CH157161A - Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom bestimmter Frequenz in Einphasenstrom kleinerer Frequenz. - Google Patents
Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom bestimmter Frequenz in Einphasenstrom kleinerer Frequenz.Info
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Description
Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom bestimmter Frequenz in Einphasenstrom kleinerer Frequenz. Es ist vorgeschlagen worden (siehe schweizerisches Patent Nr. 150092), Mehr phasenstrom von gegebener Frequenz in Ein phasenstrom kleinerer Frequenz von sinus- artiger oder anderer Kurvenform mit Hilfe von zwei mehrphasigen Gleichriehtersystemen (Gasentladungsstrecken oder andern elektri schen Ventilen mit Gleichrichterwirkung) umzuwandeln, von denen das eine System die eine Halbwelle des Einphasenstromes und das andere System die andere Halbwelle liefert.
Der Einphasenstrom wird dabei aus Teil stücken der aufeinanderfolgenden Mehr phasenströme gebildet. Den Anoden der Gleichrichter werden Ströme in geeigneter Grösse und Aufeinanderfolge zugeführt, wäh rend den Kathoden der Einphasenstrom ent nommen wird. Die erforderliche Steuerung der Anodenströme im Gleichrichter kann da bei in beliebiger Weise, zum Beispiel durch einen mechanischen Schalter, einen Licht bogenschalter oder auch mittelst Gitter er- folgen. Zur Erzeugung eines Einphasen stromes von bestimmter Kurvenform werden gegebenenfalls Mehrphasenströme verschie dener Spitzenwerte verwendet.
Man kann zu dem Zweck die Gleichrichter mit Trans formatoren speisen, deren Wicklungsphasen in ihrer Windungszahl abgestuft sind, oder man kann bei gleichen Windungszahlen durch verschiedenes Einsetzen der Gitter spannung Teile mit verschiedenen Spitzen werten aus der .Spannungskurve ausschnei den.
Bei diesen Verfahren werden zwei @nc- phasige Gleichrichtersysteme verwendet, von denen jedes eine Halbwelle erzeugt, und es werden die beiden Halbwellen zu einer Voll welle der gewünschten Frequenz und Kurven form zusammengesetzt. Die Zusammen setzung der beiden Halbwellen lässt sich in dessen ohne weiteres nur dann durchführen, wenn- der Leistungsfaktor des Einphasen- stroMes gleich 1 ist oder doch in der Nähe von 1 liegt, da sonst interne Kurzschlüsse entstehen.
Die Erfindung betrifft ein Ver fahren, welches es ermöglicht, auch bei grösseren Phasenverschiebungen einwandfrei die Umwandlung der Mehrphasenströme in Einphasenstrom vorzunehmen.
Nach der Erfindung werden in die Kurz schlusskreise Gegenspannungen eingefügt. Die Gegenspannungen werden zweckmässig von den Transformatorenwicklungen selbst gelie fert. Das kann beispielsweise dadurch ge schehen, dass eine in bestimmter Reihenfolge geregelte Steuerung der Anodenströme beider Systeme stattfindet. In Fig. 1 der Zeichnung wird allgemein die Umwandlung von Mehrphasenstrom in Einphasenstrom geringerer Frequenz erläu tert. Es ist hierbei angenommen worden, dass keine Phasenverschiebung besteht. Die Strom kurve fällt daher mit der Spannungskurve zusammen.
In der Zeichnung ist angegeben, zu welchen Anoden die einzelnen Teilstücke der Kurve gehören. Fig. 2 zeigt die Kurven für den Fall einer Phasenverschiebung von 90 . In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der für das Verfahren verwendbaren Vorrich tungen dargestellt.
Es sind zwei 6-phasige Gleichrichter G, und G, vorhanden. Zur Erzeugung der ver schiedenen Spitzenwerte der Mehrphasen ströme dient je ein Transformator. Die Pri märwicklungen sind mit P, bezw. P2 und die Sekundärwicklungen mit 1-6 bezw. 1'-6' bezeichnet. Diese Wicklungen haben beispiels weise abgestufte Windungszahlen, derart, dass die erhaltenen Spannungswerte unter Berücksichtigung ihres zeitlichen Abstandes auf einer Sinuskurve liegen.
Zwischen die Transformatörenwicklungen und die Gleich richter sind Schaltvorrichtungen eingeschal tet, die an sich beliebig ausgebildet sein kön nen und in der Zeichnung nur schematisch durch Schalthebel S,-8, bezw. S,'-S,' dar gestellt sind.
Von diesen Schaltern führen die Ströme zu den Anoden A,-Ar, bezw. A,'-As der Gleichrichter G,, G2. Die Ka thoden F" FZ sind durch Leitungen N". N, mit den Nullpunkten 0,, 0, verbunden. Zwi schen diesen Leitungen ist der Stromab nehmer M für den erzeugten Einphasen strom geschaltet.
Es wird der kritische Augenblick betrach tet, bei dem der Einphasenstrom von einer Halbwelle zur andern, also vom Gleichrichter G, auf den Gleichrichter G2 übergeht. Die Spannung, sowie der Strom seien als positiv bezeichnet, wenn der Strom vom Sternpunkt durch die Wicklung einer Phase hindurch nach der Anode hin gerichtet ist. In dem Zeitpunkt, in dem die Wicklungsphase 1' das positive Spannungsmaximum besitzt, hat die Wicklungsphase 1 das negative Span nungsmaximum. Ist nun die Phasenverschie bung des Einphasenstromes gleich Null (Fix. 1), so erlischt der Strom in der Anode Al in dem Augenblick, in dem die Anode A,' zu brennen beginnt. Der Übergang auf den Gleichrichter G2 ergibt sich somit voll kommen zwanglos.
