CH157440A - Schaltuhr mit Tagesscheibe und Jahresrad. - Google Patents
Schaltuhr mit Tagesscheibe und Jahresrad.Info
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- G04C23/14—Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day
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Description
Schaltuhr mit Tagesscheibe und Jahresrad. Schaltuhren mit Tagesscheibe, Jahresrad und astronomischen Kurvenscheiben, die sich mit dem sich drehenden Jahresrad bewegen, sind vielfach bekannt geworden. In einigen Fällen werden dabei sämtliche Unterteile der Schaltuhr von einer zentralen feststehenden Achse getragen, auf der die hohle, mit dem Uhrwerk verbundene Antriebswelle des Gan zen angeordnet ist. Es ist ebenfalls bereits vorgeschlagen worden, die astronomische Ver schiebung der Schalthebel durch die Kurven scheiben unter Zwischenschaltung von Zahn stangen und mit den Schalthebeln verbun denen Zahnrädern zu steuern.
Bei allen die sen bekanntgewordenen Ausführungen sind die Schalthebel aber nur beschränkt verstell bar gegenüber einander, da sie in irgend welchem Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen. Auf diese Weise lassen sich in be sonderen Fällen gewisse Schaltvorgänge gar nicht einstellen und müssen eigens für diese Umstände gebaute Schaltuhren verwendet werden. Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltuhr mit Tagesscheibe, Jahresrad und Schalthebeln, die astronomisch durch mit - dem Jahresrad festverbundene Kur venscheiben unter Zwischenschaltung von Zahnstangen und diese Schalthebel mitneh menden Zahnrädern gesteuert werden.
Sie zeichnet sich den bekannten Vorrichtungen gegenüber aber dadurch aus, dass die mit den Zahnrädern der Schalthebel kämmenden Zahnstangen in parallelen Schlitzen einer Führungsplatte geführt sind und die Schalt hebel derart mit Reibung auf die Naben der Zahnräder aufgesetzt sind, dass eine beliebige Einstellung der Hebel zueinander möglich ist. Die unbeschränkte Einstellbarkeit ist nament lich im Winter in Gebirgsgegenden, sowie an dunklen Orten im allgemeinen von grosser Bedeutung.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes teilweise dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht auf die Schaltuhr, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie II-11 der Fig. 1 und Fig. 3 eine Ansicht von oben auf die Schaltuhr; Fig. 4 zeigt die Schaltuhr ebenfalls von vorne gesehen, jedoch bei entfernter Tages scheibe;
Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 2, während die Fig. 6 eine Einzelheit in der Draufsicht zeigt; Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 3.
Auf einer festen Achse 1, welche als zen- triseher Träger des Ganzen dient, ist eine hohle Welle 2 drehbar angeordnet. Diese Welle wird von einem auf der Zeichnung nicht angegebenen Uhrwerk angetrieben und trägt an ihrem Ende eine- aufgeschobene Hülse 3. Eine Tagesscheibe 4 ist ihrerseits auf die Hülse 3 aufgesetzt und ist vermit telst einer diese Hülse durchquerenden Schraube 5 auf der drehbaren Welle 2 be festigt. In dem freien Ende der festen Achse 1 ist eine Schraube 6 eingeschraubt, auf deren exzentrischem Hals eine doppelzinkige Gabelklinke 7 lose aufgesetzt ist.
Diese Ga belklinke steht mit dem in der Tagesscheibe 4 -drehbar gelagerten Zahnrad 8 in Eingriff, das mittelst der Schraube 8' auch von Hand gedreht werden kann.
Die in der Tagesscheibe gelagerte Achse 9 des Zahnrades 8 besitzt an ihrem nach hinten gerichteten Ende vier in den Ecken eines Quadrates angeordnete Zapfen 9', die in die Zahnlücken des Zahnkranzes@Jes Jahresrades 10 eingreifen. Dieses Jahresrad ist mittelst einer Mutter 11 fest gegen eine Schulter der mit Gewinde versehenen Hülse 12 ange drückt, so dass letztere mit dem Jahresrad mitdreht. Die Hülse 12 vermag über die oben erwähnte Hülse 3 zu gleiten und trägt an ihrem, dem Jahresrad entfernten Ende die beiden mit ihr fest verbundenen, astro nomischen Kurvenscheiben 13 und 14.
Auf der Peripherie von jeder Kurven- Scheibe 13 bezw. 14 gleitet ein Anschlagstift 15 bezw. 16. Diese Stifte sitzen auf Armen der Zahnstangen 17 und 18, die mittelst einer Schraubenfeder 19 derart miteinander ver bunden sind, dass die Stifte 15 und 16 immer gegen ihre zugehörigen Kurvenscheiben an liegen. Diese Stifte sind ausserdem in senk rechten Schlitzen 20 und 21 einer Führungs platte 22 geführt. Überdies sind die Zahn stangen 17 und 18 noch mit Führungsstiften 23 und 24 versehen, die in Schlitzen 25 und 26 der Führungsplatte 22 gleiten und somit die beiden Zahnstangen immer genau parallel halten.
