CH157174A - Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter. - Google Patents

Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter.

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CH157174A
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CH
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box
sealing device
gas containers
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wall
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English (en)
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Maschinenfabrik Augsburg-Nue G
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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Description


  Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter.    Die Abdichtung für wasserlose Gasbehäl  ter wird gewöhnlich bewirkt durch gegen  die Behälterwandung gepresste Gleitstücke  unter Verwendung eines geeigneten     Schmier-          und        Dichtungsstoffes    an der Gleitstelle. Da  die Behälterwandung bei den grossen hier  vorliegenden Abmessungen nicht mit mathe  matischer Genauigkeit hergestellt werden  kann, so müssen die Gleitstücke eine gewisse  Beweglichkeit senkrecht zur     Wandungsfläche     aufweisen, um sich den Abweichungen im  Durchmesser der Behälterwandung anpassen  zu können.

   Diese Beweglichkeit wird bei be  kannten Abdichtungsvorrichtungen dadurch  erzielt, dass die Konstruktionsteile, welche  die eigentlichen Dichtungsorgane tragen und  deshalb parallel zur Behälterwandung ange  ordnet sind, eine gewisse Federung zulassen.  Sie werden entweder elastisch ausgeführt  oder gelenkig gelagert, so dass sie unter der  Wirkung senkrecht zur Behälterwandung ge  richteter Kräfte gegen diese angedrückt wer-    den. Die andrückenden Kräfte werden dabei  entweder hervorgebracht durch Gewichtsbe  lastung oder durch Federwirkung. Da die  Schwerkraft der Gewichtsbelastung nach  unten geht, so muss deren Richtung durch  Hebelgestänge in die     Wagrechte    übersetzt  werden.

   Dadurch ergeben sich auch bei der  au sich einfacheren Gewichtsbelastung ebenso  verhältnismässig komplizierte Anordnungen,  wie bei der Verwendung von Federn.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun eine  Abdichtungsvorrichtung, welche mit Vorteil  anwendbar ist bei den neuerdings vorgeschla  genen Glockengasbehältern. Diese bestehen  bekanntlich aus einer heb- und senkbaren  Glocke, welche über einen feststehenden Bo  den gestülpt ist und je nach der Füllung  weniger oder mehr über diesen Boden herab  sinkt. Im Gegensatz zu den sonst im Gebrauch  befindlichen sogenannten wasserlosen Gasbe  hältern liegt bei diesen Glockenbehältern der  Gasraum über der Abdichtungsstelle. Würde      man dabei die allgemein bekannten Abdich  tungsvorrichtungen mit     Anpressgewichten    oder  Federn verwenden, so würden diese Teile der  Dichtungsvorrichtung, da sie über der Ab  dichtungsstelle liegen, in den Gasraum zu  liegen kommen, also nicht zugänglich sein  ohne Störung des Behälterbetriebes.

   Bei der  Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung  hingegen können die     Anpressgewichte    mit  Vorteil unterhalb der Dichtungsstelle ange  ordnet werden, so dass sie sich bei Glocken  behältern im Luftraum befinden, also leicht  zugänglich sind. Gleichzeitig kann dabei, wie  erwähnt, die Verwendung von Hebelgestängen  zur Umlenkung der Schwerkraft in die Wag  rechte vermieden werden.  



  Nach der Erfindung ist zur Verbindung  der eigentlichen Dichtungsorgane     reit    dem  sie tragenden Behälterteil ein ringförmiger,  oben offener Kasten verwendet, dessen Boden  unter der Einwirkung einer Belastung sich  unter Drehung um seine innere Kante in  eine nach aussen abfallende Schräglage durch  biegt und die der Behälterwand zunächst  liegende, senkrechte     Kastenwand    unter Schräg  stellung mit ihrem freien Ende gegen die  Behälterwand     anpresst.    Um dies zu ermög  lichen, müssen die äussere Kastenwand und  der Boden eine gewisse Elastizität besitzen.  Diese kann geschaffen werden entweder     da-          dureb,    dass man Boden und Wand aus an  sich elastischem Material herstellt (z.

