CH158288A - Rechenmaschine mit selbsttätiger Multipliziervorrichtung. - Google Patents

Rechenmaschine mit selbsttätiger Multipliziervorrichtung.

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CH158288A
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Inventor
Rheinische Aktiengesellschaft
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Rheinische Metallw & Maschf
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  Rechenmaschine mit selbsttätiger     Nultipliziervorrichtung.       Die Erfindung betrifft eine Rechenma  schine mit selbsttätiger     Multipliziervorrich-          tung,    die zum Beispiel benutzt wird, wenn  mit der Maschine in ununterbrochener Reihen  folge eine grössere Anzahl von Multiplikatio  nen durchzuführen sind. Bei der Maschine  gemäss der Erfindung ist eine selbsttätige  Nullstellvorrichtung vorgesehen, welche, so  bald sie wirksam gemacht wird, vor Beginn  einer jeden Multiplikation die Zählwerke der  Rechenmaschine selbsttätig auf Null zu stellen  vermag.

   Dadurch wird einmal denn Rechner  beim Multiplizieren das lästige     jedesmalige     Nullstellen abgenommen und vor allen Dingen  kann das Nullstellen der Zählwerke nicht  versehentlich unterlassen werden, solange die  selbsttätige Nullstellvorrichtung wirksam ist.  



  Die Rechenmaschine nach der Erfindung  zeigt die Einrichtung, wonach ,ausser der  Hauptantriebswelle der Rechenmaschine auch  die Löschvorrichtung der Zählwerke moto  risch angetrieben wird, und sie kennzeichnet  sich durch einen Steuermechanismus, welcher  derart eingerichtet ist, dass er beim Nieder-    drücken der Multiplikationstaste zunächst das  die     Löschvorrichtung    bewegende Getriebe mit  dem Antriebsmotor kuppelt und dass er, nach  dem dem     Löschergetriebe    die zur Durchfüh  rung der Nullstellung der Zählwerke erfor  derliche Bewegung erteilt ist, die Bewegungs  übertragung vom Motor zum     Löschergetriebe     unterbricht und auf die Hauptantriebswelle.  der Rechenmaschine umschaltet.  



  Die Maschine kann zur Umschaltung der  Bewegungsübertragung vom     Löschergetriebc     zur Hauptantriebswelle z. B. eine Wechsel  kupplung oder ein vom Motor angetriebenes  Differentialgetriebe besitzen, dessen das     Lö-          schergetriebe    und die Hauptwelle bewegende  Wellen wahlweise gesperrt werden können.  Zwischen der Löschvorrichtung der Zählwerke  und dem sie bewegenden Getriebe können  zweckmässig Kupplungsvorrichtungen ange  ordnet sein, die es ermöglichen, die     Lösclr-          organe    im gesamten oder zum Teil abzuschal  ten, so dass trotz Bewegung des     Löscherge-          triebes    die Löschung der Zählwerke; falls  notwendig, unterbleiben kann.

        In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei  spiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt den elektrischen Antrieb der  Rechenmaschine im Grundriss, teilweise im  Schnitt;       Fig.    2 zeigt Teile der Zählwerke und der  Löschvorrichtung, desgleichen im Grundriss;       Fig.    3 zeigt die     Multiplikationstaste    in  einer Seitenansicht;       Fig.    4 zeigt das Zählwerk und Teile der  Löschvorrichtung in Vorderansicht;       Fig.    5 zeigt dasselbe im Grundriss.  Nachdem die gewünschten     Zahlwerte    in  der Maschine eingestellt sind, wird die Multi  plikationstaste 1 gedrückt, die über Welle 2  und Zwischenhebel 3 die Steuerschiene 4 be  wegt.

   Die Steuerschiene 4 rückt die Kupp  lung 5 ein und schliesst durch die Kontakt  einrichtung 6 den Stromkreis des     Motors    7,  so dass dieser über Kupplung 5 das Differen  tialgetriebe 12 antreibt.  



  Die Verlängerung la des Tastenhebels der  Multiplikationstaste 1 bewegt beim Nieder  drücken der Taste vermittelst der Klinke 9  und des Zwischenhebels 8 den Sperrschieber  10, der mit der Sperrscheibe 11 auf der  Welle 23 und der Sperrscheibe 14 auf der  Hohlwelle 32 des vom Motor angetriebenen  Differentialgetriebes 12 zusammenarbeitet.  



