CH157447A - Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlusslöschinduktivität in Hochspannungsnetzen. - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlusslöschinduktivität in Hochspannungsnetzen.

Info

Publication number
CH157447A
CH157447A CH157447DA CH157447A CH 157447 A CH157447 A CH 157447A CH 157447D A CH157447D A CH 157447DA CH 157447 A CH157447 A CH 157447A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
voltage
network
circuit
inductance
earth
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bbc Brown Boveri & Cie filed Critical Bbc Brown Boveri & Cie
Publication of CH157447A publication Critical patent/CH157447A/de

Links

Landscapes

  • Transformers For Measuring Instruments (AREA)

Description


      Vorrichtung        zur        selbsttätigen    Einstellung der     Erdschlusslöschinduktivität     in     Hochspannungsnetzen.       Zum     Erdschlusssehutz    von Hochspan  nungsnetzen werden vielfach     Erdungsinduk-          tivitäten    verwendet, welche so bemessen sind,  dass sie sich mit der Teilkapazität des Netzes  gegen Erde annähernd in Resonanzabstim  mung befinden. Sie können dabei zwischen  die Phasenleiter des Netzes und Erde, oder  zwischen Sternpunkt von an das Netz an  geschlossenen Wicklungen und Erde ge  schaltet sein.

   Die Aufrechterhaltung des  Abstimmungsgrades gestaltet sich aber in  solchen Hochspannungsnetzen schwierig, bei       denen    mit dem Ab- und Zuschalten von  Netzteilen gerechnet werden muss; denn jede  Änderung des Netzes bedingt eine Ände  rung der Teilkapazität gegen Erde und dem  nach eine andere Einstellung der     Lösch-          spuleninduktivität    zur     Herstellung-    des ent  sprechenden Schutzwertes der     Löschinduk-          tivität.    Da die     Erdschlussschutzeinrichtung     für das ganze Netz meist nur an einem oder  an einigen wenigen Punkten des Netzes an-    geordnet ist, ist es erforderlich, dass die  Änderung der Netzlänge,

   also die Zu-     bezw.     Abschaltung von Netzteilen an jene Sta  tionen sofort gemeldet wird, in denen sich  die     Löschinduktivitäten    befinden, damit un  verzüglich eine entsprechende Einstellung  der     Löschinduktivität    vorgenommen werden  kann. Der Netzbetrieb wird dadurch aber  kompliziert und     schwierig    und erfordert eine  dauernde Verständigung zwischen räumlich  weit auseinander liegenden Stationen und  Schaltstellen. Es wäre ein erheblicher tech  nischer Fortschritt, wenn die Einstellung  der     Erdschluss-Löschinduktivität    auf den der  jeweiligen Länge des geschützten Hochspan  nungsnetzes entsprechenden Wert selbsttätig  erfolgte.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun eine  Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der       Erdschluss-Löschinduktivität    auf den der je  weiligen Länge des geschützten Hochspan  nungsnetzes     entsprechenden    Wert. Erfin-           dungsgemäss    soll der Sternpunkt     (bezw.    Null  punkt)     einer    an das Hochspannungsnetz an  geschlossenen Wicklung über eine Span  nungsquelle betriebsfremder Frequenz und  eine     (Hilfs-)        Induktivität    von solcher Grösse  mit Erde verbunden sein, dass der aus Netz,

         Erdungskreis    und Teilkapazität des Netzes  gegen Erde bestehende Stromkreis sich bei  betriebsmässig kleinster oder grösster Netz  länge in bezug auf     .die    betriebsfremde Fre  quenz annähernd in Resonanzabstimmung  befindet. Ferner sollen Schalteinrichtungen  vorgesehen sein, welche in Abhängigkeit von  dem Strom oder der     Reaktanz    des     Erdungs-          kreises    die     Löschinduktivität    der jeweiligen  Netzlänge entsprechend einstellen. In dem       Erdungskreis    ist hierbei die     EMK    der Strom  quelle betriebsfremder Frequenz, die zweck  mässig höher als die Netzfrequenz gewählt  wird, wirksam.

   Der     Erdungskreis    besitzt eine  Impedanz, die sich aus -den     ohm'.schen    Wider  ständen der Leitung selbst und der Ab  leitung nach Erde, aus der     Hilfsinduktivität,     der     Streuinduktivität    der den Sternpunkt bil  denden Wicklung, der     Induktivität    des  Netzes und schliesslich aus der Teilkapazität  des Netzes gegen Erde zusammensetzt.

