  füllt. Dieser umspült auch den Auslauf 4  nebst dem Kniestück 23, sowie die Mündung  29 dieses Auslaufes.  



  Die Mündung 29 des     Auslaufes    ist von  3    einer von einem     Bügelverschluss    31 gegen  einen Flansch 32     angepressten    Kappe 30  druckdicht verschlossen, so dass in dem An  bau 22 während der Sterilisation der glei  che Druck herrscht wie im Dampfraum des  Heizgefässes.

   Auf diese Weise ist die Durch  führung des vom Gefäss 3 zum Auslauf 4  führenden Kanals vollkommen vom Druck       entlastet.    In dem Anbau 22 ist ein hier       nicht    .dargestelltes Ventil vorgesehen, durch  dessen     Öffnen    das Gefässinnere über die  Leitung 26 beim Einleiten     d-es    Sterilisations  dampfes entlüftet, beziehungsweise nach der       Sterilisation    und der dabei erfolgenden Ab  kühlung des Dampfes belüftet wird.    Wie ersichtlich, erfolgt .somit eine gründ  liche und allseitige     Bespülung    auch des Aus  laufes durch den     Heizdampf,    der gespannt  bleibt.  



  Bei der     Ausführungsform    nach der     Fig.    4  erfolgt die     Entnahme    der zu sterilisierenden  Flüssigkeit aus dem Gefäss 3 statt durch die  Leitung 4 über einen Heber 32, der durch  ein Ventil 33 verschlossen werden kann.  Der Heber .endigt kurz über dem Boden des       Gefässes    3, so     dass'    die Entnahme von steri  lisierter     Flüssigkeit    stets gesichert ist. Die  übrigen Teile des     Sterilisators        entsprechen     denen der     Fig.    1.

      Nach der Ausführungsform der     Fig.    3  und den dazu gehörigen Teilen der Beschrei  bung erfolgt die Sterilisation des Auslaufes,  wie bereits gesagt, dadurch, dass im Anbau  22 der gleiche Druck herrscht wie im Innern  der Kesselkonstruktion, da durch das Rohr 26  eine Verbindung zwischen dem Dampfraum  der     Kesselkonstruktion    und dem Anbau 22  hergestellt ist. Diese gleiche Verbindung  lässt sich ohne     weiteres    auch bei der     Aus-          führungsform    der     Fig.    4 herbeiführen.

   Es  ist dazu nichts weiter nötig, als dass um  das Heberohr 22 ein     zweites    Rohr herum  gelegt     wird,    das mit dem Dampfraum in Ver  bindung     steht    und entsprechend geschlossen  werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sterilisator für Kochsalzlösungen mit einem Dampferzeugungagefäss aus Metall und einem Einsatzgefäss aus gegen Kochsalz lösung immunem Stoff zur Aufnahme der zu sterilisierenden Kochsalzlösung, dadurch gekennzeichnet, dass das letztgenannte Ge fäss vollkommen druckentlastet im Dampf raum sitzt.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das die zu ,sterilisierende Kochsalz lösung aufnehmende Gefäss mit einem me tallischen Schutzmantel umgeben ist, der durch eine mit Hahn versehene Leitung mit der Aussenluft in Verbindung steht.
    2. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (4) des die Kochsalz lösung aufnehmenden Gefässes derart an geordnet isst, dass er vollständig von ge- spanntem, das Sterilisieren bewirkendem Dampf umspült wird. 3. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Auslauf (4) in einem druekdichten Anbau (22) unter gebracht ist.
    4. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Anbau (22) ein Ventil vorgesehen ist. durch dessen Öffnen das Kochsalzlösungs- gefäss durch eine Leitung (26) ent- und belüftet werden kann.
    5. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Zufuhr der zu sterilisierenden Flüssigkeit zum Koch.salzlösungsgefäss (3) ein mit gegen Kochsalzlösung immunem Stoff ausgekleideter Trichter (12) vor gesehen ist, der durch einen Schnellver- schluss verschlossen werden kann. 6. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein .Schwimmer (19) mit Schaft zur Messung des Inhaltes im KochsaIzlösungs- gefäss vorgesehen ist.
    7. Sterilisator für Kochsalzlösungen, nach Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass die Entleerung des Kochsalzlösungs- gefässes (3) durch einen Heber (32) er folgt.
CH156894D 1930-06-26 1931-06-24 Sterilisator für Kochsalzlösungen. CH156894A (de)

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