  Durch Bedienung der Multiplikationstaste  1 wird der Sperrschieber 10 so verschoben,  dass seine vorspringende Kante     10a    in einen  radialen Schlitz der Sperrscheibe 11 eintritt  und der Vorsprung 10b aus dem radialen  Schlitz der Sperrscheibe 14 austritt. Die  Sperrscheibe 11 und die zugehörige Welle 23  des Differentiales sind also gesperrt, wohin  gegen die Sperrscheibe 14 mit dem Zahnrad  15 freigegeben und vom Differentialgetriebe  12 in Drehung versetzt wird. Das Zahnrad  15 greift in das Zahnrad 16 ein, das mit der  Kurvenscheibe 17 fest verbunden ist. Auf  dem Rande der Kurvenscheibe 17 läuft die  Rolle 18 des unter Federwirkung stehenden  Winkelbügels 19.

   Die Kurvenscheibe 17 ver  schiebt bei der ersten halben Umdrehung das  Ende     19a    des Winkelbügels 19 in bezug auf         Fig.    1, 2 und 4 nach rechts und drückt da  bei den am Winkelbügel befestigten Schieber  20     (Fig.    5) gegen die Löscher 21, nimmt  diese in der Rechtsbewegung mit und bewirkt  auf diese Weise die Löschung der Resultate  im Zählwerk, da durch die Bewegung der  Löscher 21 nach rechts von diesen die Zahn  stangen 22, die in bekannter Weise die Ziffern  rollen 28 auf Null stellen, mitgenommen  werden.  



  In dem in den Zeichnungen zur Darstel  lung gebrachten     Zählwerkswagen    sind zwei  Zählwerke vorgesehen, die im allgemeinen  beide zusammen gelöscht werden. Es besteht  aber die Möglichkeit, durch Verstellen des  Schiebers 20 von Hand, wahlweise nur eines  von beiden zu löschen oder sogar das auto  matische Löschen vollends auszuschalten. In  dem Schieber 20 sind zu diesem Zwecke Aus  sparungen vorgesehen, die den Schieber 20  bei Bewegung durch den Winkelbügel 19 un  gehindert an den     Löscherhebeln    21 vorbei  streichen lassen, ohne dass diese von dem  Schieber mitgenommen werden, die Löschung  der Resultate unterbleibt also. Selbstverständ  lich kann die Löschvorrichtung auch so aus  geführt sein, dass von ihr zu gleicher Zeit  mehr als zwei Zählwerke bedient werden.  



  Ist die Löschung der Zählwerke erfolgt  und gehen Kurvenscheibe 17, Zahnrad 16  und Zahnrad 15 der Vollendung der ersten  Umdrehung entgegen, so verschiebt eine an  der Sperrscheibe 14 vorgesehene Abbiegung       1411    den Sperrschieber 10 an dem Vorsprung       10     so, dass die Sperrscheibe 14 und mit ihr  die gesamten     Bewegungsübertragungsorgane     für die Löschvorrichtung gesperrt sind, dafür  aber die Sperrscheibe 11 frei wird, so dass  jetzt vom Differential 12 aus die vom Motor  bewirkten Umdrehungen über Welle 23 auf  Zahnrad 24, von diesem über Zahnrad 25,  Kegelräder 26, 27 auf die Hauptantriebswelle  13 übertragen werden, so dass nach erfolgter  Löschung anschliessend die Rechenoperation  in bekannter Weise durchgeführt wird.

   Der  Winkelbügel 19 wird von den     Löscherhebeln     21, die unter dem Zug der Feder 31 stehen,  in seine Ausgangsstellung zurückgedrückt.      Die Rolle 19 des die Löscher bewegenden  Winkelbügels 19 steht nur dann mit der  Kurvenscheibe 17 in Eingriff, wenn der Zähl  werkswagen in seiner linken Endstellung  steht. Die Einrichtung löscht also nur dann  vor Beginn einer jeden Multiplikation die  Zählwerke, wenn zu Beginn derselben der       Zählwerkswagen    in der Grundstellung steht.

