CH157360A - Verfahren zum Erzeugen von Kontrollelementen in einem Mehrfarbenrasternegativ, um dieses farbenrichtig und genau mit dem Papierfarbraster in Deckung zu bringen. - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen von Kontrollelementen in einem Mehrfarbenrasternegativ, um dieses farbenrichtig und genau mit dem Papierfarbraster in Deckung zu bringen.

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CH157360A
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Description


  Verfahren zum Erzeugen von     liontrollelementen    in einem     Nehrfarbenrasternegativ,     um dieses farbenrichtig und genau mit dem     Papierfarbraster    in Deckung zu bringen.    Bei der Farbenphotographie, bei welcher  mit     Papierfarbrastern    gearbeitet wird, ist es  notwendig, dass das hinter dem Mehrfarben  raster aufgenommene Negativ beim Kopieren  auf einfache und zuverlässige Weise mit dem       Papierfarbraster    in Deckung gebracht wird,  und zwar so, dass die Flächenelemente der  einander entsprechenden Rasterfarben sich  genau decken.

   Da das Objekt     bezw.    die Far  ben desselben dem Kopierenden meistens un  bekannt sind, muss bei der Deckung auf diesen  Umstand Rücksicht genommen werden. Die  bisher verwendeten Marken am Rande des  Negativs sind     hiezu    unbrauchbar, weil sie  von der Belichtung abhängen und je nach  dieser zu hell oder zu dunkel     bezw.    verwischt  oder gar nicht erscheinen und- dadurch ein  genaues Einstellen nicht ermöglichen.  



  Die Erfindung behebt diesen Mangel durch  ein Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Deck  feldes den Flächenelementen einer der Raster  farben entsprechende. helle Stellen im Bereich    der Rasterfläche des Negativs erzeugt werden,  welche gestatten, das Negativ beim Kopieren  bequem und farbtechnisch einwandfrei mit  dem     Papierfarbraster    in Deckung zu bringen.  



  Das Verfahren kann auf verschiedene  Weise ausgeführt werden und sind im nach  folgenden einige Beispiele anhand der beilie  genden Zeichnung erläutert. Die     Figuren    sind  der Deutlichkeit halber stark verzerrt gehalten.  



  Unter Bezugnahme auf     Fig.    1 wird bei  der ersten Ausführungsform des Verfahrens  ein Deckfeld f aus einem Streifen aus licht  undurchlässiger, jedoch leicht     entfernbarer     Farbe verwendet, welcher eine solche Breite  besitzt, dass er mindestens ein Aggregat der  farbigen Rasterelemente (z. B. rot, grün, blau)  umfasst. Das Deckfeld ist auf der Aussenseite  des     Mehrfarbenaufnahmerasters    r angeordnet,  und zwar ausserhalb der für das Bild in Be  tracht kommenden Fläche, jedoch noch im  Bereich der Rasterelemente, z. B. an einer  Längsseite, wie in     Fig.    1 angedeutet.

   Der           Aufnahmefarbraster    r wird mit der     emulsio-          nierten    Platte n     (Negativ)    zu einem Ganzen  zusammengekittet.  



  Bei der nun folgenden Aufnahme wird  die hinter dem lichtundurchlässigen Deckfeld  f zu. liegen kommende Stelle auf dem Ne  gativ n nicht belichtet, der Streifen bleibt  also hell. Sodann wird die Doppelplatte     n,        r     aus der Kamera genommen und das auf dem       Farbraster        r    befindliche Deckfeld f in der  Dunkelkammer, z. B. mit Benzin, entfernt.  



  Hierauf werden die beiden Platten n,     r,     und zwar der     Aufnahmefarbraster        r    dem Ob  jektiv     o    zugekehrt, nochmals in eine Kamera  eingelegt, welche die gleiche Brennweite der  Aufnahmekamera besitzt und dann nur das  Deckfeld f belichtet, und zwar so, dass die  einer der drei Farben,     z.    B. der Farbe blau  entsprechenden Flächenelemente der licht  empfindlichen Schicht unbeeinflusst bleiben.

