CH157458A - Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe. - Google Patents

Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe.

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CH157458A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom     mittelst    gittergesteuerter  Entladungsgefässe. '    Die Erfindung bezieht sich auf Energie  umformungseinrichtungen, die Gleichstrom in  Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Ent  ladungsgefässe umwandeln. Beim Betrieb sol  cher     Umformungseinrichtung    treten Über  lastungen, Kurzschlüsse oder dergleichen  auf, die sich infolge Schadhaftigkeit     bezw.     nicht ordnungsgemässen Arbeitens der Ent  ladungsgefässe oder nicht normaler Netz  bedingungen ergeben. Erfindungsgemäss sind  Mittel zum Unterbrechen der Energieliefe  rung bei abnormen Verhältnissen im Wechsel  stromnetz vorgesehen.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfin  dung in     Fig.    1 der Zeichnung     wird    elek  trische Energie von einem Gleichstromnetz  10 an     ein    Wechselstromnetz 11 mittelst       zweier    gittergesteuerter     Entladungsgefässe    12  und 13, einer     Induktivität    14 mit     Mittel-          anzapfung,    die zwischen den beiden Ent  ladungsgefässen liegt, und     zweier    zwischen  den Gleichstromleitungen 10 liegender Kon-         densatoren    15 und 16 übertragen.

   Die       Wechselstromleitungen    11 sind an eine       Mittelanzapfung    der     Induktivität    14 und an  einen Punkt zwischen den Kapazitäten 15  und 16 angeschlossen. Ein Transformator 17  liegt an den Wechselstromleitungen 11, um  das Steuerpotential den Steuerelektroden der  Gefässe 12 und 13 zuzuführen. Ferner ist ein  gleicher Transformator 18 vorgesehen, um  das     Gitterpotential    des Gefässes 13 auch von  Änderungen der elektrischen Bedingungen  des Wechselstromkreises 11 abhängig zu  machen.  



  Die Gruppe von Elementen, die bei der  Veränderung der Gitterspannung des Ge  fässes 13     mitwirkt,    enthält eine von mehreren  Gleichrichtern 19 bis 22 gebildete Brücken  anordnung. Der Transformator 18 ist mit  den     Wechselstromklemmen    dieser Brücken  anordnung verbunden. Ein Widerstand 23  liegt an den Gleichstromklemmen der           Brückenanordnung.    Eine     Vorspannungsquelle     24 und ein Widerstand 2!5 sind in Reihe mit  dem Widerstand 23 in den Gitterkreis des  Gefässes 13 geschaltet.  



  Normalerweise     wird    Strom ununter  brochen durch die Einrichtung übertragen,  wie es durch die voll ausgezogenen und ge  brochenen Pfeile angegeben ist. Der voll aus  gezogene Pfeil zeigt, dass der Strom durch  das Entladungsgefäss 13 während des einen       Zeitabschnittes        übertragen    wird, und die ge  strichelten Pfeile zeigen an, dass der     Strom     durch das Gefäss 12 während des darauf  folgenden Zeitabschnittes übertragen     wird.     Die Umformung erfolgt also in der Weise,  dass gleichzeitig durch dasselbe Entladungs  gefäss, zum Beispiel     13"    , der eine Konden  sator (15) geladen und der andere (16) ent  laden wird.

   Durch das abwechselnde Ar  beiten der Entladungsgefässe wird der ge  wünschte Wechselstrom erzeugt. Während  der     Zeitabschnitte,    in denen die Entladungs  gefässe nicht Strom führen,     wird    das Zünden  des Stromes durch ein mittelst Transforma  tors 17 zugeführtes negatives     Gitterpotential          verhindert.     



  Bei normalem Betrieb sind die Spannun  gen 24 und der Spannungsabfall am Wider  stand 23 im     Gleichgewicht,    und die dem       Gitterkreis    des Entladungsgefässes 13 zu  geführte Spannung     wird    nur dem Transfor  mator 17 entnommen. Wenn die Spannung  zwischen den     Wechselstromleitungen    11 sich  auf einen genügend     kleinen    Wert vermin  dert, überwiegt die Spannung 24.