   Wer  den Netzteile zu- oder abgeschaltet, dann       ändert    ,sich im wesentlichen nur die 'Teil  kapazität des Netzes gegen Erde, während  die Änderung der gesamten     Induktivität          und,des        ohm'schen    Widerstandes durch Aus  fall oder Hinzutreten von Netzteilen ver  nachlässigt werden     kann.    Die Stromände  rung im     Erdungskreis    ist somit     vorwiegend     eine Funktion der Teilkapazität gegen Erde,  also der Netzlänge,

   und der Strom ändert  sich infolge der Änderung der     Reaktanz     
EMI0002.0027     
    des     Erdungskreises.    Aus diesem Grunde  kann auch an Stelle eines Strommessers ein       Reaktanzmesser    Verwendung finden. Damit  nun aber die Empfindlichkeit der Messung  eine zur Betätigung der Schalteinrichtung  genügende ist, ist es, wie oben angegeben,    notwendig, die     Hilfsinduktivität    so zu be  messen, dass für die grössten oder kleinsten  Netzlängen in bezug auf die betriebsfremde  Frequenz mindestens angenähert eine Reso  nanzabstimmung im     Erdungskreis    vorhanden  ist.

   Bei Ab-     (bezw.    Zu-)schalten von Netz  teilen entfernt sich dann der gemessene Wert  des Stromes vom Resonanzwert, und zwar  liegen die     Messwerte    auf dem steilen Ast der  Resonanzkurve. Dadurch ist die Empfind  lichkeit der Einrichtung und die Genauig  keit der Messung gewährleistet.  



  Die Messung erfordert aber, um eindeutig  zu sein, eine von der Spannung der Grund  frequenz unabhängige konstante Spannung  der     Hilfsstromquelle    und, falls diese Kon  stanz nicht von vornherein gegeben ist, Ein  richtungen, welche sie herbeiführen. Auch  die betriebsfremde Frequenz sollte möglichst  konstant sein und, um ruhende Einrichtun  gen zu ihrer Erzeugung verwenden zu kön  nen, ist es vorteilhaft, sie als ein ganzes Viel  faches der Grundfrequenz zu wählen.

   So  kann zum Beispiel in     Dreiphasennetzen    eine  der     änten    Harmonischen entsprechende be  triebsfremde Frequenz (n = ganze Zahl)  leicht in ruhenden Apparaten durch Sättigung  des Eisens einer mit konstanter Spannung der  Grundfrequenz gespeisten     Dreiphasenspule     erzeugt werden.

   Schliesst man nämlich an  das     Dreiphasennetz    eine hochgesättigte     drei-          phasige,    in Stern geschaltete Drosselspule an,  dann erfordert das Feld bei     sinusförmigem     Verlauf zu seiner Erzeugung eine starke  dritte Harmonische, die aber in allen drei  Phasen gleiche Richtung hat und daher nur  über eine mit dem Sternpunkt verbundene  Leitung zu- und abfliessen kann. Ist der  Sternpunkt mit Erde verbunden,     dann    fliesst  der Strom der dritten Harmonischen durch  den     Erdungskreis,    also vom Netz durch die       Dreiphasenwicklung    über den Sternpunkt  nach Erde und über die Teilkapazität des  Netzes gegen Erde zurück ins Netz.

   Diese  Erzeugung der betriebsfremden Frequenz für  den     Erdungskreis    hat aber noch den Nach  teil, dass die Grösse des Stromes von der Netz  spannung der Grundfrequenz abhängt. Än-           dert    sich die Netzspannung, dann ändert sich  die Sättigung der Drossel und demnach die       EMK    der     3ten        Harmonischen.    Es ist dann  vorteilhaft, um die     EMK    von der Änderung  der Spannung des Netzes möglichst unab  hängig zu machen, sie in folgender Weise  zu erzeugen.

   Man gibt dem Magneten der       hochgesättigten        Dreiphasendrossel    einen fiten  Schenkel, dessen Feld in einer auf diesem  Schenkel angeordneten, in den     Erdungskreis     eingefügten Spule die     Spannung    der     3nten     Harmonischen induziert.

