CH156915A - Staubabdichtungseinrichtung an Achsbuchsen von Schienenfahrzeugen. - Google Patents

Staubabdichtungseinrichtung an Achsbuchsen von Schienenfahrzeugen.

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CH156915A
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dust sealing
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Francis Matthews Edward
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Francis Matthews Edward
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      Staubabdichtungseinrichtung    an Achsbuchsen von Schienenfahrzeugen.         Staubabdichtungseinrichtungen    an Achs  buchsen von     Schienenfahrzeugen    haben die  verschiedensten Aufgaben zu erfüllen. Der  Hauptzweck, die vollkommene     Beseitigung     des     Eindringens    von Fremdkörpern, insbeson  dere Staub und Schmutz in das Innere der  Achsbuchse, muss trotz der Zulassung eines  bestimmten Achsschenkelspiels erreicht wer  den.

   Anderseits ist die Aufgabe zu erfüllen,  das Schmiermittel von dem     Staubabdich-          tungsring    fernzuhalten, weil sich die meist  aus porösen Stoffen,     wie    Filz oder der  gleichen bestehende Dichtungsmasse mit dem       Schmiermittel    voll zu saugen sucht. Hier  durch haften die Fremdkörper, insbesondere  der Staub, innig an der Dichtung an, so dass  es zur Bildung von Stoffen kommt,     welche     wie ein Schleif- oder     Schmirgelmittel    wir  ken.

   Die Dichtung selbst wird hierdurch  nach kurzer Zeit beschädigt     bezw.    zerstört,  so dass die     Fremdkörper    ungehindert in das  Schmiermittel und damit in die Lauffläche  zwischen Lagerschale und Achsschenkel ge  langen. Die bekannt gewordenen Staub-         abdichtungseinrichtungen    genügen den dar  gelegten Erfordernissen nur teilweise. So  sind beispielsweise Einrichtungen bekannt  geworden, bei denen der     Staubabdichtungs-          ring    in eine taschenartige     Ausnehmung    der  Achsbuchse eingesetzt und hierauf die Achs  buchse mit dem eingelegten     Staubabdich-          tungsring    auf den Achsschenkel aufgebracht  wird.

   Eine derartige Einrichtung berück  sichtigt nicht die Forderung, dass der     Staub-          abdiehtungsring    vor dem Schmiermittel  zutritt geschützt werden muss. Der Anwen  dung der in dieser Richtung bewährten Mass  nahme, nämlich der Anordnung eines     Spritz-          ringes,    steht der Umstand entgegen, dass sich  der     in    einer Tasche des     Achsbuchsgehäuses     aufgenommene     Staubabdichtungsring    nicht  über einen     Spritzring        hinwegführen    liesse.  Die bekannte Einrichtung kann daher nur  als Teillösung der gestellten Aufgabe an  gesprochen werden.  



  Vorliegende Erfindung setzt sich eine  Ausbildung der     Staubabdichtungseinrichtung     zum Ziel, die sämtlichen der letzterwähnten      Anforderungen gerecht wird. Die erfindungs  gemäss ausgebildete     Staubabdichtungseinrich-          tung    an Achsbuchsen von Schienenfahr  zeugen mit Spülölung des Achsschenkels und  einer den     Staubabdichtungsring    aufnehmen  den Staubtasche kennzeichnet sich dadurch,  dass zwischen einem den Umfang des       Achsschenkelnotlaufes        umschliessenden,    vom       Schmiermittelzutritt    durch einen die Staub  taschenöffnung im Durchmesser überragen  den Spritzring entlasteten,

   mehrteiligen       Staubabdichtungsring    und der Aussenwan  dung einer     Staubtaschenkappe    eine die Tei  lungsfugen des     Staubabdichtungsringes    ab  deckende, vorzugsweise einteilige, unter  Dichtungsdruck stehende Dichtungsscheibe  angeordnet ist, wobei die     Staubtaschenkappe     selbst abnehmbar ausgebildet ist.

