CH158077A - Verfahren zur Herstellung eines als Hauptbestandteil in Salben, Hautcremen und dergleichen, sowie als Überfettungsmittel für Seifen geeigneten Mittels für die Hautpflege. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines als Hauptbestandteil in Salben, Hautcremen und dergleichen, sowie als Überfettungsmittel für Seifen geeigneten Mittels für die Hautpflege.

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CH158077A
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  Verfahren zur     Iferstelluug    eines als Hauptbestandteil in Salben, Hautcremen und  dergleichen, sowie als     Überfettungsmittel    für Seifen geeigneten Mittels für die       Ilautpflege.       Zweck vorliegender Erfindung ist die       Herstellung    eines als Hauptbestandteil in  Salben, Hautcremen und dergleichen, sowie  als     Überfettungsmittel    für Seifen, geeigneten  Produktes für die Hautpflege.  



  Wollfett und Walrat ,sind als Salben  bestandteile bekannt, aber wegen ihrer physi  kalischen Beschaffenheit als solche nicht ge  eignet, so dass sie, um sie schmierfähiger  zu machen, mit Vaselin,     Paraffin,    Ölen oder  leicht schmelzenden Fetten gemischt werden  mussten. Als für diesen Zweck geeignete       Gle    und Fette sind zum Beispiel -Olivenöl,  Mandelöl, Mohnöl und     Klauenöl,    sowie auch  Tran, Schmalz und dergleichen, das heisst  lauter echte Fette, zur Anwendung gekom  men. Da diese echten Fette jedoch leicht  ranzig werden, wurden sie des öfteren durch  das Vaselin ersetzt, welches nicht ranzig  wird und leicht     gereinigt    und in beinahe  farblosem Zustande gewonnen werden kann.

      Durch gelegentliche Beobachtungen ist es  auch bekannt geworden, dass     Döglingöl    sehr  leicht durch die Haut dringt und eine wohl  tuende Wirkung auf sie ausübt und deshalb  für die Zubereitung von     Salben    geeignet ist.  Irgendwelche theoretischen Grundlagen für       seine    Brauchbarkeit konnten doch bisher  nicht gegeben werden, und, soweit bekannt.

    ist, ist das     Döglingöl    bisher nur in solchen  Salben zur     Anwendung    gekommen oder vor  geschlagen worden, die Vaselin, Paraffin  oder echte Fette, jedenfalls andere Stoffe als       Wollfett    und Walrat, als Hauptbestandteil       enthalten.    Bekanntlich sind Wollfett und  Walrat, wenigstens ihren wichtigsten Be  standteilen nach, nicht echte Fette, sondern  Wachse, das heisst sie enthalten nicht Gly  zerin, sondern Wachsalkohole als veresternde       Bestandteile.     



  Das Ziel, welches mit einer     Toiletteseife     erreicht werden soll, besteht in erster Linie      in einer     Reinigung    der Haut, nur gelegent  lich in einer     Entfernung    von Fett von den  Händen. Dagegen ist es     unerwünscht,        dass     die Seife der Haut ihren natürlichen Fett  gehalt entnehme und sie spröde und weniger  widerstandsfähig gegen     den    Einfluss der       Atmosphärilien    mache.

   Um     .diese    nachteilige  Wirkung der Seife herabzusetzen, wird die  Seife     überfettet,    so dass sie Fettstoff in     un-          verseifter    Form enthält,     welches    das durch  das Waschen entfernte     Hautfett    ersetzen soll.

    Als     Überfettungsmittel    werden gewöhnlich  echte Fette verwendet, wobei man freilich  schon auf den Gedanken gekommen ist, für  die     Überfettung    von Seife für die mensch  liche Haut nach Möglichkeit nur tierische       Fette    als die naturgemässesten zu     verwenden,     diesen Gedanken aber aus technischen Grün  den nicht leicht durchführen konnte und sich       gezwungen    .sah,     zur        Überfettung    auch noch  pflanzliches<B>01,</B> zum Beispiel Olivenöl, zu  verwenden.

