CH157352A - Verfahren zur Enthärtung von Wasser. - Google Patents
Verfahren zur Enthärtung von Wasser.Info
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Description
Verfahren zur Enthärtung von Wasser. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Enthärtung von Wasser, insbesondere Braue reiwasser und besteht darin, dass das Roh wasser mit einer der gewünschten Enthär- tung entsprechenden Menge von solchen was serlöslichen Phosphaten, deren wässerige Lö sungen nicht alkalisch gegen Lakmus rea gieren, versetzt und für eine mindestens teil weise Entfernung der beim Enthärtungsvor- gang frei werdenden Kohlensäure Sorge ge tragen wird, woräuf das Ausgefällte vom Wasser getrennt wird.
Es ist bekannt, dass die im Brauereiwas ser enthaltenen Salze die Qualität und den Geschmack des mit ihm hergestellten Bieres stark beeinflussen. Störend und von uner- wünschtera Einfluss sind die Magnesium- und Kalksalze des Wassers und unbedingt zu vermeiden ist ein alkalisches Wasser.
schädlich ist eine im Wasser eventuell vor handene geringe Härte, wenn sie 4' deutsche Härte # <B>60</B> englische Härte # <B>70</B> franzö sische Härte nicht überschreitet.
Fast alle natürlichen Wässer besitzen die oben geschilderten Eigenschaften für Brauerei wasser nicht und müssen daher aufbereitet werden. Trotzdem man schon viele Vorschläge hierfür gemacht hat, ist es bisher noch nicht gelungen, natürliche Wässer durch Zusatz von Chemikalien in ihrer Härte beliebig zu beeinflussen und dabei neutrale Wässer ohne Vermehrung oder nur mit geringer Vermeh rung ihres Salzgehaltes zu erhalten.
Nach der Erfindung lässt sich jedoch die Härte eines Rohwassers durch Zusatz von Chemikalien unter Gewinnung neutraler Wäs ser ohne Vermehrung oder nur mit geringer Vermehrung des Salzgehaltes beliebig her absetzen, wenn man die gewünschte Enthär- tung des Wassers durch Zusatz der ent sprechenden Menge von wasserlöslichen, sauer oder neutral reagierenden Phosphaten oder Gemischen derselben bewirkt und durch Er wärmen und beziehungsweise oder Rühren und beziehungsweise oder Belüften für die Entfernung der frei werdenden oder frei ge wordenen Kohlensäure Sorge trägt.
Geeignete Phosphate<B>_</B> sind beispielsweise das primäre Natriumphosphat NaH2P04, das primäre Am- monphosphat NH4H2P04, das primäre Cal- eiumphosphat CaTT4(PO4)2 oder die neutralen Alkaliphosphate NasH3(PO4)2 und K3H,9(P04)2. Insbesondere sind die Phosphate geeignet, deren wässerige Lösungen stärker sauer rea gieren, als der Lackmusneutralität oder einem pH-Wert von<B>7,
1</B> bei<B>18 0</B> C entspricht. Wenn man die natürlichen Wässer in der beschrie benen Weise erfindungsgemäss behandelt, fal len die Härtebildner in gut filtrierbarer Form aus. Sie können dann durch Filtration oder Absitzenlassen oder in beliebiger anderer Weise vom behandelten Wasser getrennt werden. Wenn der Gehalt des zu behandelnden Wassers an Bikarbonaten oder an freier Koh lensäure sehr hoch ist, kann durch Zusatz von Kalkmilch oder durch Erhitzen vor der erfindungsgemässen Phosphatbehandlung eine Entkarbonisierung des Wassers vorgenom men werden.
Die geschilderte Arbeitsweise eignet sich besonders für die Herstellung von Brauwäs sern; sie ist jedoch auf dieses Anwendungs gebiet nicht beschränkt. Vielmehr kann jedes für die Nahrungsmittelindustrie in Frage <U>kommende</U> Wasser, wie zum Beispiel für die Limonadenherstellung, für die Kaffeeberei tung in Kaffeemaschinen, die bei dauerndem Gebrauch leicht Kesselstein ansetzen, und für andere Zwecke auf die beschriebene Weise aufbereitet werden.
<I>Ausführungsbeispiel<B>1:</B></I> Rohwasser von<B>-20,7 0</B> deutscher Gesamt härte<B>- 25,80</B> englische Härte<B>= 36,90</B> französische Härte wird mit<B>0,935 kg</B> Mono- ealeiumphosphat pro m' bei<B>60 0- C</B> versetzt, Die Reaktion wird unter Rühren zu Ende ge führt. Nach dem Filtrieren zeigt das klare Wasser<B>2,8 0</B> deutsche Härte _# <B>3,5, 0</B> englische Härte == <B>5,0 0</B> französische Härte und ist voll kommen neutral.
Ausführungsbeis.piel <B><I>9:</I></B> Das gleiche Rollwasser wie im Beispiel<B>1</B> wird bei einer Temperatur von<B>70 " C</B> pro <B>Ins</B> mit 4024<B>kg</B> NaH2P04. H20 versetzt. Nach der Filtration des Niederschlages hat das Waseer 2,2 deutsche Härte<B>= 2,7'</B> englische- Härte<B>5,9 0</B> französische Härte <I>Ausführungsbeispiel<B>3:</B></I> Das gleiche Rohwasser wie im Beispiel<B>1</B> wirdmitl,830kgNasH3(PO4)2promsbei70 <B>0</B> C versetzt. Nach der Filtration hat das Wasser <B>1,6 '</B> deutsche Härte == 2,0" englische Härte <B>2,8 0</B> französische Härte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Enthärtung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass man das Roh wasser mit einer der gewünschten Enthärtung entsprechenden Menge von solchen wasser löslichen Phosphaten, deren wässerige Lösun gen nicht alkalisch gegen Lackmus reagieren, versetzt, die beim Enthärtungsvorgang frei werdende Kohlensäure mindestens zum Teil entfernt und das Ausgefällte vom Wasser trennt. UNTERANSPRüCHE-. <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wasserlösliche Phos phate verwendet werden, deren wässerige Lösungen sauer reagieren. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wasserlösliche Phos phate verwendet werden, deren wässerige Lösungen stärker sauer reagieren als der Lackmusneutralität entspricht. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Gemische von Phos phaten verwendet werden, deren wässerige Lösungsgemische nicht alkalisch gegen Lackmus reagieren. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass primäre Alkaliphos- phate verwendet werden.<B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch <B>-</B> gekennzeichnet, dass primäres Ammon- phosphat verwendet wird. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass prirnäres Caleium- phosphat verwendet wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Alkaliphosphate von der Formel X3Hs(PO4)2 verwendet wer den, in der X Alkali bedeutet.<B>8.</B> Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure erwärmt wird. <B>9.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure gerührt wird. <B>10.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure belüftet wird. <B>11.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure erwärmt und gerührt wird, 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure erwärmt und belüftet wird.<B>13.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure gerührt und belüftet wird. 14. Verfahren nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung der Kohlensäure erwärmt, gerührt und be lüftet wird. <B>15.</B> Verfahren nach PatentanSprUcli, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser vor dem Zusatz der Phosphate entkarbonisiert wird.<B>16.</B> V<B>*</B> erfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>15,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Entkarbonisierung durch Erhitzen des Wassers durchgeführt wird. <B>17.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>15,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Entkarbonisierung durch Zusatz von Kalkmilch zum Wasser durchgeführt wird.
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