Verfahren und Anlage zum Destillieren und Spalten von flüssigen Kohlenwasserstoffen. Gegenstand vorliegender Erfindung bil den ein Verfahren zum Destillieren lind Spalten von flüssigen Kohlenwasserstoffen, und eine zum Durchführen des Verfahrens geeignete Anlage.
Die Zeichnung stellt schematisch ein Ausführungsbeispiel einer zum Durchführen des Verfahrens geeigneten Anlage dar: Fig. 1 zeigt die Anlage; Fig. 2 ist ein senkrechter Mittelschnitt durch ein Destillationselement derselben; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2;
Fig. 4 zeigt schaubildlich den untern Teil .des in Fig. 2 dargestellten Elementes in grösserem Massstab; Fig. 5 ist ein Schnitt durch ein anderes Destillationselement der Anlage; Fig. 6 zeigt schaubildlich Einzelheiten eines Fraktionsturmes eines Destillations- elementes, und Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie 7--7 der Fig. 5.
Die Anlage hat vier Destillationselemente <I>A, B, C, D;</I> sie sind einander so ähnlich, dass nachstehend dieselben Bezugszeichen unter Beigabe der Buchstaben<I>A, B, C, D</I> für die entsprechenden Teile verwendet sind.
Zu der Anlage gehören ferner ein Vor wärmer E und ein Ofen F. Dieser letztere beheizt die Destillationselemente <I>B, C, D</I> und seine Abgase entweichen nach ihrer Ausnutzung durch einen Schornstein G. Ein Verdichter H versorgt die Destillationsele- mente B,<I>C, D</I> mit wasserstoffreichen Gasen zur Änderung des Sättigungsgrades der er zeugten Kohlenwasserstoffe.
Das Destillationselement A (Fig. 2, 3 und 4) besitzt einen zylindrischen Kessel IA, der auf einer Grundplatte 2 steht. Letztere besitzt eine Kammer 3. Das Innere des Kessels 1A steht mit der Kammer 3A durch eine Öffnung 4 in Verbindung, deren Rand 5 abgeschrägt ist. Auf der Grundplatte 2 steht konzentrisch zum Kessel 1A ein Man tel 7, der nur den untern Teil des Kessels 1A umschliesst.
Im Raum 8 zwischen dem Kessel<B>LA</B> und dem Mantel 7 liegt ein, in einer Schraubenlinie verlaufender Blech streifen 11. Der Mantel 7 besitzt oben eine Einlassöffnung 9 und unten eine Auslass- öffnung 10, um heisse Dämpfe oder Gase längs dem Streifen 11 im Raum 8 über die Aussenwand des Kessels 1A führen zu kön nen.
Der Mantel 7 trägt ein, den obern Teil des Kessels 1.,1 umschliessendes Gehäuse 12. Dieses besitzt an seinem obern Ende einen Flansch 14 und in diesem eine Rinne 15A zur Aufnahme der nicht verdampften Flüs sigkeit. Zum Beheizen des obern Teils des Kessels 1A ist in der Wand des Gehäuses 12 eine, im Flansch spiralförmig und im Mantel in einer Schraubenlinie verlaufende, zum Durchführen von Heizmittel bestimmte Rohrschlange 1-6 angeordnet, welche mit einer Einlassöffnung 17 und einer Austritts öffnung versehen ist.
Der Flansch 14 des Gehäuses 12 trägt einen Fraktionsturm 18a. Dieser ist zylin drisch und ist oben mit einem Deckel 19 abgeschlossen. Der Deckel ist leicht konisch, er besitzt einen Dampfdom 209., dessen un terer Rand 21 über die Innenwand des Dek- kels 19 vorsteht. Der Dom 20A trägt in einer Öffnung 22 eingebaut ein Lager 23 und eine Stopfbüchse 24 für eine Welle 48A. An die Öffnung 22 des Domes ist eine Gas zuleitung 25A angeschlossen.
Aus dem Dom entweichen die Dämpfe durch eine seitliche Abzugsöffnung 26A. Von einer, die Welle 48,1 im Dom umgebenden Sammelröhre 29A zweigt eine Leitung 27A durch eine Boh rung 28 des Domes ab, so dass Gase aus dem Innern der Sammelröhre 29 entweichen kön nen.
