Im Strassenverkehr stehender säulenartiger Pfosten. Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein im Strassenverkehr stehender säulen artiger Pfosten, wie zum Beispiel ein Ver kehrs- und Schutzinselpfosten, Warnungs- schildträger, Wegweiser; Ständer, Beleuch tungssäule und dergleichen. Derartige säulen artige Pfosten wurden bisher in Stein, Beton, Eisen oder Holz ausgeführt und dienen der Regelung des Verkehrs, insbesondere des Kraftwagenverkehrs. Diese Pfosten haben nun infolge ihrer starren Beschaffenheit den Nachteil, dass sie beim Anfahren nicht nur leicht umgeworfen beziehungsweise beschä digt, sondern meistens auch vollständig zer trümmert werden.
Ausserdem verursacht das Anfahren an einen derartigen Pfosten in vielen Fällen schwere Beschädigungen der Fahrzeuge und Unfälle der Fahrgäste.
Weiter ist festgestellt, dass an Stellen mit besonders starkem Verkehr das Anfahren an derartige Pfosten schwer zu vermeiden ist, zum Beispiel bei sogenännten Parkstellen und Parkplätzen, wo infolge des Hin- und Herrangierens der Kraftfahrzeuge mit einem häufigen Anfahren an die Säulen gerechnet werden muss. Die Instandsetzung beschädigter Verkehrssäulen bedingt erhöhte Unkosten. In den meisten Fällen sind die abgesplitter ten oder geborstenen Säulen überhaupt nicht mehr verwendbar.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung vermeidet diese Mängel dadurch, dass wenig stens ein Teil des Pfostens aus einem Bau stoff von hoher Elastizität besteht, der beim Anfahren durch ein Fahrzeug federnd nach giebig ist und stossdämpfend wirkt. Dieser Baustoff kann Gummi, eine Kunstmasse oder dergleichen sein. Durch die Nacbgiebigkeit des Pfostens können die Reparaturkosten sowohl für denselben, als auch für die an fahrenden Fahrzeuge ganz bedeutend ermässigt und ausserdem Unfälle beim Anfahren an solche Pfosten vermieden werden.
In zweckmässiger Weise werden, je nach dem Aufstellungsort, die säulenartigen Pfosten entsprechend ausgebildet. Sie können massiv oder hohl ausgebildet sein. Sie können, falls sie an nicht hell erleuchteten Plätzen vor handen sind; eigene Lichtquellen besitzen, die im Innern der Pfosten untergebracht und durch Blinkfenster in den Kappen oder den Pfosten selbst das Licht, ähnlich einem Leucht turm, austreten lassen. Sie können auch mit sogenannten Katzenaugen oder Rückstrablern ausgerüstet sein, so dass beim Auftreffen des Lichtstrahles eines Fahrzeuges die Rück strahler der Pfosten aufleuchten und den Fahrer von weitem schon hierauf aufmerk sam machen.
Für viele Fälle ist vorgesehen, nur den untern Teil des Pfostens aus dem elastisch biegsamen Material herzustellen, während der obere Teil, der ausserhalb der Zone grösster Biegungsbeanspruchungist, aus Holz, Kunst masse und dergleichen bestehen kann.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in verschiedenen Aus führungsformen beispielsweise veranschaulicht und es stellen dar Fig. 1 eine massive Säule teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Hohlsäule teilweise geschnitten, Fig. 3 eine Hohlsäule mit Rückstrahlern und einer besondern Befestigungsform des Fusses, Fig. 4 und 5 Befestigungsformen des Fusses, Fig. 6 eine Hohlsäule mit abnehmbarer Kappe und Lichtquelle; Fig. 7 eine durchbrochene Hohlsäule mit Lichtquelle, Fig. 8 eine Hohlsäule mit Stahlfeder einlage.