   Um nun diese Drei  phasendrossel mit möglichst konstanter Span  nung zu speisen, wird sie an die gegen  einander geschalteten Sekundärwicklungen  zweier primär in Reihe an das Hochspan  nungsnetz angeschlossener     Dreiphasentrans-          formatoren    angeschlossen, von denen der eine  hohe, der andere geringe     Eisensättigung    be  sitzt, derart, dass die Neigung der     Span-          nungscharakteristik    des ungesättigten Trans  formators annähernd gleich der Neigung des  im Bereich hoher Sättigung     liegenden    Teils  der Spannungscharakteristik des     gesättigten     Transformators liegt. Diese Schaltung ist an  sich aus dem Schweiz.

   Patent Nr.     130733    be  kannt. Da sich im Sekundärkreis die Span  nung des ungesättigten Transformators von  der des gesättigten subtrahiert, ist die Span  nung an der Reihe der beiden Sekundärwick  lungen in weitem Bereich eine konstante und  unabhängig von den Schwankungen der Pri  märspannung. Schliesst man also an diese       Sekundärwicklungsreihe    die mit fitem Schen  kel versehene hochgesättigte Dreiphasen  drossel an, dann ist das Feld der     3ten    Har  monischen im     fiten    Schenkel nahezu konstant  und unabhängig von den Schwankungen der  Spannung des Hochspannungsnetzes.

   Dem  entsprechend ist auch die in der auf dem  fiten Schenkel angebrachten Wicklung indu  zierte     EMK    der.     3ten    Harmonischen eine  Konstante, und man kann sie als konstante  Spannung betriebsfremder Frequenz im Er  dungskreis verwenden. Zu diesem Zweck  schaltet man in den     Erdungskreis    die auf  dem fiten Schenkel der     Dreiphasenspule    lie  gende Wicklung ein und schliesst, um     einen       besonderen     Anschlusstransformator    für den       Erdungskreis    zu ersparen, diesen an den  Sternpunkt der Primärwicklung des zur Er  zeugung der konstanten Spannung verwen  deten ungesättigten Transformators an.

   Die  ser Transformator soll aber dem Strom der       3ten    Harmonischen keinen hohen induktiven  Widerstand entgegensetzen, und er erhält aus  diesem Grunde als     3te    Wicklung eine in Drei  eck geschaltete Wicklung, welche die Am  perewindungen der     3ten    Harmonischen kom  pensiert. Man kann aber auch den beiden  Transformatoren, welche der Erzeugung der  konstanten Spannung dienen, Primärwick  lungen in     Zickzackschaltung    geben, da die       Ziekzacksehaltungen    mit zwei gleichen Pha  senteilen pro Spannungsphase die Eigen  schaft haben, ante Harmonische     ungedrosselt     hindurch zu lassen.

   Man kann aber auch  die     Induktivität    des den Sternpunkt zum An  schluss des     Erdungskreises    liefernden Trans  formators ganz oder teilweise zur Herstellung  der Resonanz mit den Teilkapazitäten des  Netzes gegen Erde verwenden, wodurch die  in den     Erdungskreis    einzuschaltende     Hilfs-          induktivität    entsprechend kleiner ausfällt.  



  Es kann der Fall eintreten, dass die Re  sonanzkurve ausserordentlich steil verläuft, so  dass die Empfindlichkeit der Einrichtung zu  gross wird. In diesem Falle kann dieser  Kurve durch Einschalten eines     Dämpfungs-          widerstandes    in den     Erdungsstromkreis    eine  geringere Steilheit in der Nähe des Resonanz  punktes gegeben und die Empfindlichkeit auf  den praktisch brauchbarsten Wert eingestellt  werden.  



  Da bei der beschriebenen Einrichtung die  gemessenen Werte des Stromes der     3nten     Harmonischen nicht nur unabhängig von  den Spannungsschwankungen des Hochspan  nungsnetzes, sondern auch von den Strömen  der Grundfrequenz sein sollen, wird man,  um diese     Ströme    von den messenden und  schaltenden Instrumenten fernzuhalten, diese  durch aus Kapazität und Selbstinduktion be  stehende, auf die Grundfrequenz abgestimmte  Resonanzkreise überbrücken.

   Als Instrumente  kommen sowohl solche in Betracht, welche      den die     Löschinduktivität    einstellenden     Mess-          wert    erkennen lassen (Amperemeter,     Reak-          tanzmesser    oder dergleichen), als auch Schalt  relais, welche vom Strom des     Erdungskreises     durchflossen die     Löschinduktivität    auf den  der jeweiligen Länge des Netzes entsprechen  den Wert einstellen.