Mit der Grundplatte 2 ist ein Gussstück 30 verbunden.
Dieses besitzt ein Fussleger 31 für einen kurzen Teil 33, der Welle 48A, welcher das untere Ende des hohlen Teils der Welle 48A stützt. Der Teil 33 tritt durch eine Stopf büchse 32 in die Kammer 3A, sie wird mit telst Kegelrädern 35, 3.6 von einer Welle 37 angetrieben, die ihrerseits durch Riemen 39 und Riemenscheibe 38 und 40 von der Welle 41 eines Elektromotors 34 aus getrieben wird.
Die Welle 48A trägt ein Förderrad 42A, das 01 aus der Kammer 3A in den Kessel 1A bringt. Das Förderrad 42A besitzt zwei radial gerichtete Scheiben 43A, 45,1, die unter sich durch Stege 46A verbunden sind. Die untere Scheibe 43A besitzt innen einen schräg nach unten gerichteten Rand 44A, der in die Öffnung 4 der Platte 2 ragt. Bei raschem Lauf des Rades 42A wird aus der Kammer 3A Flüssigkeit durch die Öff nungen 47A. zwischen den Stäben 46A in den Kessel 1.A gefördert.
Die Welle 48A erstreckt sich sowohl durch .den Kessel 1A, als auch durch den Turm 18A und den Dom 20A. Nahe dem untern Ende hat die Welle 48A (Fig. 2 und 4) Löcher 49A, durch welche Gase, die oben durch die Gaszuleitung 25A in die Welle 48-A eingeleitet werden, austreten und auf den Flüssigkeitsfilm in dem Kessel einwir ken können. An der Welle 48A sind radial stehende Flügel 50A befestigt, deren Höhe die Höhe des Kessels 1.r1 etwas überragt.
Die äussern ganten der Flügel 50A reichen bis dicht an die Innenwand des Kessels 1A. Im Fraktionsturm 18,4 sind auf der Hohl welle 48A in regelmässigen Abständen von einander entfernt kreisförmige Scheiben 51A befestigt, deren Durchmesser kleiner als der Durchmesser der Innenwand des Turmes 18A ist, so dass Dämpfe aus dem Kessel 1 um den äussern Rand der Scheiben herum in dem Turm 18A nach oben ziehen können. Jede Scheibe 51A besitzt radial gerichtete aufrecht stehende Rippen 52A.
Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Scheiben 51A sitzt auf der Welle 48 A je ein Abstands ring<B>53,1.</B> Von der Wand des Turmes 18A ragen nach einwärts und schräg nach unten Blechringe 54A durch die das Kondensat, das sich an der Turmwand bildet, auf die Scheiben 51.A gefördert wird, wobei auch andere Flüssigkeiten, die in den Turm ein geschickt werden, auf diese Scheiben zu- rückfliessen. Die Scheiben 51A sind zwi schen den feststehenden Blechringen 54A an geordnet.
Am Fussende des Turmes läuft längs der Wand eine Sammelrinne 55A zur Aufnahme von Kondensat, an welche ein Rohr 56A angeschlossen ist. Das Rohr 56A führt die Flüssigkeit (Fig. 1 und 2) durch die Düse 57A wieder in die Kammer 3,4 zu rück, damit das Kondensat noch einmal durch den Kessel 1A hindurchgehen kann.
Um die Kondensation im Fraktionsturm 18A regeln zu können, ist nahe dem untern Ende des Domes 20A ein ringförmiges, mit Öffnungen 62 versehenes Rohr angeordnet, mit welchem zum Beispiel abgekühltes Öl oder Wasser über die oberste Scheibe 51,4 gespritzt wird. Diesem Rohr wird das -Öl durch eine Pumpe 61A (Fig. 1, links) über eine Leitung 60A zugeführt.
Der Vorwärmer E besitzt einen stehen den Kessel, dem Rohöl durch eine Leitung 63 zugeführt wird und aus dem das vor gewärmte Öl durch eine Leitung 64 nach einer Pumpe 70A fliesst, durch welche es mittelst Leitungen<B>71,1</B> und 34 in die Kam mer 3A gedrückt wird. In dem Vorwärmer E sind an Heizröhren 65, 66 angeschlossene Heizschlangen vorgesehen, ein durch die Lei tung 67 bezw. 68 strömendes Heizmittel gibt auch Wärme an das<B>01</B> im Vorwärmer E ab.
