CH157396A - Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Tauchen. - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Tauchen.Info
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Description
Vorrichtung zur Herstellung von Ilohlkörpern durch Tauchen. Gegenstand der Erfindung ist eine Vor richtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Tauchen von Formen, in Lösungen filmbildender Stoffe, zum Beispiel in Zellu- loseester, bei der die Formen in ununterbro chenem Zuge durch die verschiedenen Be handlungsstellen, also zum Beispiel von der Tauchstelle durch Behandlungsbäder und andere Behandlungsanlagen bis wieder zur Tauchstelle geführt -werden.
Mittelst der Vorrichtung nach der Erf iu- dung können Hohlkörper, zum Beispiel Schrumpfkapseln zum Verkapseln von Fla schen, völlig automatisch ohne Verwendung menschlicher Arbeitskräfte fortlaufend her gestellt werden.
Das Wesen der Vorrichtung besteht darin, dass die Tauchformen gegenüber ihren Transportorganen derart beweglich sind, dass das Eintauchen in die Bäder und das Her ausziehen, sowie die zum gleichmässigen Ver teilen der Tauchmasse nötige Drehbewegung der Formen durch Bewegen der Formen ge genüber den Transportorganen bewirkt wer den kann, zu welchem Zwecke für die For men bestimmte Führungen und Antriebs organe vorgesehen sind.
Um das Heben und Senken der Formen und das Drehen der Formen während der Vorwärtsbewegung der Transportorgane zu ermöglichen, können, die Formen in vertikaler Richtung verschiebbar und gleichzeitig in einer vertikalen, zur Fortbewegungsrichtung parallelen Ebene drehbar angeordnet sein. Die Formen werden daher zweckmässig ge genüber ihren Transportorganen zweifach beweglich angeordnet.
Zur Auslösung dieser beiden Bewegungs arten können Führungen vorgesehen sein, welche Hebung und Senkung in vertikaler Richtung bewirken und anderseits Antriebs organe, welche Drehung in vertikaler, zur Fortbewegungsrichtung der Transportorgane paralleler Ebene bewirken.
In der beigegebenen Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt, und Fig. 2 einen Längs schnitt davon; Fig. 3 entspricht Fig. 1, nur ist die Vorrichtung schematisch vereinfacht, dagegen ist die Antriebsvorrichtung der Wa gen mittelst Ketten und Getriebe im Quer- schnitt dargestellt; Fig. 4 stellt einen Ver tikallängsschnitt durch die Transportanlage der Wagen dar;
Fig. 5 ist ein Horizontal schnitt durch die Transportanlage; Fig. 6 veranschaulicht schematisch eine Schneide vorrichtung für die Hohlkörper.
Das Transportorgan 1 ist als Wagen aus gebildet, der mittelst Rädern zwischen Schie nen 2 und 3 läuft, die an Tragpfeilern 30 angeordnet sind. Die Förderung der Wagen kann auf beliebige Weise, zweckmässig durch Ketten erfolgen. In einer einzigen Vorrich- tung können je nach der Bahnlänge beliebig viele solcher Wagen dicht hintereinander laufen. Ihr Abstand ist abhängig von der Länge der Tauchformen, die bei der Drehung natürlich jene der benachbarten Wagen nicht berühren dürfen.
Jeder Wagen ist mit zwei Büchsen 4 versehen, in deren vertikaler Boä- rung je ein Zapfen 5 beweglich ist. Die Zap fen sind an ihrem obern Ende durch eine Traverse 12 verbunden, die an beiden En den mit je einer Rolle 9 versehen ist, die auf Führungsschienen laufen, die Berge 10 und Täler 11 bilden. Am untern Ende trägt jeder Zapfen ein Lager 8 zur Aufnahme einer Welle 7, an der eine durch Rippen verstärkte Traverse 6 befestigt ist, die die abnehmbare Tragleiste 13 trägt, an der die Formen 14 in einer einzigen Reihe befestigt sind.
An beiden Enden der Welle 7 sind Zahnräder 18 angebracht, die befähigt sind, sich auf seitlich der Bahn angebrachten Zahnstangen 19 abzuwälzen, wobei die Welle 7 nebst den Formen 14 in Drehbewegung versetzt wird. Die Zahnstangen 19 besitzen an geeigneten Stellen Unterbrechungen 20, wodurch be wirkt wird, dass die Drehbewegung der For men vorübergehend zum Stillstand kommt. Damit die Formen in jeder Lage in Ruhe ver- harren können, sind federnde Sperrklinken vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist etwa folgende: Die Wagen laufen auf den Bahnschienen 2 durch die gesamte Vorrichtung. Der Wa gen 1 (Fig. 2) kommt aus der Reinigungs anlage 17. Die Führungsrollen 9 laufen auf dem Teil 10 der obern Führungsschienen. Beim Vorwärtslaufen des Wagens in der Pfeilrichtung gelangen die Rollen 9 an die Stelle 11 der Schienen. Dadurch senken die Zapfen 5 nebst den mit ihren verbundenen Teilen derart, dass die Formen in das die Tauchmasse enthaltende Bad 16 eintauchen. Nach kurzer Zeit heben sich die Zapfen wie der und der Überschuss der Tauchmasse kann ablaufen.