   Zur     Überfettung    von Seife sind  auch noch Wachsarten, zum Beispiel das  Bienenwachs, das     chinesische    Wachs, der  Walrat, sowie auch das     Wollfett        (Lanolin),     empfohlen worden, und zwar hauptsächlich  aus dem Grunde, dass :die     Wachsarten    nicht  wie die echten     Fette    oder sogenannten Neu  tralfette leicht ranzig werden.

   Die bisher  zur     Überfettung    von Seife vorgeschlagenen       Wachsarten    sind     immerhin    als solche nicht  geeignet, so dass sie, um die guten Eigen  schaften .der Seife, ihre Festigkeit und     an-          geriehme    Konsistenz bei der     Anwendung     nicht zu gefährden,     entweder    mit geeigneten       Olen,    zum Beispiel Olivenöl, versetzt oder  auch nur in ungenügenden Mengen gebraucht  werden     mussten.     



  Wie aus dem     obenstehenden    hervorgeht,  geschah bisher die Wahl der Bestandteile  von Hautcremen, Salbenbasen und derglei  chen, sowie von     Überfettungsmitteln    für  Seife hauptsächlich nach     rein    technischen  Gründen.

   Gemäss der vorliegenden Erfindung  hat es sich nun     erwiesen,    dass man dabei gar  nicht oder nur in ungenügendem Masse die  Bedingungen für das Erreichen des best  möglichen Ergebnisses erfüllt hat, die sich    bei Berücksichtigung nicht nur technischer,  sondern auch physiologischer Gesichtspunkte  aufstellen, aus     denen    sich die Forderung er  geben muss,     dass    eine Salbe, Hautcreme oder  ein ähnliches Hautpflegemittel,     sowie    ein       Überfettungsmittel    für Seife wenigstens zum  grössten Teil aus solchen Stoffen bestehen  soll, die eine möglichst grosse Ähnlichkeit  mit demjenigen Stoffe aufweisen, der von dar  Natur dazu bestimmt ist, die Haut einzu  tränken,

   um sie vor schädlichen Einflüssen  und Veränderungen zu schützen. Es ist der  von den Talgdrüsen sezernierte Hauttalg, der  beim Menschen diese Aufgabe erhalten hat.  



  Beim Nachgehen der Tatsache, warum  dieser Hauttalg in seiner Einwirkung auf  die Haut sämtlichen bisher vorgeschlagenen,  künstlich zusammengesetzten Hautpflege  mitteln weit überlegen ist, ist nun die Er  kenntnis     gewonnen,    dass nur solche soge  nannte Hautfette, die bei den mit dem Men  schen nahe verwandten Tieren in besonderen  Drüsen sezerniert werden, deren Sekrete von  der Natur zum Eintränken der Haut oder der  Hautbekleidung des Tieres bestimmt sind,  hinsichtlich ihres chemischen Aufbaues und  der auf diesen beruhenden physikalischen  Eigenschaften mit dem menschlichen Haut  talg so weitgehend     übereinstimmen,    dass von  ihnen erwartet werden kann, dass sie auf  die menschliche Haut in einer der Einwir  kung des menschlichen     Hauttalges    ähnlichen  Weise einwirken.

   Hieraus ergibt sich nun die  Forderung, dass die zum Eintränken der  Haut bestimmten     Hautpflegemittel,    wie Sal  ben und Hautcreme,     sowie    auch     Über-          fettungsmitteln    in Seifen für den persön  lichen Gebrauch, ausschliesslich oder wenig  stens zum grössten Teil aus solchen Haut  fetten bestehen sollen und jedenfalls keine  nennenswerten Mengen von solchen Stoffen  enthalten dürfen, durch welche die     günstige          Einwirkung    der     Hautfette    auf die mensch  liche Haut beeinträchtigt werden kann.

    Sämtliche Hautfette der genannten Art sind  ihrer Natur nach Wachse     und    unterscheiden  sieh hauptsächlich in zwei Punkten in sehr  ausgeprägter Weise von den echten     Fetten         oder     soggenannten        Neutralfetten,        wie    zum  Beispiel Schmalz, Talg, Tran, Oliven-,     Palm-          und    Sesamöl. Während die     NeutraUette,    wie  bereits     erwähnt,    leicht ranzig werden und  ausserdem Wasser abstossen, zeigen die  Wachse nur geringe Neigung zum Ranzig  werden und können, anstatt Wasser abzu  stossen, oft beträchtliche     Wassermengen    in  sieh aufnehmen.

