CH157600A - Brücke mit Fachwerkträger. - Google Patents
Brücke mit Fachwerkträger.Info
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Description
Brüche mit Fachwerkträger. Vorliegende Erfindung betrifft eine Brücke mit Fachwerkträger. Von den be kannten Brücken ist die mit kontinuierlichen Trägern. am besten für schwere Belastungen geeignet. Ihre Vorzüge vor Brücken mit Ein zelspannweitere gestatten eine Ersparnis von 15 bis<B>30%,</B> je nach der Grösse und Zahl der Spannweiten. Die bis jetzt bekannten star ren kontinuierlichen Träger sind jedoch nur vorteilhaft unter gewissen günstigen Bedin gungen, wovon einige die folgenden sind. Nicht nachgiebige Fundamente, niedere Pfeiler, grosse Spannweiten, annähernd gleich grosse Spannweiten und mässig niedrige Träger.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Brücke zu schaffen, welche alle Vorzüge, die die Brücken mit starren kontinuierlichen Trägern über alle andern Brücken besitzen, aufweist und welche diese noch insofern übertrifft, als sie keiner günstigen Vorbedin- gungen bedarf und dazu Ersparnisse ermög licht.
Die Erfindung besteht darin, dass in einer Brücke mit Fachwerkträger, deren Stütz punkte Längsbewegungen der Brückenspan nungen gestatten, die benachbarten Enden g o leicher Gurtungen in zwei aufeina.nderfol- genden Spannungen durch .gelenkige Verbin dung mit geneigten Gliedern unterstützt sind, die auch gelenkig mit dem Stützpunkt verbunden sind, derart,
dass die Anschluss stellen der Spannungen an die geneigten Glieder wenigstens nahezu senkrechte Schwingungen ausführen können.
Zum besseren Verständnis sind mehrere Ausführungsbeispiele von Brücken nach vor liegender Erfindung in beiliegender Zeich nung dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 eine Teilansicht einer zweiten Ausführungsform, Fig. 3 eine solche Ansicht einer weiteren Ausführungsform, Fig. 4 ein Querschnitt nach Linie 4-4 in Fig. 3 in grösserem Massstab, und Fig. 5 und 6 Teilansichten von weiteren Ausführungsformen.
Nach Fig. 1 sind die Träger der Brücken spannungen 1, 2, 3 untereinander verbunden. Diese Spannungen ruhen auf dem Widerlager 4, den Pfeilern 5 und 6 und dem Endlager 7. Am Widerlager 4 ist das eine Brückenende gegen eine horizontale Verschiebung durch einen in jedem Träger vorgesehenen Dreh zapfen 8 gesichert. Auf den Pfeilern 5 und 6 gestatten die Rollenlager 50 und 60 freie Längsverschiebung. Ebenso wird eine solche durch das Endlager 7 gestattet, welches als Schwingspitze ausgebildet ist.
Auf den Pfeilern 5 und 6 endigen die untern Gurtun- gen der Träger 1 und 2, 2 und 3 mit schief gerichteten Stützen 10, welche durch Zapfen 12 mit Zugbändern 11 verbunden sind, wäh rend die andern Enden der Zugbänder 11 an den starren Teil der obern Gurtungen der Stützweiten 1 und 2, 2 und 3 durch Zapfen 13 angeschlossen sind. Die untern Enden der Stützen 10 sind in einem Zapfen 14 schar nierartig vereinigt.
Die schiefen .Stützen 10, welche das Ge wicht der Brücke tragen (Pfeilerreaktion), zerlegen die resultierende Spannung in Ver tikalkomponenten gleich der Gesamtreaktion und in Horizontalkomponenten, deren Grösse sich mit der Schiefstellung der Stützen än dert.
