CH158028A - Dampfkraftanlage mit einem Hochdruckdampferzeuger. - Google Patents
Dampfkraftanlage mit einem Hochdruckdampferzeuger.Info
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Description
Dampfkraftanlage mit einem Hochdruckdampferzeuger. Die Erfindung bezieht .sich auf eine Dampfkraftanlage mit einem Hochdruck dampferzeuger, dessen Feuerung in. Abhän gigkeit von der an der Kraftmaschine be nötigten Leistung geregelt wird.
Hochdruckdampferzeuger weisen einen ge ringen Flüssigkeitseinhalt auf und .sind da her nicht in der Lage, irgendwelche nennens- werten Dampfmengen in sich zu speichern. Man hat deshalb bisher bei schwankendem Dampfbedarf der Maschine den Dampferzeu ger mit gleichmässiger Dampferzeugung be trieben und zum Ausgleich zwischen Dampf erzeugung und Dampfverbrauch einen Spei eher benutzt. Ein solcher Speicher fällt na türlich sehr gross aus, wenn er starke Schwan kungen ausgleichen soll.
Es ist aber auch bekannt, die Feuerung des Dampferzeugers in Abhängigkeit von der benötigten Maschi nenleistung zu regeln, so .dass .sich die Dampf erzeugung dem Dampfverbrauch anpasst.
Eine solche Regelung erfordert aber immerhin eine gewisse Zeit, -so dass die Dampferzeugung der bendtigten Leistung etwas nachhinkt. Diese Nachteile werden durch die Er findung vermieden. Sie besteht darin, dass ein Wärmespeicher durch seine Ladeleitung mit der Hochdruckstufe der Kraftmaschine, durch seine Entladeleitung mit der Nieder druckstufe verbunden ist, während eine wei tere Leitung den Dampfraum des Speichers mit der Mitteldruckstufe der Kraftmaschine verbindet,
dass die in diesen drei Leitungen vorhandenen Regelorgane in der Weise vom Regler der Kraftmaschine geregelt werden, dass bei zunehmender Belastung das Regel organ der Entladeleitung bei abnehmender Belastung das Regelorgan der Ladeleitung und bei gleichbleibender Belastung das Regel organ der dritten Leitung geöffnet wird und dass in der Lade- und Entladeleitung ange ordnete Mengenmesser die Feuerung des Dampferzeugers in Abhängigkeit von den durch sie hindurchgehenden Dampfmengen in der Weise regeln, dass bei geöffnetem Ladeventil die Feuerung vermindert,
bei ge öffnetem Entladeventil verstärkt wird.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass .einerseits bei .eintretenden Belaetungsände- rungen sofort eine Regelung einsetzt und dass anderseits aber nur, ein kleiner Speicher be nötigt wird, da dieser nur die kleinen über schüssigen Dampfmengen aufzunehmen braucht, bis die verstärkte Dampferzeugung wirksam wird, da bei gleichbleibender Lei stung der Speicherdruck .durch die mittlere Verbindungsleitung wieder auf seinen mitt leren Wert zurückgeführt wird.
In weiterer Ergänzung der Erfindung kann noch ein zusätzlicher Regelungsimpuls vorgesehen werden, welcher in Abhängigkeit vom Speicherdruck die Feuerungsführung noch zusätzlich beeinflusst. Um auch die An lage in jedem Falle ausreichend zu .sichern, kann noch ein an sich bekannter Sicherheits regler vorgesehen werden, der bei unzulässig hoher Drehzahl nicht nur die Dampfzufuhr zur Maschine absperrt, sondern auch gleich zeitig den: Speicher von der Maschine ab schaltet und die Feuerung des Dampferzeu gers dämpft.
Ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes ist. auf der Zeichnung schematisch darge stellt.
Der aus dem Hochdruckdampferzeuger 1, dem Niederdruckspeicher 2 und der Kraft maschine 3 bestehenden. Dampfkraftanlage wird durch die Speiseleitung 4 von einer nicht gezeichneten Speisevorrichtung das Arbeitsmittel zugeführt. Im Rohrsystem des Hochdruckdampferzeugers wird das Arbeits- mittel durch die aus einem Brenner 5 be stehende Feuerungsvorriohtung,
welcher in bekannter Weise ein Brennstoff und die zur Verbrennung notwendige Verbrennungsluft zugeführt wird, beheizt und dadurch ver dampft und überhitzt. Der erzeugte Dampf strömt alsdann durch die Leitung 6 der zum Beispiel als Turbine ausgebildeten Dampf kraftmaschine 3 zu, an welcher zur Ent nahme bezw. Zuführung von Dampf drei ver schiedene Stufen 7, 8 und 9 angeordnet sind.