Die Nabe der Platte 22 befindet sich zwischen den Naben der Zahnrädchen 27 und 28, die von den Zahnstangen 17 und 18 an- getrieb@n werden. Alle diese eben erwähnten Naben vermögen sich auf einander und auf der Hülse 12 zu. drehen. Auf den Naben der Zahnräder 227 und 28 sind die Indexe oder Schalthebel 29 und 30 mit Passsitz aufgesetzt, so dass sie beliebig zueinander eingestellt wer den können und von den Naben mitgenom men werden.
Die Führungsplatte 22 ist mit- telst eines auf einem Flansch der Hülse 3 sit zenden Armes 31 bezw. dessen Stift 32 fest gehalten, um sie an einer relativen Bewegung zur Welle 2 zu verhindern. Sie dreht sich somit ebenfalls mit letzterer und der Tages scheibe 4. Auf der Nabe der Platte 22 ist ein weiterer Schalthebel 33, der von Hand belie big eingestellt werden kann, mit Reibung aufgesetzt. Er dient zum Beispiel zum Aus schalten der Abendbeleuchtung.
Ein vierter Schalthebel 34 (in Fig. 2 nicht sichtbar) ist lose auf die Nabe der Platte 22 aufgesetzt und arbeitet mit einem Anschlag 35 der Tagesscheibe 4 zusammen, indem dieser Anschlag beim Drehen der Tagesscheibe den Schalthebel 3,4 mitnimmt. Der Anschlag 35 ist in einem ein Viertel des ganzen Umfanges ausmachenden Schlitz 36 der Tagesscheibe verschiebbar angeordnet, trägt eine Schleif feder 37 (Fig. 7) und einen Zeiger 38.
Die Tagesscheibe 4 besitzt an ihrer Peripherie eine 24stündige Skala zur Einstellung der verschiedenen Schalthebel und ist mit einem Ausschnitt 40 versehen zur Sichtbarmachung der Monatsskala. 41 des Jahresrades 10, wo bei der gegenwärtige Monat mittelst eines auf der Tagesscheibe gemalten Zeigers an gezeigt wird. Die Tagesscheibe 4 kann übri gens vermittelst des Griffes 43 von Hand gedreht werden.
Die Schalthebel 29 und 30, 33 sind rings um die Tagesscheibe frei verschiebbar, wäh renddem der Schalthebel 34 nur zwischen dem Anschlag 3.5 und dem Schalthebel 33 frei verschiebbar ist, da der Hebel 34 eine kleine Ausbuchtung 39 besitzt, an der sich der Hebel 33 stösst. Alle Indexe, das heisst Schalthebel, betätigen in der Zeichnung nicht dargestellte Kontakte eines Schaltwerkes oder dergleichen. Da jeweils zwei Schalt hebel, zum Beispiel 29 und 34, zum Ein schalten und die beiden andern, zum Beispiel 33 und 30, zum Ausschalten dienen, ist es zur Ausführung der Schaltungen notwendig, dass jedesmal ein Ausschalthebel zwischen zwei Einschalthebeln zu stehen kommt.
Schalthebel 34 kann nun durch leichtes Aus biegen, damit seine Ausbuchtung 39 ausser Bereich des Hebels 33 kommt, an diesem letzteren Hebel 33 vorbeigeführt werden, so dass die Reihenfolge zerstört wird und die entsprechenden Hebel sich gegenseitig auf heben, so dass nur eine Einschaltung und eine Ausschaltung innerhalb 24 Stunden durch die Hebel 29 und 30 stattfindet. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel das Aus schalten der Abendbeleuchtung nach Belie ben aufheben, so dass die Beleuchtung wäh rend der ganzen Nacht eingeschaltet bleibt. Die Hebel 33 und 34 sind nicht astronomisch verstellbar und können um<B>3,60'</B> beliebig gegenüber einander und der Tagesscheibe verstellt werden.
Es ist nun aber von Wich tigkeit, dass die beiden Schaltstifte 29 und 30 astronomisch, das heisst in Abhängigkeit von Sonnenauf- und Sonnenuntergang wäh rend des Jahres verschoben werden. Diese Verschiebung findet wie folgt statt: Welle 2 wird von ihrem Uhrwerk einmal in 24 Stunden gedreht, mit ihr dreht sich auch die Tagesscheibe 4, die ihrerseits das Zahnrad 8 und das Jahresrad 10 mitnimmt. Nach einer vollständigen Umdrehung schal tet die Gabelklinke 7 infolge ihrer exzentri schen Lagerung das Zahnrad 8 um einen Zahn weiter.