Ist aber die Phasenver schiebung auf der Einphasenseite <B>90'</B> (Fix. 2), so ist der Strom in der Anode A, noch im Maximum, wenn die Spannung El (Fix. 3) auf Null gesunken ist. Nun steigt, während der Schalter Si geschlossen wird, El im negativen Sinne an, und gleichzeitig E,' im positiven Sinne, während der Strom in A, weiter fliesst. Wird nun der Schalter S,' ge schlossen, so besteht ein Kurzschlussstrom- kreis 012, A_,.', <I>C, 0,, A,, B, 0,</I> da E_' nun mehr E, überwiegt.
Um diesen Kurzschluss zu verhindern. werden in den oben erwähnten Kurzschluss- kreis Gegenspannungen eingeführt, was zum Beispiel durch eine besondere Art der Schal terbetätigung wie folgt geschehen kann: Es wird etwa gleichzeitig mit dem Schal ter S2' der Schalter Si! geschlossen und dann S, geöffnet, so dass der Strom über Az weiter fliessen kann und im Kurzschlussstromkreis sich jetzt<B>EJ</B> und E2 das Gleichgewicht hal ten. Ein Kurzsebluss wird somit verhindert.
Dann werden & und S3 geschlossen und hierauf S4 und<B><I>S,',</I></B> so dass der phasenverscho bene Strom zwanglos zu Ende fliesst. Bei induktiver Belastung werden die Schalter ;jedes Gleichrichters in der folgenden Reihen folge betätigt, 1,2 bis m, 1,2 bis
EMI0003.0002
bei kapazitiver Belastung ergibt sich sinn gemäss- die Reihenfolge
EMI0003.0004
bis m, 1,2 bis m,1, wobei mit 1 der Schalter der ersten Anode, mit 2 der Schalter der zweiten Anode und mit m der Schalter der letzten, nämlich der m-ten Anode bezeichnet ist. m bedeutet dabei die Zahl der Phasen der Gleichrichter.
Die angegebene Reihe zeigt die Reihenfolge der Schaltungen für den ein zelnen Gleichrichter. Es wird also bei induk tiver Belastung zunächst der Schalter der Gleichrichterphase 1, dann der Schalter der Gleichrichterphase 2 usw. bis zum Schalter der Gleichriehterphase 6 (das ist im vorlie genden Falle m), dann wieder der Schalter 1- der Schalter 2 usw. bis Schalter 4 (im vor liegenden Falle geschlossen.
Bei kapazitiver Belastung
EMI0003.0013
wird zuerst der Schal ter der Gleichrichterphase
EMI0003.0015
sodann der Schalter
EMI0003.0016
dann der Schalter 6; der Schalter 1, der Schalter 2 usw. bis Schalter 6 = (m) geschlossen und dann wieder der Schalter 1.
Wie schon dargelegt wurde, können als Schalter alle Einrichtungen verwendet wer den, die geeignet sind, Anodenströme zu steuern, also mechanische Schalter, beispiels weise mit Kontaktringen und Ringsegmen ten versehene, umlaufende Trommeln, auf denen Bürsten schleifen, oder Lichtbogen schalter, oder gesteuerte Zündspulen oder Steuergitter. Die angegebene Verbesserung des Verfahrens ist anwendbar auf alle Ver fahren zum Umwandeln von Mehrphasen strom gegebener a Frequenz in Einphasen- Strom kleinerer Frequenz mit Hilfe von min destens zwei m-phasigen Systemen von Gleichrichtern beliebiger Art.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Umwandeln von Mehr phasenstrom gegebener Frequenz in Ein phasenstrom kleinerer Frequenz vermittelst mindestens zweier m-phasiger Systeme von Gleichrichtern (Gasentladungsstrecken oder andern elektrischen Ventilen mit Gleich richterwirkung), von denen das eine System die eine Halbwelle des Einphasenstromes, das andere System die andere Halbwelle liefert, dadurch gekennzeichnet, dass zur Er möglichung grösserer Phasenverschiebungen zwischen Einphasenstrom und Einphasen spannung zur Vermeidung innerer Kurz schlüsse in die gurzschlusskreise Cxegenspan- nungen eingefügt werden.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Kurz schlusskreise einzuschaltenden Gegenspan nungen den Transformatorentwicklungen selbst entnommen werden . 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfügung der Gegenspannungen dadurch geschieht, dass die -m Anoden jedes Gleichrichters bei induktiver Be lastung in der Reihenfolge 1,2 bis na, <I>1,2</I> bis EMI0003.0032 bei kapazitiver Belastung in der Reihenfolge EMI0003.0034 bis m, 1,2 bis. m,1 eingeschaltet werden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH157161T | 1931-05-07 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH157161A true CH157161A (de) | 1932-09-15 |
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| CH157161D CH157161A (de) | 1931-05-07 | 1931-05-07 | Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom bestimmter Frequenz in Einphasenstrom kleinerer Frequenz. |
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| CH (1) | CH157161A (de) |
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1931
- 1931-05-07 CH CH157161D patent/CH157161A/de unknown
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