    Das ist der Fall bei selbsttätig multiplizie  renden Rechenmaschinen, deren Multiplizier  vorrichtung so eingerichtet ist, dass die Multi  plikation beginnend mit der untersten Stelle  des     Multiplikators    durchgeführt wird und die  mit einer Vorrichtung zur selbsttätigen Rück  führung des     Zählwerkwagens    versehen sind.  



  Das Getriebe lässt sich jedoch leicht so  abändern, dass das     Löschergetriebe    bei jeder  Stellung des     Zählwerkwagens    die Löscher zu  bewegen vermag, dann ist das Getriebe für  jede selbsttätig multiplizierende Rechenma  schine geeignet. Kurz zusammengefasst arbei  tet die dargestellte Maschine also folgender  massen  Durch das Drücken der Motortaste 1 wird  der Motor 7 eingeschaltet und die Kupplung  5 eingerückt und gleichzeitig wird die Haupt  antriebswelle 13 gesperrt, wohingegen die  die Löschorgane antreibende Hohlwelle 32 für  die Dauer einer Umdrehung freigegeben wird.  



  Nach erfolgter     Löschung    sperren sich die  Löschorgane selbsttätig und geben automa  tisch die Bewegungsübertragung vom Motor  zur Hauptantriebswelle 13 frei.  



  In der Einrichtung nach der     Fig.    6 ist  statt des     Differentialgetriebes    12 eine ein  Mittelstück aufweisende Wechselkupplung 12'  vorgesehen. Die Teile 10, 11, 12, 14, 15, 23,  32 der     Fig.    1 entsprechen den Teilen 10', 11',  12', 14', 15', 16', 23', 32' der     Fig.    6. Die  Welle 32' ist eine Hohlwelle, die lose dreh  bar auf der vom Antriebsmotor bewegten  Welle gelagert ist. Die Welle 23' bewegt  den Hauptantrieb der Rechenmaschine, die  Hohlwelle 32' die Löschvorrichtung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Rechenmaschine mit selbsttätiger Multi- pliziervorrichtung, in der neben der Haupt- antriebswelle der Rechenmaschine auch ein die Löschvorrichtung der Zählwerke bewe gendes Getriebe motorisch bewegt wird, ge kennzeichnet durch einen Steuermechanismus, welcher derart eingerichtet ist, dass er beim Niederdrücken der Multiplikationstaste zu nächst das die Löschvorrichtung bewegende Getriebe mit dem Antriebsmotor kuppelt, und dass er, nachdem dem Löschergetriebe die zur Durchführung der Nullstellung d.er Zählwerke erforderliche Bewegung erteilt ist,
    die Bewe gungsübertragung vom Motor zum Löscher getriebe unterbricht und auf die Hauptan triebswelle der Rechenmaschine umschaltet. UNTERANSPRüCHE 1. Rechenmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der beim Nie derdrücken der Multiplikationstaste zu nächst die Löschvorrichtung, später die Zählwerksantriebe mit dem Antriebsmotor kuppelnde Steuermechanismus ein Differen tialgetriebe (12) besitzt, dessen zur Bewe gung der Löschvorrichtung und der Zähl werksantriebe dienende Wellen (32, 23) wahlweise gesperrt werden können. 2.
    Rechenmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Steuerme chanismus, der beim Niederdrücken der Multiplikationstaste zunächst das Löscher getriebe und anschliessend den Hauptantrieb mit dem Antriebsmotor kuppelt, eine Wech selkupplung besitzt, deren vom Motor an getriebenes Mittelstück beim Niederdrücken der Multiplikationstaste zunächst mit einem auf das Löschergetriebe wirkenden Gegen kupplungsstück in Eingriff gebracht wird, anschliessend aber so verschoben wird, dass es mit dem das Löschergetriebe bewegen den Gegenkupplungsstück ausser Eingriff und mit einem die Hauptantriebswelle be wegenden Gegenkupplungsstück in Ein griff kommt.
CH158288D 1930-07-29 1931-06-04 Rechenmaschine mit selbsttätiger Multipliziervorrichtung. CH158288A (de)

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