Nun gelangt der Wagen in den Bereich der Zahnstangen 19, auf denen sich die Zahnräder 18 abwälzen, wodurch die Formen in Drehung versetzt werden. An der Stelle 20 wird die Drehung der Formen un terbrochen. Nach nochmaliger Drehung an dem folgenden Teil der Zahnstange befinden sich die Formen wieder in einer Lage, in der ihre Kuppen nach unten zeigen. Kurz darauf gelangt der Wagen an eine Stelle, an welcher die Führungsschienen 11 wieder nach unten verlaufen. Hierdurch werden die Formen in das Fällbad 15 eingesenkt.
Wenn die For men in andere Bäder eingeführt werden sol len, oder durch beliebige Behandlungsan lagen, zum Beispiel Waschbäder, Schneide- und Abstreifanlagen oder Reinigungsbäder für die Formen geführt werden sollen, kön nen die soeben geschilderten Bewegungsein richtungen für die Formen in gleicher oder ähnlicher Weise in Tätigkeit treten.
Anstatt der Zahnräder 18 können Frik- tionsräder und statt der Zahnstangen 19 Friktionsschienen angeordnet sein. Anstatt die. Rollen 9 neben den obern Enden der Zapfen 5 anzubringen, kann man sie auch auf der Welle 7 neben den Zahnrädern 18 anbringen. In diesem Falle müssen natürlich auch .die Schienen 10 und 11 seitlich von den Zahnstangen 19 derart angebracht sein,f .dass die Schienen an den Drehantriebsstellen auf gleicher Höhe mit den Zahnstangen laufen.
Die Vorrichtung kann statt mit einer in sich zurücklaufenden Bahn auch mit einer Bahn beliebiger Form ausgerüstet sein, wel che die Wagen genau und sicher und stets parallel zueinander führt, damit die beabsich tigten Bewegungen der Formen einwandfrei erfolgen.
Die Wagen 1 können mit Führungsplat ten 21 versehen sein, die unter sich mittelst Charniere 31 verbunden sind. Der Antrieb der Wagen erfolgt zweckmässig durch Ket ten 22, die mit Nasen 22a an Nasen. 21a der Führungsplatten 21 angreifen und in sich zurücklaufen. Das durch die Führungsplat ten gebildete Gelenkband wird durch um vertikale Achsen drehbare; in den halbkreis förmigen Teilen der Bahn angeordnete Poly- gontrommeln 2'6 angetrieben. Die Führungs platten legen sich dabei auf die Polygon flächen der Trommeln genau auf.
Die Ket ten 22 und die Trommeln 26 werden durch einen gemeinsamen Antrieb 25, 24, 23 und 23a betätigt.
Auf der in sich geschlossenen Bahn kön nen die an den Wagen befindlichen Formen durch sämtliche Behandlungsstellen geführt werden, also durch die Tauchstelle, die Fall bäder, etwaige Waschbäder, Schneidevor- iichtungen, Abstreifvorriehtungen, Formen wasch- und Trockenvorrichtungen, Formen w echselstellen und dergleichen bis zurück zur Tauchstelle. Man kann die bereits ein mal überzogenen Formen gegebenenfalls nach dem Ausfällen oder Trocknen des ersten Überzuges nochmals überziehen und zu die sem Zwecke eine zweite oder mehrere Tauch stellen einschalten.
An einer Stelle der Bahn kann man, zweckmässig in gleicher horizontaler Höhe, paarweise Messer 27 und Druckleisten 28 federnd anordnen, zwischen denen die über zogenen Formen hindurchgeführt werden, wobei durch den Druck- der Leisten die Über züge auf den Formen in Drehung versetzt, an die Hesser gepresst und hierdurch abge schnitten werden. Sowohl die Messer, als auch die Druckleisten können mittelst gleich langer - Arme -33 um Zapfen 29 parallel federnd verschoben werden.
Um die Überzüge von den Formen abzu streifen, kann man Greiforgane in den Weg der Formen stellen, die federnd unter den Rand eines Überzuges eindringen und beim Fortwandern der Form den Überzug von der Form abstreifen.
.Mit der beschriebenen Vorrichtung lassen sich in ununterbrochenem Arbeitsgange mit hoher- Arbeitsgeschwindigkeit kapselartige Gebilde und andere Körper nach dem Tauch verfahren herstellen. Die Leistungsfähigkeit einer derartigen Vorrichtung ist etwa im Durchschnitt 6 bis 8 mal grösser als die einer Tauchanlage nach der bisherigen Ausfüh rung, so dass die Hohlkörper, wie zum Bei spiel die Kapseln, zu unter der Hälfte des bisherigen Preises hergestellt werden kön nen.