Der in Fig. 1 gezeichnete im Strassenver kehr stehende säulenartige Pfosten 1 besteht gänzlich aus einer Masse von hoher Elastizi tät, und zwar vorzugsweise aus einer Gummi masse, die in verschiedener Weise hergestellt sein kann. Die Masse kann zum Beispiel ganz oder teilweise vulkanisiert, reiner Gummi, künstlicher Gummi, eine Kunstmasse oder dergleichen sein. Durch besondere Befesti gungsvorrichtungen wird der Pfosten 1 im Boden befestigt, wobei die Befestigung durch in einem ebenfalls aus vulkanisiertem Gummi bestehenden, angegossenen Flansch 2 der Säule 1 vorgesehene Bolzenlöcher 3 erfolgen kann, durch welche Ankerschrauben oder dergleichen gesteckt werden.
Bei grösserem Durchmesser, geringerer Bauhöho und geeig netem Füllmaterial sind Verankerungen ganz entbehrlich, da die beim Anfahren entstehende Reibung zwischen Boden und Pfosten elastisch bremsend wirkt. Der Massivpfosten wird sich da eignen, wo grosse Kräfte auf ihn ein wirken.
Der Hohlpfosten gemäss Fig.2 besteht aus dem gleichen Stoff wie die der Fig. 1, jedoch ist er als Röhre, Zylinder oder der gleichen ausgebildet und wird oben von einer Kappe 4 abgedeckt. Die Befestigung dieses Pfostens erfolgt dadurch, dass innen am Grunde des Pfostens eine Versteifungseinlage 5 vorgesehen ist, wobei der Pfosten aussen einen Bodenwulst 6 trägt, über den ein im Quer schnitt Z-förmiger Ring 7 gezogen wird, welcher die Befestigung mit der Unterlage vermittelt. Es kann aber auch, wie in Fig. 3 veranschaulicht, ein elastischer Ankerkern 8 im Boden vorgesehen sein, über den der aus Gummi bestehende Hohlmantel 9 des Pfostens gezogen ist.
In Fig. 4 und 5 sind andere Arten der Befestigung veranschaulicht. 10 ist ein mit Randflansche und Ringnuten versehener am Boden befestigter Fuss, in dessen Ringnuten Ringe 11 des Pfostens eingreifen. In vielen Fällen ist es zweckmässig, den Fuss 10 aus einem Kunstprodukt, zum Beispiel Hartgummi, herzustellen; er kann aber auch aus Metall bestehen und mehrteilig sein, in welchem Fall dann nur der Schaft aus hochelastischem Material besteht.
In Fig. 6 ist ein Pfosten veranschaulicht, dessen Unterteil 12 aus Gummi vorgesehen ist, während das Oberteil 18 aus einem an dern Baustoff, zum Beispiel aus Holz oder einer Kunstmasse ausgeführt ist.
In Fig. 8 ist eine Ausführungsform dar gestellt, wobei zwecks Verstärkung in das Innere des hohlen, elastischen Pfostens 14 eine schraubenförmig gewundene Drahthülse 13 eingebettet ist.
Am Pfosten können sogenannte Katzen augen oder Rückstrahler 15 (Fig. 3) ange bracht sein, um das Licht vorbeifahrender Fahrzeuge aufzunehmen und wiederzugeben und so die Säule auch in der Dunkelheit kenntlich zu machen. An anderen Stellen, zum Beispiel da, wo es sich um Schutzinsel pfosten handelt, und zwar um Schutzinseln der Strassenbahn und dergleichen, ist es zweckmässig, den Pfosten mit einem eigenen Leuchtkörper 16 (Fig. 6 und 7) zu versehen und im Pfosten Fenster 17 anzuordnen. Diese Fenster 17 können sowohl im Pfosten selbst (Fig. 7) als auch irr der sogenannten Kappe (Fig. 6) angebracht sein.
Das Anbringen in der Kappe ist dann vorteilhaft, wenn der Pfosten mit Schriften oder ähnlichem vorsehen werden soll, wie zurre Beispiel für Wegweiser, Warnungsschilder. Die Stromleitungen zur Lichtquelle 16 werden zweckmässigerweiee im Innern des Pfostens durchgeführt. Der Gummi kann auf seiner Aussenschicht zur Bildung einer gehärteten Aussenhaut etwas arrvulkanisiert sein um Beschädigungen und Zersetzungen des Gummis durch das Anuri- nieren durch Hunde zu vermeiden.