CH157133A - Verfahren zum Trennen der Bestandteile eines ternären Gasgemisches. - Google Patents
Verfahren zum Trennen der Bestandteile eines ternären Gasgemisches.Info
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Description
Verfahren zum Trennen der Bestandteile eines ternären Gasgemisches. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trennen der Bestandteile eines ternären Gas gemisches durch Tiefkühlung mittelst zwei stufiger Rektifikation.
Das Verfahren besteht darin, dass nur ein Teil der in der zweiten Rektifikationssäule gewonnenen Komponenten von höchstem und mittlerem Siedepunkt in die dritte Rektifi- hationssäule eingeführt wird und dass ferner bereits in der ersten Säule auf Gewinnung der niedrigst siedenden Komponente in hoch prozentiger Form gearbeitet wird, von wel cher ein gasförmiger Teil unter dem in dieser Säule herrschenden Druck entnommen und zur Beheizung und indirekten Kühlung der dritten Rektifikationssäule verwendet wird.
Das Verfahren soll an dem Beispiel der Zerlegung von Luft unter gleichzeitiger Ge winnung von Argon in einer dritten Rektifl- kationssäule näher erläutert werden.
Nach der vorliegenden Erfindung kann eine wesentliche Vereinfachung und Verbil- ligung der Argongewinnung in Verbindung mit dem Verfahren der zweistufigen Rekti fikation der Luft<B>(D.</B> R. P. 203814) z.
B. auf folgende Weise erzielt werden: In der ersten Rektifikationsstufe wird Stickstoff unter einem Druck gewonnen, welcher für die Konden sation desselben in der sauerstoffreichen Flüs sigkeit am untern Ende der Argonsäule ans- reicht. Ein Teil dieses Stickstoffes wird nun gasförmig aus der ersten Säule entnommen und für die Beheizung und indirekte Kühlung der Argonsäule verwendet.
Bisher wurde dieser Stickstoff, soweit er nicht flüssig wie der auf die erste Rektifikationssäule zurück kehrt, für die Auswaschung des Sauerstoffes aus deD Stickstoffdämpfen der zweiten Rek- ti:fikationssäule verwendet, und für diesen Zweck so viel flüssiger Stickstoff, wie nur irgendwie verfügbar war, verwendet, um die Auswaschung möglichst vollständig zu ge stalten. Die Entnahme des Stickstoffes für die Argonsäule schien von vornherein unver- einbar mit der Forderung einer hohen Sauer stoffausbeute bezw. der Gewinnung praktisch reinen Stickstoffes.
Ein Teil des sauerstoffreichen Gemisches wird nun in der Argonsäule weiter verarbei tet. Gleichzeitig wird in der ersten Säule auf hochprozentigen Stickstoff gearbeitet und in der zweiten Säule durch Vermehrung der Bodenzahl oder Erhöhung des Wirkungs grades die Rektifikation verbessert. Es wurde gefunden, dass die Entziehung des Argons aus der zweiten Säule die Trennung von Sauerstoff und Stickstoff begünstigt und den ungünstigen Einfluss der Verringerung der WaschstickstoffmeDge kompensiert.
In der Figur ist ein Beispiel einer Ein richtung zur Ausführung des soeben beschrie benen Verfahrers zur Zerlegung von Luft unter gleichzeitiger Gewinnung von Argon dargestellt.<B>1</B> und 2 stellen die beiden Rek- tifikationssäuleii eines Zweisäulenapparates dar, wie er für die Gewinnung von Sauer stoff und Stickstoff üblich ist.<B>3</B> ist die Ar- gon-Rektifikationssäule, in welche durch die Röhre 4 das Argon-Sauerstoffgemisch eintritt.
Die Drucksäule<B>1</B> besitzt so vielBöden, dass man an ihrem obern Ende auf Stickstoff mit ungefähr <B>1</B> % Sauerstoff kommt. Die zweite Säule 2 wird so gross gemacht, dass ihre Wirkung der von<B>15</B> idealen Rektifikations- böden gleichkommt. Dadurch gelingt es, die abziehenden Stickstoffdämpfe bis auf -einen Gehalt von etwa 2<B>0 '</B> /o Sauerstoff zu reinigen.