   Anstatt das Schaltrelais  vom Strom des     Erdungskreises    zu speisen,  kann es auch von der an der     Erdungsinduk-          tivität        (Hilfsinduktivität        im        Erdungskreis)     herrschenden     Spannung    gespeist werden, wo  bei     in    diesen Spannungskreis ein aus der  Parallelschaltung von Kapazität und     Induk-          tivität    bestehender Sperrkreis für Ströme der  Grundfrequenz eingeschaltet sein kann.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  sei anhand der Figur erläutert. In dieser be  deutet N ein     Dreiphasennetz    mit den ab  schaltbaren Teilen<I>N,</I> und     N=.        S,    und     SZ     sind Schalter zum Ab- und Zuschalten der  Netzteile.     HT    stellt die das Netz speisende  Wicklung des Haupttransformators dar: An  den Sternpunkt dieser Wicklung ist die       Löschspule    L angeschlossen, deren     Induk-          tivität    durch den mit Erde verbundenen  Schaltkontakt eingestellt werden kann.

   An  das Netz N sind die     Primärwicklungen    der       Transformatoren    T, und     T2    in Reihen  schaltung angeschlossen, deren Sekundär  wicklungen in Reihe gegeneinander ge  schaltet sind. Transformator T, ist hoch,  Transformator     TZ    ist schwach gesättigt  und derart bemessen, dass die Neigung  seiner     Spannungscharakteristik    annähernd  gleich der Neigung des im Bereich hoher  Sättigung liegenden Teils der     Spannungs-          charakteristik    des     gesättigten    Transforma  tors     T,    liegt.

   Dies hat zur Folge, dass die  an der Reihe der Sekundärwicklungen der  beiden Transformatoren herrschende Span  nung im weiten Bereich unabhängig von der  Änderung der Spannung des Netzes N kon  stant ist. Diese konstante Spannung wird  nun den Klemmen der     Dreiphasendrossel        T3     zugeführt, deren Eisen ebenfalls hoch ge  sättigt ist und die einen     4ten    Schenkel be  sitzt, auf dem sich die Spule G befindet. In  dieser Spule G werden Spannungen der     3nten       Harmonischen induziert, und sie stellt die  Stromquelle für Ströme der     3nten    Frequenz  dar.

   Die Spule G ist nun mit dem einen Pol  an den Sternpunkt der Primärwicklung von       T2    angeschlossen, mit dem andern Pol da  gegen über die     Hilfsinduktivität    J, das  Schaltrelais R und das Amperemeter A ge  erdet. Das Schaltrelais     B    und das Ampere  meter A sind durch den auf die Grund  frequenz abgestimmten Resonanzkreis Sch  überbrückt. Um eine Drosselung der Ströme  der     3nten    Harmonischen in der Primärwick  lung von     T2    zu vermeiden, ist diese, Wicklung  in Zickzack geschaltet.

   Damit aber die Pha  sen der Sekundärwicklungen der beiden  Transformatoren T, und     TZ    nicht vonein  ander abweichen, ist auch die Primärwick  lung von<I>T,</I> und     T,    in Zickzack geschaltet.  C, und     C2    stellen die Teilkapazitäten gegen  Erde der Netzteile     N1    und     N2    dar. Es ist an  genommen,     dass,    die Teilkapazität des an den  Transformator     HT    unmittelbar angeschlos  senen Leitungsstückes gegenüber den andern       vernachlässigbar    klein ist.  



  Die Wirkungsweise dieser Einrichtung  ist nun folgende: Es seien die Schalter     ,S',     und     S,    geschlossen und die     Induktivität    J  so eingestellt, dass sich der Stromkreis, wel  cher gebildet wird aus     Primärwicklung    von       T2,    Spule G,     Hilfsinduktivität    J, Erde, Teil  kapazitäten C, und     C2    und Netz N (wobei  parallel zu C, und     C.    die     Löschinduktivität     <I>L</I> und der Speisetransformator     HT    liegt),  annähernd in Resonanzabstimmung in bezug  auf eine ante Harmonische befindet.

   Der  Strom im Relais     B    und im Amperemeter A  hat somit bei voll eingeschaltetem Netz sei  nen grössten     Wert.    Öffnet man nun zum  Beispiel den Schalter     S2,    dann ist     C2    aus dem       Erdungskreis    ausgeschaltet, und dieser ist  entsprechend verstimmt. Der Strom in den  Instrumenten nimmt relativ stark ab, weil  der     Messwert    sich auf dem steilen Ast der  Resonanzkurve bewegt.