   Trotz der  Anordnung eines Spritzringes, durch den in  an sich bekannter Weise der     Staubabdich-          tungsring    vom     Schmiermittelzutritt    entlastet  bleibt, ergibt sich bei einer derartigen An  ordnung die Möglichkeit der vollkommenen  Abdichtung des Achsschenkels unter Zu  lassung des     erforderlichen    Achsschenkel  spiels, weil im Gegensatz zu den bekannt  gewordenen Vorschlägen eine     Mehrteiligkeit     des     Staubabdichtungsringes    und eine     Ab-          nehmbarkeit    der     Staubtaschenkappe    vor  gesehen ist.

   Diese Massnahmen sind zwar  ebenfalls an sich bekannt; ihre Anwendung  in     Vereinigung    mit der besonderen, die Tei  lungsfugen des mehrteiligen     Staubabdich-          tun:gsringes        überdeckenden    Dichtungsscheibe  gewährt jedoch erstmalig die Verwirklichung  einer allen     Erfordernissen    genügenden Staub  abdichtung.

   Bildet man die besondere Dich  tungsscheibe aus Gummi oder ähnlichen,  dichtenden und gleichzeitig sehr dehnbaren  Stoffen aus, so erfordert die     Führung    über  den Spritzring hinüber keine besonderen       Hassnahmen.    Wird die Dichtungsscheibe aus  Leder oder Ähnlichem hergestellt,     so.    besteht  sie zweckmässig aus einer vom kreisförmigen  Ausschnitt aus eingeschlitzten, zweckmässig  der     Form    der     Staubtaschenkappe        angepassten     Scheibe. Der Schlitz     wird    :dabei so angeord  net, dass er sich nicht mit     einer    Teilungsfuge    den     Staubabdichtungsring    überdeckt.

   Der  Dichtungsdruck kann in der verschiedensten  Weise etwa durch Blattfedern hergestellt  sein, welche den     Staubabdichtungsring    von  der     Aussenwandung    des     Achsbuchsgehäuses     abdrücken, die in Verbindung mit der ab  nehmbaren     Staubtaschenkappe    die Staub  tasche bildet.  



  Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise       Ausführungsform    des Erfindungsgegenstan  des, und zwar gibt       Abb.    1 einen senkrechten Längsschnitt       durch    eine erfindungsgemäss ausgebildete       Staubtaschendichtungseinrichtung,          Abb.    2 einen senkrechten Querschnitt  nach Linie     II-II    der     Abb.    1 wieder;       Abb.3    zeigt die Führung     ider    Staub  taschenkappe über den     .Spritzring    hinüber.  wenn die Staubtasche durch ihre Ausbildung  eine besonders grosse Annäherung des Öl  bades an den Achsschenkel zulassen soll.  



  In allen Abbildungen     bezeichnet    1 das       Achsbuchsgehäuse,    das gegen den Achs  schenkel 2     bezw.    dessen Notlauf 3 abzu  dichten ist. Zu .diesem Zweck ist das Achs  buchsgehäuse zunächst mit einer abnehm  baren Kappe 4 unter Bildung einer Staub  tasche 5 versehen.

   In der Staubtasche 5 be  findet sich der zweiteilige     Staubabdichtungs-          ring    6, 7 mit der Filzeinlage 8 und der Spi  ralfeder 9, welche über die Laschen 10 und  11 die beiden Teile des     Staubabdichtungs-          ringes    zusammenhält     bezw.    die erforderliche  radiale     Anpressung    an den Achsschenkel       beaw.    Notlauf herbeiführt. Die Teilungsfuge  12, welche infolge der zweiteiligen Aus  bildung des     Staubabdichtungsringes    not  wendigerweise entsteht, wird durch eine un  ter Dichtungsdruck stehende Dichtungs  scheibe 13 abgedeckt.

   Diese Dichtungsscheibe  besteht im Ausführungsbeispiel aus einer der  innern     Staubtaschengestaltung    angepassten  Lederplatte, welche bei 14 eingeschlitzt     isi.     um ein einfaches Überstreifen über den  Spritzring 15 zu ermöglichen. Der Dich  tungsdruck wird durch an den Staubabdich-           tungsteilen    6, 7 befestigte Blattfedern 16, 17  ausgeübt,     -die    sich gegen die Aussenwandung  18 des     Aclisbuchsgehäuses    1 anlegen, welche  in     Verbindung    mit der Kappe 4 die Staub  tasche 5 bildet.