Nachdem der Dampf in der Kraftmaschine nach seiner Arbeitsleistung entspannt ist, wird er durch die Leitung 10 fortgeleitet. Zur Regelung der Drehgeschwindigkeit dient der durch die Welle 11 des Turbinenrotors 12 angetriebene Geschwindigkeitsregler 13, der das in der Dampfleitung 6 eingeschaltete Regelorgan 14 betätigt.
Der Niederdruckspeicher 2 ist mit den zwei verschiedenen Stufen 7 und 9 der Dampfkraftmaschine 3 durch die Leitungen 15 und 16 verbunden. In diesen beiden Lei tungen sind die beispielsweise als.
Ventile ausgebildeten Durchflussorgane 17 und 18 eingeschaltet, welche durch die Übertragung der Leitungen 19 und<B>20</B> von dem Regler 1:3 derart gesteuert werden, dass während einer Leistungsverminderung eine Verbindung zwi schen dem Speicher 2 über die Leitung 15 mit der Stufe 7 und während einer Leistungs erhöhung eine Verbindung zwischen Speicher 2 und der Stufe 9 durch die Leitung 16 her gestellt wird.
Ausserdem ist zwischen dem Speicher 2 und der zwischen den beiden Stufen 7 und 9 befindlichen Stufe 8 durch die Leitung 21 eine weitere Verbindung hergestellt, welche durch das ebenfalls als Ventil ausgebildete Durchflussorgan 22 mittelst dem Leistungs regler 13 und der Übertragungsleitung 23 während dem Beharrungszustand des Be triebes, beziehungsweise bei gleichbleibender Belastung der Dampfkraftanlage offen gehal ten wird.
Wird nun bei einer Belastungserhöhung von dem Regler 13 über die Leitung 20 auf das Ventil 18 ein Impuls übertragen, so öffnet sich dieses Ventil und der im Spei cher 2 gespeicherte Dampf strömt zusätzlich zu dem von dem Hochdruckdampferzeuger 1 gelieferten Dampf in die Stufe 9 der Tur bine, so dass diese eine vermehrte Leistung an der Wellenkupplung abgeben kann. Wenn bei dieser Belastungserhöhung der Behar- rungszustand in der Kraftanlage eingetreten ist, wird das Ventil 18 wieder geschlossen.
Umgekehrt wird bei einer Leistungsvermin derung über die Leitung 19 vom Leistungs regler l3 ein Impuls auf das Ventil 17 über tragen, so, dass zwischen der Stufe 7 und dem Speicher 2 eine offene Verbindung her gestellt wird, durch welche der Dampf, an statt Arbeit in den darauffolgenden Tur binenstufen zu leisten, in den Speicher 2 ab geleitet und dort aufgespeichert wird. Wird bei dieser verminderten Leistung der Behar rungszustand erreicht, so wird das Ventil 17 ebenfalls wieder geschlossen.
Die Leitung 21 verbindet den Speicher 2 mit der Stufe 8 während dem Beharrungs- zustaud der Dampfkraftanlage, wobei der Regler 13, über die Leitung 23 auf das Or gan 22 wirkt, so dass jeweilen während des Beharrungszustandes im Dampfspeicher stets ein gleichbleibender Druck vorhanden ist.
In die Leitungen 15 und 16 sind weiter Stauscheiben 25 bezw. 26 eingefügt, die einen gewissen Druckabfall, der der durch strömenden Arbeitsmittelmenge entspricht, verursachen.
Die Grösse dieser Druckgefälle wird durch die Leitungen 2'7 und 28 bezw. 29 und 30 auf die Impuls:gebervorrichtung 31 übertragen, welche durch die Leitung 32 den die Feuerungsvorrichtung regelnden Servomotor 33 steuert. Ausser diesen beiden von den Lade- bezw. Entladevorgängen er teilten Impulsen kann der Speicherdruck sel ber .durch die Leitung 34 auf die Vorrichtung 3:1 einwirken.
