CH157679A - Sprengkapsel. - Google Patents

Sprengkapsel.

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CH157679A
CH157679A CH157679DA CH157679A CH 157679 A CH157679 A CH 157679A CH 157679D A CH157679D A CH 157679DA CH 157679 A CH157679 A CH 157679A
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trinitrotoluene
capsule
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Meissner Josef
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Meissner Fa Josef
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  Sprengkapsel.    Die bis jetzt allgemein. üblichen Spreng  kapselarten, sowie deren verschiedene La  dungen haben,     wie        allgemein    bekannt, noch  ganz erhebliche Mängel, und es kommt sehr  oft vor, dass' die Sprengkapseln bei Spren  gungen nicht vollständig     durchdetoniert     werden und dadurch     Sprengschüsse    in Bohr  löchern stecken bleiben,     beziehungsweise        uu-          vollkommen    detonieren.

   Die Sprengkapsel  gTössen und Lademengen setzt ein     Syndikat     der Hersteller fest, und müssen hierbei       Vorschriften    der Bergbehörde in bezug auf  innere und äussere Abmessungen     unter    An  lehnung an den Durchmesser der Zünd  schnüre     berücksichtigt    werden. Die Spreng  kapseln sind in Grössen von 1 bis 10 ein  geteilt und der     Durchmesser    derselben ist  im Verhältnis zur Länge nur sehr gering.       Als    Beispiel :soll nachstehend immer die  Sprengkapsel Nr. 8 mit einem Durchmesser  von 6,5 bis 7 mm und     einer    Länge von 45     mm          berücksichtigt    werden.

      Die Ladung der Sprengkapsel hat im  Laufe der Zeit öfters gewechselt, und wur  den früher die Sprengkapseln meistens nur  mit     Knallquecksilber    allein oder mit Zu  satz von     Knallquecksilber-Kaliumchlorat-          mischung    geladen. Neuerdings     wurden        haupt-          säch.Iich        Nitrokörper    als     Sekundärladung     und ein Zündsatz von Knallquecksilber oder       Blesazid    als Primärladung verwendet.

   Die  normale Ladung der     Sprengkapsel    Nr. 8 be  steht     aus    folgenden Mengen:  0,85     gr        Nitrokörper        -I-    0,4 bis 0,5     gr     Knallquecksilber oder  0,85     gr    Nitrokörper     -i-    0,3     gr        Bleiazid.     Da man an die Abmessungen der Spreng  kapseln gebunden ist, hat man versucht,  eine grössere Initialwirkung durch die Se  kundärladung selbst dadurch zu erzielen, dass  man, an Stelle von     Trotyl,

          Tetryl    wählte und  die     Komprimierung    der Sekundärladung we  sentlich verstärkte.      Ausserdem versucht man, durch     Ein-          drückung    des Bodens der Sprengkapsel nach  innen beim Pressen einen erhöhten     Initial-          impuls    herbeizuführen. Beim Beschuss auf  der     Bleiplatte    zeigt es sich bei diesen Kap  seln, dass der Durchschlag etwas grösser ist  als bei normalen Kapseln; jedoch war der  Hauptzweck, eine sicher     detonierbare    Kapsel  zu schaffen, hierdurch nicht gegeben.  



  Es wurde ferner eine Sprengkapsel be  kannt, bei der der untere Teil der     Nitro-          körperladung    unter sehr hohem Druck, der  obere Teil unter normalem Druck     eingepresst          wird.    Auf der Bleiplatte geschossen, mag  dies den Anschein     erwecken,    als ob dadurch  eine bessere Wirkung erzielt wird, jedoch  in der Wirkung ist sie normalen Kapseln  nicht überlegen.  



  Durch Versuche wurde nun eine Spreng  kapselladung gefunden, die     unbedingt    eine  sichere Detonation und ausserdem einen we  sentlich     verstärkten    Initialimpuls zur Folge  hat. Es wurde festgestellt, dass die sichere       Detonation    sich nur einzig und allein dann  erzielen     lässt,    wenn sowohl die Primärladung,  als auch die Sekundärladung geteilt in die  Kapsel eingeladen werden. Die Ladung wird  bei der neuen Kapsel so vorgenommen, dass  auf eine Primärladung immer eine Sekundär  ladung folgt. Auf diese Weise     können,    je  nach Höhe der Kapsel je zwei     bezw.    je drei  Primär- und Sekundärladungen übereinander  geladen werden.

   Bei einer Kapsel, die also  eine dreifache Ladung erhält, sind in der  Reihenfolge folgende Ladungen auszuführen:       Primär-Sekundär-,        Primär-Sekundär-,        Pri-          mär-Sekundär-Ladung.    Durch diese Unter  teilung der     Gesamtladung    in Teilladungen  wird der der Primärladung innewohnende       Initialimpuls,        selbst    :bei Kapseln mit langer  Primärladung, in voller Höhe erhalten, was  bei Kapseln mit nur einer Sekundär- und  Primärladung nicht der Fall     ist    und auch  nicht sein kann. Es wird also mit der kleinst  möglichen Menge an.

