CH158037A - Grenzdampferzeuger. - Google Patents

Grenzdampferzeuger.

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CH158037A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description


      Grenzdampfer        zeuger.       Unter einem     Grenzdampferzeuger    ist ein  Dampferzeuger zu verstehen, in welchem  das Arbeitsmittel ohne Aufnahme von     Ver-          dampfungswärme    gewissermassen durch einen  Grenzübergang aus dem flüssigen in den  dampfförmigen Zustand übergeht. Es wird  ihm durch eine Pumpe mindestens der kri  tische Druck     aufgepresst    und seine Tem  peratur wird bis mindestens zur kritischen  Temperatur gesteigert. Der Grenzdampf  erzeuger wird gewöhnlich als reiner Röhren  kessel ohne Trommel ausgebildet, durch den  das Arbeitsmittel     zwangläufig    durch eine  Pumpe hindurchgedrückt wird.

   Der Kessel  ist dabei in zwei Hauptteile unterteilt, näm  lich in einen Teil, in welchen die Wärme  durch Strahlung übertragen wird (Strah  lungsteil) und in einen     zweiten    Teil, in  welchen die Wärme durch Berührung der  heissen Gase mit den Kesselrohren übertra  gen wird     (Berührungsteil).    Bei den bis  herigen     Konstruktionen    des Grenzdampf-         erzeugers    liegt die     Umwandlungszone,    in  welcher das Arbeitsmittel aus dem flüssigen  in den dampfförmigen Zustand übergeht,  innerhalb des Strahlungsteils.  



  Bei sehr hohen Wärmebelastungen des  Strahlungsteils zeigt es sich nun, dass, wenn       Störungen    auftreten, diese merkwürdiger  weise nicht im Gebiet der höchsten Tem  peraturen vorkommen, sondern in etwas tie  fer liegenden Temperaturgebieten, und zwar  etwa dort, wo die     Umwandlungszone    von  Flüssigkeit in Dampf liegt. Die Erscheinun  gen, welche die Ursache hierfür sind, konn  ten noch nicht restlos geklärt werden. Man  kann aber annehmen, dass sie die Folge einer  Störung in der Wärmeübertragung sind. Es  entstand die Aufgabe, die bisher verwen  deten Konstruktionen des     Grenzdampferzeu-          gers    in .der Weise abzuändern, dass die Stö  rungen in der     Umwandlungszone    vermieden  werden.

   Als Lösung hierfür wurde gefunden,  das Rohrsystem derart zu bemessen, dass die      Zone des Überganges des Arbeitsmittels aus  dem flüssigen in den     dampfförmigen    Zu  stand im Berührungsteil liegt. Die Um  wandlungszone wird also dem Einfluss der  strahlenden Wärme entzogen. Betriebserfah  rungen mit diesem Aufbau des     Grenzdampf-          erzeugers    haben gezeigt, dass sich hierdurch  die früher beobachteten Störungen beheben  lassen.

   Man ist nicht gezwungen, nun die  weitere Wärmeübertragung, die erforderlich  ist, um den     gewünschten    Endzustand des  Dampfes herzustellen, im Berührungsteil  vorzunehmen, sondern man kann das     Rohr-          system    wieder in den Strahlungsteil zurück  führen.  



  Die Verlegung der     Umwandlungszone    in  den Berührungsteil ermöglicht, weitere kon  struktive Massnahmen zu treffen. Bekannt  lich sind als Röhrenkessel ausgebildete       Durchflusskessel    sehr empfindlich gegen  unreines Speisewasser. Es können sich mit  der Zeit Ablagerungen bilden, die den Durch  gangsquerschnitt verengen. Die Ablagerun  gen sind wiederum eine Folge der Laugen  konzentration. Man hat es zwar in vielen  Anwendungsfällen des     Grenzdampferzeugers     in .der Hand, Speisewasser des gewünschten       Reinheitsgrades    zur Verfügung zu stellen,  doch kann es in Sonderfällen vorkommen, dass  unerwünschte Verunreinigungen in das  Speisewasser hineingelangen.