   Es wird  daher dem Eingangskreis des Entladungs  gefässes 13 eine negative Spannung zugeführt  und infolgedessen der Strom dieses Ent  ladungsgefässes unterbrochen, das heisst zwi  schen den Gleichstrom- und Wechselstrom  leitungen     wird    keine Energie übertragen, bis  die Ursache für die abnorm niedrige Span  nung beseitigt ist.  



  In     Fig.    2 ist der Erfindungsgedanke an  einem weiteren     Ausführungsbeispiel    erläu  tert, das eine Umformung von Gleichstrom in       Mehrphasenwechselstrom    betrifft. Bei einer    solchen     Umformungseinrichtung    kann bei  normalen     Betriebsverhältnissen    die     Kommu-          tierung,    das     heisst    der Übergang des Stromes  von einer Entladungsstrecke auf eine andere,  mittelst dreier miteinander magnetisch ver  ketteter Drosselspulen 34, 35 und 36 er  folgen.

   Bei Verwendung von Dampf- oder       Gasentladungsgefässen,    das heisst Entladungs  gefässen mit     ionisierbarem    Medium, ist je  doch, da bekanntlich das Gitter nur das Ein  setzen der Entladung bestimmt, eine Unter  brechung der Energielieferung     zunächst     nicht möglich. Hierfür dient nun eine Kapa  zität 47, die von den     Gleichstromleitungen     10     mittelst    der Entladungsgefässe 28, 30 und  32 geladen und mittelst der Entladungs  gefässe 29, 3,1 und 33 entladen     wird,    wenn  die Energielieferung unterbrochen werden  soll.

   Die Kapazität 47 wird auf     der    einen  Seite über einen Weg, der das Entladungs  gefäss 50 enthält, und auf der andern Seite  durch drei Wege, die ein Gefäss 51 und das  Gefäss 2-9     bezw.    ein Gefäss 5.2 und das Ge  fäss 31     bezw.    ein Gefäss 53 und das Gefäss 33  enthalten, entladen. Die Gefässe 48 bis 53  sind wie die Gefässe 28 bis 33 mit Steuer  elektroden versehen.  



  Die Gitter- oder Steuerkreise der Gefässe  48 bis 53     enthalten    zwei entgegengesetzt  geschaltete Gleichrichter, wodurch die Gitter  kreise einander     entgegengerichtete        Vorspan-          nungen    erhalten, die ähnlich denen der Span  nungsquelle 24 und dem Spannungsabfall am  Widerstand 23 in     Abb.    1 sind. So enthält  zum Beispiel das Gefäss 48 im Gitterkreis  einen Gleichrichter 54, welcher eine     Vorspa.n-          nung    der einen     Richtung    am Widerstand 55  erzeugt und einen Gleichrichter 56, welcher  eine     Vorspannung    entgegengesetzter Rich  tung am Widerstand 57 erzeugt.

   Gleiche       Anordnungen    steuern die Arbeitsweise der  Gefässe 29, 31, 33 und 4'9 bis 53. Durch den  Schalter 58 werden die Gleichrichter 56 die  ser     Gittersteueranordnungen    an geeignete       Wechselstromleitungen    60 und durch den  Schalter 59 die Gleichrichter 54 dieser An  ordnungen an     ähnliche        Wechselstromleitun-          gen    61 angeschlossen.      Wir nehmen an,     dass"    der Schalter 59 ge  schlossen ist, und die Gefässe 48 und 49 posi  tive Gitterspannungen erhalten, die gestatten,  dass Ladestrom von den Leitungen 10 dem  Kondensator 47 zugeführt wird.