   Primärladung (zu ver  stehen als     Grenzladung    sowohl, als auch  praktisch kleinstmögliche Ladung), die    grösstmögliche Menge Sekundärladung sicher       initiiert    und mit grösster Wirkung voll  kommen     durchd        toniert.    Die Idealladung  dieser Kapselart würde darin liegen, dass man  kleinstmögliche Mengen Primärladung mit  der für diese Mengen als Grenzladung     grösst-          zulässigen    Menge an Sekundärladung zusam  menbringt und diese Art der Reihenfolge  sich beliebig oft in der Kapsel     wiederholen          lässt.    Praktisch ist diese Art Idealladung  nicht gut durchführbar,

   da sich der Ruf  ladung     allzukleiner    Mengen Sekundärladung       Schwierigkeiten    entgegenstellen. Durch die  Trennung der Ladung der Sprengkapseln in  mehrere Einzelladungen in :der     Reihenfolge:          Primär-Sekundär,    Primär- usw., wie oben,       wurden    im Vergleichsschiessen mit Kapseln  von nur einer einzigen Primär- und Sekundär  ladung folgende Resultate erzielt:    <I>Alte</I>     Ladung   <I>I:</I>  Ladung des Sprengkapsel:

         10;85        gr        Trinitrotoluol,          0,2    "     Bleiazid       Beim Beschuss von 5 mm     Bleiplatte    bleibt  der untere Teil der Sprengkapsel von 5 mm  Höhe mit dem geladenen     Trinitrotoluol    auf  der Bleiplatte stehen. Es war also nur ein  Teil des     Tri.nitrotoluols    von den 0,2     gr    Blei  azid<B>zur</B> Detonation gebracht worden.

      <I>Neue</I>     Ladung   <I>I:</I>       Ladung        der    Sprengkapsel:  0.45     gr        Trinitrotoluol,     0,10 "     Bleiazid,     0,40 "     Trinitrotoduol,     0,10 "     Bleiazid.       Beim Beschuss auf der 5 mm Bleiplatte  wurde dieselbe glatt durchschlagen:, und     ist     dies ein Zeichen,     da.ss    die Sprengkapsel voll  ständig detoniert wurde, und zwar mit hoher       Brisanz.     



  <I>Alte Ladung</I>     II:     Ladung der Sprengkapsel:       ,0;85        gr        Trinitrotoluol,          ,0,15    "     Bleiazid.         Beim Beschuss auf der 5 mm Bleiplatte  blieb der untere Teil der Sprengkapsel     a.af     der Bleiplatte in Höhe von 7 mm mit dem       gedadenen        Trinitrotoluol    stehen. Es gab also  nur     Teildetonation.     



  <I>Neue</I>     Ladung        II:     Ladung der Sprengkapsel:  0,45     gr        Trinitrotoluo-l,     0,05 "     Bleiazid,     0,40 "     Trinitrotoluol,          0,10;    "     Bleiazid.     



  Mit dieser Ladung wurde die 5 mm Bleiplatte  noch glatt durchschlagen, was ebenfalls eine  vollkommene Detonation mit hoher Brisanz  bezeugt.  



       Ake   <I>Ladung</I>     III:     Ladung der     Sprengkapsel.:     0;85     gr        Trinitrotoluol,     0,13 "     Bleiazid.     



  Beim Beschuss auf der 5     mm    Bleiplatte  blieb die Kupferkapsel mit dem geladenen       Trinitrotoluol    mit 19 mm Länge stehen,  ein Zeichen, dass nur das     Bleiazid    und eine  ganz     kleie    Menge .der Sekundärladung beim  Zünden zur Detonation kam.    <I>Neue Ladung 1I1:</I>       Ladung    der Sprengkapsel:  0,45     gr        Trinitrotoluol,     0,03 "     Bleiazid,     0,40 "     Trinitrotoluol,     0,10 "     Bleiazid.     



  Beim Beschuss auf 5 mm Bleiplatte zeigte  es .sich, dass     die    Kapsel vollständig de  tonierte, jedoch nicht mehr die Kraft hatte,  die Bleiplatte zu durchschlagen. Es dürfte  also nach der neuen Methode hier die     Grenz-          ladung    liegen, wohingegen nach der bekann  ten Methode die Grenzladung über 0,2     gr          Bleiazid    liegt. Es ist besonders zu bemerken,  dass alle Kapseln ohne Innenhütchen geschlos  sen und die Ladung bei normalem Druck     ge-          press\t        wurde.    Die Versuche wurden ver  schiedentlich durchgeführt und ergaben im  mer dasselbe Bild.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sprengkapsel mit Primär- und Sekundär ladung, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Primär-, als auch die Sekundärladung in mehrere Einzelladungen derart unterteilt ist, dass auf eine Primärladung stets eine Sekun därladung folgt.
CH157679D 1931-01-03 1931-09-19 Sprengkapsel. CH157679A (de)

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DE157679X 1931-01-03

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CH157679A true CH157679A (de) 1932-10-15

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ID=5678909

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CH157679D CH157679A (de) 1931-01-03 1931-09-19 Sprengkapsel.

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