   Dieser Fall  würde zum Beispiel vorliegen, wenn der  Kondensator     Leckstellen    enthält, so dass sich  das     Kühlwasser    mit dem Kondensat mischt.  Die     Laugenkonzentration    ist nicht über den  ganzen Kreislauf konstant, sondern     nimmt     nach der     Umwandlungszone    zu. Eine Selbst  reinigung des Wassers wie beim normalen  Kessel ist nicht möglich, denn es fehlen beim       Grenz,dampferzeuger    die Trommeln, in denen  sich die Lauge anreichern könnte.

   Auf Grund  der Eigenart des     Grenzdampfverfahrens    lässt  sich jedoch ein Weg finden, der eine Ab  fuhr der angereicherten Lauge ermöglicht,  und zwar beispielsweise durch Einschaltung  einer Rohrerweiterung in oder nach der Um  wandlungszone. Es ist dabei an die Ein  fügung einer kleinen Trommel oder Flasche    in den Strömungsweg gedacht, die infolge  ihrer im Hinblick auf die hohen Drücke     stur     kleinen Abmessungen als Rohrerweiterung  angesprochen werden kann. Man wird den  Kessel im allgemeinen so betreiben, dass der  Dampf in der Rohrerweiterung leicht über  hitzt ist. Will man jetzt die konzentrierte  Lauge abführen,. so wird, zum Beispiel durch  Verminderung der Brennstoffzufuhr, die  Temperatur der Gase im     Berührungsteil    er  niedrigt.

   Die Folge davon ist, dass auch die  Temperatur des Inhaltes der Rohrerwei  terung     abnimmt.    Da aber der     kritische     Druck des Rohrinhaltes unabhängig von der  herrschenden Temperatur durch die Pumpe  gehalten wird, so füllt sich die     Rohrleitang          wenigstens    bis zur Rohrerweiterung mit  einem Medium von kritischem Druck, aber  unterkritischer Temperatur an, das heisst mit  Flüssigkeit. Da nun, wie bereits erwähnt,  die     Laugenkonzentration    nach der     Verdamp-          fungszone    hin zunimmt, so ist es gerade die  konzentrierte Lauge, die in die Rohrerwei  terung gelangt.

   Rüstet man diese mit einer       Ablassvorrichtung    aus, so wird es möglich,  die     konzentrierte    Lauge aus dem Kessel zu  entfernen. Durch Steigerung der Wärme  zufuhr wird das Wärmeniveau wieder erhöht,  und die     Rohrerweiterung    liegt     wieder    nach  der     Umwandlungszone    im Dampfstrom. Un  tersuchungen haben ergeben, dass man die  Rohrerweiterung zweckmässig so     bemisst,    dass  eine Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes  von 0,5     m/sec.    nicht überschritten wird. Die  Rohrerweiterung     wird    zweckmässig so ange  ordnet, dass sie der     Einwirkung    der Rauch  gase entzogen ist.

   Da man beim Röhrenkessel  zur Erzielung einer guten     Durchmischung     des Inhaltes der einzelnen parallelen Rohre  diese an     Sammler    anschliesst, von denen aus  sie dann weiter geführt werden, so kann man  unter Umständen auch einen dieser vorhan  denen Sammler mit einer     Ablassvorrichtung     für die angereicherte Lauge ausrüsten, sofern  der Sammler in einem     Temperaturgebiet     liegt, das durch     Verminderung    der Rauch  gastemperatur unter die kritische Tempera  tur abgesenkt werden kann.

        Von der normalen Kesseltrommel unter  scheidet sich die genannte Rohrerweiterung  dadurch, dass sie dauernd in Dampfstrom  liegt und nur zu gewissen Zeiten mit der ab  zulassenden Lauge gefüllt     wird,    während die  übliche Kesseltrommel in erster Linie zur  Aufnahme von Flüssigkeiten dient.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der     Fig.    1 dargestellt.  Diese zeigt einen beispielsweise durch  eine     Kettenrostfeuerung    1 beheizten Kessel,  der eine     Brennkammer    2 und zwei Rauch       gaskammern        3a    und     3b    enthält.

