CH157002A - Verfahren zum Anspinnen der Fäden bei Topfspinnmaschinen, insbesondere für verzugsfähige Lunten. - Google Patents
Verfahren zum Anspinnen der Fäden bei Topfspinnmaschinen, insbesondere für verzugsfähige Lunten.Info
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Description
Verfahren zum Anspinnen der Fäden bei Topfspinnmaschinen, insbesondere für verzugsfähige Lunten. Bei Topfspinnmaschinen, insbesondere bei solchen, die verzugsfähige Lunten verarbei ten, ergeben sich Schwierigkeiten beim An spinnen. Leitet man das freie Ende des Vor garnfadens vom Lieferwerk, wie es beim Kunstseidespinntopfverfahren üblich ist, in den rasch umlaufenden Topf, so reisst der Faden in der Regel sofort wieder ab. Das kommt daher, dass er im Augenblick der er sten Beanspruchung durch die Zentrifugal kraft des Spinntopfes noch ungedreht und so der plötzlich auftretenden Beanspruchung nicht gewachsen ist. Ganz besonders gilt dies für hohe Topfdrehzahlen, bei denen es an sich schon schwierig ist, den mit entsprechend höherer Geschwindigkeit angelieferten Faden durch den Fadenführer in den Topf hinein zubringen. Es ist nun bereits bekannt, zum Anspin nen von Kunstseidefäden auf Ringspindeln ein Stück Hilfsfaden zu verwenden, dessen eines Ende mit dem Spinnelement verbunden und dessen anderes Ende von Hand festge halten und dann ebenfalls von Hand mit dem zu verspinnenden Faden in irgendeiner Weise verbunden wird. Dieses Verfahren lässt sich auch sinngemäss bei Topfspinnmaschinen an wenden; es ergibt sich jedoch dabei die Schwierigkeit, dass der von Hand festzuhal tende Faden besonders bei höheren Topfdreh zahlen überdreht wird, so dass er noch vor dem Anknüpfen des zu verspinnenden Fadens reisst. Das Anknüpfen von Hand erfordert eine besondere Übung und kann daher nur von geschultem Personal vorgenommen wer den, besonders wenn es sich um grössere Liefergeschwindigkeiten handelt. . Nach der Erfindung werden alle diese Nachteile dadurch vermieden, dass ein auf einer Vorratsspule aufgewickelter Hilfsfaden verwendet wird, der nach der Einführung in denn Topf in das Lieferwerk eingeführt wird, so dass er von diesem. weiter in den Topf ein läuft. Der anzuspinnende Faden wird als dann ebenfalls dem Lieferwerk zugeführt, so dass er sich mit dem Hilfsfaden ganz von selbst vereinigt. Der Hilfsfaden wird nach vollendetem Anspinnen von der Vorratsspule abgetrennt. Die Erfindung sei anhand eines Ausfüh rungsbeispiels einer Einrichtung zur Durch führung des Verfahrens nach der Abbildung 1 näher erläutert. Darin bedeutet 1, 2 ein Streckwerk, $ ein Fadenführerrohr, 4 einen Spinntopf und 5 eine Rolle oder dergleichen, die den Hilfs faden 6 enthält. Zum Anspinnen wird nun so verfahren, dass zunächst der Hilfsfaden 6 von der Vorratsrolle 5 aus durch das Faden führerrohr 3 in den Topf eingebracht wird, zum Beispiel durch das bekannte -Verfahren mit einer Hilfsflüssigkeit. Sodann wird der Hilfsfaden zwischen die Lieferwalzen 2 des Streckwerkes gelegt, wie es der Pfeil 7 ver anschaulicht. Die Lieferwalzen 2 liefern den Hilfsfaden dann weiter in den Topf. Darauf wird der Vorgarnfaden durch die Einzugs walzen 1 des Streckwerkes geführt, welche ihn dem Lieferwerk zuführen, so dass er sich zwischen und hinter den Lieferwalzen mit dem Hilfsfaden vereinigt und auf diese Weise gleich beim Austritt aus dem Liefer werk gedreht wird und damit die notwendige Festigkeit erhält. Wenn das geschehen ist, kann der Hilfsfaden vor der Lieferwalze ab gerissen oder abgeschnitten werden. An