Damit ist der entwerfende Ingenieur in den Stand gesetzt, den Unter- und Obergur- tungen willkürlich diejenige Druck- und Zugspannung zuzuteilen, welche die Kontra- flegi.onspunkte so verteilt, dass am wenigsten Reaktionsspannungen erzeugt werden und sich dadurch die sparsamste Konstruktion er gibt, indem dabei die vom Brückengewicht herrührenden Widerlagerreaktionen zur Ver minderung der Spannungen in der Brücke benützt werden, wobei ein Ausgleich des positiven und negativen Biegungsmomentes für jede Belastung möglich ist und die Reak tionsspannungen unterdrückt werden.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass eine Sen kung eines der Stützpunkte eine selbsttätige gegenseitige Einstellung der Brückenglieder verursachen wird. Das folgende Beispiel wird diesen Vorgang deutlich machen. Eine Sen kung des Pfeilers 5 wird eine kleine Ver grösserung des innern, von den Druckstreben 10 des Pfeilers 5 gebildeten Winkels bewir ken, wodurch der Abstand zwischen den Zapfen 12 dieses Pfeilers etwas vergrössert wird und eine kleine Verkleinerung des Ab standes zwischen den Zapfen 13 eintritt.
Die ses Senken des Pfeilers 5 wird eine gleich zeitige, selbsttätige, gegenseitige Einstellung der Streben am Pfeiler 6 verursachen mit dem Unterschied jedoch, dass diese Streben in entgegengesetztem Sinne sich verschieben werden. Also wird der innere Winkel der Streben 10 am Pfeiler 6 etwas kleiner wer den und eine kleine Verminderung der Distanz zwischen den Zapfen 12 verursachen und eine entsprechende kleine Vergrösserung der Distanz zwischen den Zapfen 13 dieses Pfeilers. Nach Fig. 1 ist in einem der Stütz punkte, dem linken Widerlager, die Brücke an einem Zapfen 8 angeschlossen und gegen eine Horizontalverschiebung gesichert.
Der Zapfen gestattet eine senkrechte Schwingung des anschliessenden Fachwerkes. Dagegen lassen alle übrigen Stützpunkte nicht nur die vertikalen Schwingungen der anschliessenden Fachwerke zu, sondern auch eine Horizontal verschiebung -der ,Stützpunkte selbst. Der Zapfen 8, welcher also zum Beispiel eine Horizontalverschiebung der Brücke verhin dert, wenn der Wind und Zugkräfte zur Gel tung kommen, gestattet das freie Schwingen des Fachwerkes 1 um diesen Punkt, falls ein ungleiches Setzen des Widerlagers 4 und des Pfeilers 5 eintreten sollte.
Da die Pfeiler 5 und 6 und das Endlager eine Roll- und Schwingbewegung zulassen, so ist es klar, dass die Brücke bei allen Temperaturschwan kungen und ungleichen Senkungen ihrer Stützpunkte sich in der Längsrichtung aus dehnen und zusammenziehen kann. Das eine Ende der Brückenbahn 15 zwischen den Zap fen 12 kann mit dem Bodenbalken der"einen oder andern Spannung verbunden werden, während das andere Ende von irgendeinem Stützpunkt gehalten ist, welcher entspre chend dem wechselnden Abstand der beiden Zapfen 12 gleiten kann, falls die Brücken stützen sich ungleichmässig setzen sollten.
Dieses Bodenstück 15 kann auch an seinen beiden Enden befestigt werden, wenn es auf der Mittellinie der Pfeiler 5 und 6 mit einer unabhängigen Stütze und einem Dilatations- stoss versehen wird.
Die Rechnung zeigt, dass eine Brücke von gegebener Trägerhöhe und gegebener Stütz weite, welche nach obigen Angaben gebaut ist, durch die Senkung einer Stütze um bei spielsweise 10 cm weniger in Mitleidenschaft gezogen wird, als die bei einer mit starrem kontinuierlichem Träger gebauten Brücke von gleicher Trägerhöhe und Spannweite für die Senkung irgend einer ihrer Stützen um einen Zentimeter der Fall wäre.
Da die Wirkung von ungleichmässiger Ausdehnung und Kontraktion der Ober- und Untergurten infolge von Temperatureinflüs sen dieselbe ist, wie von ungleicher Senkung der Stützpunkte, so ist diese Brücke auch be züglich der Temperaturbeanspruchungen im Vorteil. Da zwei zusammenstossendeBrücken- spannungen so verbunden sind, dass sie auf ihrem Stützpunkt scharnierartig -arbeiten, so wird es unnötig, vor oder nach dem Bau Reaktionsspannungen in Betracht zu ziehen, um die Anfangsspannung zu bestimmen.