   Diese beiden für die Wachse  zum Unterschied von den eigentlichen  Fetten charakteristischen     Eigenschaften    sind  nun allem Anschein nach für die Haut  pflegemittel von allergrösster Bedeutung.  Ein solches Mittel, welches das Wasser ab  stösst, verhindert die stets     vorsichgehende     und nicht nur für die Lebenstätigkeit der  Haut, sondern für die des ganzen     Körpers     so wichtige     Was.serabdunstung    von der Haut  oberfläche.

   Kann dagegen das von der Haut       resorbierte    Mittel Wasser in sich aufnehmen,  so     wirkt    es nicht mehr feuchtigkeitsisolie  rend     bezw.    hindert nicht mehr die     Wasser-          abdunstung,    sondern lässt diese in normaler  Weise durch die von der Haut resorbierte  Schicht der Mittel hindurch erfolgen.

   Von  diesem früher     entweder    gar nicht oder nur  in ungenügendem Masse     berücksichtigten     Standpunkte aus ist es von grosser     Wichtig-          keit,    für die Herstellung von     Salbengrund-          lagen,    Hautcremen und     Überfettungsmitteln     für     Toiletteseifen    nicht nur solche     Stoffe    zu  wählen, die die Eigenschaft besitzen, so viel  Wasser wie möglich     aufnehmen    zu können,  sondern auch solche     Stoffe        auszuschliessen,

       die Wasser abstossen und demzufolge das       Wasseraufnehmevermögen    des zusammen  gesetzten     Hautpflegemittels        wesentlich    her  absetzen könnten. Aus diesem Grunde sind  der     Erfindung    gemäss die     Neutralfette    als  wesentliche Bestandteile in Salben, Haut-    cremen und     Überfettungsmitteln    ausgeschlos  sen.

   Um jedoch gut schmierfähige Salben  und Hautcremen     bezw.    Seife in für eine  wirksame     Überfettung    genügenden Mengen  technisch vorteilhaft     hinzufügbare        Über-          fettungsmittel    herstellen zu können, wird  nach der Erfindung eine Mischung von  festen, tierischen Wachsen mit einem tie  rischen Öl von Wachscharakter als weich  machendes Mittel versetzt.  



  Tierische     Ole    von Wachscharakter gibt es  soweit bekannt nur zwei, nämlich das     Dög-          lingöl    und das     Walratöl,    welche auch beide  als sogenannte Hautfette bezeichnet werden  können. Alle andern, als sogenannte Haut  fette zu bezeichnenden tierischen Wachse,  wie Wollfett und Walrat, sind bei gewöhn  lichen Temperaturen nicht flüssig, sondern  mehr oder weniger fest und ziemlich zähe.  so dass sie, wie     eingangs        erwähnt.    nicht allein  als     Salbengrundlage    oder als Hauptbestand  teil in Hautcremen oder in     Überfettungs-          mitteln    für Seife geeignet sind.

   Wenn Mai]  aber diese     festen    tierischen Wachse     mischt     und     dieser        Mischung        Döglingöl    als weich  machendes Mittel hinzufügt, erhält man ein  allen technischen und praktischen.     sowie     auch physiologischen Forderungen entspre  chendes Produkt. welches, wie Versuche be  stätigt haben, eine ganz ausserordentlich  günstige Wirkung auf die Tätigkeit der  Haut hat. Gegebenenfalls kann das     l)ögling-          öl    mehr oder weniger durch     Walratöl    er  setzt werden.  