    Zu dieser Nachbelichtung, bei welcher das  eigentliche Bild abgedeckt ist, wird gelbes  Licht verwendet, weil dieses durch die roten  und grünen, jedoch nicht durch die blauen  Farbelemente     hindurchtritt.    Beim darauffol  genden Entwickeln des Negativs n werden  die belichteten Stellen des Deckfeldes, also  die hinter den roten und grünen Elementen  gelegenen Schichtstellen, geschwärzt, wogegen  die hinter den blauen Elementen befindlichen  Flächen hell erscheinen.

   Beim Kopieren des  Negativs auf den     Papierfarbraster    kann dann  das erstere mit diesem leicht in Deckung ge  bracht werden, indem die hell gebliebenen,  als Kontrollelemente dienenden Stellen des  Feldes f so lange auf dem mit- den verschie  denfarbigen Rasterlinien bedruckten     Papier-          farbraster    verschoben werden, bis die blauen  Linien des letzteren durchscheinen. Die     Dek-          kung    kann von Hand oder vermittelst einer       Justiereinrichtung    vorgenommen werden und  das Erscheinen der blauen Linien zeigt an,  dass auch die sämtlichen andern Farblinien  mit dem Negativ in genauer Deckung sich  befinden.

   Es ist natürlich Voraussetzung, dass  der     Papierfarbraster    mit den farbigen Raster  linien -in genau gleicher Übereinstimmung  wie der     Aufnahmefarbraster    des     Negativs    .aus-    gebildet ist, .so dass das Einstellen des     Nega-          tivs    rasch und einwandfrei an jeder Stelle  des     Papierfarbrasters    erfolgen kann. Der letz  tere benötigt also keinerlei innerhalb oder  ausserhalb der gerasterten Bildfläche anzuord  nender Markierungen, Zeichen oder dergleichen.  



  Es sei erwähnt, dass das Deckfeld f statt  auf dem     Aufnahmefarbraster        r    an der Kas  sette in Form einer körperlichen Leiste (Blech  streifen)     angeordnet    sein kann, so dass sich  eine besondere Behandlung des Streifens er  übrigt.  



  In     Fig.    2 ist ein weiteres Beispiel des  Verfahrens veranschaulicht und das Deckfeld  wird in diesem Falle durch eine gesonderte  Fläche f gebildet, die gleichzeitig mit dem  Objekt aufgenommen wird. Wie aus     Fig.    2  hervorgeht, ist der das einfarbige Feld f auf  weisende     .Körper,    welcher aus einem schmalen  Streifen aus Holz oder sonst geeignetem Ma  terial bestehen kann und vom Photographen  mitgeführt wird, neben dein aufzunehmenden  Objekt aufgestellt. Das Aufstellen des Kör  pers erfolgt so, dass er bei der Aufnahme  nicht stört, sondern sein Bild zum Beispiel  auf eine Seite der Rasterfläche zu liegen  kommt.

   Was die Farbe des Feldes     betrifft,     so ist diese komplementär zu einer der     Raster-          Farben,    also z. B. blaugrün, welches zu rot,  oder violett, welches zu gelbgrün, oder gelb,  welches zu zyanblau komplementär ist. Die  Form des     Deekfeldkörpers    kann sehr mannig  fach sein, indem "statt des Streifens ein Rah  men, ein Winkel, eine Scheibe oder derglei  chen verwendet werden kann.  



  Die Aufnahme des Objektes erfolgt gleich  zeitig     reit    dem Deckfeld, so dass der Grund  des letzteren auch auf dem Negativ sich be  findet, und zwar in einer     Schwärzung    an den  Stellen, welche den die Farbe des Deckfeldes  durchlassenden Stellen des Rasters entspre  chen. Beim Kopieren wird das Negativ wieder  auf den     Papierfarbraster    gelegt und mit den  durchsichtigen Stellen rasch und bequem auf  die dem Photographen bekannte     Komplemen-          tärfarbe    des     Papierfarbrasters    eingestellt. Da  das Deckfeld zum Objekt verhältnismässig  gross gehalten sein kann, gestaltet sich das      genaue Einstellen des Negativs sehr einfach.