Die Brückenspannungen 1 und 3 in Fig. 1 können mittelst eines nur für die Spannung 2 eingebauten Lehrgerüstes montiert werden, oder umgekehrt braucht man bei der Mon tage nur für die Brückenspannungen 1 und 3 Lehrgerüste aufzustellen.
Die in Fig. 1, 2, 3, 5 und 6 gezeigten Verbindungen zweier angrenzender Brücken spannungen vermeiden plötzliche Spannungs- änderungen in der Brücke.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 gleicht derjenigen nach Fig. 1, nur dass hier die Brücke durch eine schwingbare Stütze 16, statt durch Rollenlager 50 oder 60 gestützt wird.
Die Fig. 3 und 4 zeigen schwingbare Säulen 17, zwischen welchen die Brücke mit telst der Zugstangen 18 an den obern Gur- tungen aufgehängt ist, wobei Zapfen 19 die, obern Enden der Zugstangen 18 mit den Köpfen der Säulen 17 verbinden und die un tern Enden der Zugstangen 18 mit den obern Gurtungen der Träger durch Zapfen \?0 ver bunden sind, während die untern Gurtungen durch einen gemeinschaftlichen Zapfen 21. welcher senkrechte Schwingungen ausführen kann, unter sich zusammengeschlossen sind.
Bei dieser Anordnung erfüllen die Zugstan gen 18 ähnliche Funktionen wie die Streben 10 in Fig. 1. Hier und auch bei den folgen den Beispielen bilden die die Enden der Spannungen unter sich und mit dem Stütz punkt verbindenden geneigten Glieder Seiten eines unstarren rhomboidischen Rahmens.
Fig. 5 zeigt, wie die obern Gurtungen zweier angrenzender Träger mittelst eines gemeinschaftlichen Zapfens 22 verbunden sind und die untern Gurtungen mittelst der Zapfen 24 mit den obern Enden der Stützen 223. Bei dieser Anordnung erfüllen die Streben 23 ähnliche Funktionen wie die Streben 10 in Fig. 1, und ist der Zapfen 22 senkrecht schwingbar.
In Fig. 6 bilden die gekreuzten Druck bänder 11 Teile des Trägers. Hier sind zwei benachbarte Träger durch Zugstangen 25 verbunden und mittelst Zapfen 27 an der Spitze der schwingbaren Säulen 26 auf gehängt. Bei dieser Anordnung erfüllen die Zugstangen 25 wiederum ähnliche Funktio nen, wie die Streben 10 in Fig. 1. Auch hier können die Endpunkte der Gurtungen nahe zu senkrechte Schwingungen ausführen.
Die in -Fig. 2, 5 und 6 gezeigten Boden teile können mit Dilatationsstössen versehen sein und ähnlich unterstützt sein wie der Bodenteil 15 in Fig. 1.
Die Berechnung der Streben einer Brücke nach Fig. 1 kann zum Beispiel wie folgt vor genommen werden: 1. Man bestimmt die Widerlagerreak- tionen.
2. Man rechnet die Spannungen in allen drei Trägern, als ob sie einfache wären. So ist Träger 1 durch die Zapfen 8 und 12 ab gestützt, Träger 2 durch die Zapfen 12 und 12, Träger 3 durch die Zapfen 12 und Stütze 7.
3. Man berechnet die in den Trägern durch die Horizontalkomponente der Streben 10 und der Zugstangen 11 verursachte Span nung.
