CH157484A - Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenz-Verfahren betriebene Fernwirkanlagen. - Google Patents

Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenz-Verfahren betriebene Fernwirkanlagen.

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CH157484A
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CH
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Empfangseinrichtung für nach dem     Impulsfrequenz-Verfahren    betriebene       Fernwirkanlagen.       Bei dem     Impulsfrequenzverfahren    wird in  der Regel die fernübertragene Impulsfolge  an der Empfangsstelle durch eine Impuls  folge konstanter Intensität nachgebildet und  diese einem trägen Messgerät oder derglei  chen zugeleitet.

   Im allgemeinen verwendet  man hierzu einen Kondensator, der im Takte  der fernübertragenen Impulse über das Mess  gerät aus einer Stromquelle     konstanter    Span  nung auf- oder umgeladen     wird.    Um     eine     zu grosse Dämpfung des     Messgerätes    zu       vermeiden,    hat man bisher den Konden  sator     mittelst        eines        zweipoligen    Umschalte  relais derart in den     Messkreis    eingeschaltet,  dass er bei jedem fernübertragenen Impuls  umgeladen     wird,    und zwar in der Weise,

    dass der erste Ladestromstoss bei der Erre  gung des     Umschalterelais        und    der zweite  Ladestromstoss beim Abfallen des Um  schalterelais über das Messgerät geleitet  wird. Es wird also hierbei die fernüber-         tragene    Impulsfolge in eine Impulsfolge  konstanter Intensität und doppelter Fre  quenz umgewandelt, so dass mit Bezug auf  das zu beeinflussende Messgerät oder derglei  chen die zwischen zwei fernübertragenen Im  pulsen bestehende Pause zum Teil durch den  zweiten Ladestromstoss ausgefüllt ist.

   Es  braucht daher die Trägheit des     Messgerätes     nicht so gross zu sein, als wenn bei jedem  fernübertragenen Impuls der Kondensator  lediglich     aufgeladen    und somit über das  Messgerät nur ein Ladestromstoss geleitet  wird.  



  Die bisherige, in ihrer Wirkungsweise  sehr vorteilhafte Einrichtung hat den Nach  teil, dass sie zur Umladung des     Kondensators     ein zweipoliges     Umschalterelais    erfordert,  das verhältnismässig teuer ist. Die Erfindung  hat sich daher .die Aufgabe gestellt, unter  Aufrechterhaltung der Vorteile der bisheri  gen Einrichtung diese so auszugestalten, dass      ein verhältnismässig billiges,     einfaches    ein  poliges     Umschalterelais    genügt. Dies ist da  durch erreicht, dass erfindungsgemäss über  das zu beeinflussende Organ zwei Strom  kreise geführt sind, die den Anker eines ein  poligen, von der gesendeten Impulsfolge zu  erregenden     Umschalterelais    als gemeinsamen  Teil enthalten.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  dargestellt. In     Fig.    1 ist 1 die an die Fern  leitung 2 angeschlossene Erregerwicklung  eines an der Empfangsstelle befindlichen  einpoligen     Umschalterelais,    dessen Anker la  bei     Stromlosigkeit    des Relais     mittelst        einer          Rückzugfeder    in Anlage gegen den Kontakt       1b    gehalten wird und bei Erregung .des Re  lais gegen den zweiten Kontakt     1c    anliegt.  3 und 4 sind- zwei in bezug auf die Gleich  stromquelle 5 und das Messgerät 6 in Reihe  liegende Kondensatoren.

   Zu dem Kondensa  tor 3 ist über den Kontakt     1b    des Umschalte  relais ein     'Widerstand    7     und    zu dem Kon  densator 4 über den Kontakt     1c    des Um  schalterelais ein     Widerstand    8 parallel ge  schaltet.  



  Die Wirkungsweise -der Einrichtung ist  folgende: In der dargestellten Ruhelage des  Relais 1 ist der Kondensator 3 über den  Widerstand 7 kurzgeschlossen, während an  dem Kondensator 4 die volle Spannung der  Stromquelle 5 liegt. Wird nunmehr das Um  schalterelais 1 durch einen fernübertragenen  Impuls erregt, so     wird    der Anker la gegen  den Kontakt     1c        angelegt    und dadurch ein  Stromkreis geschlossen, der von dem Plus  pol der Stromquelle 5 über das Messgerät 6,  den     Widerstand    8, den Anker ja, den zu  nächst nicht aufgeladenen Kondensator 3  zum negativen Pol der Stromquelle führt. Es  verläuft somit über das Messgerät 6 ein  Strom, bis der Kondensator 3 aufgeladen ist.