   B.     Ebo-          nit)    oder dadurch, dass man sie aus an. sich  starrem Material, aber unterteilt herstellt,  wobei die einzelnen Teile eine gewisse gegen  seitige Verschiebung zulassen.  



  Die Verwendung ringförmiger Kasten,  deren äussere Wand die     Abdichtungsorgane     trägt, ist schon früher vorgeschlagen worden.  Dabei wurde aber die notwendige Elastizität  dadurch geschaffen, dass der     Kastenboden    in       wagrechter    Richtung, also senkrecht zur Be  hälterwand nachgiebig war, und infolgedessen  musste zwecks     Anpressung    der Dichtungs  organe auch dort ein     wagrechter.    Druck aus  geübt werden,     womit    die oben schon erwähn  ten     Umständlichkeiten    verbunden sind.

   Beim    Gegenstand der vorliegenden Erfindung ge  nügt dagegen die einfache, in senkrechter  Richtung wirkende Belastung des Kasten  bodenrandes, um die erforderliche     Anpressung      zu bewirken.  



  In den     Fig.    1 bis 3 ist der Erfindungs  gegenstand in einigen Ausführungsformen  beispielsweise dargestellt. In     Fig.    1 bedeutet  <I>k</I> den     .Mantel    der beweglichen Glocke,     r   <I>ist</I>  der feststehende Boden des Glockenbehälters.  Dieser Boden     r    trägt an seinem Umfang einen  ringförmigen gasten von rechteckigem Quer  schnitt, dessen innere Wand mit f, die äussere  Wand mit d und dessen Boden mit g bezeich  net ist. Die äussere Wand d trägt die beiden  Dichtungsringe a und     L,    zwischen die ein  Schmier- und Dichtungsstoff c eingefüllt sein  kann.

   Es kann als solcher sowohl konsistentes  Fett (wie     Staufferfett)    als auch solches von  irgendwelcher andern Art, wie     Gargoyle-Fett,     flüssiges und halbflüssiges Fett Verwendung  finden. Soweit die Viskosität des     Schwier-          mittels    dies zulässt, kann es durch eine ge  eignete Vorrichtung (Pumpe)     eingepresst    wer  den.

   Die erforderliche Anpressung der Dich  tungsringe     a,    b wird dadurch bewirkt; dass  sich der     Kastenboden        g    an seinem äussern  Ende unter der Wirkung von Belastungsge  wichten G durchbiegt und dadurch die Ka  stenwand d mit den Dichtungsringen a. und  <I>b</I> gegen die Behälterwand<I>k</I>     anpresst.     



  Der Boden g ist so bemessen, dass er  unter der vorgesehenen Belastung die not  wendige     Durchbiegung    ermöglicht. Zweck  mässigerweise kann diese Belastung auch  herbeigeführt     werden    dadurch, dass man in  den Kasten<I>d, f, g</I> eine Belastungsflüssigkeit       lt    z. B. Teer, einfüllt. Die Anordnung bedingt  natürlich, dass die Kastenwand     d    ebenso wie  die Abdichtungsringe a und b entsprechend  den     geringen    Durchmesseränderungen des  Behälters unter dem Druck der Belastung  sich ausdehnen können. Dieses Ziel kann  dadurch erreicht werden, dass man die Wand  <I>d</I> und die Ringe<I>a, b</I> aus     Ebonit    (Hartgummi)  anfertigt.