Schon bei der Vorwärmung bestimm ter flüssiger Kohlenwasserstofföle werden Dämpfe frei. Diese strömen mit auch aus tretenden Gasen oben aus dem Vorwärmer E durch Leitung 69 nach dem Stutzen 25A des Domes 20A und von dort durch die ILTelle 48A hindurch in den Kessel 1A. Der Dampf mischt sich mit der Flüssigkeit, die aus der Kammer 3A in den Kessel 1A ein tritt.
Das im Kessel 1A als Film ausgebreitete, rotierende, hochsteigende Öl strömt schliess lich über den obern Rand des Kessels 1A hinweg in die Rinne 15A, soweit es nicht verdampft wurde und von dort durch eine Ableitung 58A zu einem Rückstandskessel 59A (Fig. 1). In den Mantel 7 des Kessels 1A wird heisser Dampf eingeführt, ebenso wird in die Heizschlange 16 des Mantels 12 ein Heiz- mittel eingeführt, und zwar kommen wie nachstehend beschrieben als Heizmittel De stillate zur Verwendung.
Die Temperatur des Öls steigert sich nach und nach beim Hochsteigen im Kessel 1A, die dabei abge gebenen Dämpfe treten in den Turm 18A ein und streichen dabei in vielfach gewun denem Pfad über die Scheiben 51A und Ringe 54A. Infolge der verlangsamten Be wegung der Dämpfe und der gleichzeitig auftretenden Abkühlung wird im Turm 18A ein Teil der Dämpfe kondensiert, nament lich wenn gleichzeitig durch das Rohr 60.4 kaltes Öl eventuell auch kaltes Wasser zu geführt wird und eine Berieselung der Scheiben durch die aus den Öffnungen aus tretenden Strahlen stattfindet.
Die Scheiben 51A im Turm 18A haben einen grösseren Durchmesser als die Flügel 50A im Kessel lA,.ihre Umfangsgeschwindigkeit ist also eine grössere. Durch die Rippen 52A auf den Scheiben 51A wird den Dämpfen und ,dem Kondensat eine starke Drehbewegung übermittelt und dadurch findet eine Schei dung der Gase und leichteren Dämpfe von den schwereren Dämpfen statt.
Das sich an den ungeheizten Wänden des Turmes 18A abscheidende Kondensat sammelt sich in der Sammelrinne 55,4,und fliesst durch die Leitung 56A zur nochmali gen Behandlung der Kammer 3A zu. Die leichteren Dämpfe und Gase ziehen nach oben in den Dom 20A und fliessen durch die Öff nung 26A und Leitung 72 nach einem Kon densator 73A (Fig. 1). Hier werden die Dämpfe kondensiert, das Kondensat fliesst durch eine Ableitung 74A zu einem Auf- bewahrungsbehälter. Von der Leitung 7.1A zweigt eine Röhre (Fig. 1) ab.
Es verblei ben dann in dem Kondensator 73A ausser dem Kondensat nicht kondensierbare Gase. Im Innern des Fraktionsturmes 18A, und zwar nahe der Welle 48,4 befinden sich die leichtesten Gase. Diese werden durch die Leitung 27A weggeführt, sie können be- liebig, beispielsweise zur Feuerung, benutzt werden. Falls sich durch Anwesenheit von Wasser in der Flüssigkeit Wasserdampf ge bildet hat, so zieht er auch wegen seiner geringen Schwere in der Nähe der Welle 48A nach oben durch die Sammelröhre 29A und wird mit den, aus der Sammelröhre 29 abziehenden Gasen zusammen entfernt.
Die aus der Rinne 15A des Elementes A durch Leitung 58A in den Behälter 59A geführte Rückstandsflüssigkeit wird nun in dem Element B, das dem in Fig. 2 bis 4 dargestellten Element A ähnlich ist weiter behandelt. Mittelst einer Pumpe 70B wird aus Behälter 59A die Rückstandsflüssigkeit nach der untern Kammer 3B des Elementes B befördert, welche gleich beschaffen ist wie die Kammer 3A. Das Element B setzt sich, wie Fig. 5 zeigt, auch aus einem Kessel 1B und einem über demselben befindlichen Fraktionsturm 18B zusammen. Um schwere flüchtige Bestandteile des Öls abzuscheiden, muss im Element B eine höhere Temperatur herrschen als im Element A.