   Die auf dem  Kettenrost 1 sich entwickelnden Flammen  steigen zunächst in der     Brennkammer    2 auf  wärts, von der aus nach einer Umlenkung  am     obern    Ende der Brennkammer die von der  Flamme     herrührenden:    Rauchgase dann in der  Kammer     3a    abwärts steigen und nach Um  lenkung am untern Ende der Kammer     3a     schliesslich in der Kammer 3b aufsteigend  durch das Gebläse 4 abgesaugt und in den  Kamin 5 gefördert werden.

   In den     Kammern     2,     3a    und     3b    sind Rohrspiralen 6, 7, 8, 9, 10  und 11 untergebracht, durch die nacheinan  der mit Hilfe einer Pumpe 12 das Arbeits  mittel in stetigem Fluss und unter stetig fort  schreitender Erwärmung hindurchgedrückt  wird. Der entstandene Dampf wird durch  die Leitung 13 den Verbrauchern zugeführt.  Da die Rohrspiralen 8 und 10 direkt von den  Flammen des Rostes umspült werden, so  erfolgt naturgemäss die     Beheizung    dieser  Rohrteile vorwiegend durch Strahlung, wäh  rend die in den Kammern 3a und 3b liegen  den Rohrspiralen 6, 7, 9 und 11 durch Be  rührung mit den heissen Rauchgasen beheizt  werden.

   Ist der Kessel im Betrieb, so wird  das Arbeitsmittel, das die Pumpe nacheinan  der durch die Rohrspiralen 6, 7, 8, 9, 10 und  11 hindurchdrückt, solange flüssig bleiben,  als es noch nicht die dem kritischen Druck  zugeordnete kritische Temperatur angenom  men hat. Sobald dies der Fall ist, wird die  Flüssigkeit in den dampfförmigen Zustand  übergehen. Diese Zone, in der sich die Um  setzung der Flüssigkeit in den dampf-         förmigen    Zustand vollzieht, liegt erfindungs  gemäss etwa innerhalb der durch die Klam  mer und .die Bezugsziffer 14 angegebenen       Rohrstrecke.    Weiterhin lässt die Zeichnung       erkennen,    dass, in der Strömungsrichtung des  Arbeitsmittels gesehen, hinter dieser Um  wandlungszone 14 eine rohrförmige Erwei  terung 15 vorgesehen ist.

   Solange der Kes  sel sich in normalem Betriebe befindet, liegt  die     Umwandlungszone    14 in der     rauchgas-          beheizten    Kammer 3a und im Störungssinne  vor der Rohrerweiterung 15. Um die an  gegebene     Entschlammung    des Kessels durch  führen zu können, ist es nur nötig, mit Hilfe  der beiden Regler 16 und 17 die Drehzahl  der beiden Motoren 18 und 19 so zu ver  ändern, dass die     Rauchgastemperaturen    ab  sinken, bis sich in der Rohrerweiterung 1 5  Flüssigkeit einstellt. Die Flüssigkeit, die  hierbei in die Rohrerweiterung 15 gelangt,  ist,     wie    bereits erläutert, besonders mit Sal  zen angereichert. Sie kann mit Hilfe der  Leitung 20 und des Ventils 21 abgelassen  werden.

   Hat man auf diese Weise die kon  zentrierte Lauge aus dem Kessel entfernt, so  verlegt man durch     Verstärkung    der     Behei-          ztung    in einfacher Weise die     Umwandlungs-          zone    wieder an eine Stelle vor der Rohr  erweiterung in der Kammer     3a    zurück. Die       Fig.    1. zeigt noch, wie man hinter der Rohr  erweiterung     bezw.    der     Entschlammungszone     das Rohr zweckmässig weiterführt.

   Wie dar  gestellt ist, kann man es wieder in die Strah  lungskammer 2 zurückführen, wo dann die  zur Überhitzung des in dem Rohrsystem  strömenden Dampfes erforderliche Wärme  zugeführt     wird.     



  Anhand der     Fig.    1 ist die Erfindung bei  spielsweise an einem Kessel erläutert wor  den, der nur einen Rohrstrang zeigt. Es steht  indessen nichts im Wege, die Erfindung auch  bei Kesseln mit mehreren     Parallelsträngen     zur Anwendung zu bringen.  