   Dieses Material hat gemäss     "Hütte"     folgende Eigenschaften    
EMI0003.0001     
  
    Zugfestigkeit <SEP> - <SEP> - <SEP> 550 <SEP> kg <SEP> pro <SEP> cm'
<tb>  Druckfestigkeit <SEP> 870 <SEP> " <SEP> - <SEP> " <SEP> "
<tb>  Elastizitätsmodul <SEP> 2630 <SEP> " <SEP> (bis <SEP> zu       einer Zugbeanspruchung von 108 kg pro     cm2).     Aus diesen Daten geht im Vergleich mit dem  normalen Baustoff     (Flusseisen)    hervor, dass  die Zugfestigkeit rund '/s, der     Elastizitäts-          modul    aber nur     '/soo    von     Flusseisen    beträgt.  Das Material besitzt also bei relativ hoher  Festigkeit eine ausserordentlich elastische  Dehnungsfähigkeit.

   Werden die Ringe     a    und  b, sowie die Wand     d    aus diesem Material  hergestellt, so sind besondere Einrichtungen  für die radiale Nachgiebigkeit dieser Teile  nicht mehr erforderlich.  



  Der Boden     g    sowie die andere Wand f  können aus     Flusseisen    oder ähnlichem Bau  material angefertigt sein, da die Federung  des Bodens auch bei Verwendung von Fluss  eisen vollständig ausreicht, um den nötigen       Anpressdruck    für die Ringe     a    und<I>b</I> zu er  zeugen. Gegebenenfalls kann auch der Boden  g aus     höherwertigem    Material (Nickelstahl  oder dergleichen) angefertigt sein, um die  nötige Festigkeit gegenüber der Vertikalbe  lastung zu erzielen.  



  Wird auch für die Ringe     a    und b und  oder die Wand     d    normales Konstruktions  material (z. B.     Flusseisen)    verwendet, so kön  nen diese Teile in bekannter Weise so her  gestellt sein, dass sie die notwendige Aus  dehnung zulassen. (Zusammensetzung aus  einzelnen überlappten Teilen, die an den       Überlappungsstellen    geringe Verschiebungen  zulassen und dort durch geeignete Einlagen  - Asbest, Gewebestoffe oder dergleichen   gegeneinander gedichtet sind.)  Das Kondenswasser, welches sich an der  Innenseite des     Mantels    niederschlägt, fliesst  in den lasten<I>d, f,</I>     g    ab, lagert sich dort  über der Kastenfüllung h. und kann in be.

    kannter Weise durch ein U-förmiges Rohr i  abgezogen werden. Um die Berührungsfläche  zwischen der Kastenfüllung (Teer) und dem  Kondenswasser zu vermindern, kann innerhalb  des Kastens<I>d,<B>f" q</B></I> ein besonderer Kasten<I>m</I>  vorgesehen sein, wie dies die     Fig.    2 zeigt.  Das oben auflagernde Kondenswasser fliesst         dann--in    diesen Kasten     in    ab und kann von  diesem gleichfalls in bekannter Weise durch  das Rohr i -abgezogen werden. Soll dabei das  Rohr i über die obere Fläche des Bodens  hinausgezogen werden, so empfiehlt es sich,  auf diesem Boden r einen kleineren, nach  unten offenen Kasten l anzubringen, damit       Durchdringungen    des Rohres i durch die gas  dichte Haut des Bodens r vermieden werden.  



  Gegebenenfalls empfiehlt es sich, den  ringförmigen Kasten<I>d, f, g</I> mit einem flüs  sigkeitsfesten Gewebe     n    auszukleiden, um  bei eventuellen kleinen     Undichtigkeiten    des  Kastens das     Durchsickern    der Belastungs  flüssigkeit     h    zu vermeiden. Der lasten<I>d, f,</I>     g     kann auch durch     Schottwäride    unterteilt sein.  



  Der beschriebene ringförmige Kasten  kann auch Verwendung finden in Verbindung  mit an Hebelgestängen wirkenden Belastungs  gewichten, wobei ebenfalls die erforderliche  elastische Formänderung der Dichtungsteile  auf einer elastischen     Durchbiegung    des Ka  stenbodens beruht. Eine derartige Ausfüh  rungsform zeigt     Fig.    3. Mit r ist wiederum  der Boden eines     Glockenbehälters    bezeichnet,  k ist die Glockenwand. Auch die übrigen  Buchstaben entsprechen den in     Fig.    1 und 2  gebrauchten. Das Belastungsgewicht G ist  mittelst eines Hebels<I>p</I> im Punkt<I>q</I> gelagert  und wirkt mittelst des senkrecht verlaufen  den Hebelarmes s auf die Abdichtungsringe  a und b.