Der Kessel 1B besitzt einen ihn umgebenden Mantel 75 (Fig. 5), der aus zwei Metallzylindern 77, 78 mit isolierender Zwischenlage besteht. Die Beheizung dieses Mantels wird später erwähnt. Der Kessel 1B ist am obern Rand mit einem Flansch 13B versehen, auf wel chem der Fraktionsturm 18B ruht. Der Flansch 13B besitzt eine Sammelrinne 15B, durch welche die in diesem Kessel nicht ver dampfte Flüssigkeit gesammelt und durch Leitung 58B einer Pumpe 70C zufliesst. Die Pumpe 70C fördert das Öl zum nächsten Element C.
Auch hier ist eine im obern Teile hohle Welle 48B vorgesehen, die unten mit einem nicht ersichtlichen Förderrad ver sehen ist und über demselben Löcher auf weist.
Da in dem Fraktionsturm 18B des Ele mentes B eine stärkere Erwärmung des Öls stattfindet als im Element A, ist die An zahl der sich entwickelnden Fraktionen im Fraktionsturm des Elementes B eine grössere, daher ist der Fraktionsturm 18B höher ge- halten, als derjenige des Elementes A. Jenes Kondensat, das sich am Boden des Fraktions turmes B sammelt wird durch Leitung 56B wieder zur Kammer 3B am Fuss des Kes sels 1B geführt.
Um aus dem Fraktionsturm 18B die nun mehr schon wertvolleren Kondensate von ver schiedenen Siedepunkten gesondert ent nehmen zu können, sind am Turm 18B drei Abzapfungsleitungen 85 übereinander ange ordnet. Einzelne der Ringe 54B besitzen am äussersten Rand je eine Rinne 82 (Fig. 5 und 6) mit Auslauföffnungen 83. Diese münden in Becher 84 der Abzapfleitungen 85.
Jede Leitung 85 weist eine Gabelung auf, der eine Zweig 87 führt die abgezapfte Flüssigkeit zum Beispiel unter Vermittlung nicht dargestellter Röhren zu Sondersammel- behältern. In jedem Zweig 87 ist ein Ventil 90 eingebaut. Der andere Zweig 88 ist unter Vermittlung des Ventils 91 an ein gemein sames -Sammelrohr 89 angeschlossen, und an dieses ist unten eine Leitung 92, 93 ange schlossen.
Durch dieses Rohr 92 kann eine Mischung der drei gesondert, aus dem Turm 18B austretender Fraktionsflüssigkeiten aus der Anlage entnommen werden, es wird diese Mischung aus,dem Rohr 92 als Heizflüssig- keit für den Vorwärmer E benutzt. Das Rohr 65 des Vorwärmers E ist mittelst Leitung 95 und Ventil 94 mit der Leitung 92 verbun den. Nach Abgabe ihrer Wärme in dem Vorwärmer E kann dann die Flüssigkeit aus dem letzteren durch das Rohr 67 abfliessen.
Die im Dom<I>20B</I> gesammelten Dämpfe dienen als Heizmittel für den untern Teil des Kessels<B>1,1</B> des Elementes A, die Dämpfe werden aus dem Dom 20B durch Rohr 96 in den Mantel 7 (Fig. 2) geführt. Die Dämpfe durchströmen den Mantel 7 und flie ssen durch eine an die Auslassöffnung 10 angeschlossene Leitung 97 in den Konden sator 73B (Fig. 1). Der Kessel 1B des Ele mentes B wird durch Gase erwärmt, die aus dem Ofen F durch eine Leitung 99 und durch die Abzweigung 100B in den Mantel 75 geführt wird.
Nach Durchströmung des Man- tels fliessen diese Heizgase unten aus dem Mantel in die Leitung IOIB zu dem zum Schornstein G führenden Kanal 102.
Die Weiterbehandlung des aus der Rinne 15B durch Auslassöffnung 81 und Leitung 58B abfliessenden Öls, wird in dem Element C vorgenommen, welchem dieses 01 aus dem Behälter 59B durch die Pumpe 70C und Leitung 71C zugeführt wird. Um aus dem nun schon zweimal raffinierten 01 noch wei tere wertvolle Bestandteile abzuspalten, wird da.s Öl in dem Element C unter Druck gesetzt und erwärmt.