   Die Gefässe  51 bis 53 sind negativen Gitterspannungen  unterworfen, welche die Entladung der Ka  pazität 47 verhindern. In dieser Weise wird  die Kapazität 47 geladen. Nach     Beendigung     des Ladevorganges ist die Umformungsein  richtung betriebsbereit.  



  Nach Schliessen des Schalters     5$    werden  die     Vorspannungen    der Gefässe 4:8 bis 53 neu  tralisiert, und die Lade- und     Entladewege     der Kapazitäten 47 sind geschlossen.  



  Die     Leitungen    61 sind vorzugsweise an  eine Phase der     W.echsels@tromleitungen    27 der       Einrichtung    angeschlossen. Nimmt die Span  nung zwischen     diesen    Leitungen ab, wird eine  resultierende positive     Gitterspannung    den Ge  fässen ,50 bis 53 zugeführt. Die in der Kapa  zität 47 aufgespeicherte Energie entlädt sich  über das Gefäss 50, die gerade Strom führen  den Gefässe der Gruppe 29, 31 und 33, und  die entsprechenden Gefässe der Gruppe 51 bis  53. Der bei der Entladung der Kapazität 47  fliessende Strom ist dem Arbeitsstrom der  Entladungsgefässe 29, 31 und 33 entgegen  gerichtet und     bringt    diese Gefässe zum Er  löschen.

   Gleichzeitig wird eine resultierende  negative Gitterspannung mittelst der entspre  chenden Gleichrichter 54 den Gefässen 29, 31  und     33    zugeführt, und die Wiederaufnahme  des Arbeitens der     Einrichtung    wird solange  verhindert, bis die normalen Betriebsbedin  gungen wieder hergestellt sind. Wie leicht       einzusehen    ist, können die Gleichrichter 54  und 5.6 aus Kupferoxyd oder anderem geeig  netem Material bestehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Umformung von Gleich strom in Wechselstrom mittelst gitter gesteuerter Entladungsgefässe, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel zum Unterbrechen der Energielieferung bei abnormen Verhält nissen im Wechselstromnetz vorgesehen sind. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine von der Wechselspannung abgeleitete Spannung in die Gitterkreise wenigstens eines Teils der Entladungsgefässe eingefügt und der art bemessen und geschaltet ist, dass bei normalem Betrieb die ordnungsgemässe Steuerung gewährleistet ist, bei Verringe rung der Wechselspannung unter einen vorbestimmten Wert die Steuerung der Entladungsgefässe derart beeinflusst wird.
    dass sie nicht mehr von neuem leitend wer den. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass in die Gitter kreise der Entladungsgefässe abgesehen von sonstigen Steuerspannungen zwei gegeneinander geschaltete Gleichspannun gen eingefügt sind, von denen die eine die gleichgerichtete Spannung des Wech- selstromnetzes, die andere eine hiervon umabhängige Spannung ist. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1 bei Umformungseinrichtungen mit gitter gesteuerten Dampf- oder Gasentladungs- gefässen, bei denen die Gittersteuerung allein eine Unterbrechung der Energie lieferung nicht ermöglicht, dadurch ge kennzeichnet, dass weitere von der Wech selspannung beeinflusste Mittel vorgesehen sind, die bei Verringerung der Wechsel spannung unter einen vorbestimmten Wert die bestehenden Entladungsströme unter brechen. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass ein Konden sator (47) und der Phasenzahl entspre chende Zahl von Entladungsgefässen (51, 52, 53) und ein weiteres Entladungsgefäss (50) so angeordnet sind, dass bei Eintritt abnormer Spannungsverhältnisse diese Entladungsgefässe leitend werden und der Kondensator sich über diese und die Hauptentladungsgefässe, deren Entladung unterbrochen werden soll, entlädt. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Konden sator (47) beim Beginn des Arbeitens der Umformungseinrichtung durch zwei gittergesteuerte Entladungsgefässe (48,49) aus dem Gleichstromnetz geladen wird.
CH157458D 1930-02-24 1931-02-24 Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe. CH157458A (de)

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