   Um dies zu ermöglichen, sind diese  durch     biegungsfeste    Rohre t miteinander ver  bunden, in welche der Hebelarm s von unten  eintritt. Diese Rohre t können zwecks Ab  dichtung mit einem geeigneten Dichtungsfett  gefüllt sein.  



  Wenn die beschriebene Dichtungsvorrich  tung bei Behältern Verwendung findet, bei  denen sie ortsunveränderlich ist, also bei  spielsweise am Bodenrand von Glockenbe  hältern, so weist sie einen weiteren sehr er  heblichen Vorteil auf. Sie ermöglicht dann  nämlich in einfachster Weise die     Anbringung     einer     Anwärrnevorrichtung.    Zu diesem Zweck  werden Heizschlangen o angeordnet, welche  in das Innere des     flüssigkeitsgefüllten    Ka  stens<I>d, f,</I>     g    hineinragen und mittelst Elek-           trizität,    Dampf, Heissluft oder in sonstiger  geeigneter Weise beheizt werden.

   Sie erwär  men den gesamten Kasteninhalt h, und in  folge der unmittelbaren Nachbarschaft zwi  schen diesem und den eigentlichen Dichtungs  organen     a,   <I>b, c</I> wird diejenige Stelle der  Behälterwand, an der die Dichtungsorgane  gerade anliegen, so weit angewärmt, dass  jede Eisbildung an dieser Stelle beseitigt  wird. Diese Erwärmung ermöglicht es, solche  Behälterfette zu verwenden, welche bei sehr  tiefen Temperaturen zu fest werden würden.  



  Die beschriebene Dichtungsvorrichtung ist  an allen Stellen verwendbar, wo bei wasser  losen Gasbehältern Teile der     Konstruktion,     die zwischen sich eine gasdichte Abdichtung  verlangen,     gegeneineinander    gleiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter, mit einem die eigentlichen Ab dichtungsorgane tragenden, oben offenen und mit einem elastisch nachgiebigen Boden und ebensolcher Aussenwand versehenen, ringför migen gasten, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (g) unter der Einwirkung einer Belastung sich unter Drehung um seine innere Kante in eine nach aussen abfallende Schräg lage durchbiegt und die der Behälterwand (k) zunächst liegende, senkrechte, elastische Kastenwand (d) unter Schrägstellung mit ihrem freien Ende gegen die Behälterwand (k) anpresst. UNTERANSPRüCHE:
    1. Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gäsbehälter nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung des Kastenbodens (g) durch eine Flüssigkeit (h) bewirkt wird, welche in den Ring kasten<I>(d, f, g)</I> eingefüllt ist. 2. Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbebälter nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der ringförmige Kasten mit einem flüssigkeitsdichten Ge webe (n) ausgekleidet ist. 3.
    Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gäsbehälter nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass im Ringkasten<I>(d, f,</I> g) zur Aufnahme des Kondenswassers ein zweiter, kleinerer Ringkasten (m) angeordnet ist, an welchem zur Ableitung des Wassers ein U-förmiges Rohr (i) angeschlossen ist. 4. Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Dichtungsringe (a, b) aus Ebonit hergestellt sind. 5.
    Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass die die Dichtungsringe<I>(a, b)</I> tra gende Kastenwand (d) aus Ebonit herge stellt ist. 6. Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass der Ringkasten<I>(d, f,</I> g) mit einer Heizvorrichtung (o) ausgestattet ist.
CH157174D 1930-06-05 1931-05-26 Abdichtungsvorrichtung für wasserlose Gasbehälter. CH157174A (de)

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