Zur Beheizung und indirekten Kühlung der Argonsäule wird aus dem Stickstoffkonden sator<B>5</B> oder unterhalb desselben ein Teil des selben ein Teil des Stickstoffes gasförmig unter dem in Säule<B>1</B> herrschenden Druck von ca. <B>5</B> atü entnommen und in der Rohr schlange<B>6</B> des Argonverdampfungsgefässes <B>7</B> verflüssigt, sodann nach Entspannung im Ventil<B>8</B> als Kühlflüssigkeit in den Konden sator<B>9</B> aufgegeben. Der verdampfte, bei<B>10</B> austretende Stickstoff kann mit dem bei<B>11</B> aus der zweiten Säule kommenden Stickstoff zusammen zu dem Gegenstromaustauscher geführt werden.
In die Argonsäule <B>3</B> wird bei der be schriebenen Arbeitsweise nur ein Teil des in der Säule 2 gewonnenen Sauerstoffes, z. B. die Hälfte desselben, eingeführt. Wird in der Säule 2 bis auf Sauerstoff über<B>99</B> 11/o Reinheit gearbeitet, wie es den jetzigen in dustriellen Anforderungen entspricht, so lässt sich bei der Weiterverarbeitung dieses Sauer stoffes nur sehr wenig Argon gewinnen. Des halb wird der in der Argonsäule zu verar beitende Sauerstoff zweckmässig in flüssiger Form an einer höheren Stelle der Säule 2 entnommen, wo die Flüssigkeit einen Sauer stoffgehalt zwischen<B>90</B> und <B>98</B> > aufweist.
Im untern Teil der Säule<B>3</B> wird dieser Sauerstoff auf die gleiche oder eine höhere Reinheit wie in der Säule 2 gebracht. Die untern Teile der beiden Säulen sind also be züglich der Flüssigkeit parallel geschaltet. Bei dieser Arbeitsweise ist es möglich, einen erheblichen Teil des in der verarbeiteten Luft enthaltenen Argons bei 12 zu entneh men, und zwar in Form eines Gemisches, das 50 bis 90 % Argon enthält. Es gelingt also nach dem Verfahren,
in einem einfachen Arbeitsgange aus der Luft gleichzeitig prak tisch reinen Sauerstoff, Stickstoff und Argon zu gewinnen.
Das beispielsweise beschriebene Verfahren ist. auch für die Zerlegung von andern ter- nären Gemischen anwendbar, in welchen ein Gas von niederem Lind ein Gas von hohem Siedepunkt vorhanden ist und neben der Gewinnung dieser Gase auch ein Gas von mittlerem Siedepunkt für sich gewonnen werden soll, wobei an die Stelle des Argons das Gas mit mittlerem Siedepunkt tritt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Trennen der Bestandteile eines ternären Gasgemisches durch Tiefküh lung mittelst zweistufiger Rektifikation, da durch gekennzeichnet, dass bei der Zerlegung durch zweistufige Rektifikation nur ein Teil der in der zweiten Rektifikationssäule ge wonnenen Komponenten von höchstem und mittlerem Siedepunkt in die dritte Rektifi- kationssäule eingeführt wird, und dass ferner bereits in der ersten Säule auf Gewinnung der niedrigst siedenden Komponente in hoch prozentiger Form gearbeitet wird,von wel- eher ein gasförmiger Teil unter dem in dieser Säule herrschenden Druck entnommen und zur Beheizung und indirekten Kühlung der dritten Rektifikationssäule verwendet wird. UNTERANSPR-UCII: Verfahren nach Patentansprucb, zur Ge winnung von Argon aus Luft, dadurch ge- kennzeichnet, dass das auf Argon zu verar- beiWnde Gemisch an einer Stelle der Rekti- fikationssäule entnommen wird, wo der Sauerstoffgehalt<B>90 - 98</B> 0//o beträgt.
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