Sobald durch die Leitung 15 Arbeitsmit tel in den Speicher geleitet wird, überträgt die Impulsgebervorrichtung 31 auf die Befeue rung einen Impuls im Sinne einer Feuerungs- verminderung, während bei einer in der Lei tung 16 auftretenden Entladungsströmung ein Regelimpuls im Sinne einer Feuerungs- verstärkung erteilt wird.
Der während den Lade- bezw. Entlade vorgängen auf die Feuerungsvorricbtung 5 durch die Druckdifferenz an den Stauschei ben 25 bezw. 26 ausgeübte Impuls klingt, nachdem die Ladung bezw. Entladung zum Stillstand gelangt ist, aus.
Der während die sen Vorgängen veränderte Speicherdruck übt jedoch nach solchen Vorgängen über die Leitung 34 auf die Feuerungsvorrichtung 5 so lange einen weiteren Impuls aus, bis, der durch die Belastungsänderung geänderte Be triebszustand wieder auf den normalen Be triebszustand zurückgeführt ist. Diese zu sätzliche Regelungsvorrichtung bietet beson ders dadurch, dass die Lade-"und Entlade vorgänge schon, bevor der normale Betriebs zustand wieder :eingetreten ist, unterbrochen werden, einen grossen Vorteil.
Der Speicher druck ändert sich dabei nicht sofort, sondern erst langsam im Verlauf der Ladung bezw. Entladung. Trotzdem wird die Feuerungs- vorriehtung schon durch das Eintreten von Lade- bezw. Entladevorgängen beeinflusst, so dass die Abmessungen des Speichers: inner halb annehmbarer Grenzen gehalten werden' können.
Ausser den erwähnten Vorrichtungen kön nen noch weitere Vorrichtungen vorgesehen sein, mittelst denen beispielsweise durch .einen Sicherheitsregler beim Überschreiten der höchstzulässigen Betriebsabweichungen, be ziehungsweise .der höchstzulässigen Drehzahl die ganze Maschine stillgestellt wird, zum Beispiel durch Unterbrechen der Dampfzu- führung zur Kraftmaschine, und ausserdem auch der .Speicher vollständig von .der Kraft maschine abgeschaltet und die Befeuerung vermindert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Dampfkraftanlage mit einem Hochdruck dampferzeuger, dessen Feuerung in Abhän gigkeit von der an der Kraftmaschine be nötigten Leistung .geregelt wird, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Wärmespeicher durch seine Ladeleitung (15) mit der Hochdruck stufe (7) der Kraftmaschine, durch seine Entladeleitung (16) mit der Niederdruck- stufe (9) verbunden ist, während eine wei tere Leitung (21) den Dampfraum des Spei chers mit der Mitteldruckstufe (8) der Kraft maschine verbindet, dass die in diesen drei Leitungen vorhandenen Regelorgane (17, 1K 22)in der Weise vom Regler der Kraft maschine geregelt werden, dass bei zunehmen der Belastung .das Regelorgan (18) der Ent- ladeleitung, bei abnehmender Belastung das Regelorgan (17) der Ladeleitung und bei gleichbleibender Belastung das Regelorgan (22) der dritten Leitung geöffnet wird und dass in der Lade- und Entladeleitung an geordnete Mengenmesser (2,5, 26)die Feue- rung des Dampferzeugers in Abhängigkeit von den .durch sie hindurchgehenden Dampf mengen in der Weise regeln, dass bei ge öffnetem Ladeventil (17) die Feuerung ver mindert, bei geöffnetem Entladeventil (18) verstärkt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Dampfkraftanlage nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängig- keit vom Speicherdruck weitere zusätz liche Regelungsimpulse auf die Feuerung ausgeübt werden. 2.Dampfkraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit einem Sicher heitsregler, der bei Überschreitung .der höchstzulässigen Drehzahl die Dampfzu fuhr zur Kraftmaschine abstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsregler gleichzeitig auch den Speicher von. der Kraftmaschine abschaltet und die Feue- rung des Dampferzeugers vermindert.
Applications Claiming Priority (1)
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| EP2165116A4 (de) * | 2007-05-17 | 2011-08-17 | Enero Inv S | Unmittelbar ansprechendes dampferzeugungssystem und verfahren |
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1931
- 1931-03-11 CH CH158028D patent/CH158028A/de unknown
Cited By (2)
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| EP2165116A4 (de) * | 2007-05-17 | 2011-08-17 | Enero Inv S | Unmittelbar ansprechendes dampferzeugungssystem und verfahren |
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