    Mit diesem Vorgang- ist gleichzeitig eine Ent  ladung.des über den Anker 1a und den     '%ÄTi-          derstand    8 kurzgeschlossenen Kondensators 4  verbunden. Nach dem Aufhören des über die  Fernleitung 2 zugeführten Stromimpulses    fällt das Relais 1 ab     und    der Anker la  schliesst wieder Kontakt mit dem Gegen  kontakt     1b.    Dadurch wird ein zweiter Strom  kreis geschlossen, der von dem positiven Pol  der Stromquelle 5 über das Messgerät 6 den  zunächst entladenen Kondensator 4, den An  ker ja, den Widerstand 7 zurück zu dem  andern Pol der Stromquelle 5 führt.

   Der  Kondensator 4 wird infolgedessen über den       genannten    Stromkreis aufgeladen und somit  über das Messgerät 6 die zur     Aufladung    des  Kondensators 4 dienende Energie geleitet.  Inzwischen entladet sich der Kondensator     .1     über den Widerstand 7. Beim Eintreffen des  nächsten     fernübertragenen    Impulses wieder  holen sich die Vorgänge entsprechend.  



  Zweckmässig werden. die Kondensatoren  und 4 gleich gross bemessen, an sich notwen  dig ist dies jedoch nicht. Es ist selbstver  ständlich, dass an Stelle des in dem Ausfüh  rungsbeispiel enthaltenen     Messgerätes    6 auch  ein anderes in Abhängigkeit von der Häufig  keit der fernübertragenen Impulsfolge einzu  stellendes Organ, zum Beispiel eine Regel  einrichtung oder dergleichen, treten kann.  



  In dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.   <B>22</B>  ist 1 wieder die     Wieklung    eines an die Fern  leitung 2 angeschlossenen einpoligen     Um-          schalterelai.s,7dessen    Anker bei Nichterregung  des Relais mittelst einer Feder in Anlag  gegen den Kontakt     1b    gehalten wird und bei  Erregung des Relais gegen den Kontakt     1c     anliegt.

   Mit 10 ist das schematisch angedeu  tete     Impulssendegerät        bezeichnet;    als     Mess-          gerät    ist im Ausführungsbeispiel ein     Q,uo-          tientenmessgerät    11 verwendet, dessen eine  Spule, die das Gegendrehmoment zu der an  dern in der Zeichnung mit     11a    bezeichneten  Spule aufzubringen hat, in zwei Spulen     llb     und     llc    aufgelöst ist. Die Spule     lla    ist  ständig an die beiden in Reihe geschalteten       Stromquellen    12 und 13 angeschlossen.

   Die  Spule     llb    ist mit ihrer einen Klemme an  den negativen Pol der Stromquelle 12 an  geschlossen und mit ihrer andern Klemme zu  dem Kontakt     1b    des     Umschalterelais    geführt,,       während    die Spule     llc    mit ihrer einen  Klemme an den Kontakt     1c    angeschlossen      ist und mit ihrer andern Klemme zu dem  positiven Pol der Stromquelle 13 geführt ist.  14 ist ein einerseits     -mit    der Stromquelle 12  und anderseits mit der Stromquelle 13 in  Reihe liegender Kondensator und 15 ein die  sem vorgeschalteter     Dämpfungswiderstand.     



  Die     Wirkungsweise    der Einrichtung nach       Fig.    2 ist demnach folgende: In der dar  gestellten Ruhelage des einpoligen Um  schalterelais ist ein Stromkreis geschlossen,  der von dem positiven Pol der Stromquelle     12über    den Widerstand 15, den Kondensator  14, den Anker ja, .die Wicklung     llu    zurück  zum negativen Pol der Stromquelle 12 führt.  Der Kondensator 14 ist also entsprechend der  Polarität der Stromquelle 12 positiv auf  geladen.

   Wird nunmehr durch einen     fern-          übertagenen    Impuls das     Umschalterelais    er  regt, so öffnet der Anker la den Kontakt bei       11)    und schliesst bei<B>je</B> einen Stromkreis, der  von dem positiven Pol der Stromquelle 13       über    die Spule     11e,    den Anker ja, den Kon  densator 1.4 und den Widerstand 15 zurück  zu dem negativen Pol .der Stromquelle 13  führt. Der Kondensator 14 wird infolgedes  sen über die Spule     lle    umgeladen. Der Lade  stromstoss besitzt dabei die Richtung, die  durch den der Spule     lle    beigefügten Pfeil  angedeutet ist.