    Diese     .Ausführungsform    des Verfahrens zeich  net sich überhaupt durch grosse Einfachheit  aus, da weder in der Kamera, noch beim       Aufnahmefarbraster    oder beim Negativ oder  beim     Papierfarbraster    irgendwelche Hilfsmittel  erforderlich sind, und sowohl die Aufnahme,  wie das Kopieren wie bei jeder gewöhnlichen       Schwarz-Weiss-Photographie    sich vollzieht.  



  Gemäss     Fig.    3 werden auf dem Aufnahme  raster     r    innerhalb der Rasterfläche, zum Bei  spiel auf einer Längsseite, in einer das Deck  feld bildenden Zone f nur einige Linien von  einem bestimmten Farbsatz, also vom röten  oder vom blauen oder vom grünen, angeord  net und nach dem allgemeinen Einfärben  durch nochmaliges Eintauchen der Raster  platte     r    in eine bestimmte Lösung sehr dunkel  eingefärbt. Mit diesem Raster wird nun die  Aufnahme gemacht und die dunkeln Linien  übertragen sich sehr hell auf das Negativ,  so dass dieses mit Hilfe der ersteren auf die  gleichwertigen Farblinien des     Papierfarbrasters     eingestellt werden kann.

   Dem Fachmann ist  es dabei bekannt, welcher Farbe die hellen  Linien des Deckfeldes f entsprechen, also  z. B. der roten. Um eine Überbelichtung der  zwischen den Einzellinien des Deckfeldes f  liegenden Zwischenräume und damit ein Ver  schwimmen der Linien selbst zu vermeiden,  wird auf der Rückseite -der Rasterplatte r  eine Dämpfschicht s aufgebracht, welche die  sämtlichen Linien umfasst und z. B. aus Pa  pier, einer Farbe oder dergleichen besteht.  Die Dämpfschicht s bleibt immer auf dein  Raster und verhindert eine nachteilige Ver  änderung der erwähnten Zwischenräume auf  dem Negativ. Denn diese verschwimmen mit  zunehmender Belichtungsdauer und im glei  chen Masse findet eine Verschmälerung der  hellen Linien des     Negativs    statt.

   Diese Aus  führungsform eignet sich besonders für den  Fachphotographen, welcher nur darauf zu  achten hat, dass bei der Aufnahme für- das  Deckfeld f ein entsprechend heller Hinter-         grund    vorhanden ist, was keine Schwierig  keiten bietet.  



  Es sei erwähnt, dass bei allen Ausführungs  beispielen an Stelle von Linien auch andere  regelmässige Rasterstrukturen vorgesehen sein  können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum" Erzeugen von Kontrollele menten in einem Mehrfarbenrasternegativ, um dieses farbenrichtig und genau mit dem Pa- pierfarbraster in Deckung zu bringen, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe eines Deck feldes den Flächenelementen einer der Raster farben entsprechende helle Stellen im Bereich der Rasterfläche des Negativs erzeugt werden, welche dazu bestimmt sind, beim Kopieren des Negativs mit Flächenelementen des ent sprechenden Farbsatzes des Papierfarbrasters in Deckung gebracht zu werden. UNTERANSPRüCIIE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass. das Deckfeld durch einen dem gerasterten Negativ vorgelager ten, undurchsichtigen Hilfsstreifen gebildet wird, der nach der Exposition des Nega- tivs entfernt und mit einer Farbe belich tet wird, die zu einer der Rasterfarben komplementär ist. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Deckfeld eine ge sonderte, das aufzunehmende Bild nicht störende, einfarbige Fläche gleichzeitig mit dem Objekt aufgenommen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckfeld durch eine über dunkel einzufärbende Einstell- linien aufgelegte Schicht derart abgedämpft wird, dass eine Überbelichtung der Einstell- linien verhindert wird.
CH157360D 1930-07-25 1931-07-20 Verfahren zum Erzeugen von Kontrollelementen in einem Mehrfarbenrasternegativ, um dieses farbenrichtig und genau mit dem Papierfarbraster in Deckung zu bringen. CH157360A (de)

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