   Dem geänderten  Wert des     Messstromes    entsprechend     wird    nun  der Hebel     K    bewegt und die Löschspule<I>L</I>  auf einen dem Wert     Cl    entsprechenden Wert  selbsttätig eingestellt.      Welche der     3nten    Harmonischen zur     Be-          t;@,tigung    der Instrumente gewählt wird, ist  an sich gleichgültig, man wird im allgemei  nen die     3te    Harmonische bevorzugen, weil sie  relativ die grösste Amplitude hat und daher  genügend Energie für die Betätigung des       Schaltrelais    liefert.

   Anderseits darf die zwi  schen Netznullpunkt und     Erde    auftretende  Spannung der     3nten    Harmonischen im Ver  hältnis zur Netzspannung nicht sehr erheb  lich sein, da sie das Netzpotential gegen das  Potential der Erde     verlagert    und daher die  Spannung der Phasenleiter des Netzes gegen  Erde erhöht. Anstatt die Schalteinrichtung  und die     Messinstrumente        unmittelbar    in den       Erdungskreis    einzuschalten, kann dies auch  mittelbar dadurch geschehen, dass die In  strumenten- und Relaisstromkreise nur induk  tiv mit dem     Erdungsstromkreis    gekoppelt  sind.

   So kann zum Beispiel das Schaltrelais  von einer mit der     Hilfsinduktivität    des Er  dungskreises induktiv gekoppelten Spule ge  speist werden.  



  Die     Hilfsinduktivität,    an welcher ausser  der Spannung der     3nten    Harmonischen ge  gebenenfalls auch die als Folge von     Un-          symmetrien    auftretende Verlagerungsspan  nung herrscht, ist für die Spannung zu be  messen, mit der sie     maximal    beansprucht  wird. Um diese     Spannung    herabzusetzen, ist  es zweckmässig, das Netz in bekannter     Weise     mit Einrichtungen zu versehen, welche die  Netzsymmetrie herbeiführen, oder die     Lösch-          induktivität    so weit zu verstimmen,     dass    die  Verlagerungsspannung sich unterhalb ge  wisser Grenzen hält.

   Ferner können vorteil  haft Schaltungen vorgesehen sein, welche im       Erdschlussfalle    in Abhängigkeit von den  sich dabei ändernden Netzgrössen (zum Bei  spiel Spannung gegen Erde)     selbsttätig    den  Hilfskreis unterbrechen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschluss-Löschinduktivität auf den der jeweiligen Länge des geschützten Hochspan nungsnetzes entsprechenden Wert, bei wel- eher der Sternpunkt (bezw. Nullpunkt) einer an das Hochspannungsnetz angeschlossenen Wicklung mit Erde über eine Spannungs- quelle betriebsfremder Frequenz verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Erdungskreis eine Hilfsinduktivität von sol cher Grösse eingeschaltet ist, dass der aus Netz,
    Erdungskreis und Teilkapazität des Netzes gegen Erde bestehende Stromkreis sich bei der betriebsmässig kleinsten oder grössten Netzlänge in bezug ,auf die ein gefügte Frequenz nahezu in Resonanz abstimmung befindet und ,dass Schalteinrich tungen vorgesehen sind, welche in Abhängig keit von .dem Strom des Erdungskreises die Löschinduktivität der jeweiligen Netzläng(, entsprechend einstellen. .
    UNTERANSPRüCIIE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die betriebs fremde Frequenz eine ante Oberharmo nische der Grundfrequenz ist, wo n eine beliebige ganze Zahl, einschliesslich 1., be deutet. 2.' Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine eisengesät tigte Dreiphasenspule mit 4tem Schenkel verwendet wird, dessen Feld in einer auf diesem Schenkel angeordneten, in den Erdungskreis eingefügten Spule die Span nung der 3nten Harmonischen induziert. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Dreiphasen spule von den gegeneinander geschalteten Sekundärwicklungen zweier primär an das Hochspannungsnetz angeschlossener Dreiphasentransformatoren gespeist wird, von denen der eine hohe, der andere ge ringe Eisensättigung besitzt, derart, dass die Neigung der Spannungscharakteristik des ungesättigten Transformators an nähernd gleich der Neigung des im Be reich hoher Sättigung liegenden Teils der Spannungscharakteristik des gesättigten Transformators liegt. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass an den Stern- Punkt des an das Dreiphasennetz an geschlossenen ungesättigten Transforma tors der Erdungsstromkreis angeschlossen ist, in welchen die Spannung der auf dem 4ten Schenkel der Dreiphasenspule liegen den Wicklung eingefügt ist, wobei die Pri märwicklungen der beiden an das Hoch spannungsnetz angeschlossenen Transfor matoren in Zickzack geschaltet sind, oder der ungesättigte Transformator eine in Dreieck geschaltete Tertiärwicklung be sitzt,
    um die Drosselung des Stromes der 8nten Harmonischen in diesem Transfor mator zu vermeiden. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Erdungs- kreis ein Dämpfungswiderstand vor gesehen ist, der die Resonanzkurve für die betriebsfremde Frequenz soweit abflacht, dass die Empfindlichkeit der Schaltein richtung für die verschiedenen Netzlängen vergleichmässigt wird.
CH157447D 1930-09-13 1931-09-04 Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlusslöschinduktivität in Hochspannungsnetzen. CH157447A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE157447X 1930-09-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH157447A true CH157447A (de) 1932-09-30