Wegen der speziellen Form der Zinken, ihrer Anordnung zueinander und der Form der Zähne ist ein Rückwärtsdrehen des Zahnrades 8 und damit auch des Jahres rades verhindert, so dass diese Anordnung gewissermassen eine automatische Sperrung darstellt. Die Übersetzung zwischen der Ta gesscheibe und dem Jahresrad ist derart ge wählt, dass nach 365 Umdrehungen der Ta gesscheibe, das Jahresrad eine Umdrehung gemacht hat. Mit dem Jahresrad drehen sich auch die Kurvenscheiben 13 und 14, die infolge ihrer Form mittelst der Stifte 15 und 16 die Zahnstangen 17 und 18, die Zahnräder 27 und 28 und die Indexe 29 und 30 astronomisch verschieben.
Im Sommer bewirkt diese astronomische Verschiebung beispielsweise das selbsttätige Ausfallen der Morgenbeleuchtung, indem der astronomisch eingestellte Ausschalthebel 30 den Einschalthebel 34 mit Hilfe des Bügel 42 (Anschlag) mitnimmt und somit diese für die Morgenbeleuchtung in Frage kommenden Schalthebel sich gegenseitig aufheben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltuhr mit Tagesscheibe und Jahres rad und mit Schalthebeln, die durch mit dem Jahresrad festverbundene Kurvenscheiben unter Zwischenschaltung von Zahnstangen und mit diese Schalthebel mitnehmenden Zahnrädern, die mit den Zahnstangen käm men, astronomisch gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstangen in pa rallelen Schlitzen einer Führungsplatte ge führt sind und die genannten Schalthebel derart mit Reibung auf die Naben der Zahn räder aufgesetzt sind, dass eine beliebige Ein stellung dieser Hebel gegeneinander mög lich ist, UNTERANSPRüCHE: 1.Schaltuhr nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale, die Tagesscheibe durchsetzende und fest stehende Achse an ihrem freien Ende eine als Exzenter dienende Schraube trägt, durch welche über eine Klinken vorrichtung das hinter der Tagesscheibe liegende Jahresrad gesteuert wird. 2. Schaltuhr nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die als Ex zenter dienende Schraube eine Gabel klinke lose trägt, die ein in der Tages scheibe drehbar gelagertes und mit dem Jahresrad in Bewegungsverbindung ste hendes Zahnrad bei jeder Umdrehung der Tagesscheibe um einen Zahn weiter dreht. 3.Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des in der Tagesscheibe gelagerten Zahn rades mit -Zapfen versehen ist, die in die Zahnlücken des Zahnkranzes des Jahres rades eingreifen. 4. Schaltuhr nach Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinkenvorrichtung das Jahresrad ent gegen der Drehrichtung der Tages scheibe dreht und durch die Zinken der Gabelklinke ein Zurückdrehen des Jah resrades verhindert wird. 5.Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die sich mit der Tagesscheibe drehende Führungs platte für die Zahnstangen von einem auf die Hülse der Tagesscheibe auf gesetzten Arm festgehalten wird. 6. Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Nabe der Führungsplatte zwei nicht astronomisch verstellbare Schalthebel der- art aufgesetzt sind, dass sie um 360 be liebig gegenüber einander und der Ta gesscheibe verstellt werden können. 7.Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der auf der Nabe der Führungsplatte auf gesetzten Schalthebel durch leichtes Aus biegen an dem andern Hebel vorbei geführt werden kann, so dass damit die Reihenfolge dieser Hebel vertauscht und ihre Wirkung auf die Schaltkontakte aufgehoben wird. B. Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 bis 7, die als Beleuchtungsautomat ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Schlitz der Tagesscheibe ein fest stellbarer Anschlag angebracht ist, der bestimmt ist, beim Drehen der Tages scheibe den Hebel zum Einschalten der Morgenbeleuchtung mitzunehmen. 9.Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der einstell bare Anschlag mit einem Zeiger versehen ist, der auf der Skala der Tagesscheibe die Aufschlagstellung des Hebels zum Einschalten der Morgenbeleuchtung an zeigt. 10. Schaltuhr nach Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der astro nomisch gesteuerte Ausschalthebel für die Morgenbeleuchtung einen Anschlag aufweist, um im Sommer den nicht astro nomisch verstellten Einschalthebel mit zunehmen, so dass die Schaltwirkungen dieser beiden Hebel und somit auch die Morgenbeleuchtung aufgehoben werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH157440T | 1931-05-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH157440A true CH157440A (de) | 1932-09-30 |
Family
ID=4411579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH157440D CH157440A (de) | 1931-05-12 | 1931-05-12 | Schaltuhr mit Tagesscheibe und Jahresrad. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH157440A (de) |
-
1931
- 1931-05-12 CH CH157440D patent/CH157440A/de unknown
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