  Es wurde vorstehend beschrieben, dass  man den     Entschlammungsvorgang    durchfüh  ren kann nach vorhergehender Verminderung  der     Beheizung    des Kessels. Es gibt aber     no(@h         einen zweiten Weg, die     Entschlammung    vor  zunehmen, und zwar, indem man nicht die       Beheizung    des Kessels vermindert,     sondern     die Menge des     zugeführten        Arbeitsmittels     erhöht. Auch in diesem Falle tritt eine Ver  schiebung der     Umwandlungszone    in der  Strömungsrichtung des Arbeitsmittels ein.

    Von dieser Tatsache kann in der Weise Ge  brauch gemacht werden, dass bei einem     ges.3el     mit einer Mehrzahl von parallelgeschalteten  Rohrsträngen hinter der     Umwandlungszone     jedes Stranges eine     Entschlammungsleitung     angeschlossen wird, und durch Erhöhen der       Durchflussmenge    in dem zu entschlammenden  Rohrstrang die     Umwandlungszone    so weit  verschoben wird, dass an der     Anschlussstalie     der     Entschlammungsleitung    nicht mehr  Dampf, sondern Flüssigkeit vorhanden ist,

    so dass durch die betreffende     Entschlam-          mungsleitung    die angereicherte Lauge abge  führt werden kann. Weiterhin kann hinter  der Abzweigstelle der     Entschlammungs-          leitung    eine Einrichtung vorgesehen sein,     aie     ähnlich einem     Rückschlagventil    wirkt und  verhindert, dass während des     Entschlain-          mungsvorganges    das     Arbeitsmittel    aus an  dern nicht zu entschlammenden Rohren zu  rückfliesst.  



  Die Vorgänge, die sich beim Entschlam  men abspielen, sind nachfolgend anhand der  beigefügten     Fig.    2 bis 5 näher erläutert. Wie  zu erkennen ist, besteht die Heizfläche des  Kessels nur aus Rohren. Diese sind zum  Teil in einer Brennkammer 51, zum Teil  in- den     Rauchgaszügen    52 und 53 unterge  bracht, so dass sie     teils    durch Strahlung,  teils durch Berührung beheizt werden. Der  Kessel wird beispielsweise durch eine     Kett;@n-          rostfeuerung    54 beheizt.

   Die sich aus der  Flamme     entwickelnden    Rauchgase werden  zunächst im     obern    Teil der Kammer 51 um  gelenkt und treten in die Kammer 52 ein,  von der aus sie nach nochmaliger Umlenkung  am untern Teil dieser Kammer schliesslich  -die zweite Rauchgaskammer 53 nach oben  aufsteigend verlassen. Das Arbeitsmittel  wird zum Beispiel durch eine Pumpe 55, die    von einem regelbaren Elektromotor 56 ange  trieben wird, durch die Rohre     hindur-,li-          gepresst.    In der Abbildung sind beispiels  weise drei Parallelstränge dargestellt.

   Wie  zu erkennen ist, nimmt das     Arbeitsmittel     folgenden Weg: Aus der     Hauptförderleitung     57 kommend, wird es zunächst von der     Sam-          melflasche    58 auf beispielsweise drei in der  Rauchgaskammer 53 liegende Parallelstränge  verteilt. Im weiteren Verlauf wird es dann  wiederholt in     Sammelflaschen    gemischt und  von neuem auf weitere Parallelstränge ver  teilt. Es nimmt hierbei seinen Weg über die       Sammelflaschen    59 bis 69.

   Die Heizfläche  soll dabei so bemessen sein, dass die Zone,  innerhalb der die Umwandlung von Flüssig  keit in Dampf erfolgt, etwa an der durch die  Klammern und die Bezugszeichen 70, 71  und 72 gekennzeichneten     Stelle    liegt. Vor  der Flasche 65, die, im     Strömungssinne    des  Arbeitsmittels betrachtet, hinter der Um  wandlungszone liegt, ist in jeden Strang eine       Rückströmdrossel    73     bezw.    74     bezw.    75 ein  geschaltet. Die Anordnung der     Rückström-          drossel    und ihre Gestalt     ist    insbesondere     ius          Fig.    3 zu ersehen.