Family

ID=5678694

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH157447D CH157447A (de) 1930-09-13 1931-09-04 Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlusslöschinduktivität in Hochspannungsnetzen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH157447A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT411937B (de) Verfahren und vorrichtung zur erkennung und ortung von hochohmigen einpoligen erdfehlern
EP2622614B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum verringern eines magnetischen gleichfluss-anteils im kern eines transformators
EP2622615A1 (de) Anordnung und verfahren zur kompensation eines magnetischen gleichflusses in einem transformatorkern
DE1146176B (de) Schutzeinrichtung gegen Kurzschluesse in elektrischen Netzen
EP3080822B1 (de) Vorrichtung und verfahren zur verringerung eines magnetischen gleichfluss-anteils im kern eines dreiphasentransformators
CH157447A (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlusslöschinduktivität in Hochspannungsnetzen.
DE102011082554A1 (de) Verfahren zur Bestimmung eines Erdschlussstroms in einem erdschlussbehafteten Drehstromnetz
DE626398C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Erdschlussloeschinduktivitaet in Hochspannungsnetzen
AT132328B (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlußlöschinduktivität in Hochspannungsnetzen.
DE740198C (de) Anordnung zur Kompensation des an der Erdschlussstelle von Wechselstrom-Fernleitungen hoher Spannung auftretenden von Koronaentladungen herruehrenden Wirkstromes
DE950737C (de) Staffelschutz zur selektiven Erdschlussabschaltung in induktiv geerdeten Hochspannungs-Maschennetzen
DE961457C (de) Vorrichtung zur UEbermittlung von Schaltbefehlen ueber Starkstromleitungen
DE399136C (de) Selbsttaetig veraenderliche Nullpunktdrosselspule fuer Hochspannungsnetze
DE588520C (de) Siebvorrichtung zur Verwertung der in elektrischen Energieversorgungsnetzen infolge hoher Eisensaettigung der Netzbelastungen auftretenden Oberwellen
AT104304B (de) Einrichtung zum Messen von Erdungswiderständen.
DE760151C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung einer zum Erdschlussschutz eines Wechselstromnetzes dienenden Loeschinduktivitaet bei AEnderung der Teilkapazitaet des Netzes gegen Erde
AT113594B (de) Schaltung von Erdschlußpulen.
DE432982C (de) Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen einer mit Erdschluss behafteten Zweigleitung eines Hochspannungsnetzes
CH155905A (de) Einrichtung zum Messen der jeweiligen Länge eines durch Löschspulen geschützten Hochspannungsnetzes.
DE449751C (de) Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes
DE626487C (de) Anordnung zur Unterdrueckung der Oberwellenstroeme in mit Erdschlussloeschern versehenen Netzen
DE623880C (de) Drosselspule fuer die Reihenschaltung mit Kondensatoren
DE825717C (de) Anordnung zum Einschalten eines elektrischen Stromes
DE722215C (de) Anordnung zur Erzeugung einer Mess- oder Relaiswirkung in Abhaengigkeit von den Abweichungen einer Frequenz von einem Sollwert
AT133813B (de) Anordnung zur Überwachung der Abstimmung von Erdschlußlöscheinrichtungen.