   Nach Aufhören des fernüber  tragenen Stromimpulses kehrt der Anker ja  in die Ruhelage zurück und schliesst einen  Stromkreis, der von dem positiven Pol der  Stromquelle 12 über den     Widerstand    15 den  Kondensator 14, die Spule     llb    zurück zum       ne,yativen    Pol der Stromquelle 12 führt. Der  Kondensator 14 wird daher     wiederum    um  geladen, der Ladestromkreis besitzt hierbei  die Richtung, die durch den der Spule     11t1     beigegebenen Pfeil angegeben ist. Bei dem  nächsten fernübertragenen Impuls wieder  holen sich die Vorgänge entsprechend.  



  Wie aus den zu den Spulen     llb    und     llc     eingezeichneten Pfeilen hervorgeht, haben die  bei jeder     Erregung    und nachfolgendem A1  fallen des     Umschalterelais    hervorgerufenen,  über die Spule     lle    und die Spule     llb    gelei  teten Ladestromstösse die gleiche Richtung.  Infolgedessen ist die     Einstellung    :des Quo         tientenmessgerätes    die gleiche als ob es, wie  es bei den sonst üblichen Geräten der Fall  ist, nur zwei     Spulen    enthielte.

   Wie     leicb      einzusehen ist, ist daher der Ausschlag des       Quotientenmessgerätes    eindeutig durch die  Häufigkeit der fernübertragenen     Impulsfolge     bestimmt. Die Verwendung eines     Quotienten          messgerätes,    zum Beispiel der     Kreuzspultype.     hat den Vorteil, dass die Anzeige, wie be  kannt, von der Spannung der verwendeten  Stromquelle unabhängig ist.

   Selbstverständ  lich kann man auch, sofern man     schwache     Spannungsschwankungen in irgendeiner be  kannten Weise ausgleicht oder eine sehr grosse  Genauigkeit nicht gefordert wird, ein ge  wöhnliches, stark gedämpftes     Drehspulinstru-          ment    verwenden, dessen Drehspule aber  ebenfalls wie die eine Spule des in     Fig.     dargestellten     Quotientenmessgerätes    entspre  chend in zwei Spulen aufzuteilen wäre, also  beispielsweise so, dass man zwei parallel  nebeneinander liegende, auf der gleichen  Achse befestigte     Rähmchenspulen    vorsieht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Empfangseinrichtung für nach dem Im pulsfrequenzverfahren betriebene Fernvvirli- anlagen, durch welche die gesendete Impuls folge mittelst Kondensatoren in eine Impuls folge konstanter Intensität und doppelter Frequenz umgewandelt werden kann, da durch gekennzeichnet, dass über das zu be einflussende Organ zwei Stromkreise geführt sind und ein von der gesendeten Impulsfolge zu erregendes einpoliges Umsehalterelais vor gesehen ist, das bei Erregung durch einer, Impuls den einen Stromkreis und während der nachfolgenden Impulspause den andere Stromkreis schliesst.
    UNTERAN SPRüCHE 1. Empfangseinrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in jeden Stromkreis ein Kondensator der art eingefügt ist, dass mit dem Schliessen des Stromkreises über einen Widerstand der Kondensator des andern Stromkreise kurzgeschlossen wird.
    \3. Empfangseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kondensatoren mit Bezug auf das Organ und die Stromquelle in Reihe geschaltet sind und jedem Kondensator über einen Kontakt und den Anker des einpoligen Umschalterelais ein Widerstand parallel geschaltet ist. . Empfangseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stromkreise einen gemeinsamen Kondensator und je eine Stromquelle ent halten, die in bezug auf -den gemeinsamen Kondensator entgegengesetzte Polarität besitzen.
    4. Empfangseinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stromkreise über verschiedene Spulen eines Messgerätes geführt sind, Wobei diese derart in die Stromkreise geschaltet sind, dass sie die gemeinsame Drehachse im gleichen Sinne zu .drehen suchen. 5. Empfangseinrichtung nach Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch ein Quotienten messgerät, dessen eine Spule, die das Ge gendrehmoment zur andern Spule erzeugt, in zwei Spulen aufgelöst ist, von welchen die eine in den einen und die andere in den andern Stromkreis geschaltet ist.
CH157484D 1930-12-18 1931-11-02 Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenz-Verfahren betriebene Fernwirkanlagen. CH157484A (de)

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