der Spinnmaschine können Aufsteck vorrichtungen für die Vorratsrollen oder der gleichen angeordnet werden; es ist aber auch möglich, dass diese Spule leicht drehbar vom Arbeiter mitgeführt wird, indem er sie bei spielsweise an einem Gurt um den Leib schnallt. Damit nun der Hilfsfaden richtig über die obere Lieferwalze läuft, kann vor dieser Walze eine Fadenführeröse 8 oder der gleichen angeordnet werden. Die Abbildung 2, die eine Vorderansicht auf das Streckwerk gibt, zeigt die Anbringung der Fadenführer- 2n 8 am Druckarm 9 des obern Lieferwalzen paares für zwei Spinnstellen. Damit man mit dem Hilfsfaden leicht an den fliegend gelagerten Druckwalzen vorbei kommt, kann in Verlängerung der Achse die ser Walzen ein vorstehender, abgerundeter Teil, zum Beispiel eine Kappe oder der gleichen angeordnet werden. In der Abbil dung 2 sind Kappen 10 dargestellt. Es kann dabei zweckmässig sein, die Druckwalzen drehbar am Ende einer festen Achse anzuord nen, so dass die Kappen 10 nicht mit um laufen, sondern stillstehen. Versuche mit dem Verfahren und der Einrichtung nach der Erfindung haben er geben, dass man selbst die feinsten Fäden bei den höchsten Liefergeschwindigkeiten und bei voller Topfdrehzahl einwandfrei an spinnen kann. Damit sich nun der Hilfsfaden beim späteren Abhaspeln des Kuchens leicht herausfinden lässt, ist es zweckmässig, diesen Faden durch eine besondere Färbung erkenn bar zu machen. Wird der Kuchen von aussen nach innen abgehaspelt, so findet man auf diese Weise sofort das Ende. Der Hilfsfaden selbst kann dann entfernt werden.
Claims (1)
- PATENTAN SPRüCHE I. Verfahren zum Anspinnen der Fäden bei Topfspinnmaschinen, insbesondere für verzugsfähige Lunten, bei dem zunächst der Anfang eines auf einer Vorratsspule aufgewickelten Hilfsfadens durch den Fadenführer in den Topf eingebracht und darauf der Hilfsfaden in das Liefer werk eingeführt wird, das ihn weiter in den Topf liefert und alsdann der anzu spinnende Faden ebenfalls dem Liefer werke zugeführt wird, so dass er sich mit dem Hilfsfaden vereinigt, worauf der Hilfsfaden nach vollendetem Anspinnen- von der Vorratsspule abgetrennt wird.II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, - dass die Vorratsspulen auf das Spinnmaschinengestell aufge steckt sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor der obern Lieferwalze (I0) eine Fadenführeröse (8) angeordnet ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die fliegend gelagerten Druckwalzen der Abliefer- walzen in Verlängerung ihrer Achse einen vorstehenden, abgerundeten Teil tragen, an der der Hilffaden leicht vor beigeführt werden kann. 3. Einrichtung nach dem Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vor stehende, abgerundete Teil auf einer fest stehenden Achse sitzt. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfs faden benutzt wird, der durch besondere Färbung erkennbar gemacht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE157002X | 1930-05-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH157002A true CH157002A (de) | 1932-09-15 |
Family
ID=5678263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH157002D CH157002A (de) | 1930-05-07 | 1931-04-16 | Verfahren zum Anspinnen der Fäden bei Topfspinnmaschinen, insbesondere für verzugsfähige Lunten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH157002A (de) |
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1931
- 1931-04-16 CH CH157002D patent/CH157002A/de unknown
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