Die algebraische Summe der Spannungen dieser beiden für jedes Glied gemachten Be rechnungen ergibt die resultierende Span nung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Brücke mit Fachwerkträger, deren Stütz punkte Längsbewegungen der Brückenspan nungen gestatten, dadurch gekennzeichnet, dass die benachbarten Enden gleicher Gur- tungen in zwei aufeinanderfolgenden Span nungen durch gelenkige Verbindung mit ge neigten Gliedern unterstützt sind, die auch gelenkig mit dem betreffenden Pfeilerstütz- punkt verbunden sind, derart, dass die An schlussstellen der Spannungen an die geneig ten Glieder in senkrechter Richtung schwin gen können. UNTERANSPRüCHE: 1.Brücke mit Fachwerkträger nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die, die Enden der Spannungen unter sich mit dem Stützpunkt verbindenden geneigten Glieder Seiten eines unstarren rhomboidischen Rahmens bilden. z. Brücke mit-Fachwerkträger nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfeilerstützpunkt der geneigten Glieder sich in der Längsrichtung der Spannungen verschieben kann. 3.Brücke mit Fachwerkträger nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch nach entgegengesetzter Richtung geneigtes Glie.- der, welche einerseits mit der obern Gurtung einer Spannung und anderseits mit der Untergurtung der andern Span nung gelenkig verbunden sind, um die benachbarten Enden dieser Spannungen zusammenzuschliessen. -1. Brücke mit Fachwerkträger nach Un teranspruch 0', dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Glieder als Druckstre ben wirksam sind. 5.Brücke mit Fachwerkträger nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Glieder als Zugbänder wirksam sind. 6. Brücke mit Faches erkträger nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der beiden geneigten Glieder einen Teil der Obergurtung eines der Fach werke bildet. 7.Brücke mit Fachwerkträger nach Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Fachwerke, welche beidseitig des Stützpunktes durch entgegengesetzt gerichtete, geneigte Zugglieder gestützt sind, gelenkig durch entgegengesetzt ge richtete Glieder verbunden sind, wobei jedes Glied einen Teil des Trägers bildet und gelenkig verbunden ist mit dem einen Ende an der Obergurtung des einen Fachwerkes und mit dem andern Ende an der Untergurtung des andern Fach werkes. B.Brücke mit Fachwerkträger nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unstarre rhomboidische Rahmen un ter einem Winkel zueinander angeord nete, finit ihren einen Enden gelenkig an eine auf einem Pfeiler schwingbar gela gerte Tragsäule und mit ihren andern Enden an die Obergurten der Fachwerke angeschlossene Zugbänder aufweist, wäh rend die Untergurten der Fachwerke durch einen Zapfen miteinander verbun den sind. 9.Brücke mit Fachwerkträger nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unstarre rhomboidische Rahmen unter einem Winkel zueinander angeord nete, mit ihren einen Enden gelenkig an einem auf einem Pfeiler horizontal .ver schiebbaren Zapfen und mit ihren andern Enden an die Untergurten der Fach werke angeschlossene Stützen aufweist, während die Obergurten der Fachwerke durch einen Zapfen verbunden sind. 10.Brücke mit Fachwerkträger nach Unter- ansprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Fachwerke je mit einem Ende von zwei unter einem Win kel zueinander angeordneten Zugbändern gelenkig verbunden sind, wobei die an dern Enden der Zugbänder einer schwingbar auf einem Pfeiler gelagerten Tragsäule angelenkt sind, während die Untergurte jedes Fachwerkes mit der Obergurte des gegenüberliegenden Fach werkes durch beiderends mit Zapfen lagern versehene, gekreuzte Streben ver bunden sind.11. Brücke mit Fachwerkträger nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, däss einer der Stützpunkte die Brücke gegen Horizontalverschiebung sichert, aber senkrechte Schwingungen des anschlie ssenden Fachwerkes gestattet, während alle übrigen Stützpunkte nicht. nur senlz- rechte Schwingungen der Fachwerke zu lassen, sondern auch eine Horizontalver schiebung der Brücke.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US157600XA | 1929-11-29 | 1929-11-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH157600A true CH157600A (de) | 1932-10-15 |
Family
ID=21773442
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH157600D CH157600A (de) | 1929-11-29 | 1930-11-13 | Brücke mit Fachwerkträger. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH157600A (de) |
-
1930
- 1930-11-13 CH CH157600D patent/CH157600A/de unknown
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