Element C unterschci- det sich von dem Element B dadurch, dass sein Fraktionsturm niedriger gehalten ist und nicht soviel Scheiben und Ringe ent hält, wie der Fraktionsturm 18B. In dem Element C wird der Hohlwelle 48c vom Kopfende des Domes 20C aus zum Beispiel " ethan zugeführt, und zwar mittelst einer Leitung 103, die an eine von einem V er dichter H kommende Leitung 106 angeschlos sen ist. Das Methan wird in verdichtetem Zustand in das Element C eingeführt, zur Regelung des Zuflusses dient ein Ventil 110.
Der Verdichter H erhält Methan durch eine Leitung<B>107,</B> die mittelst Zweigrohr. 114 am Kondensator 73C oben angeschlossen ist, und welche die nicht kondensierbaren Gase aus dem Kondensator 73C abführt. Um auch Gas von einer andern Quelle benützen zu können, ist an den Verdichter H noch eine besondere Speiseleitung 108 angeschlossen. Der Verdichter H presst das Methan durch die Leitung 106 zu einem Abzweigstrick 105, das einerseits mit der Leitung 103 und anderseits mit der Zuleitung 109 für das Element D verbunden ist. In der Zuleitung 109 ist ein Regelventil 111 vorgesehen.
Die aus dem Dom 20A abfliessenden Dämpfe fliessen zu einem Kondensator 73A, die aus dem Dom 20B entnommenen Dämpfe werden durch Leitung 96 erst dem Reiz- mantel 7 des Elementes A zugeführt, und dann zu dem Kondensator 73B gefördert. Die aus dem Dom 20C entnommenen Dämpfe haben verhältnismässig hohen Druck und strömen durch die Leitung 112 einem Druck- minderungsventil 113 zu, um dann in den Kondensator 73C überzutreten.
Die Dämpfe kondensieren zum Teil, es bleibt jedoch ein unkondensierbarer Rest, die unkondensier- baren Gase entweichen aus dem Konden sator 73C durch Rohr 114 nach der zum Verdichter H führenden Leitung 107. Von dem Kondensator 73C wird die hier gebil dete Flüssigkeit einerseits durch eine Lei tung 74C zu einem Vorratsbehälter geschafft und anderseits durch eine Zweigleitung 60C wieder dem Fraktionsturm 18C zugeführt, um bei der Fraktionierung zur Bildung des Rückströmungskondensates mitzuhelfen.
Auch der Kessel IC wird durch die Abgase des Ofens F beheizt; die Leitung 99 ist mit dem Heizmantel 75C verbunden; durch Ein stellen einer Regelklappe 100C kann die Temperatur geregelt werden.
In den ersten beiden Elementen A und B wird eine Fraktionierung ohne Spaltung des Öls durchgeführt; in dem Element C wird unter Anwendung von Druck eine Spaltung des 01s vorgenommen. Das dem Element C durch den Verdichter H zuge führte Gas zur Anreicherung .der Öle mit Wasserstoff liefert den gewünschten Druck.
Das im Turm 18C gebildete Kondensat wird durch die nach unten gehende Röhre 56C unten in den Kessel 1C eingeführt und nochmals der Destillation unterworfen. Der Rückstand aus der Sammelrinne 15C wird durch die Röhre 58C einem Sammelbehälter 59C zugeschickt und durch die Pumpe 70C in die Kammer 3D des Elementes D ge drückt, das abgesehen von der Höhe des Fraktionsturmes gleich ausgebildet ist wie das Element C.
Dieser Rückstand enthält nur solche Bestandteile, die in dem Element C bei dein dort herrschenden Druck und der Temperatur darin nicht gespalten werden konnten. In diesem Element D verbleibt ein heisser Rückstand, der nicht unmittelbar zu einem Sammelbehälter wie bei den andern Einheiten geschickt wird, sondern zur An- wärmung des obern Teils des Kessels 1:1 benutzt wird.
