CH157739A - Schmierblock für Lagerflächen und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Schmierblock für Lagerflächen und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Description
Sehmierbloek für Lagerflächen und Verfahren zur Herstellung desselben. Es sind Schmierblöcke für Lagerflächen bekannt, die gewöhnlich aus weichem Holz bestehen und in die Ölzuführungskanäle von Drehlagern oder dergleichen eingelegt werden, um das Schmieröl in geeigneten Mengen von einem Behälter aus den Lagerflächen kon tinuierlich zuzuführen. Es hat sich aber ge zeigt, dass es ausserordentlich schwierig ist, ein Holz zu finden, das diese Ölzuführung gleichmässig längere Zeit nach dem Einlegen des Schmierblockes in den Ölzuführungakanal ausübt.
Man hat gefunden, dass diese Schwierig keiten in der Hauptsache von dem natür lichen Gehalt des Holzes an Harzen und andern Bestandteilen herrühren, die in ver schiedenem Masse und in wechselnden Mengen, je nach der Herkunft des Holzes, in diesem vorhanden sind.
Die Erfindung betrifft nun einerseits einen Schmierblock für Lagerflächen, der die oben genannten Nachteile nicht aufweist und anderseits ein zur Herstellung eines solchen Schmierblockes dienendes Verfahren.
Der Schmierblock gemäss der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass er in einem Stück möglichst geradfaserigem Holz besteht, aus welchem die die Poren im natürlichen Zustand desselben ausfüllenden Stoffe min destens zum Teil entfernt . wurden, zum Zwecke, dessen Oldurchlä.ssigkeit derart zu erhöhen, dass es Öl in solchem Masse von einem mit ihm in Verbindung stehenden Öl behälter einer zu schmierenden Lagerfläche zuzuführen vermag, dass eine wirksame Schmierung der letzteren herbeigeführt wird.
Das Verfahren zur Herstellung des oben gekennzeichneten Schmierblockes kennzeich net sich seinerseits dadurch, dass ein Stück möglichst geradfaseriges Holz, um es öldurch- lässiger zu machen als es im natürlichen Zustande ist, in einem erhitzten Ölbad be handelt wird.
Im folgenden sei beispielsweise die Her stellung eines Schmierblockes gemäss der Er findung näher erläutert.
Als Holzart, die den Vorteil hat, leicht öldurchlässig gemacht werden zu können, wählt man ein Holz mit möglichst gerad linig verlaufenden Fasern, z. B. Kieferholz, insbesondere das Holz der amerikanischen Weymouths-Kiefer. Die besondere Eignung dieser Holzart zur Herstellung eines Schmier blockes ist offenbar dadurch zu erklären, dass die Poren dieses Holzes einen verhältnis mässig grossen Querschnitt haben und ferner dadurch, dass die Poren in diesem Holz von einem Querschnitt zu einem andern einen zusammenhängenden Durchtrittsweg bilden.
Das gewählte Holz wird zweckmässig in Blöcke zerschnitten, derart, dass die Schnitt fläche möglichst parallel zur Richtung der Fasern verläuft. Sodann wird das so erhal tene Holzstück in einem Ölbad ausreichend erhitzt oder gekocht. Die Temperatur dieses Ölbades soll so hoch getrieben werden, z. B. bis auf 120-150 C oder höher, dass mit Sicherheit Harze, Feuchtigkeit usw. aus den Poren des Holzes getrieben werden; es muss aber darauf geachtet werden, dass die Hitze des Öles nicht so hoch getrieben wird, dass das Holz selbst versengt oder gar verkohlt wird. Vorteilhaft wird das Holz durch ge eignete Mittel unter der Oberfläche des Öles gehalten. Dem Holzblock selbst wird zweck mässig vor der Behandlung im Ölbad die definitive Gestalt und Grösse gegeben, in der er später als Schmierblock Verwendung findet.
Sobald die Stoffe, welche die Poren des Hol zes im natürlichen Zustande füllen, durch die Hitzebehandlung im Ölbad ausreichend ausgetrieben sind, kann der Holzblock ent weder für die spätere Verwendung bereit gehalten oder aber weiter behandelt werden, indem er zum Beispiel mit einem geeigneten, zur Schmierung von Lagerflächen dienenden Schmieröl durchtränkt wird. Zu diesem Zwecke kann der Holzblock so lange in das betreffende Schmieröl eingelegt werden, bis er als Schmierblock für eine Lagerfläche Verwendung findet. Die Durchtränkung des Holzes in der soeben erwähnten Weise hat lediglich den Zweck, die durch die Hitze behandlung im Ölbad geöffneten Poren mit Schmieröl aufzufüllen, damit sie sich nicht wieder verschliessen können.
Der gemäss dem beschriebenen Verfahren zur Herstellung eines Schmierblockes be handelte Holzblock hat die Eigenschaft, öl- durchlässig zu sein, so dass er in seiner An wendung Ö1 in solchem Masse von einem mit ihm in Verbindung stehenden Ölbehälter einer zu schmierenden Lagerfläche zuzuführen ver mag, dass eine wirksame Schmierung der letzteren herbeigeführt wird. Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Schmierblockes ist, dass das durch ihn fliessende Öl gleichsam gefiltert wird, so dass die durch ihn ge schmierten Lagerflächen frei von allen Ab lagerungen aus dem Öl, Schmutz und son stigen unerwünschten Stoffen bleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Schmierblock für Lagerflächen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Stück möglichst geradfaserigem Holz besteht, aus welchem die die Poren im natür lichen Zustande desselben ausfüllenden Stoffe mindestens zum Teil entfernt wur den, zum Zweck, dessen Öldurchlässig- keit derart zu erhöhen, dass es<B>01 '</B> in solchem Masse von einem mit ihm in Verbindung stehenden Ölbehälter einer zu schmierenden Lagerfläche zuzuführen ver mag, dass eine wirksame Schmierung der letzteren herbeigeführt wird.I1. Verfahren zur Herstellung eines Schmier blockes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stück möglichst geradfaseriges Holz, um es öldurchlässiger zu machen, als es im natürlichen Zustande ist, in einem erhitzten Ölbad behandelt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Schmierblock nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er aus Kiefer holz besteht. 2. Schmierblock nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Holz, aus dem er besteht, frei von den die Poren im natürlichen Zustand desselben ausfül lenden Stoffen ist. 3.Schmierblock nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die von Harz und andern im natürlichen Zustand des Holzes in ihm befindlichen Stoffen be freiten Poren des Holzes mit Öl aufgefüllt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Stück Holz in ein erhitztes Ölbad eingetaucht wird, dessen Temperatur genügend hoch ist, um die die Poren des Holzes im natür lichen Zustand desselben ausfüllenden Sub stanzen auszutreiben, jedoch unterhalb der Grenze liegt, bei welcher das Holz ver sengt oder verkohlt werden könnte. 5. Verfahren nach Patentanspruch II und TTnteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zur :Behandlung des Holzes die nende Öl in Schmieröl besteht. 6.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzstück nach der Behandlung im erhitzten Ölbad in Sebmieröl einge taucht und von diesem durchtränkt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Holzstück auf seine endgültige Grösse geschnitten wird, bevor es im erhitzten Ölbad behandelt und nach her mit Schmieröl durchtränkt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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