   Unter einer     Rückström-          drossel    wird eine Düse verstanden, die so  im Strömungswege liegt, dass das Arbeits  mittel bei normalem Betriebe an dem eng  sten Querschnitt der Düse eintritt und aus  dem weitesten Querschnitt austretend die  Düse verlässt. Die Umsetzung von Druck in       Geschwindigkeit,    die an der engsten Stelle  der Düse entsteht,     wird    bei dieser Anordnung  durch den     diffusorartig        wirkenden    diver  genten Teil wieder rückgängig gemacht. Bei  normalem Betriebe des Kessels würde also  die so eingebaute Düse einen praktisch nur       unbedeutenden    Druckverlust hervorrufen.

    Das ist jedoch nicht der Fall, wenn sich die  Strömungsrichtung umkehrt, das heisst wenn  das     Arbeitsmittel    an der Stelle des grössten       Querschnittes    in die Düse eintritt und sie  an der Stelle des engsten     Querschnittes    ver  lässt; in diesem Fälle folgt auf den engsten       Querschnitt    kein als     Diffusor    wirkender Teil,  so dass die Düse in dieser Strömungsrichtung  stark drosselnd wirkt. Von dieser Tatsache      wird, wie später gezeigt wird, Gebrauch ge  macht.  



  Wie die Zeichnung weiter erkennen lässt,  ist an die Rohrstränge 76, 77 und 78 an einer  Stelle, die zwischen der     Umwandlungszone     und der     Rückströmdrossel    liegt, je eine     Ent-          schlammungsleitung    79, 80 und 81 ange  schlossen. Am Ende dieser     Entschlammungs-          leitungen    sind Drosselscheiben 82, 83 und  84 und Absperrventile 85, 86 und 87 vor  gesehen.  



  Soll beispielsweise der Rohrstrang 76 des  Kessels entschlammt werden, so spielt sich  folgender Vorgang ab: Zunächst muss er  reicht     werden,        dass    die     LTmwandlungszone    70,  innerhalb der der Übergang von     Flüssigkeit     in Dampf erfolgt, soweit verschoben wird,  dass die schlimm- oder salzhaltige Flüssigkeit  mindestens bis an die Stelle gelangt, wo die  entsprechende     Entschlammungsleitung    79 an  geschlossen ist. Im vorliegenden Falle soll  die Verlegung der     Umwandlungszone    durch  Erhöhen der     Arbeitsmittelmenge,    die durch  den betreffenden Rohrstrang strömt,     erreizht     werden.

   Greift man der     Einfachheit    halber  zu einem Zahlenbeispiel,     und    nimmt man au,  dass zur Verlegung der     Umwandlungszone    70  in dem Rohrstrang 76 eine .doppelte Durch  flussmenge durch diesen Rohrstrang     erf@@r-          derlich    wird und die Pumpe die     Arbeits-          mittelmenge    Q gefördert hat, so     muss.    bei drei  Parallelsträngen die Förderung der Pumpe  etwa auf die Menge     %        Q    erhöht werden.

    Gleichzeitig mit der Erhöhung der     Förder-          leistung    der Pumpe wird, um die Lauge ab  zulassen, das Absperrventil 85 geöffnet. Soll  bei diesem Vorgang die erzeugte Dampf  menge unverändert gehalten werden, so  müsste man das     Ventil.85    gerade soweit  öffnen,     da.ss        '/3        Q    durch die     Entschlammungs-          leitung    79 ausströmen kann.

   Um die Ver  hältnisse gegeneinander abzustimmen, wird  vorgeschlagen, vor das Ventil 85 eine Dros  selscheibe 82 zu setzen, die selbst bei ganz  geöffnetem Ventil 85 die     Durchflussmenge     bei dem von vornherein festliegenden Pum  pendruck von selbst etwa auf den Betrag         QI3    begrenzt.

       Fig.    4 zeigt diese Drossel  stelle in grösserem     M'assstabe.    Hat man eine  genügende Menge Flüssigkeit aus dem Rohr  strang 76 auf diese Weise entfernt, so  schliesst man das Ventil 85 und öffnet gleich  zeitig eines der Ventile 86 oder 87 oder ver  mindert, falls der     Entschlammungsvorgang     für die beiden Rohrstränge 77 und 78 vor  angegangen ist, gleichzeitig die Pumpen  leistung wieder bis auf den normalen Betrag       Q.    In diesem     Zusammenhange    wird die Be  deutung der     Rückströmdrosseln    73, 74 und  75 klar.