Eine Röhre<B>115</B> führt diesen als Heizmittel benutzten Rückstand aus dem Element D durch eine Zweigröhre 116 (Fig. 1 und 2) in die Rohrschlange 16 im Mantel 12 (Fig. 2) des Kessels 1A. Ein an die Schlange 16 angeschlossenes Rohr 118 führt dieses Beizmittel zum Rohr 117 und durch dieses zu einem Sammelbehälter. Der Zu fluss des Heizmittels zu der Heizschlange 16 wird durch Ventile 119, 120 in den Röhren 115, 116 geregelt.
An den Wänden. des Fraktionsturmes 18D schlägt sich Konden sat nieder und dasselbe kann stufenweise entnommen werden. Dieses Kondensat wird durch die Leitung 66 dem Vorwärmer E zugeführt und aus dem Vorwärmer durch die Leitung 68 abgeführt. Es kann auch das Kondensat unmittelbar ohne Ausnutzung seiner Wärme durch die Leitung 121 zu einer Sammelstelle fliessen. Die Verteilung des Kondensates erfolgt durch die Ventile 123, 124. Die aus dem Dom 20D abziehenden wertvollen Dämpfe strömen durch das Rohr 112 und Ventil 113 zum Kondensator 73D.
Die nicht kondensierbaren Gase aus diesem Kondensator können durch Leitung 107 dem Verdichter H zugeführt werden, während ein Teil des Kondensates durch Leitung 60D und Pumpe 61D wieder dem Fraktionsturm 18D zugeführt wird. Der Fraktionsturm 18D ist mit Rohr<B>109</B> an die Druckleitung 106 des Verdichters H angeschlossen.
Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens mit Rohöl soll in Nachstehendem beschrieben werden.
Das<B>01</B> wird im Vorwärmer E erwärmt und erst dem Element A und dann durch die Pumpe 70B dem Element B zugeführt, das durch die, durch Leitung 99 zufliessenden Heizgase des Ofens F erwärmt wird. Die Klappen 125 und 126 in den Leitungen 100C und 100D sind geschlossen. Die Pumpe 70B drückt das Rohöl durch die Kammer 3B des Kessels 1B. Das Öl wird durch das För- derraxl 42B (Fig. 4) gegen die beheizte Wand des Kessels 1B geworfen; es wird in Gestalt eines dünnen Filmes über die Innen wandung durch die sich drehenden Flügel 50B weg nach oben getrieben.
Die Tem peratur wird mässig hoch gehalten; die ge- bildeten Dämpfe entweichen leicht aus dem Film, und zwar erst die leichter flüch tigen Bestandteile. Die Fraktionierung der Dämpfe findet im Turm 18B statt. Die Dämpfe höher siedender Fraktionen konden sieren wieder und fliessen durch Leitung 58B ab. Die nicht kondensierenden Dämpfe und darunter auch Wasserdampf ziehen aus dem Dom 20B durch die Leitung 96 zum Heiz- mantel 7 des Kessels 1A.
Das aus dem Fraktionsturm 18B entwei chende Kondensat wird zur Anwärmung des Vorwärmers E benutzt, und diesem durch die Leitungen 92 und 65 zugeleitet. Sobald der Vorwärmer E genügend warm ist, wird das Rohöl .durch das Rohr 63 diesem zuge führt. Die Pumpe 70A befördert das Öl in die Kammer 3A, während die schon im Vor wärmer E erzeugten Dämpfe der sehr leicht flüchtigen Bestandteile des Öls dem Element A, und zwar der Welle 48A desselben durch die Leitung 69 zugeführt werden.
Das Ein führen dieser Dämpfe in das 0l -erfolgt durch die Löcher 49A der Hohlwelle 48A. Wäb- rend das über den obern Rand des Kessels 7 A in die Rinne 15A laufende<B>01</B> durch die Leitung 58A zum Behälter 59A fliesst, wird das Rückstromkondensat aus dem Fraktions- turm. 18A wieder durch Leitung 56A unten in den Kessel 1A eingeführt.
Die im Dom 20A entwickelten Dämpfe gehen zum Kon- densator 73A und werden hier teilweise kon densiert, wobei ein Teil des Kondensates durch Rohr<B>60,4</B> zur Förderung der Frak tionierung wieder dem Turm 18A zugeleitet wird und der Hauptteil durch Leitung 74 abgezogen wird. Der aus dem Element A abfliessende Rückstand wird der Reihe nach in den Elementen<I>B, C, D</I> nachbehandelt.