  Die weitgehende Übereinstimmung im  chemischen Aufbau aller     obengenannten    tie  rischen Wachse mit dem menschlichen Haut  talg geht aus folgender.     tabellarischen    Zu  sammenstellung hervor:    
EMI0004.0001     
  
    Benennung
<tb>  Hauptbestandteil <SEP> Formel
<tb>  Wollfett <SEP> Carnaubylcarnaubat <SEP> c2411140. <SEP> 0. <SEP> C2411470
<tb>  Cerylcerotat <SEP> C_61153 <SEP> . <SEP> 0 <SEP> . <SEP> C2611510
<tb>  Bürzeldrüsenfett <SEP> Octadecylstearat <SEP> i <SEP> C18113., <SEP> . <SEP> 0 <SEP> . <SEP> ClgH350
<tb>  Octadecyloleat <SEP> - <SEP> C1gH3q <SEP> . <SEP> 0 <SEP> . <SEP> C1gH350
<tb>  Walrat <SEP> Cetylpalmitat <SEP> C,61133. <SEP> 0. <SEP> C1611310
<tb>  Walratöl <SEP> Cetylpalmitat <SEP> C161133. <SEP> 0 <SEP> . <SEP> C16H31O
<tb>  Döglingöl <SEP> Cetylpalmitat <SEP> C16113 <SEP> 3 <SEP> .

   <SEP> 0 <SEP> . <SEP> C1611310
<tb>  Chinesisches
<tb>  Insektenwachs <SEP> Cerylcerotat <SEP> C261153. <SEP> 0 <SEP> . <SEP> C2611510
<tb>  Psyllawachs <SEP> Psyllostearyl  psyllostearat <SEP> I <SEP> Cg3H6; <SEP> . <SEP> 0 <SEP> . <SEP> <B>C33H65v</B>
<tb>  Hauttalg <SEP> Eikosylarachat <SEP> C2611.11. <SEP> 0 <SEP> . <SEP> C2611360       Wie ersichtlich, bestehen die Haupt  bestandteile aller obengenannten     Hautfette     oder Wachse aus     Estern    mit der allgemeinen  Formel       C.H2n    + 1     #    0     #        C.H2n        _    1<B>0.</B>  



  Das     Wasserabsorptionsvermögen    des nach  der Erfindung aus     Wollfett,    Walrat und       Döglingöl    hergestellten Produktes ist gegen  über dem des Wollfettes wesentlich höher.  



  Der Mischung aus Wollfett, Walrat und       Döglingöl        bezw.        Walratöl        können    auch an  dere Stoffe zugefügt werden, die das     Wasser-          absorptionsvermögen    der     Mischung    nicht  wesentlich herabsetzen und die dem lebenden  Organismus nicht wie Vaselin und Paraffin  vollständig fremd sind und nicht oder nur  mit     Schwierigkeit    von der Haut aufgenom  men werden können.

   Der Mischung können  zum Beispiel ausserdem     Bürzeldrüsenfett,     Bienenwachs und auch pflanzliche Wachse,  wie     chinesisches    Wachs,     Psyllawachs,    Palm  wachs und dergleichen zugesetzt werden. Eine  oder mehrere der Komponenten der Mischung       können    durch die entsprechenden     gereinigten          Produkte    (zum Beispiel Lanolin und     Sper-          maceti),    oder die daraus isolierten Ester, oder  die entsprechenden     synthetisch    hergestellten  Ester ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines als Hauptbestandteil in Salben, Hautcremen und dergleichen, sowie als Überfettungsmittel für Seifen geeigneten Mittels für die Hautpflege, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Mi- schung von festen, tierischen Wachsen ein trierisches <B>01</B> von Wachscharakter als weich machendes Mittel hinzufügt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Wollfett und Walrat mischt und dieser Mischung Dög- lingöl als weichmachendes Mittel hinzu- fügt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Wollfett und Walrat mischt und dieser Mischung Dög- lingöl und Walratöl als weichmachendes Mittel hinzufügt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Mischung ausserdem mit Bürzeldrüsenfett versetzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Mischung ausserdem mit Bienenwachs versetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung ausser dem mit mindestens einem pflanzlichen Wachse versetzt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass mindestens eine der Kompo nenten der Mischung in gereinigter Form verwendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Komponente der Mi schung in Form ihres Esters verwendet wird.
CH158077D 1930-12-23 1931-10-13 Verfahren zur Herstellung eines als Hauptbestandteil in Salben, Hautcremen und dergleichen, sowie als Überfettungsmittel für Seifen geeigneten Mittels für die Hautpflege. CH158077A (de)

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