   Wären diese     Rückströmdrosseln     nicht vorhanden, so würde während des     Ent-          schlammens    eines Stranges von der Sammel  flasche 65 her eine gewisse Menge an Ar  beitsmittel zurückströmen. Da, wie oben be  schrieben, die     Düse    oder     Rückströmdrossel     so eingesetzt ist, dass ein     Zurückströmen     weitgehend verhindert wird, so werden die  der Sammelflasche 65 nachgeschalteten  Rohre praktisch während des     Entschlam-          mens    mit der gleichen     Arbeitsmittelebene    ge  speist wie im normalen Betriebe.  



       Fig.    5 zeigt, wie man die beim Ent  schlammen anfallende Lauge in einem ge  schlossenen Behälter sammeln kann, aus     dein     der     Schwadendampf        bezw.    der beim Ein  dampfen der Lauge durch eine zusätzliche       Beheizung    entstehende Dampf noch nutz  bringend einem     Niederdruckverbraucher    zu  geführt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Dampferzeuger mit durch ein Rohrsystem gebildeter Heizfläche, die teils als Strah lungsheizfläche in der Brennkammer, teils als Berührungsheizfläche in einem oder meh reren nachgeschalteten Zügen untergebracht ist, und mit einer Pumpe, die das Arbeits mittel unter mindestens kritischem Druck in stetem Fluss und unter ständig fortschrei tender Erwärmung bis zur oder über die kritische Temperatur durch das Rohrsystem im Strahlungs- und Berührungsteil hindurch drückt, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrsystem so bemessen und angeordnet ist, dass die Zone der Umwandlung des Arbeits- mittels von Flüssigkeit in Dampf im Berüh rungsteil liegt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Dampferzeuger nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Strömungsrichtung des Arbeitsmittels hinter der Umwandlungszone liegende Teil des Rohrsystemes in den Strahlungs raum zurückgeführt ist. 2. Dampferzeuger nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine in bezug auf die Strömungsrichtung des Arbeits mittels hinter der Umwandlungszone lie bende Rohrerweiterung mit einer Ablass- vorrichtung versehen ist. 3.
    Dampferzeuger nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rohrerweiterung der Einwirkung der Rauchgase entzogen ist. 4. Dampferzeuger nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass eine in bezug auf die ,Strö mungsrichtung des Arbeitsmittels hinter der Umwandlungszone liegende Sammel- flasche, an welche von der Umwandlungs- zone kommende Rohre des Rohrsystems, das von hier zu dem Strahlungsraum wei tergeht, angeschlossen sind, mit einer Ab lassvorrichtung ausgestattet ist. 5.
    Dampferzeuger nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass parallel ge schaltete Rohrstränge hinter der Um- wandlungszone an einen durch eine Sam melflasche gebildeten Sammler ange schlossen sind, vor der Einmündung in den Sammler jedoch von jedem der Rohr stränge eine Entschlammungsleitung ab gezweigt ist, und dass weiter zwischen der Sammelflasche und den Abzweigstel len der Entschlammungsleitung in jedem Rohrstrang ein Element eingeschaltet ist, das der Strömung des Arbeitsmittels in der Richtung von der Sammelflasche zur Zweigstelle einen höheren Widerstand ent gegensetzt als in der entgegengesetzten Strömungsrichtung. G.
    Dampferzeuger nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Element als Düse mit Diffusor ausgebildet ist, wobei sich der Diffusor in der normalen Strömungsrich tung erweitert. 'l. Dampferzeuger nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Entschlammungsleitung ein Drosselelement vorgesehen ist. B. Dampferzeuger nach Patentanspruch und Unteranspruch und Unteransprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselelement als Drosselscheibe ausge bildet ist.
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DE966686C (de) * 1953-03-15 1957-09-05 Buckau Wolf Maschf R Zwangdurchlaufkessel mit Dampferzeugung bei kritischem oder ueberkritischem Druck

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