   Derjenige Teil der Kappe 4,  der mit der Dichtungsscheibe 13 zur Berüh  rung kommt, ist zweckmässig bearbeitet,  wenn es sich um eine     gusseiserne    Kappe han  delt, während diese Bearbeitung bei aus  Stahlblech hergestellten Kappen entbehrlich  ist.  



  Der Einbau der erfindungsgemäss aus  gebildeten     Staubabdichtungseinriohtung    ge  staltet sich wie folgt. Zunächst     wird    die  Kappe 4 über den Spritzring 15 geführt. Um  eine möglichst dem Achsschenkel angenäherte  Lage des     Schmiermittelbehälters    und hier  durch ein kleines     Achsbuchsgehäuse    zu er  halten, ist der Durchmesser der     kreisförmigen     Bohrung in der Kappe 4 nur in der senk  recht zur Zeichenebene liegenden Richtung  grösser wie der grösste     Spritzringdurchmesser;

       in der in der Zeichenebene liegenden Rich  tung ist der Durchmesser um das Mass klei  ner, das durch die Möglichkeit     dar    Über  führung nach     Abb.    3 gegeben ist. Nach Ver  legung der Kappe 4 in die     gezeichnete    Lage  wird die     Dichtungsplatte    13 mit Hilfe des  Schlitzes 14 über den     Spritzring    15 gestreift.  Hierauf wird der zweiteilige     Staubabdich-          tungsring    6, 7 in die in     Abb.    1 gezeichnete  Lage gebracht, worauf der Einbau des Achs  buchsgehäuses 1 folgt.

   Hierauf     wird    die  Kappe 4 mit dem     Achsbuchsgehäuse    1 mit  Hilfe der Bolzen 19 unter Zwischenlage einer  Dichtung 20 verschraubt. In der     Endlage     entsteht eine     Staubabdichtung,        welche    allen  Erfordernissen genügt. Durch den Staub  abdichtungsring 6, 7     wird    jedes Eindringen  von Fremdkörpern in das     Achsbuchsinnere     verhindert.

   Die Abdichtung     tritt    trotz der       Zulassung    eines gewissen Achsschenkelspiels  gegen das     Achsbuchsgehäuse    ein, weil die  unter Dichtungsdruck stehende Lederscheibe  13 allseitig schliessend an der Staubtaschen-         auss'enwand    anliegt und; dem Achsschenkelspiel  folgt, ohne dass die Dichtung unterbrochen       wird.    Durch Anordnung des Spritzringes 15  schliesslich bleibt die Dichtungsmasse 8 der  Staubtasche völlig vor dem Zutritt des       Schmiermittels    bewahrt, so dass keine Mög  lichkeit zur Bildung schleifend oder schmir  gelnd wirkender Massen gegeben ist.

   Die  Entlastung der     Staubtaschendichtung    vom       Schmiermittelzutritt    ist besonders bei Ver  wendung der Oberschmierung geboten, weil  das Schmiermittel bei Anwendung der  selben besonders heftig im     Achsbuchsgehäuse     herumgewirbelt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Staubabdichtungseinrichtung an Achs buchsen von Schienenfahrzeugen mit Spül ölung des Achsschenkels und einer, den Staubabdichtungsring aufnehmenden Staub tasche, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen einem den Umfang des Achsschenkel notlaufes umschliessenden,
    vom Schmier mittelzutritt durch einen die Staubtas.chen- öffnung im Durchmesser überragenden Spritzring entlasteten mehrteiligen Staub- abdichtungsring und *der Aussenwandung einer abnehmbaren Staubtaschenkappe eine die Teilungsfugen des Staubabdichtungs- ringes abdeckende, einteilige, unter Dich tungsdruck stehende Dichtungsscheibe an geordnet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Staubabdichtungseinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsscheibe aus einer vom kreis förmigen Ausschnitt aus eingeschlitzten.
    plattenförmigen Lederscheibe besteht. 2. Staubabdichtungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lederscheibe der Form der Staubtaschenkappe angepasst ist.
CH156915D 1930-10-06 1931-09-07 Staubabdichtungseinrichtung an Achsbuchsen von Schienenfahrzeugen. CH156915A (de)

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