- Man kann die Vorrichtung leicht durch Regelung der Lauf- bezw. Drehgeschwindi-,- keiten bezw. der Lösungs-Ablaufstrecken verschiedenen Zähigkeiten der Tauchlösun gen anpassen und höchst gleichmässige Hohl körper erzielen, unabhängig von der schwan kenden Aufmerksamkeit und Geschicklich keit der die früheren Tauchanlagen bedie nenden Arbeiter.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Herstellung von Hohl körpern durch Tauchen von Formen in Lö sungen filmbildender Stoffe, bei der die Formen mittelst Transportorganen ununter brochen durch die verschiedenen Behand- ltm sstellen geführt werden, dadurch ge kennzeichnet, dass die Formen gegenüber den Transportorganen beweglich sind, so dass das Eintauchen in die Bäder und das Heraus ziehen, sowie das zur gleichmässigen Ver teilung der Tauchmasse auf den Formen nötige Drehen der Formen durch Bewegen der Formen gegenüber den Transportorganen bewirkt werden kann, wozu für die Formen bestimmte Führungen und Antriebsorgane vorgesehen sind.UNTERANSPRÜOHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass die Formen an Tragleisten fest angeordnet sind, die unter Vermittlung je einer Welle dreh bar an Zwischenstücken angeordnet sind, die ihrerseits gegenüber den Transport organen vertikal verschiebbar sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Wellen auf ihren Enden sowohl Führungsglieder für die vertikale Bewegung, als auch Antriebsorgane für die Drehbewegung der Welle tragen.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Transport organe als einzelne, miteinander gelen kig verbundene Wagen ausgebildet sind, die auf in sich zurücklaufenden ebenen Schienen rollen. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass an den Transportorganen ver tikal durchbohrte Büchsen angeordnet sind, in denen Stangen vertikal ver schiebbar sind, an denen Lager zur Auf nahme der Wellen angeordnet sind.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verschiebung der Stangen dadurch geschieht, dass an ihnen befestigte Rollen auf Schienen laufen, die Berge und Täler bilden. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Drehung der Wel len dadurch hervorgerufen wird, dass auf jeder Welle fest aufgekeilte Frik- tionsscheiben sich auf fest angeordneten schienenförmigen Führungselementen ab rollen.7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Drehung der Wel len dadurch hervorgerufen wird, dass auf jeder Welle fest- aufgekeilte Zahnräder sich auf fest angeordneten schienenför- migen Führungselementen abrollen. B. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die die Dreh bewegung der Tragleisten bewirkenden Antriebsorgane stellenweise unterbrochen sind, wodurch Unterbrechung der Dre- bewegung erzielt wird. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass an den Wagen plattenförmige Elemente angeordnet sind, von denen mindestens die innern durch Charniere miteinander verbunden sind, wobei das so gebildete Gelenkband an beiden Um kehrkurven der in sich geschlossenen Bahn über um vertikale Achsen drehbare Trommeln läuft, die den Querschnitt eines Vieleckes besitzen, und dass die Vielecksflächen der Trommeln der Grösse nach den plattenförmigen Ele menten der Wagen entsprechen. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 9; dadurch ge kennzeichnet, dass die Wagen auf beiden Seiten durch Ketten angetrieben werden, die synchron mit den Trommeln ange trieben werden und an Nasen der Platten der Wagen angreifen. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Wege der Formen Messer und Druckleisten in gleicher Höhe angebracht sind, die mit- telst gleichlanger Arme an Zapfen federnd parallel verschiebbar sind, und durch die die überzogenen Formen beim Vorwärtswandern hindurchgeführt wer den, wobei je durch den Druck der Leiste der Überzug auf der Form in Drehung versetzt, an das Messer gepresst und da durch in horizontaler Ebene abgeschnit ten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE157396X | 1930-06-07 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH157396D CH157396A (de) | 1930-06-07 | 1931-06-08 | Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Tauchen. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH157396A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750269C (de) * | 1938-06-25 | 1945-01-04 | Maschine zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Loesungen plastischer Massen | |
| DE875267C (de) * | 1939-10-01 | 1953-04-30 | Jakob Dichter | Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Kunststoffen durch Aufgiessen der fluessigen Masse auf einen sich drehenden Kern |
-
1931
- 1931-06-08 CH CH157396D patent/CH157396A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750269C (de) * | 1938-06-25 | 1945-01-04 | Maschine zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Loesungen plastischer Massen | |
| DE875267C (de) * | 1939-10-01 | 1953-04-30 | Jakob Dichter | Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Kunststoffen durch Aufgiessen der fluessigen Masse auf einen sich drehenden Kern |
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