Die vom Ofen F kommenden heissen Gase erhitzen das<B>01</B> in dem Element B auf nicht mehr als auf 220 Grad. Die Dämpfe, die zur Erwärmung des Kessels 1A dienen, ver lassen den Turm 18 B mit ungefähr 150 Grad. Das Rückströmkondensat das durch Rohr 56A abfliesst, besitzt eine etwas höhere Temperatur, beispielsweise 205 Grad. Die Dämpfe, welche die Erwärmung des Elemen tes A besorgen, können das Öl darin nur auf ungefähr 120 Grad erwärmen und nur die leichtsiedenden Fraktionen werden in dem Element A abgeschieden. Der Rückstand aus dem Element A besitzt noch sehr wertvolle Bestandteile, namentlich Motorbrennstoffe.
Der Rückstandskessel 59A ist sowohl über das Ventil 129 mit der Pumpe 70B, als auch über Ventil 128_ an eine Ableitung 127 angeschlossen. Es kann das Rückstrom kondensat durch die Leitung 128 aus der Anlage entfernt werden, was beim Inbetrieb- setzen der Anlage erfolgt.
Sind das Element A und der Vorwärmer E genügend erwärmt, so wird das Ventil 1 28 geschlossen und das Ventil 129 geöffnet, so dass der Behälter 59,4 nunmehr mit der Pumpe 70B verbunden ist. Im Element B erfolgt die fraktionierte Destillation, wie bereits oben beschrieben. Der Rückstand des Elementes B besitzt eine Temperatur von un gefähr 290 Grad. Die Naphtha- und Kero- sindämpfe werden dabei ausgeschieden, aber eine Spaltung des Öls findet noch nicht statt. Die aus dem Dom 20B abziehenden Dämpfe; die durch die Leitung 96 dem Heizmantel des Elementes A zufliessen, besitzen eine Temperatur von ungefähr 250 Grad.
Bei dieser Temperatur treten im Element A die Benzindämpfe aus dem<B>01.</B> Das Rückström- kondensat, das im Turm 18B gebildet wird, und das eine Temperatur von ungefähr 260 Grad besitzt, gibt seine Wärme an den Vor wärmer E ab, der überdies noch durch andere Heizmittel erwärmt wird. Das Öl fliesst also mit einer Temperatur von 290 Grad dem Kessel 1A zu. Dieselbe Temperatur besitzt auch die aus der Rinne 15B ablaufende Flüs sigkeit, die dem Sammelbehälter 59B zu fliesst. Das dem Element C zufliessende Öl hat ebenfalls eine Temperatur von 275 bis 290 Grad. Die Gase des Ofens F erwärmen jedoch den Kessel 1C auf ungefähr 400 Grad.
Das Öl im Element C wird einem Druck aus gesetzt, der innerhalb weiter Grenzen schwanken kann. Vorteilhaft ist ein Druck, der zwischen 4 und 24 Atm. liegt. Die Höhe des Druckes hängt von der Beschaffenheit des 251s und von der Temperatur ab, bei wel cher gearbeitet wird. Der Druck kann ausser durch den Verdichter H durch Erwärmen der erzeugten Dämpfe erzeugt werden.
Der Rückstand in dem Sammelbehälter 59C hat eine Temperatur von ungefähr 370 Grad und diese Temperatur wird in dem Element D auf 590 Grad erhöht. Infolge der unter Druck erfolgenden Zersetzung, die schon in dem Element C stattfand, ist eine weitere Erhöhung des Druckes in dem Ele ment D nicht unbedingt notwendig. Durch Zu fuhr von wasserstoffreichem Gas in das Ele- mentDkann eine Umwandlung von un--esätti--- e <B>'</B> t Kohlenwasserstoff-iXolekülen in -esättio-te n t' erreicht werden.
Die Temperatur des Rück strömkondensates, das dem Vorwärmer E zufliesst ist annähernd 320 Grad. Der in dem Element D in die Rinne am obern Ende des Kessels 1D eintretende Rückstand hat nicht sehr viel an Temperatur eingebüsst, es fliesst durch die Leitungen 115 und 116 dem obern Teil des Kessels 1A des Elementes A mit einer Temperatur von ungefähr 540 Grad zu. Diese Wärme genügt, dass in dem Element A eine teilweise Verdampfung des zugeführ ten Öls stattfindet, es treten Benzindämpfe aus.